Applikationsvorrichtung
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Applikationsvorrichtung* insbesondere für plattenförmige und/oder stabförmige Werkstücke aus Holz.
Stand der Technik Bearbeitungsvorrichtung, wie insbesondere Hobelvorrichtungen für
Holzwerkstücke, sind im Stand der Technik bekannt. Dabei werden
üblicherweise plattenförmige oder stabförmige Werkstücke aus Holz gehobelt und dadurch konturiert. Dabei sind plattenförmige Werkstücke eher flache, längliche Werkstücke mit einer Erstreckung in Breitenrichtung, die um ein Mehrfaches größer ist als
Weiterhin sind stabförmige Werkstücke eher längliche Werkstücke mit einer Erstreckung in Breitenrichtung, die etwa einer Erstreckung in Tiefen- bzw. Dickenrichtung entspricht. Solche Hobelvorrichtungen hobeln die Werkstücke an zumindest einer Seite entlang einer Vörs^^
Werkzeugen der Hobelvorrichtung transportiert werden. Nach dem Hobeln werden die Werkstücke der Hobelvorrichtung üblicherweise von einem Werker entnommen, gelagert und gegebenenfalls einem weiteren Produktions- bzw. Verarbeitungsschritt auf einer anderweitigen, nachgeordneten Vorrichtung
wieder durch einen Werker zugeführt. Dabei werden die gehobelten
Werkstücke gegebenenfalls beschädigt oder falsch der weiteren
Bearbeitungsvorrichtung zugeführt, was zu Ausschuss und damit zu erhöhten Kosten führt, was zu vermeiden ist.
Auch ist es möglich, die bearbeiteten Werkstücke anschließend nach der Konturierung oder nach einer teilweisen Konturierung weiter zu bearbeiten. Hierzu ist es notwendig eine geeignete Vorrichtung vorzusehen, die auf den Bedarf einstellbar ist. Hierzu gehört unter anderem die Applikation eines Bandes oder eines Klebstoffes, insbesondere zum Verkleben des Werkstücks mit einem zu verklebenden Element.
Darstellung der Erfindung. Aufgabe. Lösung. Vorteile Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Applikationsvorrichtung zu schaffen, welche gegenüber dem Stand der Technik verbessert und universell anpassbar und an den Bedarf einstellbar ist. Auch ist es die Aufgabe, ein Verfahren zur Applikation zu schaffen. Diese Aufgabe zur Applikationsvorrichtung wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft eine Applikationsvorrichtung, insbesondere für plattenförmige oder stabförmige Werkstücke aus Holz, mit einer Vorrichtung zum Aufbringen eines Bandes oder eines Klebstoffes auf eine Klebefläche des Werkstücks, insbesondere zum Verkleben des Werkstücks mit einem zu verklebenden Element, wobei die Applikationsvorrichtung modular ausgebildet ist mit einer Anzahl von Untervorrichtungen zur Durchführung von Teilprozessschritten. Durch die modulare Ausgestaltung ist eine Anpassung der Applikationsvorrichtung an den jeweiligen Bedarf für die Behandlung des Werkstücks vorteilhaft möglich.
Vorteilhaft ist es, wenn als Band ein Klebeband aufgebracht wird und/oder als Klebstoff ein Klebeband und/oder ein flüssiger Klebstoff und/oder pastöser Klebstoff aufgebracht wird. So kann in einfacher und vorteilhafter Weise eine Verklebung erfolgen oder ein anderweitiges Band zu anderen Zwecken aufgebracht werden, beispielsweise zur Abdeckung oder aus optischen Gründen.
Vorteilhaft ist es auch, wenn das Klebeband ein doppelseitig klebendes Klebeband mit zwei sich gegenüberliegenden Klebeseiten ist, welches mit einer Klebeseite an der Klebefläche des Werkstücks verklebt wird, wobei die andere Klebeseite zur Verklebung eines zu verklebenden Elements verfügbar ist. Dadurch kann ohne zusätzlichen Klebstoff ausgekommen werden.
