Die Erfindung betrifft eine Schwenkschiebetüre für Fahrzeuge
mit
a) zumindest einem Türblatt, b) einer ortsfest im Fahrzeug untergebrachten, das Türblatt
tragenden Tragschiene, c) einem auf der Tragschiene längsverschieblich gelagerten
Schlitten, d) einem, gegebenenfalls ein Gelenkparallelogramm bildenden,
das Türblatt mit dem Schlitten verbindenden
schwenkbaren Tragmechanismus, e) einer ortsfest im Fahrzeug angebrachten Führungsschiene
in der ein Führungszapfen, der mit einem Element des Tragmechanismus
verbunden ist, läuft und so die Winkelstellung
des Tragmechanismus bestimmt, f) einem Linearantrieb, der die Bewegung des Türflügels
bzw. Schlittens entlang der Tragschiene bewirkt, wobei
g) der Linearantrieb auf einen Angriffspunkt des Schlittens
wirkt.
Eine derartige Konstruktion ist aus der EP 0 643 190 A2
bekannt, wobei weiters das Reaktionsmoment des Untersetzungsgetriebes
des Antriebsmotors über eine Koppelstange
dazu verwendet wird, ein Türbaumrohr, das die Ausstellbewegung
der Nebenschließkante des Türflügels bewirkt, zu
Beginn der Öffnungsbewegung aus- und am Ende der Schließbewegung
einzuschwenken.
Aus der DE 43 16 253 A1 ist eine ähnliche Konstruktion
bekannt, bei der die Koppelstange jeweils eine Über-Totpunkt-Lage
einnimmt, um das Türbaumrohr sicher in seiner
jeweiligen Winkellage zu halten.
Eine etwas andere Konstruktion ist aus der DE 32 31 181 C2
bekannt. Über die Art des Antriebes ist aber dort nur
ausgesagt, daß er vermittels eines starren Armes auf den
Türflügel wirkt. Dies ist notwendig, um die dynamischen
und kinematischen Probleme während des Verschwenkens des
Gelenkparallelogrammes zu meistern.
Aus der DE 34 19 338 C2 ist ein Linearantrieb für eine
Türe in Form eines umlaufenden, endlosen Seil- oder Riementriebs
bekannt, bei dem zur Ausstellbewegung der Türe
der Durchmesser der Umlenkrollen des Riementriebs ausgenutzt
wird. Es läuft der Anlenkpunkt, den der Türflügel am
umlaufenden Trieb hat, etwa 90° der Umlenkscheibe mit um
und dadurch wird die Türe in die Flucht des Wagenkastens
gezogen bzw. beim Öffnen entsprechend ausgestellt. Aufgrund
dieses Antriebes ist aber die eigentliche Türführung
(über die in dieser Druckschrift nichts ausgesagt wird)
prinzipiell anders zu lösen als bei der erstgenannten
Druckschrift.
Der Vorteil, den die letztgenannte Druckschrift gegenüber
der erstgenannten Druckschrift erzielt, ist, daß dieser
Antrieb am Ende der Schließ- bzw. am Anfang der Öffnungsbewegung
direkt eine Kraftkomponente liefert, die die
Schwenkbewegung, die in dieser Lage der Türe stattfindet,
unterstützt. Durch die Beanspruchung des Riementriebs, bei
dem die Anschlußarmatur für den Türflügel um die Rolle
teilweise mit herum laufen muß, ist dieser aber störanfällig
und nutzt sich rasch ab.
Die Erfindung zielt darauf ab, die Nachteile beider vorbekannten
Prinzipien zu vermeiden, deren Vorteile aber zu
erhalten und so eine Türe der eingangs genannten Art zu
schaffen, die wartungs- und justierungsfreundlich ist und
die die erfindungsgemäßen Ziele mit einfachen und kostengünstig
erhältlichen Bauteilen erreicht.
Erfindungsgemäß ist dazu vorgesehen, daß das Angriffselement
bezüglich des Schlittens zwischen zwei Positionen
beweglich ist, wobei die eine Position der ausgeschwenkten,
geöffneten Lage des Türblattes und die andere
Position der eingeschwenkten, geschlossenen Lage des
Türblattes entspricht und wobei durch die Bewegung des
Angriffselementes von der einen zur anderen Lage ein
schlittenseitiger Anlenkpunkt des Tragmechanismus mit
einem Drehmoment beaufschlagt wird und so das Ein- bzw.
