EP0374710A2 - Rakelfarbwerk - Google Patents
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- EP0374710A2 EP0374710A2 EP89123008A EP89123008A EP0374710A2 EP 0374710 A2 EP0374710 A2 EP 0374710A2 EP 89123008 A EP89123008 A EP 89123008A EP 89123008 A EP89123008 A EP 89123008A EP 0374710 A2 EP0374710 A2 EP 0374710A2
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- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F31/00—Inking arrangements or devices
- B41F31/02—Ducts, containers, supply or metering devices
- B41F31/027—Ink rail devices for inking ink rollers
Definitions
- the invention has for its object to provide a doctor blade ink unit of this type, which has wear-free lateral boundaries, in which consequently no abrasion parts can be stored in the cups of the anilox roller, and which is simple.
- a chamber doctor blade In the exemplary embodiment shown, which is intended for use in an offset printing press, a chamber doctor blade, generally designated 1, is provided.
- the chambered doctor blade 1 comprises a U-shaped base body 2, two side walls 3 and two doctor blades 4, 5.
- the two doctor blades 4, 5 can each be fixed by means of a clamping bar 6, 7 and only schematically indicated screws 8.
- An ink tray 9 is provided below the chambered doctor blade 1. The means for fixing these parts on the printing press and for ink supply are not shown, they result from the applications mentioned at the beginning.
- the chamber doctor blade 1 can be adjusted with the two doctor blades 4, 5 against an anilox roller 10.
- the doctor blade 4 scrapes off the excess ink supplied in the direction of rotation of the anilox roller 10 indicated by the arrow a, while the doctor blade 5 closes the chamber doctor blade 1 at the bottom.
- the inside 14 of the area 11 directly adjoins the inside 15 of the side wall 3, but, as shown in FIG. 4, is bevelled by an acute angle ⁇ with respect to the latter.
- the outer side 16 of the area 11 abuts an oblique end face 17 of the wall 3 approximately at right angles, so that the outer side 16 is set back inwards with respect to the outer side 18 of the wall 3.
- the area 11 is further provided on its upper side with a bevel 19 which forms an acute angle with the upper side 20 of the side wall 3.
- a wedge-shaped gap 21 thus results between the doctor blade 4 and the bevel 19.
- the greatest height of this wedge-shaped gap in the region of the outer end of the doctor blade 4 is at least 0.1 mm. This bevel ensures that the doctor blade 4 can bend slightly resiliently when it is applied to the anilox roller 10.
- drain plate 22 On each outside 18 and thus also on the lateral outside of the doctor blade 4 there is a drain plate 22.
- the drain plate 22 extends at one end at least up to the end faces of the doctor blade 4 and at the other end to just above the ink tray 9.
- the drain plate 22 is connected to the associated side wall 3 by screws 23.
- the lower end 24 of the drain plate 22 facing the paint tray 9 is expediently angled inward so that paint dripping along the drain plate will certainly get into the paint tray 9.
- Bypass bores 25 can also be provided in the regions 11. As a result, an undesirably high hydrodynamic pressure on the doctor blade 4 can be avoided during operation, which can deform the blade knife 4 in particular in the case of a knife positioned positively on the anilox roller 10 and thus leads to an uneven adjustment to the anilox roller 10.
- the surface of the anilox roller 10 takes the ink within the chamber doctor blade 1 in the circumferential direction of the anilox roller 10.
- the color which does not enter the wells of the anilox roller 10 is carried along in the direction of the arrows b to d.
- the speed is directly adjacent to the anilox roller 10, cf. Arrow b, largest.
- the speed drops inwards, cf. Arrows c and d, ab.
- the ink flow parallel to the axis of the anilox roller 10 is reduced. Even at medium speeds, this means that no more ink emerges through the gap 13.
Landscapes
- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
- Electroluminescent Light Sources (AREA)
Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Rakelfarbwerk mit mindestens einem an eine Rasterwalze anstellbaren Kammerrakel, das eine aus einem U-förmigen Grundkörper, zwei Seitenwänden und mindestens einem sich bei Anstellung in Richtung zur Seitenwand durchbiegenden Rakelmesser bestehende Farbkammer umfaßt.
- Rakelfarbwerke dieser Gattung sind Gegenstand der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldungen P 38 32 160.2, P 38 32 183.1 und P 38 32 216.1.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Rakelfarbwerk dieser Gattung zu schaffen, das verschleißfreie seitliche Begrenzungen aufweist, bei dem sich infolgedessen keine Abriebteile in den Näpfchen der Rasterwalze einlagern können, und das einfach aufgebaut ist.
