DEV0004537MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. April 1952 Bekanntgeniacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 57a GRUPPE 33
V 4537 IX/57a
Fred Waller, Huntington, N. Y. (V. St. A.)
ist als Erfinder genannt worden
The Vitarama Corporation, Huntington, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Beil, Rechtsanwalt, Frankfurt/M.-Höchst
Vorrichtung zur absatzweisen Schaltung von Filmen
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen für den absatz^veisen Filmtransport in Filmkameras
oder Filmvorführgeräten oder Filmkopiergeräten.
Es sind bereits Geräte der genannten Art beschrieben worden, bei denen Filmbänder für lebende
Bilder schrittweise vor das Filmfenster geführt werden und wobei diese Filme vor und/oder nach
diesem Filmfenster eine Filmschleife bilden. Dabei ίο wird der Film durch einen gegen ihn gerichteten
Luftstoß vorwärts bewegt, wobei in der Filmschleife der Film die eine Begrenzungswand eines
Hohlraumes bildet. Der Film bewegt sich hierbei sehr schnell, bis er durch die Zähne der Verwickelrolle
festgehalten ist. In diesem Augenblick hört die Bewegung des Films bei der bekannten Vorrichtung
vollständig auf, und zwar in einer Stellung, die von der jeweiligen Stellung der Transportrolle
abhängt. Die Bildschaltung ist infolgedessen sehr ungenau, und außerdem ist die mechanische Bean-
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sprueluuig des !''ilins infolge des plötzlichen Stillstandes
erheblich, so daß der Film an den gelochten Rändern leicht ausreißt.
F.rfindungsgemäß werden diese Nachteile bei pneumatisch arbeitenden Filmkameras, Projektoren
oder Kopiergeräten, in denen der Film nach einer Schleifenbildung am Filmfenster vorbei über die
rtfl'nung einer Luftkammer läuft, aus der absatzweise Druckluft austritt und den Film absatzweise
ίο vorwärts bewegt, und in denen am Filmfenster
Sperrgreifer angeordnet sind, die in die Filmperforation eingreifen und die Filmbewegung absatzweise
unterbrechen, dadurch behoben, daß eine Verzögerungseinrichtung vorgesehen ist, über die
der Film während des letzten Teiles der absatzweisen Bewegung läuft und die auf dem Hlmweg
kurz vor dem Filmfenster angeordnet ist und die
Fallgeschwindigkeit während des letzten '!eiles
der absalzweisen Bewegung derart vermindert, dall
2« der Film an den Zähnen des Sperrgreifers sanft zur
Anlage kommt. Der genannte Verzögerer besitzt zweckmäßig eine gebogene Fläche für den Film und
ist am besten mit elastischer Oberfläche ohne Trausportzähnc als Rolle ausgebildet, die sich zusanimen
mit dem während des letzten 'J eiles der absalzweisen Bewegung auf ihr liegenden Film
mit normaler Geschwindigkeit gleichmäßig weiter bewegt und so den Film während des letzten Teiles
der absatzweisen Bewegung in die endgültige Stclhing
am Bildfenster bringt.
Fs hat sich gezeigt, daß die Anordnung eines Verzögerers der genannten Art verschiedene praktisch
sehr bedeutsame Vorteile bietet. Die Anwendung von Luftdruck an Stelle der üblichen Transportklauen
bedeutet bereits eine Verbesserung in dem Sinn, daß die gelochten Ränder des Films
weniger abgenutzt und beansprucht werden. Diese Wirkung wird durch den Verzögerer noch verbessert,
und zwar auch dann, wenn man die Schalten zeit stark verkürzt, um mehr Zeit zur Belichtung
eines jeden Bildteiles in einer Kamera oder zur Projektion in einem Vorführgerät zur Verfügung
zu haben. Für die 1 laltbarkeit des Films ist das Abfangen des beim plötzlichen Abstoppen entstelienden
Stoßes durch Anhalten des Films auf einer gebogenen !'"lache besonders günstig, anstatt daß
sich, wie bei den bisherigen Vorrichtungen, die Belastung auf die gelochten Ränder auswirkt und die
Loehung als Folge davon vorzeitig ausreißt.