Auch ist es vorteilhaft, wenn das Klebeband ein einseitig klebendes Klebeband mit einer Klebeseite und einer Nichtklebeseite ist, welches mit der Nichtklebeseite an der Klebefläche des Werkstücks mittels eines zuvor aufgetragenen Klebstoffs verklebt wird, wobei die Klebeseite zur Verklebung eines zu verklebenden Elements verfügbar ist. Auch dadurch lässt sich eine einfache Verklebung erreichen.
Vorteilhaft ist ebenso, dass eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen des Werkstücks oder zumindest der Klebefläche des Werkstücks vorgesehen ist. Dadurch kann vor dem Kleben eine Reinigung der Klebefläche und/oder anderer Bereiche des Werkstücks erfolgen. Dadurch wird die Klebung verbessert, weil der Klebstoff oder das Klebeband auf eine nicht mehr verschmutzte Klebefläche aufgebracht wird.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Reinigungsvorrichtung mit einer Blasvorrichtung und/oder mit einer Bürstenvorrichtung ausgebildet ist. So können Staub, Späne etc. entfernt werden, die beispielsweise bei der vorhergehenden Bearbeitung angefallen sind.
Auch ist es vorteilhaft, wenn eine Fräsvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher, insbesondere nur bereichsweise, eine Oberfläche oder Oberflächenbeschichtung eines Werkstücks entfernt werden kann, um einen zu beklebenden oder zu beschichtenden Oberflächenbereich oder eine Klebefläche frei zu machen. Mit einer solchen Fräsvorrichtung kann beispielsweise ein zuvor gegebenenfalls anderweitig beschichtetes Werkstück verwendet und bereichsweise von der Beschichtung befreit werden, um dann auf dem befreiten Oberflächenbereich beispielsweise eine oben beschriebene Applikation eines Bandes, eines Klebstoffs o.Ä. durchführen zu können. Beispielsweise kann die Beschichtung ein zuvor aufgebrachter Lack sein, welcher für eine Verklebung nicht optimal sein muss, so dass der Lack lokal entfernt werden kann, um eine für eine Verklebung besser geeignete Oberfläche zu erzeugen. Dabei kann die Fräsvorrichtung in die Reinigungsvorrichtu8ng integriert sein oder zu dieser getrennt ausgebildet sein. Das Werkstückkann vorteilhaft erst gefräst werden und dann gereinigt werden oder alsternativ auch umgekehrt.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Blasvorrichtung einen Gas- oder Luftstrom erzeugt, welcher auf das Werkstück geleitet wird, insbesondere auf die Klebefläche des Werkstücks. Dadurch wird eine erwünschte lokale Reinigung erreicht.
Vorteilhaft kann es auch sein, wenn der Gas- oder Luftstrom mittels einer Temperiervorrichtung temperierbar ist, wie erwärmbar ist. Dadurch kann gleichzeitig auch eine Trocknung und/oder Vorerwärmung des Werkstücks erfolgen.
Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Bürstenvorrichtung zumindest eine Bürste aufweist, welche in einer Relativgeschwindigkeit zwischen der Bürste
und dem Werkstück dieses durch Abbürsten reinigt. Dadurch kann auch schwererer Schmutz oder festsitzender Schmutz entfernt werden.
Dabei kann es auch vorteilhaft seih, wenn die zumindest eine Bürste der Bürstenvorrichtung eine translatorische und/öder rotatorische Bewegung vollzieht. Damit wird aufgrund der Bewegung der Bürsten eine Relativbewegung zum Werkstück ermöglicht, was vorteilhaft für die Entfernung von Staub oder Schmutz ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn eine Auftragsvorrichtung vorgesehen ist, zum Auftragen zumindest eines Auftragsstoffs, wie eines Primers, einer Grundierung, eines Lacks, eines Vorbehandlungsmitteis, eines Holzschutzmittels und/oder eines Reinigungsmittels und/oder eines flüssigen Klebstoffs und/oder eines pastösen Klebstoffs. Dadurch können zur Behandlung des Werkstücks verschiedene Materialien aufgebracht werden.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Auftragsvorrichtung den zumindest einen Auftragsstoff mittels zumindest einer Düse, einer Rolle, Walze etc. auf das Werkstück aufträgt.