Ausschwenken bewirkt oder zumindest wesentlich unterstützt.
In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist der Linearantrieb ein umlaufendes endloses Band, eine
Kette, ein Riemen od.dgl., der am Schlitten um eine Rolle,
die das Angriffselement bildet, umläuft, die mit einer
Schwenkachse des Tragmechanismus verbunden ist oder in
Wirkverbindung steht.
In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist der Linearantrieb eine Spindel, die mit einer Spindelmutter
zusammenwirkt, die zwischen zwei Anschlägen des
Schlittens drehbeweglich angeordnet ist, so das Angriffselement
bildet und über eine Verzahnung, ein Reibradgetriebe,
einen Riemen oder dergl. mit einer schlittenseitigen
Drehachse des Tragmechanismus in Wirkverbindung steht.
In einer dritten vorteilhaften Variante ist der Linearantrieb
wie bei der ersten Variante ein endloses Band
od.dergl., der Tragmechanismus ist aber kein Gelenksparallelogramm,
sondern ein einfacher Schwenkarm, wodurch die
gesamte Konstruktion wesentlich kompakter ausgebildet werden
kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung
näher erläutert. Dabei zeigen
die Fig. 1 bis 5 eine erste Variante einer erfindungsgemäßen
Schwenkschiebetür im Zuge der Schließbewegung in
verschiedenen Schließzuständen, die Fig. 6 zeigt ein Detail einer zweiten Variante einer
erfindungsgemäßen Türe mit Spindelantrieb, die Fig. 7, 8 und 9 zeigen schematisch erfindungsgemäße
Ausgestaltungen zur Verriegelung der geschlossenen Lage
des Türblattes im Bereich der Nebenschließkante der Türe
und die Fig. 10 bis 12 zeigen eine dritte Variante der Erfindung,
bei der der Tragmechanismus kein Gelenkparallelogramm
bildet.
Die Fig. 1 zeigt einen Horizontalschnitt durch die erfindungswesentlichen
Elemente einer erfindungsgemäßen
Schwenkschiebetür. Ein Türflügel 1 ist mittels eines
Gelenkparallelogramms mit türfesten Schwenkachsen 2, 3 und
schlittenfesten Schwenkachsen 4, 5 an einem Schlitten 6
abgestützt. Der Schlitten 6 läuft auf einer im Fahrzeug
fest angeordneten Tragschiene 7. Es sind Anwendungsfälle
denkbar, bei denen die Tragschiene 7 axial fest, aber um
ihre Achse verschwenkbar im Wagenkasten angeordnet ist.
Die jeweilige, von der Lage des Schlittens 6 auf der Tragschiene
7 abhängige Winkellage des Gelenkparallelogramms
2, 3, 4, 5 wird durch eine Steuerrolle 8 bestimmt, die
passend mit dem Gelenkparallelogramm, im gezeigten Ausführungsbeispiel
mit dem Verbindungsarm zwischen den Achsen
2, 4, verbunden ist und in einer Führungsschiene 9 läuft.
Der Türantrieb ist als endloser umlaufender Zahnriemen 10
ausgebildet, der um zwei ortsfeste Umlenkrollen 11, 12 und
am Schlitten 6 über schlittenfeste Umlenkrollen 13, 14 und
eine mit der Achse 4 des Gelenkparallelogramm drehfest
verbundene Umlenkrolle 15 umläuft. Der Antrieb des Zahnriemens
10 erfolgt durch einen auf eine der beiden
Umlenkrollen 11, 12 wirkenden Motor, wobei ein Getriebe
zwischengeschaltet sein kann, was aber Stand der Technik
und nicht Teil der Erfindung ist und daher an dieser
Stelle keiner weiteren Erläuterung bedarf.
Da die Winkellage des Gelenkparallelogramms 2, 3, 4, 5
durch die Führungsrolle 8 in der Führungsschiene 9 festliegt,
bewirkt eine Zugkraft am umlaufenden Zahnriemen 10
in der in Fig. 1 dargestellten Lage eine Verschiebung des
Schlittens 6 und damit der Türe 1. Die in Fig. 1 gezeigte
Lage entspricht der Endlage beim Öffnen der Türe, durch
entsprechende Sensoren und Steuerkreise, die zum Stand der
Technik gehören und nicht Teil der Erfindung sind, ist in
dieser in Fig. 1 dargestellten Lage nur eine Schließbewegung
des Türflügels 1 vorgesehen.