F.in weiterer Vorteil der FiTindung ist der, daß
die ganze Vorrichtung aus weniger mechanisch bewegten Teilen als die bisherigen Vorrichtungen besteht,
daß sie besonders ruhig läuft und vor allem die aufeinanderfolgenden Bildteile mit äußerster
Genauigkeit in (lit· richtige Stellung bringt. Die neuen Vorrichtungen sind deshalb auch besonders
gut für .Mosaikbilder geeignet, bei denen Bilder verschiedener Vorführgeräte so auf eine gemeinsame
Bildebene geworfen werden, daß das eine Bild
fin unmittelbar in das andere übergeht, so daß man ein großes zusammengesetztes Bild erhält. Ganz gleich,
wie genau die Vorführgeräte für ein solches Mosaikbild auch eingestellt waren, konnte mau doch bisher
eine völlige Übereinstimmung der Bilder nicht erreichen, solange die einzelnen Filmaufnahmen in
Kameras gemacht wurden, die einen einwandfreien Bildstand aufwiesen. Deshalb ist die vorliegende
Erfindung vornehmlich sowohl bei Kameras wie auch bei Vorführgeräten für solche Mosaikbilder
anwendbar.
Nachstehend werden die Hauptmerkmale der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile stets mit gleichen Zahlen gekennzeichnet.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die ein Filmvorführungsgerät mit einer
Transportvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 2 ist eine Teilansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei die Teile sich zum Teil in
anderer Stellung als in Fig. 1 befinden;
Fig. 3 ist ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie 3-3 in Fig. 1 ;
Fig. 4 ist ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie 4-4 in Fig. 1;
Fig. 5 zeigt in teilweise schematischer Ansicht, wie die Lage des Films durch die Führungszapfen
der Vorrichtung bestimmt wird.
Film 10 wird von einer Spule in einem Magazin in das Gehäuse 12 einer Kamera oder eines Vorführgerätes
in der durch den Pfeil in Fig. 1 angezeigten Richtung geleitet. Der Transport wird
durch Transportrad 13, gegen das der Film durch die Rollen]5 und 16 gehalten wird, bewirkt. Das
Transportrad dreht sich kontinuierlich und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit.
Vom Transportrad 13 läuft Film 10 zur Rolle. 18,
die auf der Welle 20 befestigt ist. Film 10 wird über die Rolle 18 durch eine Ililfsrolle 22 geführt.
Diese llilfsrolle 22 wird vom Gehäuse 12 in einem
die Verschiebung der Rolle 22 gestattenden Halter gehalten und durch die Feder 24 gegen den Film
gepreßt.^
Das Transportrad 13 ist auf der Antriebswelle 26. die auch den Verschluß der Kamera oder des
Vorführgerätes betätigt, befestigt. Ein Zahnrad 28, ebenfalls auf der Antriebswelle 26 befestigt, bewegt
ein ähnliches Zahnrad 30, und zwar durch ein Zwischenrad 29, das das Zahnrad 30 sich in derselben
Richtung wie das Zahnrad 28 drehen läßt. Das Zahnrad 30 ist auf der Welle 20 befestigt, und
seine Umdrehung bewirkt deshalb gleichzeitig eine Umdrehung der Rolle 18 in der durch Pfeil angegebenen
Richtung.
Rolle 18 hat denselben Durchmesser wie das Transportrad 13, und um den Film mit gleicher
Geschwindigkeit um das Transportrad 13 und um die Rolle 18 zu transportieren, werden diese auch
mit gleicher Geschwindigkeit bewegt. Diese gleiche Geschwindigkeit wird durch die gleiche Größe der iao
Zahnräder 28 und 30 erreicht. Wenn unterhalb der Rolle 18 keine Zugkraft auf den Film 10 einwirkt
oder wenn der Transport des Films unterhalb der Rolle 18 durch das Eingreifen von Sperrgreifern in
die Perforation gehemmt wird, wird der Film über der Rolle 18 schlaff und bildet eine Schleife, wie
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ej durch die ununterbrochene Linie oberhalb der
Rolle 18 dargestellt ist.
Nachdem der Film io etwa die Hälfte der
Peripherie der Rolle i8, die vorzugsweise einen Gummiüberzug aufweist oder eine andere geschmeidige
Oberfläche hat, passiert hat, läuft der ■ Film abwärts hinter eine Linsenfassung 31 und
über das Filmfenster 32. Der Film wird auf die übliche Art gegen das Filmfenster durch eine Andruckplatte
3.3 gehalten. Unterhalb des Filmfensters 32 läuft der Film über die Ränder 34 einer Luftkammer
35. Gerade bevor die Apparateteile die Ausgangsstellung für den nächsten Transportvorgang
erreicht haben, bildet der Film 10 im
!5 wesentlichen eine gerade Linie, wie sie durch die
ununterbrochene Linie zwischen den Rändern 34 der Luftkammer dargestellt ist.
