WO2002046579A1 - Rettungstunnel im tunnel - Google Patents

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WO2002046579A1
WO2002046579A1 PCT/EP2001/014388 EP0114388W WO0246579A1 WO 2002046579 A1 WO2002046579 A1 WO 2002046579A1 EP 0114388 W EP0114388 W EP 0114388W WO 0246579 A1 WO0246579 A1 WO 0246579A1
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Gerhard Haubenwallner
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Gerhard Haubenwallner
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F11/00Rescue devices or other safety devices, e.g. safety chambers or escape ways

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen in einem Tunnel (1) angeordneten, ausklappbaren Rettungstunnel (2), der im Tunnel (1) in zusammengeklapptem Zustand angeordnet ist und der bei Bedarf durch Herunterklappen des Wanteiles (6) geführt durch den Deckenteil (5) und den Bodenteil (7) als Rettungstunnel aktiviert werden kann. Zur Frischluftversorgung des Rettungstunnels ist eine Belüftung (4) angeordnet.

Description


  



   Rettungstunnel im Tunnel Die Erfindung bezieht sich auf einen in einem Tunnel angeordneten, ausklappbaren, aufblasbaren Rettungstunnel, der im Tunnel in zusammengeklapptem bzw. an die Tunnelwand angeklappten Zustand eingebaut ist, in dem Belüftung, Kühlung usw. angeordnet sind und der bei Bedarf durch Ausklappen, als Rettungstunnel aktiviert werden kann.



  Beim Unfällen, insbesondere bei Bränden in Tunnels, besteht das Problem, dass Personen, die sich im Tunnel befinden, auch durch die, durch den Brand in der Regel ausgelöste Rauchgasentwicklung, zu Schaden kommen. Diesem Umstand wird bei Neubau von Tunnelanlagen dadurch Rechnung getragen, dass ein nebem dem Haupttunnel parallellaufenden Rettungstunnel gebaut wird. In diesem Rettungstunnel können sich die betroffenen Personen, insbesondere vor den giftigen Rauchgasen, die im Brandfall auch für die schweren Folgen der Unfälle verantwortlich sind, in Sicherheit bringen.



  Bei herkömmlichen, insbesondere einröhrigen Tunnelanlagen ist ein Nachrüsten mit einem neben dem Haupttunnel gebautem Rettungstunnel neben baulichen Gegebenheiten, auch aus Kostengründen nur schwer möglich.



  Bei Brandereignissen in einem Tunnel kommt es durch die Erhitzung der Luft zu starken Luftbewegungen die zusätzlich durch das Absaugen der Abgase durch die   Tunnelbelüftungsan-    lage verstärkt werden. Es ist daher notwendig, die Bauteile eines Rettungstunnels so stabil auszulegen, dass diese diesen Belastungen entsprechen. 



  In den Druckschriften WO 98/40607 A1 und WO   201/02056    A2 ist eine Zone beschrieben, die für die Evakuierung von Personen so ausgestattet ist, dass sie mit Frischluft und Kühlwasser versorgt werden kann. Als zusätzliches Merkmal wird die Möglichkeit eines ausziehbaren, ausrollbaren Vorhanges beschrieben, der den Rauchbereich abgrenzt.



  Nun sind Vorhänge aufgrund ihrer Instabilität sowie den sich daraus, bei starken Luftbwegungen ergebenden Flatterbewegungen mit den dabei entstehenden Vermischungen der Rauchgase mit der Frischluft für die Anforderungen im Brandfall nicht geeignet. Es sind bei dem vorgenannten Stand der Technik keine Massnahmen bzw. Vorrichtungen vorgesehen, welche die notwendige Stabilität und damit die Funktion der Vorhänge bei Luft-bzw. Rauchgasbewegungen, wie sie bei Brandereignissen in einem Tunnel entstehen, sicherstellen würden.