Im Zuge einer solchen Schließbewegung gelangt der Schlitten
6 schließlich in die in Fig. 2 dargestellte Lage, die
das Ende der rein translatorischen Bewegung des Türblattes
1 darstellt und in der die Schwenkbewegung einsetzt, durch
die das Türblatt 1 schlußendlich fluchtend zum Wagenkasten
in die Türöffnung geschwenkt wird. Beim Erreichen dieser
Lage wirken sich die erfindungsgemäß erzielten Vorteile
aus: Durch den Zug am umlaufenden Zahnriemen 10 in Richtung
des Pfeiles 16 wird an der Umlenkrolle 15 und damit
auf das Gelenkparallellogramm 2, 3, 4, 5 ein Drehmoment im
Uhrzeigersinn ausgeübt, das das Verschwenken des Gelenkparallelogramms
2, 3, 4, 5 und damit das Verschwenken des
Türblattes 1 unterstützt.
Wie aus Fig. 3 und 4, in denen die weitere Schwenkbewegung
des Türblattes 1 dargestellt ist, ersichtlich ist, wird
diese erfindungsgemäße Wirkung besonders deutlich und
stark, wenn die Führung 9 in dem Bereich, in dem sich die
Führungsrolle 8 während der Schwenkbewegung befindet, konzentrisch
zu der bezüglich des Fahrzeuges bereits stillstehenden
Schwenkachse 4 des Gelenksparallelogramms verläuft.
In Fig. 5 ist die vollständig geschlossene Lage des Türflügels
1 dargestellt. Wie aus dieser Darstellung ersichtlich,
nimmt das Gelenkparallelogramm 2, 3, 4, 5 die Winkellage
ein, die der Geschlossenstellung der Türe entspricht.
Das Öffnen der Türe spielt sich analog zum geschilderten
Schließen in umgekehrter Reihenfolge ab: Durch die Aufbringung
einer Zugkraft entgegen der Richtung des Pfeiles
16 (Fig. 3) wird ein Drehmoment im Uhrzeigerrichtung an
der Umlenkrolle 15, die mit dem Gelenkviereck 2, 3, 4, 5
in Wirkverbindung steht, induziert und bewirkt ein Verschwenken
des Gelenkviereckes und damit ein Ausschwenken
des Türblattes 1.
Gleichermaßen wird die Führungsrolle 8 in der Führung 9 im
gekrümmten Abschnitt der Führung 9 verschoben, was einer
Drehbewegung um die bezüglich des Fahrzeuges noch stillstehende
Schwenkachse 4 des Gelenkparallelogrammes entspricht.
Wenn im Zuge dieser Drehbewegung die Rolle 8 den
geradlinigen Abschnitt der Führung 9 erreicht, so bewirkt
dies das Ende der Drehbewegung der Schwenkachse 4 und
damit auch ein rotatives Fixieren der Umlenkrolle 15 und
somit des Zahnriemens 10 am Schlitten.
Durch die sich dadurch aufbauende Reaktionskraft wird der
Schlitten 6 entlang der Tragschiene 7 in Bewegung versetzt
und bewegt dabei das nunmehr voll ausgeschwenkte Türblatt
1 translatorisch in Öffnungsrichtung mit. Diese Bewegung
wird durch das Erreichen der in Fig. 1 dargestellten Lage
beendet, in der verschiedene Sensoren das Erreichen dieser
Lage feststellen und den Antrieb abschalten.
Diese Ausführungsform kann verschiedentlich abgewandelt
werden. So ist es nicht notwendig, daß der Zahnriemen 10
um eine Umlenkrolle 15 umläuft, die koaxial und drehfest
mit der Schwenkachse 4 verbunden ist. Es ist möglich, eine
Umlenkrolle vorzusehen, die mittels einer Zahnradübersetzung,
einer Reibradübersetzung oder eines Riementriebes
auf die Schwenkachse 4 einwirkt, was es möglich macht,
einen anderen Wirkungsgrad und ein anderes Drehmoment als
das durch den Motor und das angeflanschte Getriebe vorgegebene
beim Öffnen bzw. Schließen wirken zu lassen. Es ist
auch möglich, den Zahnriemen vermittels einer Anpreßplatte
als eine Art Zahnstange an einem passend gewählten Zahnrad
vorbeigleiten zu lassen, doch wird dies wegen der stärkeren
Beanspruchung des Zahnriemens nicht bevorzugt.