- Erfindungsgemäß wird dies durch Anwendung der Maßnahmen des Kennzeichens des Anspruchs 1 erreicht. Das erfindungsgemäße Rakelfarbwerk ist in erster Linie zum Einsatz in Offsetdruckmaschinen bestimmt.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Es zeigen
- Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäß wesentlichen Teile des Rakelfarbwerkes,
- Fig. 2 eine Ansicht einer Seitenwand eines erfindungsgemäßen Rakelfarbwerkes,
- Fig. 3 eine Teilansicht der Anordnung gemäß Fig. 1 von vorn,
- Fig. 4 eine andere Ansicht einer Seitenwand und
- Fig. 5 eine schematische Darstellung des Farbflusses im Betrieb.
- Beim dargestellten Ausführungsbeispiel, das zum Einsatz in einer Offsetdruckmaschine bestimmt ist, ist ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Kammerrakel vorgesehen. Das Kammerrakel 1 umfaßt einen U-förmigen Grundkörper 2, zwei Seitenwände 3 und zwei Rakelmesser 4, 5. Die beiden Rakelmesser 4, 5 sind dabei jeweils mittels je einer Spannleiste 6, 7 und nur schematisch angedeuteten Schrauben 8 festlegbar. Unterhalb des Kammerrakels 1 ist eine Farbwanne 9 vorgesehen. Die Mittel zur Festlegung dieser Teile an der Druckmaschine und zur Farbzuführung sind nicht dargestellt, sie ergeben sich aus den eingangs genannten Anmeldungen.
- Das Kammerrakel 1 ist mit den beiden Rakelmessern 4, 5 gegen eine Rasterwalze 10 anstellbar. Das Rakelmesser 4 rakelt bei der mit dem Pfeil a bezeichneten Drehrichtung der Rasterwalze 10 die zugeführte überschüssige Farbe ab, während das Rakelmesser 5 das Kammerrakel 1 nach unten abschließt.
- Wie insbesondere die Fig. 2 und 4 erkennen lassen, weist jede Seitenwand 3 einen der Rasterwalze 10 zugewandten Bereich 11 geringerer Wandstärke auf, der sich vorzugsweise in Richtung zur Rasterwalze 10 verjüngt und nach vorn durch eine gebogene schmale Fläche 12 begrenzt ist. Die Fläche 12 bildet mit der Rasterwalze 10 einen Spalt 13, dessen Höhe A zwischen 0,1 und 3 mm liegt. Dabei ist es nicht erforderlich, daß die Spalthöhe über die gesamte Länge konstant bleibt, vielmehr kann die Spalthöhe im Rahmen der angegebenen Abmessungen auch variieren.
- Die Innenseite 14 des Bereiches 11 schließt unmittelbar an die Innenseite 15 der Seitenwand 3 an, ist jedoch, wie Fig. 4 zeigt, gegenüber dieser um einen spitzen Winkel ß abgeschrägt. Die Außenseite 16 des Bereichs 11 stößt etwa rechtwinklig an eine schräge Stirnseite 17 der Wand 3, so daß die Außenseite 16 gegenüber der Außenseite 18 der Wand 3 einwärts zurückgesetzt ist.
- Der Bereich 11 ist weiterhin an seiner Oberseite mit einer Abschrägung 19 versehen, die einen spitzen Winkel mit der Oberseite 20 der Seitenwand 3 bildet. Zwischen dem Rakelmesser 4 und der Abschrägung 19 ergibt sich somit ein keilförmiger Spalt 21. Die größte Höhe dieses keilförmigen Spaltes im Bereich des äußeren Endes des Rakelmessers 4 beträgt mindestens 0,1 mm. Diese Abschrägung stellt sicher, daß sich das Rakelmesser 4 beim Anstellen an die Rasterwalze 10 geringfügig federnd biegen kann.
- Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, ist das Rakelmesser 4 mittels der Spannleiste 6 sowohl gegen den Grundkörper 2 als auch gegen die Oberseite 20 jeder Seitenwand 3 angepreßt. Das Rakelmesser 4 endet in der Ebene der Außenwand 18 der Seitenwand 3, es ragt somit mit seinem der Rasterwalze 10 zugewandten Ende über die Bereiche 11 nach außen hinaus. Das andere Rakelmesser 5 wird mittels der Spannleiste 7 gegen den Grundkörper 2 und die Unterseiten der Seitenwände 3 und Bereiche 11 angepreßt. Es schließt also die Kammerrakel 1 bis zur Fläche 12 dichtend ab. Die Anordnung ist prinzipiell auch für umsteuerbare Druckmaschinen verwendbar, bei denen die Rasterwalze dann entgegen der Richtung des Pfeiles a dreht. In diesem Fall ist es allerdings günstiger, beide Rakelmesser mit ihren der Rasterwalze zugewandten Enden auf einander zulaufend anzuordnen und das jeweils negativ angestellte Messer zum Abrakeln der im Überschuß zugeführten Farbe zu verwenden.