Auch ist es vorteilhaft, wenn eine Trocknungsvorrichtung vorgesehen ist, zum Trocknen des zumindest einen aufgetragenen Auftragsstoffs. Dabei kann die Trocknungsvorrichtung unabhängig von der Blasvorrichtung sein oder mit dieser gemeinsam ausgebildet sein oder die Trocknungsvorrichtung und die Blasvorrichtung sind die gleiche Vorrichtung, die zu unterschiedlichen Zwecken bzw. Betriebssituationen eingesetzt werden.
Besonders zweckmäßig ist es auch, wenn die Trocknungsvorrichtung eine Blasdüse, eine Heizvorrichtung, eine I nf rarotheizvorrichtung aufweist, wobei die Blasdüse zum Anblasen mittels gegebenenfalls geheizter Luft oder Gas vorgesehen ist.
Ebenso ist es zweckmäßig, wenn eine Vorrichtung zum Führen und/oder Ausrichten des Werkstücks vorgesehen ist. Diese sorgt dafür, dass das Werkstück lagerichtig behandelt werden kann, so dass der Auftrag oder das Aufbringen dort auf dem Werkstück erfolgt, wo es auch gewünscht ist.
Vorteilhaft ist auch, wenn eine Transportvorrichtung vorgesehen ist zum Transportieren des Werkstücks. Dadurch kann ein definierter Transport des Werkstücks an den entsprechenden Vorrichtungen vorbei erfolgen. Vorteilhaft ist es auch, wenn der Transport des Werkstücks entlang der Vorrichtung zum Führen und/oder Ausrichten des Werkstücks erfolgt. So erfolgt eine definierte geführte Bewegung des Werkstücks in Transportrichtung. Bevorzugt weist die Transportvorrichtung Transportrollen, zumindest eine Transportkette und/oder zumindest ein Transportband auf. Damit kann ein problemloser Transport des Werkstücks erfolgen.
Vorteilhaft ist es auch, wenn eine Kappvorrichtung vorgesehen ist zum Kappen bzw. Kürzen des Bandes oder des Klebebandes. Dadurch kann das Band oder Klebeband vorzugsweise am Werkstückende definiert abgeschnitten oder gekürzt werden, so dass eine übergangslose oder spaltfreie Verklebung erfolgen kann. Vorteilhaft ist es auch, wenn die Kappvorrichtung das Band am Ende des Werkstücks kappt bzw. kürzt.
Vorteilhaft ist es auch, wenn eine Positionierungseinheit und/oder Führungseinheit für das Band und/oder das Klebeband vorgesehen ist zum Platzieren des Bandes und/oder des Klebebandes auf dem Werkstück. Dadurch kann eine definierte Aufbringung erfolgen.
Weiterhin ist es auch vorteilhaft, wenn zumindest einzelne der Module oder die Module in einem abgeschlossenen Raumbereich angeordnet sind , welcher von einer Umhausung umgeben ist. Damit wird eine Verschmutzung und eine Gefährdung von Personal vermieden.
Vorteilhaft ist auch, wenn eine Vorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher die Umgebungsbedingungen innerhalb der Umhausung einstellbar sind, wie beispielsweise die Temperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit. Damit können die Bedingungen an das Werkstück angepasst werden, die beispielsweise eine Verarbeitung begünstigen. So kann für das Trocknen beispielsweise die Temperatur erhöht und die Luftfeuchtigkeit reduziert werden.
Diese Aufgabe zum Verfahren wird mit den Merkmalen von Anspruch 24 gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen eines Bandes oder eines Klebstoffes auf eine Klebefläche eines Werkstücks, insbesondere zum Verkleben des Werkstücks mit einem zu verklebenden Element, mit einer erfindungsgemäßen Applikationsvorrichtung.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind durch die nachfolgende Figurenbeschreibung und durch die Unteransprüche beschrieben.