Es ist auch möglich, im Zuge des Schließens eine Kombination
der Schlittenbewegung und des Verschwenkens des
Gelenkparallelogramms vorzusehen und so jede beliebige
Ausstell- bzw. Schließendbewegung zu schaffen. Dazu
braucht nur die Form der Führung 9 in dem Bereich, in dem
sich die Rolle 8 befindet, wenn sich die Türe im Schließendbereich
befindet, entsprechend adaptiert zu werden.
Beim Konstruieren zweiflügeliger Türen ist es ein
Leichtes, die Erfindung entsprechend zu adaptieren: Es ist
beispielsweise möglich, eine spiegelbildliche Vorrichtung
durch die Ausgestaltung der Umlenkrolle 12 als Zahnrad ein
zweites Mal anzuordnen und doch mit einem Antrieb auszukommen.
Es ist aber auch möglich, den Zahnriemen 10 über
die gesamte Portalbreite zu ziehen und jeden der beiden
Türflügel von einem der beiden so ausgebildeten Trume
antreiben zu lassen, wobei es durch ein tordiertes Anordnen
des Zahnriemens 10, gegebenenfalls in Kombination mit
schräggestellten Umlenkrollen 11, 12 möglich ist, die an
den Schlitten angeordneten Umlenkrollen 13, 14, 15 auf
beiden Schlitten in nahezu derselben Ebene anzuordnen,
ohne daß es zu Behinderungen durch das andere Trum des
Zahnriemens kommt.
Es ist auch nicht notwendig, daß das umlaufende Antriebsmittel
10 ein Zahnriemen ist, wenn dies auch aus Kostenund
Verschleißgründen bevorzugt wird. Es ist selbstverständlich
möglich, Seile, Ketten oder andere derartige
Antriebselemente zu verwenden, wobei unter Umständen auch
entsprechende Spannorgane vorgesehen sein können, die aber
mit der Erfindung an sich nichts zu tun haben und daher
hier nicht erläutert werden müssen.
Die Anordnung eines umlaufenden Antriebsmittels hat auch
den Vorteil, daß im Zuge periodisch wiederkehrender Wartungsarbeiten
das Antriebsmittel um einen gewissen Abstand
verschoben werden kann, so daß die Stellen hoher Beanspruchung
im Laufe der Betriebszeit über das ganze Antriebsmittel
"wandern", wodurch die Beanspruchung gleichmäßig
verteilt und damit die Lebensdauer deutlich erhöht werden
kann.
In der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Idee
wird diese auf einen Spindelantrieb angewandt. Die Fig. 6
zeigt einen Schlitten 6, der so wie bei der ersten Ausführungsform
entlang einer Tragschiene 7 läuft und an dem
schlittenseitige Schwenkachsen 4, 5 eines Gelenkparallelogramms
angeordnet sind. Bei der dargestellten Ausführungsform
trägt die Schwenkachse 5 ein Kegelrad 17, das mit
einem kegeligen Ritzel 18 kämmt, das seinerseits auf einer
Spindelmutter 19 vorgesehen ist. Die Spindelmutter 19 ist
drehbar, aber unverschieblich mit einem Arm 20 des Schlittens
6 verbunden. Die Spindelmutter 19 läuft auf einer
Spindel 21, die das Linearantriebselement ist, das bei der
ersten Ausführungsform durch den Zahnriemen 10 gebildet
wird.
Die Funktionsweise dieser Vorrichtung ist völlig analog zu
der an Hand der Fig. 1 bis 5 geschilderten Ausführungsform:
Bei der in Fig. 6 gezeigten Schließ-End-Lage wird
beim Öffnen durch Rotation der Spindel 21 ein Drehmoment
auf die Spindelmutter 19 übertragen, das diese über die
Kegelräder 18, 17 auf das Gelenkparallelogramm im Uhrzeigersinn
überträgt und so ein Ausschwenken des Türflügels
bewirkt. Wenn der Schwenkbewegung des Gelenkparallelogramms
durch die (in Fig. 6 aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellte) Führungsvorrichtung (8, 9; siehe
Fig. 1) ein Ende bereitet wird, setzt sich durch die entstehenden
Reaktionskräfte der Schlitten 6 in Öffnungsrichtung
(in Fig. 6 nach rechts) in Bewegung. Analog funktioniert
das Schließen der Türe.
