DEV0006489MA - - Google Patents

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DEV0006489MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. November 1953 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, das aus den Elektrolyseöfen, ausgiebrochene, kohlenstoff- und kryolithnaltige Wanneinfutter auf Kryolith dadurch aufzuarbeiten, daß das Kohiefutter in Gegenwart von Wasser fein vermählen, wird, worauf der nassen, Mischung ein ätzalkalischer Stoff zugegeben wird Diese Mischung wird auf ihren Siedepunkt, vorzugsweise auf ioo°, erhitzt und die bei dieser Behandlung anfallende Laugeflüssigkeit filtriert, wobei . die Kohle und andere unilösliche Bestandteile zurückbleiben. Der in Lösung gegangene Kryolith wird bei einer Temperatur von. 6o bis ioo° durch Einleiten von Kohlensäure odler mittels Alkailibicarbona,t gefällt.
Bei Durchführung dieses Verfahrens hat sich aber gezeigt, daß die aus der Laugung dies KoMefutters der Elektrolyseöfen gewonnenen Laugen, mehr Aluminium enthalten, als das darin, vorhandene Fluor zur Kryolithbiikking erfordert. Werden nun derartige Laugen mit Kohlensäure
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oder Natriumb'icarboniait behandelt, so erhält man ein Produkt, das neben Kryolith noch basische Alumiiiiiumcarbonata enthält. Dieses Fällungsprodukt ist nun abier nach seiner Trocknung wegen seines hohen Hydratgehaltes für den direkten. Einsatz in diie Aluminiumelektrolyse nicht geeignet.
Um daher das in den Laugen vorhandene Aluminium restlos als Kryolith auszufällen, ist es erforderlich,, der Lauge Fluorionen zuzusetzen:.
ίο Es hat sich nun als vorteilhaft erwiesen, diese Fluoirionen, in Form von bei der Reinigung des Ofenabgases anfallender Waschlauge zuzusetzen. Dabei hat sich herausgestellt, daß zum Ausfällen des Kryoliths mit einem hohen Anteil an, Fluor in der zur Fällung gelangenden. Lauge etwa 30 °/o mehr Fluor vorhanden sein muß, als dem stöchiometrischen Verhältnis Alumimium zu Fluor entspricht.
Während die nach dem Ausfällen, des Kryoliths,
erhaltene Endlauge wieder in dlie Gaswaschanlage zurückgeleitet und als Fluonionenträger neuerlich der durch die Laugung der Bodenkohle erhaltenen Lauge zugesetzt werden kann, wird die abfiltrieirte, gewaschene und getrockniete Bodemkohle zur Herstellung der Ofenböden verwendet. Sie wird, aber vorteilhaft auch als Brennstoff, und; zwar staubförmig oder brikettiert, verwendet.
Trotz der Notwendigkeit, einen etwa 30°/oigen. Fluorüberschuß in der Restlauge aufrechtzuerhalten, tritt kein Verlust an Fluorionen ein, da diese;, wie oben dargelegt, neuerlich der Gaswaschanlage zugeführt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ■i. Verfahren zur Rückgewinnung von. Kryolith aus dem Kohleboden der Elektrolyseöfen durch Behandeln der gemahlenen, Bodlenköhle mit Alkalilauge, Abfiltrieren des Unlöslichen, und Ausfällen dies Kryoliths mittels Alkalibicarbonat oder Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet, daß der Lauge vor1 dem. Ausr fällen des Kryoliths Fluorionen zugesetzt werden. . · . . .
  2. 2. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die Fluoirionen in Form von bei der Reinigung des Ofenabgases anfallender, alkälifluoridhialtigef ' ' Waschlauge zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Kryolith befreite Endlauge in die Gaswaschanlage zurückgeleitet wird. ' ' .

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