Kurze Beschreibung der Figur der Zeichnung
Nachstehend wird die Erfindung auf der Grundlage zumindest eines Ausführungsbeispiels anhand der Figur der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: Figur 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Applikationsvorrichtung.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Bearbeitungsvorrichtung 1 , insbesondere für plattenförmige oder stabförmige Werkstücke 10, insbesondere aus Holz. Dabei sind plattenförmige Werkstücke 10 eher flache, längliche Werkstücke 10 mit einer Erstreckung in Breitenrichtung, die um ein Mehrfaches größer ist als die Erstreckung in Tiefen- bzw. Dickenrichtung. Auch können eher stabförmige Werkstücke 10 verarbeitet werden, wie beispielsweise Leisten für Fenster oder Türrahmen etc., die eher als längliche Werkstücke 10 ausgebildet sind, mit einer Erstreckung in Breitenrichtung, die etwa einer Erstreckung in Tiefen- bzw. Dickenrichtung entspricht. In Längsrichtung sind die stabförmtgen Werkstücke 10 in der Regel länger als in Breitenrichtung und/oder in Tiefenrichtung. Die Werkstücke sind bevorzugt aus Massivholz oder aus einem holzähnlichen Material. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Werkstücke stabförmige Werkstücke insbesondere für den Fensterbau sind. Die Werkstücke sind bevorzugt etwa bis zu 300 mm breit und etwa bis zu 150 mm dick.
Die Bearbeitungsvorrichtung 1 ist in einem Ausführungsbeispiel mit einer Transportvorrichtung 2 ausgestattet zum Transportieren von Werkstücken 10, wobei die Transportvorrichtung 2 optional Haltemittel aufweist zum Halten des Werkstücks 10 während des Transports und/oder während einer Bearbeitung zumindest einer der Seitenflächen 11 des Werkstücks 10. Dadurch kann das jeweilige Werkstück 10 durch die Bearbeitungsvorrichtung 1 transportiert und vorteilhaft für die zerspanende Bearbeitung gehalten werden. Zur Bearbeitung aller Seitenflächen 11 kann auch ein Wechsel der Haltemittel vorgesehen sein.
Die Transportvorrichtung 2 weist vorteilhaft Rollen 18 auf, welche ein Werkstück 10 in Transportrichtung transportieren. Diese Rollen 18 sind bevorzugt obenliegend und/oder untenliegend und wirken bevorzugt vertikal
auf ein Werkstück. Auch sind vorteilhaft seitlich angeordnete Rollen 18 vorgesehen, die bevorzugt horizontal wirken. Alternativ oder zusätzlich zu den Rollen 18 können auch andere Transportmittel vorgesehen sein, wie ein Transportband etc.
Alternativ kann die Transportvorrichtung 2 auch das zumindest eine Werkzeug 3 transportieren bzw. sowohl das Werkstück 10 als auch zumindest ein Werkzeug 3. Die Transportvorrichtung 2 bewirkt dadurch ein Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Werkstück 10 und dem zumindest einen Werkzeug 3 zum Bearbeiten des Werkstücks 10 mit dem zumindest einen Werkzeug 3. Die Bearbeitungsvorrichtung 1 weist entsprechend zumindest ein Werkzeug 3 zum zerspanenden Konturieren bzw. Bearbeiten des Werkstücks 10 auf. Dabei kann die Bearbeitung des Werkstücks 10 an bis zu vier Seitenflächen 11 beispielsweise mittels einer Hobelvorrichtung, einer Vierseitenhobel- und/oder Kehlvorrichtung 4, einer Fräsvorrichtung und/oder einer Schleifvorrichtung erfolgen, welche verschiedene Werkzeuge 3 aufweist bzw. aufweisen zum Bearbeiten der gewünschten Seitenflächen 11 des Werkstücks 10.
Die Figur 1 lässt erkennen, dass dem zumindest einen Werkzeug 3 zum Konturieren eine Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material, also eine Applikationsvorrichtung 5, auf das Werkstück 10 nachgeordnet ist.
Optional unabhängig von der Bearbeitungsvorrichtung 1 und vorteilhaft dieser nachgeschaltet ist die zumindest eine Applikationsvorrichtung 5 vorgesehen.