Es kann auch diese Variante verschiedentlich verändert
werden. So kann statt des Kegelgetriebes eine kostengünstige
Kronenverzahnung verwendet werden oder auch eine
Reibradkombination. Es ist der Fig. 6 zu entnehmen, daß es
nicht notwendig ist, daß zwei Seiten des Gelenkparallelogramms
parallel zur Tragschiene 7 verlaufen, dies gilt
selbstverständlich für jede erfindungsgemäße Ausführungsform.
Die erfindungsgemäße Ausbildung einer Schwenkschiebetür
hat neben den bisher geschilderten Vorteilen noch weitere,
da es durch die erfindungsgemäße Ausbildung leicht möglich
wird, auch die Nebenschließkante 22 der Türe in der
Geschlossenstellung mit nahezu beliebig wählbaren Kräften
zu halten. Es sind drei bevorzugte Varianten in der beiliegenden
Zeichnung dargestellt.
Die Fig. 7 zeigt eine erfindungsgemäße Türkonstruktion,
bei der der Türflügel 1 im Bereich der Nebenschließkante
22 geführt und in der Geschlossenstellung gehalten wird.
Dies ist insbesondere bei Hochleistungszügen wegen der bei
Zugsbegegnungen auftretenden Unterdrücke zwischen den
Zügen äußerst wünschenswert. Um dieses Ziel zu erreichen,
ist im Türflügel 1 eine Führung 23 vorgesehen, die mit
Rollen od.dgl. 24 zusammenwirkt, die an einem Schwenkarm
25 angeordnet sind. Der Schwenkarm 25 ist um eine im
wesentlichen vertikale Achse 26 verdrehbar und sichert so
die Ausstellbewegung des Türflügels im Bereich der Nebenschließkante
22. Bei üblichen Türen macht der Schwenkhebel
25 die Bewegung des Türflügels zwangsläufig mit und
sichert nur das Ausstellen, um ein Zusammenstoßen zwischen
dem Türflügel und dem fahrzeugfesten Rahmen zu vermeiden.
Es sind auch Konstruktionen bekannt, bei denen der
Schwenkhebel 25 unter der Wirkung einer Feder steht, die
je nach Anwendungsgebiet dazu bestimmt ist, ihn in die
Schließlage oder in die Öffnungslage zu bringen. Für Hochgeschwindigkeitszüge
ist es auch bekannt, einen eigenen
Schwenkantrieb vorzusehen, der unabhängig vom eigentlichen
Türantrieb die Winkellage des Schwenkhebels 25 in Abhängigkeit
von der Türsteuerung steuert und fixiert.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, die Umlenkrolle 11,
die sich im Bereich der Nebenschließkante befindet, mit
einem passenden Mitnehmer und einem Fixierarm 27 zu versehen,
der bei Erreichen der Schließendlage des Türblattes 1
mit einem Bolzen 28 in eine Nut 29 des Schwenkhebels 26
eingreift und diesen zuerst in die Geschlossenlage drängt
und sodann dort fixiert.
Es ist bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel
beachtenswert, daß die Führung 9 für das Gelenkviereck 2,
3, 4, 5 anders ausgebildet ist als beim Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 1 bis 5 und auch bezüglich des Türantriebes
eine andere Lage einnimmt, daß dabei aber die
Bewegungsrichtung des Zahnriemens 10 sich nicht ändert und
damit auch nicht die jeweilige Drehrichtung der Umlenkrollen
11, 12. Auch bei dieser Variante liegt während der
Schwenkbewegung die Umlenkrolle 15 des Zahnriemens 10 und
somit die Schwenkachse 4 im wesentlichen im Mittelpunkt
des gebogenen Abschnittes der Führung 9 der Rolle 8.
Der Sperrhebel 27 dreht sich am Ende der Schließendbewegung
entgegen der Richtung der Umlenkrolle 11, was beispielsweise
durch ein Planetengetriebe leicht zu bewerkstelligen
ist. Wenn der Türantrieb direkt im Bereich der
Umlenkrolle 11 angeflanscht ist, wird diese Schwenkbewegung
des Sperrhebels 27 bevorzugt als Reaktionsbewegung
des Motordrehmomentes vom rotierbar befestigten Antrieb
abgeleitet.