- An jeder Außenseite 18 und damit auch an der seitlichen Außenseite des Rakelmessers 4 liegt je ein Ablaufblech 22 an. Das Ablaufblech 22 erstreckt sich am einen Ende zumindest bis vor die Stirnflächen des Rakelmessers 4 und am anderen Ende bis kurz oberhalb der Farbwanne 9. Dabei ist das Ablaufblech 22 mit der zugehörigen Seitenwand 3 durch Schrauben 23 verbunden. Das untere der Farbwanne 9 zugewandte Ende 24 des Ablaufbleches 22 ist zweckmäßig einwärts abgewinkelt, damit entlang des Ablaufbleches abtropfende Farbe mit Sicherheit in die Farbwanne 9 gelangt.
- In den Bereichen 11 können noch Bypass-Bohrungen 25 vorgesehen sein. Hierdurch läßt sich im Betrieb ein unerwünscht großer hydrodynamischer Druck auf das Rakelmesser 4 vermeiden, der insbesondere bei einem positiv an die Rasterwalze 10 angestellten Messer dieses verformen kann und damit zu einer ungleichmäßigen Anstellung an die Rasterwalze 10 führt.
- Wird das Kammerrakel bei stehender Maschine über das Farbzuführsystem mit Farbe versorgt, deren dynamische Viskosität größer als 1 dPas (Dezipascalsekunde), vorzugsweise größer als 40 dPas, ist, und ist es an die Rasterwalze 10 angestellt, so quillt zunächst Farbe sowohl aus dem Spalt 13 als auch aus dem keilförmigen Spalt 21 heraus. Die Farbe kann durch den Raum zwischen dem Ablaufblech 22 und der Außenseite 16 des Bereichs 11 der Seitenwand 3 in die Farbwanne 9 zurücktropfen. Dabei hat sich gezeigt, daß bei stehender Rasterwalze 10 im Bereich des Überstandes des Rakelmessers 4 über den Bereich 11 der Seitenwand 3 keine nennenswerte Benetzung der Rasterwalze 10 mit Farbe erfolgt.
- Wird nun die Rasterwalze 10 in Richtung des Pfeiles a in Drehung versetzt, so wird durch die Oberfläche der Rasterwalze 10 die Farbe innerhalb des Kammerrakels 1 in Umfangsrichtung der Rasterwalze 10 mitgenommen. Wie Fig. 5 erkennen läßt, wird die Farbe, die nicht in die Näpfchen der Rasterwalze 10 eintritt, in Richtung der Pfeile b bis d mitgenommen. Dabei ist unmittelbar benachbart der Rasterwalze 10 die Geschwindigkeit, vgl. Pfeil b, am größten. Nach innen fällt die Geschwindigkeit, vgl. Pfeile c und d, ab. Gleichzeitig reduziert sich der Farbfluß parallel zur Achse der Rasterwalze 10. Dies führt bereits bei mittleren Drehzahlen dazu, daß über den Spalt 13 keine Farbe mehr austritt. Ein geringfügiger Farbaustritt erfolgt lediglich noch über den durch die Abschrägung 19 gebildeten Spalt 21 unter dem Rakelmesser 4. Die durch die Spalte 21 austretende Farbe tropft nach unten in die Farbwanne 9 ab. Die durch die Spalte 21 durchtretende Farbe sorgt dafür, daß die Rasterwalze 10 soweit eingefärbt wird, daß die Außenseiten 16 der Bereiche 11 der Seitenwände 3 etwa mit den Satzkanten zusammenfallen können. Die durch die Spalte 12 austretende Farbe färbt nämlich die Rasterwalze 10 in diesem Bereich im Betrieb noch so gut ein, daß die Volltondichte während des Drucks in diesem Randbereich noch im Bereich der meßbaren Toleranzen liegt, während außerhalb dieser Grenze praktisch keine Einfärbung der Rasterwalze 10 mehr auftritt.
- Bei Anwendung der Erfindung ergibt sich eine berührungslose seitliche Begrenzung des Kammerrakels. Die der Rasterwalze 10 zugewandten Flächen 12 der Seitenwände 3 unterliegen daher weder einem Verschleiß, noch bedürfen sie irgendwelcher federnder Nachstellmittel, um diesem Verschleiß Rechnung zu tragen. Infolge des fehlenden Verschleisses können sich auch in den Näpfchen der Rasterwalze 10 keine Abriebpartikel absetzen, die die Farbgebung negativ beeinflussen.
Claims (6)
jede der beiden Seitenwände (3) in der Betriebsstellung einen Spalt (13) von 0,1 bis 3 mm mit der Rasterwalze (10) bildet,
das Rakelmesser (4) gegen die beiden Seitenwände (3) dichtend angepreßt ist,
die Seitenwände (3) unterhalb des der Rasterwalze (10) zugewandten Endes des Rakelmessers (4) zur Bildung eines keilförmigen Spaltes (21) mit dem Rakelmesser (4) mit einer Abschrägung (19) versehen sind und
vor den beiden seitlichen Stirnflächen des Rakelmessers (4) je ein sich in Richtung zu einer unterhalb des Kammerrakels angeordneten Farbwanne (9) erstreckendes Ablaufblech (22) angeordnet ist.
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