Die Applikationsvorrichtung 5, insbesondere für plattenförmige oder stabförmige Werkstücke 10 aus Holz oder auch aus anderem Material oder aus einer Materialzusammensetzung, ist mit einer Vorrichtung zum Aufbringen eines Bandes 7 oder eines Klebstoffes auf eine Klebefläche des Werkstücks vorgesehen und ist beispielsweise als Bandapplikationsvorrichtung 6 ausgebildet. Diese Applikationsvorrichtung 5 dient vorzugsweise insbesondere zum Verkleben des Werkstücks 10 mit einem zu verklebenden Element, wobei die Applikationsvorrichtung 5 vorzugsweise modular ausgebildet ist mit einer Anzahl von Uhterv^riich^
Mittels der Bandapplikationsvorrichtung 6 kann ein Band 7 und/oder ein Klebeband auf das Werkstück 10 aufgebracht werden und/oder als ein Klebstoff ein Klebeband und/oder ein flüssiger Klebstoff und/oder pastöser Klebstoff aufgebracht werden. Bevorzugt ist das Klebeband ein doppelseitig klebendes Klebeband mit zwei sich gegenüberliegenden Klebeseiten, welches mit einer Klebeseite an der Klebefläche des Werkstücks 10 verklebt wird, wobei die andere Klebeseite zur Verklebung eines zu verklebenden Elem^ Auch kann das Klebeband ein einseitig klebendes Klebeband mit einer Klebeseite und einer Nichtklebeseite sein, welches mit der Nichtklebeseite an der Klebefläche des Werkstücks mittels eines zuvor aufgetragenen Klebstoffs verklebt wird, wobei die Klebeseite zur Verklebung eines zu verklebenden Elements verfügbar ist.
In Figur 1 ist auch zu erkennen, dass eine Reinigungsvorrichtung 9 zum Reinigen des Werkstücks 10 oder zumindest der Klebefläche des Werkstücks 10 vorgesehen ist. Die Reinigungsvorrichtung 9 mit einer Blasvorrichtung, wie Blasdüse 14 und/oder mit einer Bürstenvorrichtung 15 ausgebildet. Die Blasvorrichtung 14 erzeugt vorteilhaft einen Gas- oder Luftstrom, welcher auf das Werkstück 10 geleitet wird, insbesondere auf die Klebefläche des
Werkstücks 10. Dabei kann optional der Gas- oder Luftstrom mittels einer Temperiervorrichtung temperierbar sein, wie erwärmbar sein.
Vorteilhaft ist auch, wenn die Bürstenvorrichtung 15 zumindest eine Bürste aufweist, welche in einer Relativgeschwindigkeit zwischen der Bürste und dem Werkstück 10 dieses durch Abbürsten reinigt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die zumindest eine Bürste der Bürstenvorrichtung 15 eine translatorische und/oder rotatorische Bewegung vollzieht. Vorteilhaft ist weiterhin eine Auftragsvorrichtung 20 vorgesehen, zum Auftragen zumindest eines Auftragsstoffs, wie eines Primers, einer Grundierung, eines Lacks, eines Vorbehandlungsmittels, eines Holzschutzmittels und/oder eines Reinigungsmittels und/oder eines flüssigen Klebstoffs und/oder eines pastösen Klebstoffs auf das Werkstück 10.
Dabei ist die Auftragsvorrichtung 20 derart ausgebildet, dass sie den zumindest einen Auftragsstoff mittels zumindest einer Düse, einer Rolle, Walze etc. auf das Werkstück 10 aufträgt. Vorteilhaft ist auch eine Trocknungsvorrichtung 8 vorgesehen, zum Trocknen des zumindest einen aufgetragenen Auftragsstoffs. Dabei kann die Trocknungsvorrichtung eine Blasdüse, eine Heizvorrichtung und/oder eine Infrarotheizvorrichtung aufweisen, wobei die Blasdüse zum Anblasen mittels gegebenenfalls geheizter Luft oder Gas vorgesehen ist. Diese geheizte Luft kann von der Trocknungsunterstützungsvorrichtung 19 zur Verfügung gestellt werden.