Die Fig. 8 zeigt eine Weiterentwicklung dieser Verriegelung
im Bereich der Nebenschließkante, wobei die Führung
8, 9 wiederum die Form des ersten Ausführungsbeispiels
hat. Bei dieser Ausführungsform weist der Schwenkhebel 25
eine Kulisse 30 auf, die mit einer entsprechenden Rolle
eines Zwischenhebels 31 zusammenwirkt. Der Zwischenhebel
31 steht mit dem Sperrhebel 27 in Wirkverbindung, wobei
der Sperrhebel 27 wieder mit dem eigentlichen Antrieb für
die Türbewegung, der auf die Umlenkrolle 11 wirkt, zusammenwirkt.
Durch die Kulissensteuerung ist es möglich, zusätzlich zur
Fixierung des Türblattes 1 im Bereich der Nebenschließkante
22 auch die Ausstellbewegung entsprechend zu unterstützen,
da die Kulissenführung 30 die Aufbringung von
Kräften in beiden Richtungen normal zur Längserstreckung
der Kulisse erlaubt.
Durch eine entsprechend gekrümmte Ausbildung der Kulisse
30 kann in diesem Fall eine Verriegelung auch bei Ausfall
des Anriebes vorgesehen werden, da bei noch so großen
Kräften, die auf das Türblatt 1 wirken, ein Ausstellen der
Nebenschließkante des Türblattes 1 durch eine passend
gewählte Form der Kulisse 30 im Zusammenwirken mit dem
Zwischenhebel 31 nicht möglich ist. Aus Sicherheitsgründen
wird eine derartige selbsthemmende Ausgestaltung in vielen
Anwendungsfällen bevorzugt.
In einer anderen Variante dieser Ausgestaltung ist gemäß
Fig. 9 vorgesehen, daß der Schwenkhebel 25 dadurch in der
geschlossenen Lage fixiert wird, daß sein Verbindungsarm
32 zum Sperrhebel 27 über einen Totpunkt gebracht wird,
was mit sich bringt, daß durch noch so große Kräfte am
Türblatt 1 ein Öffnen ohne Betätigen des Antriebes nicht
möglich ist. Die Fig. 9 zeigt diese Variante wiederum an
Hand einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Führung 8,
9 entsprechend den Fig. 1 bis 5. Der Totpunkt liegt beim
Überstreichen der Achse des Sperrhebels 27 durch den Verbindungsarm
32. Der Sperrhebel 27 wird, wie bei den anderen
Ausführungsbeispielen, bevorzugt durch das Reaktionsmoment
des Antriebes bewegt.
Die Figura 10 bis 12 zeigen eine besonders kompakt bauende
Variante der Erfindung, bei der der Tragmechanismus nur
aus einem Schwenkarm 33 besteht, der einerseits um eine
vertikale Achse verschwenkbar gelenkig am Schlitten 6,
anderseits ebenfalls um eine vertikale Achse verschwenkbar
gelenkig an einem türblattfesten Tragarm 34 angreift. Der
Schwenkarm 33 ist drehfest mit einem Antriebsarm 35 verbunden,
an dem der Linearantrieb 10 angreift, wobei die
Winkellage des Antriebsarmes 35 und damit auch des
Schwenkarmes 33 durch eine Führungsrolle 8, die in einer
türfesten Führung 9 geführt wird, festgelegt ist.
Der Linearantrieb 10 besteht, wie bei der ersten Variante
der Erfindung, aus einem Riementrieb, der um Umlenkrollen
11, 11', 12, 12' mit türrahmenfesten Achsen geführt wird,
wobei eine Rolle, im dargestellten Beispiel ist es die
Rolle 11 im Bereich der Nebenschließkante des Türflügels
1, über ein Getriebe 37 angetrieben wird.
Es ist weiters, analog zu den Ausführungsformen gemäß
Fig. 7, 8 und 9, eine türrahmenfeste, vertikale Achse 26,
die beispielsweise ein Türbaumrohr sein kann, vorgesehen.
Mit dieser Achse 26 drehfest verbunden ist ein Schwenkhebel
25, der Rollen 24 trägt, die in einer Führung 23 des
Türblattes 1 laufen.
