DE2646071C2 - Farbwerk eines Druckwerkes für eine Fertigungsstraße der papierverarbeitenden Industrie - Google Patents
Farbwerk eines Druckwerkes für eine Fertigungsstraße der papierverarbeitenden IndustrieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Farbwerk eines Druckwerkes der papierverarbeitenden Industrie nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Druckwerke mit Farbwerken vorstehender Gattung dienen zum Liniieren von kontinuierlich durch Fertigungsstraßen
geführte Papierbahnen, wobei vorzugsweise Farbe von wasserähnlicher Beschaffenheit verwendet
wird. Bei solchen Druckwerken muß dafür Sorge getragen werden, daß der Formzylinder ausschließlich
an den dafür vorgesehenen Stellen mit Farbe versorgt wird, damit ein sauberes Druckbild auf die Papierbahn
übertragen wird. Solche Farbwerke weisen deshalb Einrichtungen und Mittel auf, die verhindern, daß
im Überschuß entnommene Farbe, insbesondere Farbe an den Stirnflächen der Tauchwalze, an den Formzylinder
übergeben wird, oder gar, durch die heute üblichen hohen Produktionsgeschwindigkeiten bedingt, abgeschleudert
wird und unkontrolliert in die Gegend spritzt. Diese bekannten Einrichtungen und Mittel erfüllen
zwar, zumindest eine gewisse Zeit, ihren Zweck, sind aber mit Nachteilen unterschiedlicher Art behaftet.
So sind Abstreifer im Gebrauch (DE-Gm 66 03 700), welche im Überiragungsbereich der Farbe die Stirnflächen
der Walzen säubern. Wegen der dünnen, wasserähnlichen Beschaffenheit der Farbe müssen diese Abstreifer
sehr dicht an die Sitrnflächen angestellt werden. Demzufolge ist der Verschleiß der Dichtkante so groß,
daß der Abstreifer sehr oft nachgestellt werden muß. Zur Verschleißminderung werden außerdem Maßnahmen
getroffen, derart, daß die Walzenstimflächcn mit Einsätzen aus Messing- oder Hartgummi-Material versehen
werden.
Darüber hinaus hat man anstelle eines Abstreifers Dichtmittel in Form eines Filzklotzes gegen die Walzenstirnflächen
gesetzt, die zwar eine gute Abdichtung durch Aufsaugen der Farbe bewirken, hingegen in der
Einstellung problematisch sind.
Außerdem werden an derartigen Filzklötzen regelrechte
Verbrennungserscheinungen infolge von Reibung beobachtet Nach vorübergehendem Stillsetzen
des Druckwerkes trocknet zudem die vom Filzklotz aufgenommene Farbe aus und der Klotz wird hart und
spröde. Um eine gute Abdichtung bzw. eine genaue Einstellung des Filzklotzes zu erzielen, ist es außerdem erforderlich,
daß die Stirnflächen der beiden Walzen genau miteinander fluchten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbwerk der eingangs bezeichneten Gattung mit einer Vorrichtung zum Verhindern des Verschmutzens der Walzen auszustatten, welche verschleiß- und wartungsfrei ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbwerk der eingangs bezeichneten Gattung mit einer Vorrichtung zum Verhindern des Verschmutzens der Walzen auszustatten, welche verschleiß- und wartungsfrei ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die gegenständlichen Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruchs 1 gelöst.
Der größte Teil der überschüssigen Farbe sammelt sich an den Stirnflächen im Übertragungsbereich von
der Tauchwalze auf die Übertragungswalze, von wo aus die Farbe sich in allen Richtungen von den Walzen ablöst.
Es ist vorteilhaft, wenn die Pra'lstege bis in die unmittelbare
Nähe der Stirnflächen der Walzen reichen, so daß das Auffangmittel keinem Verschleiß unterliegt,
wobei der größte Teil der sich in allen Richtungen verteilenden Farbe unschädlich gemacht wird.
Gemäß Anspruch 1 ist das Auffangmittel mit einem zumindest teilweise die Randzonen des Walzenmantels
der Walzen überrragenden Haubenteil versehen, wobei das Haubenieil im Ubertragungsbereich der Farbe von
der Tauchwalze auf die Übertragungswalze oberhalb der Prallstege mit einem zweiten, saugfähigen Auffangmittel
versehen ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß Farbpartikel, die sich in einem derart flachen
so Winkel von den Walzenstirnflächen ablösen, daß sie
trotz des engen Spaltes zwischen den Prallstegen und den Walzenstirnflächen nicht erfaßt werden, nunmehr
von dem saugfähigen Auffangmittel unschädlich gemacht werden, von dem die Farbe gegebenenfalls auch
auf die Prallstege herunterfließen und von dort in den Behälter zurückgelangen kann.