Weiterhin ist eine Vorrichtung zum Führen und/oder Ausrichten des Werkstücks 30 vorgesehen, wobei vorteilhaft auch eine Transportvorrichtung 22 vorgesehen ist zum Transportieren des Werkstücks 10. Dabei kann die Trähsportvorrichtung 2 der Höbelvorrichtung 13 von der Transportvorrichtung
22 der Applikationsvorrichtung 5 getrennt ausgebildet sein oder mit dieser verbunden oder kombiniert sein. Dabei erfolgt der Transport des Werkstücks 10 entlang der Vorrichtung zum Führen und/oder Ausrichten 30. Bevorzugt weist die Transportvorrichtung 22 Transportrollen, zumindest eine Transportkette und/oder zumindest ein Transportband auf. Die Vorrichtung 30 zum Führen und/oder Ausrichten des Werkstücks 10 weist zumindest einen definierten Anschlag zum Führen des Werkstücks 10 auf. Vorzugsweise weist die Applikationsvorrichtung 5 auch eine Kappvorrichtung 16 auf zum Kappen bzw. Kürzen des Bandes oder des Klebebandes. Vorteilhaft ist die Kappvorrichtung 16 derart ausgebildet, dass sie das Band oder Klebeband am Ende des Werkstücks 10 kappt bzw. kürzt. Auch ist eine Positionierungseinheit und/oder Führungseinheit 40 für das Band und/oder das Klebeband vorgesehen zum Platzieren des Bandes und/oder des Klebebandes auf dem Werkstück 10.
Auch ist es vorteilhaft, wenn zumindest einzelne der Module oder die Module in einem abgeschlossenen Raumbereich 50 angeordnet sind, welcher von einer Umhausung 51 umgeben ist. Dabei kann vorteilhaft eine Vorrichtung 52 vorgesehen sein, mittels welcher die Umgebungsbedingungen innerhalb der Umhausung 51 einstellbar sind, wie beispielsweise die Temperatur und/oder die Luftfeuchtigkeit.
Vorteilhaft durchquert die Transportvorrichtung 2 oder 22 oder ein Segment der Transportvorrichtung 2 für das Werkstück 10 insbesondere auch die Applikationsvorrichtung 5 zum Auf bringen von Material und transportiert das Werkstück 10 hin zu der Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material und/oder vorbei an der Applikationsvorrichtung 5 zum Aufbringen von Material, wie die Applikationsvorrichtung 5. Dadurch kann das aufzubringende Material
während der Bewegung des Werkstücks 10 aufgebracht werden, so dass eine effiziente Verarbeitung erfolgen kann. Alternativ kann das Werkstück 10 auch zum Stillstand gebracht werden, bevor es weiter transportiert und Material aufgebracht wird.
Die Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material auf das Werkstück 10 kann als eine Bandapplikationsvorrichtung 6 ausgebildet sein oder eine solche aufweisen. Mit einer solchen Bandapplikationsvorrichtung 6 kann vorteilhaft zumindest ein vorkonfektioniertes Band 7 auf das Werkstück 10 aufgebracht werden. Dabei kann das Band 7 ein Klebeband oder ein Abdeckband oder ein sonstiges Band sein. Als Klebeband kann dieses einseitig oder beidseitig klebend sein. Die Bandapplikationsvorrichtung 6 weist vorteilhaft eine Kappvorrichtung 16 zum Kappen des Bandes 7 auf, um das Band 7 auf die benötigte Länge zuschneiden zu können. Das Band 7 kann beispielsweise selbstklebend sein und/oder es kann auch ein Klebstoff aufgetragen werden. Auch kann unabhängig von einem Band 7 oder auch ohne Band 7 ein Klebstoff aufgebracht werden. Dieser Klebstoff kann durch Walzen, Rollen, Sprühen etc. aufgetragen werden, insbesondere in einer vorgeschalteten Vorrichtung 8, wie in einer Auftragsvorrichtung 8.
Die Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material weist vorteilhaft optional die Vorrichtung 8 auf, mittels welcher ein Medium, wie beispielsweise ein Primer, ein Klebstoff etc., auf das Werkstück 10 aufbringbar ist. Das Medium kann durch Walzen, Rollen, Sprühen etc. aufgetragen werden. Diese Vorrichtung 8 ist der Bandapplikationsvorrichtung 6 in Richtung 12 des Werkstückflusses optional vorgeschaltet oder auch ohne eine solche Bandapplikationsvorrichtung 6 vorgesehen. Dadurch kann vor dem Aufbringen eines Bandes oder auch ohne Aufbringen eines Bandes ein, insbesondere weiteres, Medium, insbesondere vorher, aufgebracht werden. Optional kann eine Klebefläche, auf welcher ein Klebstoff oder ein selbstklebendes Material
aufgebracht wird, zuvor mit einem Holzschutzmittel oder anderweitig behandelt werden.