Das Getriebe 37 ist drehbar aufgehängt, am Getriebegehäuse
ist eine Lasche 36 schwenkbar befestigt, deren anderes
Ende mit der Achse 26 und damit auch mit dem Schwenkhebel
25 drehfest verbunden ist.
Die Funktionsweise der Konstruktion gemäß dieser Variante
der Erfindung ist folgende: ausgehend von der oberen Darstellung
der Fig. 10, die die Türe im geöffneten Zustand
zeigt, erfolgt das Schließen, indem, über das Getriebe 37,
die Rolle 11 gegen die Uhrzeigerrichtung verdreht wird.
Das Reaktionsmoment des Getriebes 37 wird über sein
Gehäuse, die Lasche 36, den Schwenkhebel 25 und die Rollen
24 und 39 auf die Führung 23 im Türblatt 1 abgeleitet,
sodaß die Achse 26 nicht verdreht wird.
Der durch die angetriebene Rolle 11 in Bewegung versetzte
Zahnriemen 10 ist mit dem Antriebshebel 35 schwenkbar verbunden.
Da die Winkellage dieses Antriebshebels gegenüber
dem Schlitten 6 durch die Rolle 8 und deren Führung 9
festgelegt ist, werden der Schlitten 6 und alle horizontal
beweglichen Teile des Türantriebes und der Türe in Richtung
"Türe Schließen" entlang der Führung 10 bewegt.
Im Zuge dieser Schließbewegung gelangt die Rolle 8 zu der
Stelle der Führung 9, an der diese gekrümmt ist, sodaß
sich die Winkellage des Antriebshebels 35 gegenüber dem
Schlitten 6 ändert. Da der Antriebshebel mit dem Schwenkhebel
33 drehfest verbunden ist, führt diese Änderung der
Winkellage zum Einschwenken des Türflügels 1. Dieses Einschwenken
wird durch das nach wie vor am Türbaumrohr 26
angreifende Reaktionsmoment des Getriebes 37 unterstützt.
Das Reaktionsmoment wird umso größer, je stärker der Türflügel
1 am Ende der Schließbewegung gegen die Dichtungen
gepreßt wird. Das Verschwenken des Türbaumrohres 26 führt
auch dazu, daß die Lasche 36 in die in der unteren Darstellung
der Fig. 10 ersichtliche Über-Totpunkt-Lage
gedreht wird, wodurch ein Öffnen der Türe auch bei kraftlosem
Antrieb nicht mehr möglich ist.
Beim Öffnen der Türe versucht der Antrieb, die Rolle 11 im
Uhrzeigersinn zu drehen, was wegen der Arretierung nicht
möglich ist, wodurch das Reaktionsmoment die Lasche 36 im
Gegenuhrzeigersinn über den Totpunkt dreht und dabei auf
das Türbaumrohr 26 im Sinne der Ausstellbewegung wirkt.
Um sicherzustellen, daß vor dem Erreichen der voll ausgestellten
Lage keine Längsverschiebung des Türblattes
erfolgt, ist am Schwenkhebel 25 eine Stellrolle 39 vorgesehen,
die in der geschlossenen Lage der Türe in einer
Ausnehmung 40 des Türblattes 1 liegt, und so eine translatorische
Bewegung des Türblattes verhindert. Durch das
Drehen des Türbaumrohres 26 und die damit verbundene Lageänderung
des Schwenkhebels 25 gelangt die Stellrolle 39
aus dem Bereich der Ausnehmung 40 und kann vom Türblatt
überrollt werden. Umgekehrt sichert diese Stellrolle beim
Schließen der Türe, daß vor dem Erreichen der richtigen
Lage das Türblatt 1 nicht eingeschwenkt werden kann.
Eine mögliche Türnotbetätigung ist durch die mit dem
Getriebegehäuse verbundene Feder 38 schematisch angedeutet,
die zur Überwindung der Totpunktlage des Türantriebes
im Notfall verwendet werden kann.
Statt des Über-Totpunkt-Mechanismus kann auch eine Kulissenführung,
ähnlich der in Fig. 8 gezeigten verwendet werden,
woduch ebenfalls erreicht wird, daß das Reaktionsmoment
des Getriebes (bzw. Motors) auch beim Öffnen die
Schwenkbewegung des Türblattes 1 bzw. des Türbaumrohres 26
unterstützt.