Um auch solche geringen Farbreste zu erfassen, die sich trotz der vorherigen Maßnahmen erst im Zenitbereich
bzw. äußeren Umfangsbereich der Walzenstirnflächen ablösen, ist gemäß Anspruch 3 vorgesehen, daß
das Haubenteil zumindest oberhalb des zweiten Auffangmittels mit einer im wesentlichen dem Verlauf der
Walzenmantelfläche angeglichenen Auffangrille versehen ist. Diese bewirkt, daß die auf dem Grund der Auf-
br> fangrille antreffenden und zerplatzenden Farbpartikel
in der Rille aufgefangen werden und in den Farbkasten zurücklaufen.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin,
daß das Auffangmittel ohne unmittelbare Berührung mit den Walzen deren Verschmutzung verhindert, so
daß weder Verschleiß auftritt noch irgendwelche dauernd wiederkehrenden Wartungsarbeiten erforderlich
sind sowie Produktionsunterbrechungen infolge Austausches von Verschleißteilen praktisch nicht mehr auftreten.
Um die Energie der von den Walzen abspritzenden Farbpartikel unter Berücksichtigung ihrer Auftreffwinkel
auf das Auffangmittel mit Sicherheit zu vernichten bzw. einen Rückpralleffekt in Richtung auf die Walzen
zu verhindern, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Prallstege in einen abwärts
führenden Kanal des Auffangmittels einmünden. Auf diese Weise wird die überschüssige Farbe direkt in den
Farbbehälter zurückgeführt, ohne die Walzen, insbesondere den nachgeordneten Formzylinder, zu verschmutzen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 ein vergrößerter Längsschnitt durch das Farbwerk.
Fig.2 einen Querschnitt durch das Farbwerk nach
der Linie II-Il gemäß F i g. 1 und
F i g. 3 einen Querschnitt durch das Farbwerk nach der Linie III-III gemäß Fi g. 1.
Im folgenden wird der Aufbau des Farbwerkes 14 anhand der F i g. 1 bis 3 näher erläutert.
Das Farbwerk 14 weist einen Farbbehälter 18 auf, in dem während des Betriebes immer ein Farbvorrat 19
auf nicht weiter dargestellte Weise gehalten und ergänzt wird. Dem Farbbehälter 18 sind eine Tauchwalze
21 sowie eine Übertragungswalze 22 zugeordnet, welche genau so wie Walzen 16 und 17 in Seitenwandungen
eines Druckwerkständers gelagert sind, wobei die Tauchwalze 21 durch Eintauchen in den Farbvorrat 19
Farbe aufnimmt und in einem Übertragungsbereich 26 an die Übertragungswalze 22 übergibt, welche ihrerseits
die Typen eines Formzylinders 16 mit Farbe versieht, die dann in Form von Linien oder anderen Druckmustern
auf eine Papierbahn aufgebracht wird.
Im Bereich ihrer Stirnflächen sind die Tauchwalze 21 und die Übertragungswalze 22 mit einem Auffangmittel
27 in Form von zwei Spritzwänden 28 versehen, die jeweils mittels eines Trägers an den Seitenwandungen
des Druckwerkstäviders befestigt sind.
Die Ausbildung des Auffangmittels 27 wird anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert, in denen eine Ansicht
von innen auf eine Spritzwand 28 sowie entsprechende Querschnitte dargestellt sind. Die zweite Spritzwand 28
ist spiegelbildlich identisch gestaltet. Die Spritzwand 28 ist gemäß Fi g. 1 und 2 im Übertragungsbereich 26 der
Farbe von der Tauchwalze 21 auf die Übertragungswalze 22 und oberhalb des zwischen den beiden Walzen 21
und 22 gebildeten Walzenspaltes mit Prallstegen 33 und 34 versehen, welche sich bis in die unmittelbare Nähe
der Walzenstirnflächen erstrecken und gemäß Fig. 2 parallel zu den Walzenachsen verlaufen sowie gemäß
Fig. 1 eine auf den Farbbehälter 18 zu. entgegen der
Drehrichtung der Walzen 21 und 22 verlaufende Neigung aufweisen, mit der die Prallstege 33 und 34 in einen
abwärtsführenden Kanal 36 der Spritzwand 28 einmünden. An den Flächen dieser Prallstege 33 und 34 fängt
sich der größte Teil der von den Walzen 21 und 22 ω
lösenden Farbe, welche nach dem Auftreffen auf die Prallstege 33 und 34 auf von den Stirnflächen der Walzen
21 und 22 wegführende Bahnen abgelenkt wird, wobei die Energie der einzelnen Farbpartikel zum Teil
durch mehrfache Umlenkung infolge von Reflexion an den Wandungen der Prallstege Z3 und 34 vernichtet
wird. Die Farbe kann auf diese Weise nicht auf die Walzen 21 und 22 zurückgelangen, sondern fließt über die
schrägen Flächen der Prallstege 33 und 34 und den Kanal 36 in den Vorrat 19 des Farbbehälters 18 zurück.