Biegsame leichte Streifen 36 (Fig. 3), vorzugsweise aus Federstahl, sind über der Öffnung der
Luftkammer 35 auf beiden Seiten angebracht, um die Perforation im Film 10 zu verdecken. Die
Streifen 36 sollen das Entweichen von Luft durch die Perforation verhindern. Falls sie nicht angewandt
werden, ist eine wesentlich größere Menge an Luft zur Filmfortschaltung bei der Einrichtung
nach der Erfindung notwendig.
Wenn Luft unter Druck in die Luftkammer 35 oberhalb des Films kommt, werden die Streifen 36
und der Film 10 abwärts gepreßt, bis der Film in
30- die Nähe der Streben 37 kommt. Die Streben 37
liegen unter dem Film 10 und reichen einwärts bis unter die Perforation, um so die Wirkung der
Streifen 36 bei der Verhinderung des Entweichens der Luft durch die Perforation zu ergänzen. Die
Vorrichtung ist so konstruiert, daß der Film sich im wesentlichen zum selben Zeitpunkt den Streben
37 nähert, wo er auf der Oberfläche der Rolle 18 abgefangen wird. Die Streifen 36 und die Streben 37
weisen vornehmlich glatte und polierte Flächen auf und gehen nicht bis in den Bildbereich des Films,
um die Gefahr des Zerkratzens zu vermeiden.
Nachdem der Film 10. die Luftkammer passiert hat, wird er aufwärts zum Transportrad 1.3 transportiert.
Hier wird er wieder von den Zähnen des Transportrades aufgefangen und auf seinen Rückweg
in ein anderes Magazin geführt, wo die Spule in der zur Aufspulung des Films notwendigen
Richtung gedreht wird.
Die Zähne des Transportrades 13 sind vorzugsweise so angeordnet, daß sie in die Perforation an
beiden Filmseiten eingreifen. In der abgebildeten Konstruktion wird der Transport des Films 10 vom
Magazin und zurück durch dasselbe Transportrad 13 bewirkt. Dies sichert vollständige Gleichmäßigkeit
der Filmgeschwindigkeit bei der Zuführung und beim Rücktransport vom Gerät; jedoch ist
diese Konstruktion besser für Kameras als für Vorführumgsgeräte geeignet. Bei gewerbsmäßig benutzten
Filmvorführgeräten, wo starkes Licht erforderlichist, werden die Zuführung und der Rücktransport
auf zwei Transporträder, an Stelle des einen Transportrades 13, verteilt, um einen einwandfreien
Lichtdurchgang von der Rückwand des Gehäuses 12 her zu haben. Nachdem der Film 10 die Luftkammer
35 passiert hat, wird er durch die Rollen 38, die den Rollen 15 und 16 des oberen Teiles der
Vorrichtung entsprechen, auf den Zähnen des Transportrades 13 gehalten.
Aha Filmfenster 32 sind Sperrgreifer 40, um in eine Perforationsöffnung an jeder Bildseite einzugreifen.
Diese Sperrgreifer bestimmen die endgültige Lage des Filmbildes nach jeder Bewegung
des Films. Die Sperrgreifer 40 ragen an einem Halter 42 vor, der an seinem unteren Ende mit
einer Feder 44 verbunden ist. Der Fuß der Feder 44 ist an einem Block 46 befestigt, der am Gehäuse
12 befestigt ist.
Der Halter 42 kann beim Gebrauch in einer Kamera aus einem über die Rückseite des Films
durchgehenden Stück bestehen; beim Gebrauch in Vorführungsgeräten muß aber der mittlere Teil des
Halters 42 entlang eines Randes 48 (Fig. 4) ausgeschnitten sein, so daß ein offener Rahmen bleibt,
durch den das Licht zur Projizierung des Bildes des betreffenden Filmteiles auf eine Bildebene
durchscheinen kann. In der abgebildeten Konstruktion, in der das Transportrad 13 den Weg des Lichtes
von dem hinter dem Transportrad befindlichen Teil zum Bildfenster blockiert, wird das Licht zur
Projizierung von einer Lichtquelle 49 an einer g0 Seite des Gehäuses 12 geliefert und dem Film im
Filmfenster 32 durch ein Prisma 50 zugeleitet.