  Ausserdem ist Wasser, sollte es zum Löschen eines solchen Brandes überhaupt geeignet sein, in einem Tunnel in dem sich noch Personen aufhalten nicht, unumstritten. Es kommt am Brandherd durch das Wasser zur Dampfbildung, damit zu einer zusätzlichen Erhöhung der Luftgeschwindigkeit und dadurch zu einer rascheren Ausbreitung der Rauchgase sowie der Hitze.



  Die vorgenannten Probleme werden erfindungsgemäss durch den nachfolgend beschriebenen Rettungstunnel in einem Tunnel behoben.



  In einem Tunnel wird an einer Tunnelwand ein kleinerer Tunnel, der Rettungstunnel, in dem sich Personen bei Gefahrensituationen in Sicherheit bringen können, angebracht. Dieser Rettungstunnel ist in Bereitschaftsposition, damit er den für den Verkehr notwendigen Tunnelquerschnitt nicht einschränkt, an der Tunnelwand zusammengeklappt angeordnet.



  Im Einsatzfall wird der Rettungstunnel heruntergeklappt und dadurch in Betriebsposition gebracht.



  Nahe beieinander angeordnete Ein-bzw. Ausstiegsöffnungen, ermöglichen ein rasches Betreten und Verlassen des Rettungstunnels. Diese Ein-bzw. Ausstiegsöffnungen können aus   Pendeltüren    aus Folienelementen oder dgl. bestehen. Der Rettungstunnel verläuft entlang des gesamten zu versorgenden Tunnels, er verbindet Rettungsbuchten, Notausstiege und er führt direkt ins Freie.



  Der Rettungstunnel wird, wenn er eingesetzt werden muss, von aussen durch Gebläse mit Frischluft versorgt, die über eine Regelung in ihm so viel Überdruck erzeugen, dass ein Eindringen von giftigen Verbrennungsgasen bei den Ein-bzw.



  Ausstiegsöffnungen, bei den Verbindungen zwischen den Tunnelelementen usw. verhindert wird. Die Frischluftzufuhr wird, damit eine zu hohe Luftgeschwindigkeit im Rettungstunnel verhindert wird, abschnittweise geregelt. Der Rettungstunnel kann bei entsprechendem Anlassfall auch nur in Teilbereichen aktiviert werden.



  Gefertigt wird der Rettungstunnel zweckmässigerweise in Elementen, wodurch er durch Aneinanderreihung der einzelnen Tunnelelemente in beliebiger Länge errichtet werden kann.



  Der Rettungstunnel kann in Abhängigkeit vom Ausmass des Brandgeschehens im unmittelbaren Brandbereich beschädigt werden, er bleibt aber durch die abschnittweise in den Innenraum zugeführte Frischluft und durch eine eventuell eingebaute Sprinkleranlage, welche die Aussenwände des Rettungstunnels kühlt, bereits in geringer Entfernung vom Brandherd wieder voll benutzbar. 



  Nachstehend sind einige Ausführungsmöglichkeiten des Rettungstunnels in einem Tunnel anhand von Zeichnungen näher erläutert : Figur 1 zeigt in einem Tunnel   (1)    den Rettungstunnel (2) hochgeklappt in   Bereitschaftsposition,    Figur 2 zeigt den Rettungstunnel (2) heruntergeklappt in Betriebsposition.



  Der Deckenteil (5), der Wandteil (6) und der Bodenteil (7) können bei dieser Ausführung aus Plattenmaterial sein. Bei Verwendung von entsprechenden Stütz-oder Verstärkungsteilen können die Deckenteile (5) oder die Wandteile (6) auch aus flexiblem Trägermaterial gefertigt werden, bzw. können Platten und flexibles Trägermaterial kombiniert verwendet werden. Diese Ausführung nach Figur 1 und Figur 2 bindet die Wand des Tunnels   (1)    als Bauelement in den Rettungstunnel (2) ein.