Besonders vorteilhaft ist es bei einem Ausführungsbeispiel, wenn auch eine optionale Trocknungsunterstützungsvorrichtung 19 vorgesehen ist, welche bevorzugt als eine Heizung und/oder ein Gebläse etc. ausgebildet ist, mittels welcher das aufgetragene Material mittels der Vorrichtung 8 schneller getrocknet werden kann, wie beispielsweise eine Grundierung, ein Primer etc. Die Heizung kann dabei eine Luftheizung, eine Infrarotheizung, ein Heizstrahler und/oder eine Heizplatte etc. sein, welche die Trocknung des Materials auf dem Werkstück beschleunigt. Dazu kann weiterhin auch ein Gebläse vorgesehen sein, welches beispielsweise Warmluft zu dem Werkstück transportiert, um die Trocknung zu beschleunigen. Figur 1 zeigt weiterhin, dass im Werkstückfluss zwischen der Bearbeitungsvorrichtung oder Hobelvorrichtung 13 mit den Werkzeugen 3 und der Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material eine Reinigungsvorrichtung 9 angeordnet ist zum Reinigen des Werkstücks 10, nachdem es in der Bearbeitungsvorrichtung oder Hobelvorrichtung 13 zerspanend bearbeitet wurde und bevor es mit Material versehen wird. Dabei kann die Reinigungsvorrichtung 9 eine Blasdüse 14, Absaugvorrichtung und/oder eine Bürstenvorrichtung 15 etc. aufweisen. Die Blasdüse 14 bläst beispielsweise Luft, wie beispielsweise Pressluft, auf das Werkstück 10 und reinigt so die Oberfläche des Werkstücks 10 insbesondere von feinen Elementen, wie Staub oder Spänen. Die Bürstenvorrichtung 15 bürstet das Werkstück ab und reinigt es so insbesondere von gröberen Elementen.
Mit einer solchen Bearbeitungsvorrichtung ist es möglich, dass ein Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks 10 durchgeführt wird, bei welcher ein Werkstück in einer Bearbeitungsvorrichtung oder Hobelvorrichtung 13 an zumindest einer Seitenfläche 11 zerspanend konturiert wird und anschließend
im Werkstückfluss auf das Werkstück 10 mittels einer Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material ein Material äüf das Werkstück 10 aufgebracht wird. Dies erfolgt bevorzugt und optional in einem Werkstückfluss unter im Wesentlichen durchgängigem Transport des Werkstücks 10. Alternativ kann auch ein Werkstückspeicher 17 zwischengeschaltet sein, in welchem Werkstücke 10 zwischengespeichert werden können. Dieser Werkstückspeicher 17 kann optional sein. Ist er vorhanden, können Werkstücke 10 bei Bedarf darin gespeichert werden, alternativ kann er bei Bedarf auch umgangen werden, so dass die bearbeiteten Werkstücke 10 unmittelbar ohne Zwischenspeicherung weitergeleitet werden.
Besonders bevorzugt ist bei dem Verfahren, wenn nach dem Konturieren des Werkstücks 10 ein Reinigen erfolgt, insbesondere bevor Material auf das Werkstück 10 aufgebracht wird. Dies steigert die Qualität der Materialaufbringung, insbesondere die Haftfähigkeit des Materials auf dem Werkstück 10 über einen größeren Zeitraum.
Die Bearbeitungsvorrichtung oder Hobelvorrichtung 13, die optionale Reinigungsvorrichtung 9 und die Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material bilden entsprechend eine Einheit, bei welcher die Transportvorrichtung 2 das zu bearbeitende und mit Material zu versehende Werkstück 10 insbesondere durch die gesamte Bearbeitungsvorrichtung transportiert. Ein Werker legt das Werkstück 10 eingangsseitig in die Bearbeitungsvorrichtung 1 und entnimmt es, erst konturiert und mit Material versehen, ausgangsseitig wieder heraus. Dies kann jedoch grundsätzlich auch automatisiert erfolgen. Zwischen dem Konturieren und dem Versehen mit Material erfolgt kein Eingriff im normalen Produktionsprozess.
Alternativ kann aber auch ein Werker zwischen zumindest einzelnen Arbeitsschritten eingreifen und Werkstücke entnehmen und/oder hinzufügen zu dem Prozess.