Die oberen Teile des Halters 42 sind gegabelt, um einen Zwischenraum zu schaffen, in den die
Kurbelarme 51 hineinragen. Diese Kurbelarme 51 gehen von einer gemeinsamen Nabe 52 aus, die an
einer Welle 53 befestigt ist; die Welle ist an einem
Ende mit einem Hebel 55 verbunden, auf dem eine Rolle 56 so lagert, daß sie mit dem Rand einer
Kurvenscheibe 60 in Berührung kommt.
Diese Kurvenscheibe 60 ist an einer Welle 62 befestigt, die quer im Projektorgehäuse angebracht
ist. Ein Zahnrad 64, das ebenfalls an der Welle 62 befestigt ist, greift in das große Stirnrad 66, das an
der Antriebswelle 26 befestigt ist. Infolge dee großen Durchmessers des Zahnrades 66 und des
kleinen Durchmessers des Zahnrades 64 werden die Welle 62 und die Kurvenscheibe 60 mit größerer
Geschwindigkeit gedreht als die Antriebswelle 26 und das Transportband 13. Wenn z. B. der Film 10 u0
Bildteile mit je sechs Perforationen und das Transportrad 13 vierundzwanzig Zähne hat, so daß bei
jeder Umdrehung des Transportrades 13 der Film vier Bildteile weit transportiert wird, sind die Teilkreisdurchmesser
der Zahnräder 64 und 66 so ge- u5 wählt, daß man ein Übersetzungsverhältnis von
4 : ι erhält. So macht dann die Kurvenscheibe 60 jedesmal eine vollständige Umdrehung, wenn das
Transportrad 13 den Film 10 einen Bildteil weitertransportiert.
Die Kurvenscheibe 60 hat eine kreisrunde, ebene Randoberfläche über den größten Teil ihres Umfanges;
auf einem Teil der Peripherie der Kurvenscheibe 60 erstreckt sich jedoch winklig ein hohes
Segment 70. Dieses hohe Segment 70 verschiebt die Rolle 56 und schwingt die Kurbelarme 51 weit
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genug :itis. (IaI-I (Ut I lalter 42 einwärts schwingt,
his die Sperrgreifer 40 aus den Filmperforationen zurückgezogen sind, wie es in Fig. 2 j^ezeij^t wird.
|)ic Länge des Segments 70 auf dem Umfang der
S ScIiCiI)C do ist ausreichend, um die Führungszapfen
.|o für die Zeit der Filmbewegung außerhalb der I 'erforation zu hallen.
In der Kurvenscheibe 60 ist eine Öffnung 72 in
einem bestimmten Verhältnis zum Segment JQ der Kurvenscheibe angebracht. Diese Öffnung 72 regelt
den I .ufteinlritl in die Luftkammer 35 und sie ist so angebracht, da 1.1 Luft in die Kammer 35 im
wesentlichen zur selben Zeit einzuströmen beginnt, wenn die Kurvenscheibe no den Austritt der Sperr-
T) greifer 40 aus den I 'erforationsöffnungen des Films
bewirkt.
Wenn der Luftdruck in der Kammer 35 genügend stark geworden isl, um wirksam zu werden, sind
die Sperrgreifer 40 vollständig aus den Perforationsöffnungcn
des Films zurückgezogen. Der Luftstoß in die Kammer 35 und gegen den Teil des !'"ilins 10. der sich über die Öffnung der Luftkammer
zwischen den Rändern 34 spannt, drückt (U-ii Film abwärts aus der in Fig. 1 durch die iinunterbrochene
Linie gezeigten Lage zu der durch die strichpunktierte Linie angezeigten Lage. Selbst
wenn der Film 10 sich in der durch die strichpunktierte Linie gekennzeichneten Lage befindet,
kann die Luft nicht zur Seite entweichen, weil der Film immer zwischen nach abwärts führenden
Seitenplatten J$, die eine doppelte Funktion haben,
eingeschlossen ist. Sie verhüten das Kntweichen von Luft über die Filmränder und dienen als Führungsleisten
für die Filmräuder.