  Der Bodenteil (7) ermöglicht ein einwandfreies Begehen des Rettungstunnels, wenn dieser in einem Eisenbahn oder U-Bahntunnel, in denen der Boden aus Schotter oder Schwellen besteht, also stark uneben ist, eingesetzt wird. Die Versorgungsleitung für Luft und Wasser (4) ist, um die Kühlung des Innenraumes zu unterstützen, zweckmässiger im   Ret-    tungstunnel angeordnet.



  Figur 3 zeigt einen Rettungstunnel (2) in Bereitschaftsposition, bei dem die vordere Tunnelwand (4) aus beweglich angeordneten Lamellen (3) besteht, die in einem Kasten (5) zusammengelegt angeordnet sind.



  Figur 4 zeigt den Rettungstunnel (2) mit den heruntergeklappten Lamellen (3) der vorderen Tunnelwand (4) in Betriebsposition. Der Versorgungskanal für Luft (6) ist an der Wand des Tunnels   (1)    angeordnet. 



  Diese Ausführung kann auch in Eisenbahn oder U-Bahntunnel verwendet werden, da der Boden (3) und (4) über der Schotterung der Gleisanlagen bzw. der im Tunnel vorhandenen technischen Einrichtungen wie Kabelführungen usw. angeordnet werden kann.



  Figur 7 und Figur 8 zeigen eine Ausführung, bei der die Tunnelvorderwand (3) von einer durch den Deckelteil (4) und den zweiten Deckelteil (5) gebildeten Mechanik gesteuert wird. Der zwischen dem Deckenteil (4) und dem zweiten Deckenteil (5) bestehende Hohlraum kann in Betriebsposition zur Luftverteilung verwendet werden. Im Rettungstunnel können auch Hilfsschienen (6), auf denen Tragbahren oder Rollsessel eingehängt und weggerollt werden können, angeordnet sein.



  Figur 9 zeigt einen Rettungstunnel (2) in Bereitschaftsposition, bei dem die   Tunnelvorderwandteile    (5) unter dem Deckenteil (3) zusammengelegt sind.



  In Figur   10    ist der Rettungstunnel (2) in Betriebsposition und die Wandteile (5) sind heruntergeklappt. Der Versorgungskanal für Luft (4) ist im Boden des Tunnels   (1)    angeordnet.



  Die Innenbelüftung des Rettungstunnels kann durch abschnittsweise Regelung der Luftzuführung, durch   Luftvorhän-    ge, durch mechanische Vorrichtungen, wie Schleusen, durch regelbare Luftaustrittsöffnungen usw. gesteuert werden.



  Eine weitere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, den Rettungstunnel aus einem Folienschlauch zu bauen, der, da er dem Brandgeschehen nur teilweise ausgesetzt ist, aufblasbar und aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden kann. Der für die   Innenbelüftung    des Rettungstunnels notwendige Überdruck kann in die Stabilisierung einbezogen werden.



  Der Schlauchtunnel kann in Bereitschaftsstellung nicht nur aufgerollt oder zusammengelegt, sondern auch in Längsrichtung zusammengeschoben werden. Diese Ausführung ermöglicht eine sichere Abgrenzung der Rettungstunnelbelüftung gegen über den Rauchgasen.

Claims

P ent nsprüc e
1. Rettungstunnel in einem Tunnel, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungstunnel als kleinerer Tunnel in dem Tunnel angeordnet ist, der in Bereitschaftsstellung ganz oder teilweise hochgekl ppt, zusammengeklappt oder zusammengeschoben und bei Bedarf in Betriebsstellung gebracht werden kann.
2. Rettungstunnel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungstunnel aus Plattenmaterial, aus Lamellen, aus flexiblem Trägermaterial, aus aufblasbaren Folien bzw. aus Kombinationen dieser Materialien gefertigt ist.
3. Rettungstunnel (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Wände und Boden des Tunnels (1) auch Teile des Rettungstunnels (2) sind.
4. Rettungstunnel im Tunnel, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungs unnel als flexibler Schlauch ausgebildet ist .
PCT/EP2001/014388 2000-12-07 2001-12-07 Rettungstunnel im tunnel WO2002046579A1 (de)

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