Bei zweiflügeligen Türen kann der erfindungsgemäße Verriegelungsmechanismus
für die Nebenschließkante durch passende
und an sich bekannte Übertragungsmittel auf den
Antriebs- bzw. Führungsmechanismus des zweiten Türflügels
angewandt werden, was für den Fachmann auf dem Gebiete des
Türenbaus für Verkehrsmittel in Kenntnis der Erfindung
keine Probleme mit sich bringt. Die Auswahl der jeweiligen
auszuwählenden Vorrichtungen im Bereich der Nebenschließkante
hängt von den beabsichtigten Effekten und dem Anwendungsgebiet
ab und kann in Abhängigkeit davon vom Fachmann
auf diesem Gebiet ebenfalls leicht ausgewählt und an seine
Bedürfnisse angepaßt werden.
Es gehört jedenfalls zu den besonders bevorzugten Varianten
dieser Ausgestaltung, die Bewegung des Sperrhebels 27
durch das Motorreaktionsmoment zu bewirken und so einen
zusätzlichen Antrieb zu vermeiden. Zusätzlich zu dieser
Einsparung bewirkt die Ableitung durch das Motorreaktionsmoment
auch eine automatische Abfolge der einzelnen Phasen
der Bewegung, ohne daß es der speziellen Überwachung durch
Sensoren und einer entsprechenden Regelung unterschiedlicher
Antriebsaggregate bedürfte.
Im Falle des zweiten Ausführungsbeispieles der Grundidee
der Erfindung, bei Verwendung einer Spindel, ist es
selbstverständlich möglich, durch ein Kegelrad oder Kronengetriebe
zum Antrieb der Spindel das entsprechende
Reaktionsmoment zum Bewegen eines Sperrhebels abzuleiten.
Dies ist auch bei Verwendung eines Zahnriemenantriebes für
die Spindel mit einem parallel zur Spindel liegenden Elektromotor
möglich, es muß dann nur die Lagerung des Motors
die Ableitung eines entsprechenden Reaktionsmomentes
ermöglichen.
Es ist selbverständlich möglich, die erfindungsgemäße
Bewegung bzw. Fixierung des Türblattes im Bereich der
Nebenschließkante unabhängig von der Verwendung der erfindungsgemäßen
Grundidee anzuwenden.
In der Beschreibung und den Ansprüchen wird die Bezeichnung
"Angriffselement" generalisiert verwendet, beispielsweise
für die Haftreibung zwischen dem Zahnriemen 10 und
der Umlenkrolle 15 im ersten Ausführungsbeispiel, für den
Eingriff der Zahnräder 17, 18, im zweiten Ausführungsbeispiel
und für die Winkelstellung des Antriebshebels 35
im dritten Ausführungsbeispiel. Denkbar ist es auch, beim
ersten Ausführungsbeispiel den Zahnriemen 10 an einer Verlängerung
des Verbindungselementes der Drehpunkte 3 und 4
des Gelenkparallelogramms zu fixieren, was ebenfalls einem
Angriffspunkt im Sinne der Erfindung entspräche.
Die Erfindung kann verschiedentlich abgewandelt werden. So
ist es möglich, bei der ersten Variante den Zahnriemen um
beide schlittenseitige Schwenkachsen zu schlingen, um das
übertragbare Moment zu erhöhen. Die Möglichkeit, auf ein
anderes Element des Gelenkviereckes 2,3,4,5 als die
schlittenseitigen Schwenkachsen einzuwirken, wurde bereits
erwähnt, dies kann bei Verwendung eines passenden, gabelförmigen
Mitnehmers ohne Auslenkung des Zahnriemens 10
geschehen. Ein derartiger Mitnehmer kann auch bei der
dritten Variante der Erfindung verwendet werden.
Dem Stand der Technik angehörende Elemente, die nicht
direkt zur Erfindung gehören, sind in der vorliegenden
Beschreibung aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
erläutert. Dazu gehören beispielsweise weitere Türführungen
im Bodenbereich, die Sensoren für die Überwachung der
Türbewegung, Notbefreiungsvorrichtungen für den Fall des
Ausfalles des Antriebes, spezielle Ausbildungen von
Dichtungen besonders im Falle von Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen
und dergleichen mehr.