Das Aufbringen von Material, also beispielsweise von Klebebändern und/oder von Abdeckbändern, kann vorzugsweise in vorprofilierte Falze des Werkstücks 10 erfolgen. Die Transportvorrichtung 2 kann zusammenhängend ausgeführt seih oder in Segmenten zum jeweilige durch die Bearbeitungsvorrichtung oder
Hobelvorrichtung 13, die Reinigungsvorrichtung 9, den Werkstückspeicher 17 und/oder die Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material. Dazu können beispielsweise die vorgesehenen Rollen 18 entsprechend angeordnet werden, um ein Werkstück 10 durch die Bearbeitungsvorrichtung transportieren zu können.
Die Bearbeitungsvorrichtung 1 und/oder die Reinigungsvorrichtung 9 und/oder die Vorrichtung 5 zum Aufbringen von Material ist bevorzugt in einem geschützten Raum oder in einem Schutzgehäuse angeordnet, gegebenenfalls unter Erzeugung von definierten Umgebungsbedingungen, insbesondere für Temperatur, Luftfeuchte, etc.
Ein erfindungsgemäßes Klebeband kann beispielsweise ein Polyethylen(PE)- Schaumklebeband und/oder ein Acrylat-Schaumklebeband oder ein PE- Folienklebeband sein.
Bevorzugt und optional werden die Werkstücke 10 jedoch nicht mit einem Kantenband oder einer anderen Oberflächenbeschichtung versehen, welche als Kaschierung verstanden wird und eine dauerhafte Nutzoberfläche ausbildet. Das erfindungsgemäß aufgebrachte Material ist bevorzugt ein Klebeband, ein Klebstoff und eine Grundierung/Primer o.Ä., siehe oben.
Auch ist es bevorzugt, wenn optional das Werkstück 10 allseitig bearbeitet, wie gehobelt und/oder gefräst werden kann und/oder das Werkstück 10 allseitig mit dem aufzutragenden Material versehen werden kann. Dabei
bedeutet allseitig insbesondere auf die vier langen Seiten des Werkstücks 10 und bevorzugt insbesondere nicht auf die beiden sich gegenüberliegenden Stirnseiten des Werkstücks 10. Bevorzugt kann in die Reinigungsvorrichtung 9 eine Fräsvorrichtung integriert sein oder die Fräsvorrichtung kann auch zusätzlich bzw. separat zur Reinigungsvorrichtung 9 vorgesehen sein.
Die Reinigungsvorrichtung 9 kann auch eine Reinigung der Werkstücks mit einem Fluid vornehmen, wie beispielsweise mittels eines aufgesprühten oder aufgespritzten Fluids, wie eines Gases und/oder einer Flüssigkeit. Dabei kann das aufgetragene Fluid auch eine antistatische Wirkung auf die Oberfläche des Werkstücks haben. Entsprechend kann die Reinigungsvorrichtung 9 mit einer Sprühdüse, eine Spritzdüse o.Ä. ausgerüstet sein, um das Fluid auf das Werkstück auftragen zu können.
Die Applikationsvorrichtung 5 kann mit der Hobelvorrichtung 13 einteilig ausgebildet sein oder die Applikationsvorrichtung 5 und die Hobelvorrichtung 13 können als unabhängige Vorrichtungen ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
1 Bearbeitungsvorrichtung
2 Transportvorrichtung
3 Werkzeug
4 Kehlvorrichtung
5 Applikationsvorrichtung
6 Bandapplikationsvorrichtung
7 Band
8 Vorrichtung
9 Reinigungsvorrichtung
10 Werkstück
11 Seitenfläche
12 Richtung
13 Bearbeitungsvorrichtung, Hobelvorrichtung
14 Blasdüse/Blasvorrichtung
15 Bürstenvorrichtung
16 Kappvorrichtung
17 Werkstückspeichervorrichtung
18 Rolle
19 Trocknungsunterstützungsvorrichtung/
Trocknungsvorrichtung/Temperiervorrichtung
20 Auftragsvorrichtung
22 Transportvorrichtung
30 Vorrichtung zum Führen und/oder Ausrichten
40 Positionierungseinheit, Führungseinheit
50 Raumbereich
51 Umhausung
52 Vorrichtung zur Einstellung von Umgebungsbedingungen