Die Spritzwand 28 ist darüber hinaus mit einem die Randzonen des Walzenmantels der Walzen 21 und 22
überragenden Haubenteil 37 versehen. Dieses Haubenteil 37 weist im Übertragungsbereich 26 der Farbe oberhalb
der Prallstege 33 und 34 an seinem inneren, der Walzenoberfläche zugekehrten Umfang ein saugfähiges
Auffajigmittel 38 in Form einer Saugfilzeinlage auf. Diese Saugfilzeinlage hat die Wirkung, daß Farbspritzer,
die in einem relativ flachen Winkel von den Stirnflächen der Walzen 21 und 22 weggeschleudert werden, von ihr
aufgefangen und unschädlich gemacht werden, wobei sie bei Sättigung der mit einem Absatz versehenen
Saugfilzeinlage von diesem Absatz ebenfalls in den Vorrat 19 des Farbbehälters 18 zurücktropfen.
Das Haubenteil 37 ist darüber hinaus in seinem sich in Drehrichtung der Walzen 21 und 22 an das saugfähige
Auffangmittel 38 anschließenden Bereich gemäß Fi g. 3 mit einer Auffangrille 39 versehen, welche in dem oberen
Umfangsbereich der Walzen 21 und 22 konzentrisch zu deren Mantelfläche verläuft und anschließend senkrecht
in den Farbbehälter 18 einmündet.
Die Auffangrille 39 erstreckt sich mit ihrem Grund im wesentlichen parallel zur Walzenmantelfläche und symmetrisch
zu beiden Seiten der Walzenstirnfläche. Auf diese Weise werden auch noch allerletzte Farbreste, die
sich von den äußeren Rändern der Walzen 21, 22 ablösen, von der Auffangrille 39 erfaßt, in der sie sich absetzen
und ablaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Farbwerk eines Druckwerkes der papierverarbeitenden Industrie, mit einer in einen Farbbehälter
eintauchenden Tauchwalze, einer mit der Tauchwalze und einem Formzylinder zusammenwirkenden
Übertragungswalze sowie mit einem den Stirnflächen der Walzen zugewandten Auffangmittel, welches
mit sich im wesentlichen über den Bereich des Walzenspaltes zwischen der Tauchwalze und der
Übertragungswalze erstreckenden, als gegen den Behältergrund geneigte Prailstege ausgebildeten
Leitmitteln sowie mit einem die Randzonen des Walzenmantels der Walzen überkragenden Kaubenteil
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallstege (33, 34) bis in die unmittelbare
Nähe der Walzenstirnflächen reichen und das Haubenteil (37) im Bereich des Walzenspaltes oberhalb
der Prailstege ein zweites, saugfähiges Auffangmittel (38) aufweist.
2. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallstege (33,34) in einen abwärtsführenden
Kanal (36) des Auffangmittels (27) einmünden.
3. Farbwerk nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Haubenteil (37) zumindest
oberhalb des zweiten Auffangmittels (38) mit einer im wesentlichen dem Verlauf der Walzenmantelfläche
angeglichenen Auffangrille (39) versehen ist.
4. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangrille (39) im
oberen Bereich der Walzenmantelflächen konzentrisch zu diesen verläuft und im unteren Bereich der
Walzenmantelflächen abwärts in den Walzenbehälter (14) geführt ist.
5. Farbwerk nach Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Grund der Auffangrille
(39) im wesentlichen parallel zur Walzenmantelfläche zu beiden Seiten der Ebene der Walzenstirnflächen
erstreckt.
Priority Applications (1)
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| DE19762646071 DE2646071C2 (de) | 1976-10-13 | 1976-10-13 | Farbwerk eines Druckwerkes für eine Fertigungsstraße der papierverarbeitenden Industrie |
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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