;tr> Während des Intervalls zwischen den aufeinanderfolgenden
LuftstöPien aus der Luftkammer 35 bildet der Film 10 eine Filmschleife oberhalb der
Rolle 1S, da das Transportrad 13 kontinuierlich weilerläuft. Immer, wenn der Film 10 durch einen
Luftstoß aus der Luftkamiuer 35 abwärts geprellt wird, wird der Film mit einer hohen Geschwindigkeil
heruntergedrückt, bis die Filmschleife oberhalb der Rolle iS aufgezehrt ist und der Film auf der
Rolle [S abgefangen wird und sich unten den Stroll) ben 27 nähert. Hiernach sorgt der Luftdruck dafür,
(lall der Film mit der Rolle iS in llerührung bleibt, so dall sich der Film am l'ilmfenster weiterhin
abwärts bewegt, jedoch infolge der durch die Rolle iN erfolgenden Regulierung mit einer geringeren
als der durch den Luftstoß bewirkten Geschwindigkeit.
Am Lude der Schaltbewegung wird der Luftdruck aus der Luftkamnier 35 gegen den Film vermindert,
da dann nur der kleinere Teil 76 der OfI-
5Γ> innig 72 Luft in die Luftkamnier zuführt. Dieser
Luftdruck genügt, um den Film mit der Oberfläche der Rolle 1S in lierührung zu halten und die Aufzehrung
der Filmsehlcife bei den Streben 37 durch den Zug des Transportrades 13 zu verhindern.
fit) Während dieses Abschnittes treten, nachdem der Film auf der RoIU- iS aufgefangen worden ist, die
Sperrgreifer 40 in Tätigkeit und stoppen den weiteren Trausport des Films, so dall sich eine neue
Filmschleife oberhalb der Rolle 18 zur Vorbereitung der nächsten Schaltung bildet.
llei mechanisch wirkenden Transportmechanisnicu
mit Greifern oder Zahntrommeln wird die Transportgeschwindigkeit des Films durch die
Festigkeit der Perforation begrenzt. Beim KiTmdungsgegenstand
wirken sich hingegen die Kräfte auf den gesamten Filmquerschnitt wie bei Reibrollen
aus, ohne daß jedoch die Filmoberfläche mechanisch beansprucht ist. Llierdurch werden sehr
kurze Schaltzeiten möglich. Dies ist besonders vorteilhaft bei diskontinuierlichen Filmtransportmechanismen,
die mit Verschlüssen benutzt werden, weil der Verschluß während eines viel größeren
Zeitabschnittes offen bleiben kann.
Fig. 3 zeigt die Beziehung der Kurvenscheibe 60 zur Luftkammer 35 auf und erläutert, wie die Luftzuführung
in die Kammer 35 durch die in der Kurvenscheibe 60 befindliche Öffnung 72 geregelt
wird. Die Luftkamnier 35 hat eine Öffnung 77, die in der erläuterten Konstruktion im wesentlichen
dieselbe Größe hat, wie der weite Teil der öffnung S5
J2 in der Kurvenscheibe 60. Die Stirnfläche der Kurvenscheibe 60 liegt dicht am hinteren Knde der
Öffnung JJ und zwar nur in einem Abstand, der ausreicht, um die Drehung der Scheibe zu ermöglichen,
der aber nicht so groß ist, daß er das lintweichen von wesentlichen Luftmengen bei dem für
die Fortschaltung notwendigen Druck zuläßt. Kin Druck von etwa 1,35 kg/cm2 hat sich in der Praxis ·
als ausreichend erwiesen, doch wird diese Zahl nur beispielsweise angegeben. 1JS
Auf der Rückseite der Kurvenscheibe 60 ist eine Luftzuführungsleitung oder ein Luftrohr 78 angebracht,
das nahe seinem einen Knde einen !'"lausch 79 hat und mit einer Verbinclungsmutter No, die auf
dem Flansch aufsitzt, über ein Mundstück Ni geschraubt wird. Das Knde des Rohres 78, das in das
Mundstück Ni führt, ist konisch ausgebildet und paßt in die entsprechende konische öffnung im
Mundstück-, Kine Dichtungsmanschette N2 zwischen dem linde des U oh res 78 und einer Ausbuchtung in
dem Mundstück· 81 sichert eine feste Dichtung zwischen dem Rohr und dem Mundstück*.
An einem Knde des Mundstücks Ni ist ein vorspringender
Formteil 84, der das Auslaßstück des Mundstücks bildet. Dieser vorspringende Formteil no
hat zur Rückseite der Kurvenscheibe 60 hin den zur Bewegung nötigen Spielraum. Die Kurvenscheibe
60 dient als Ventil, das das Mundstück- mit der Luftkammer 35 für einen begrenzten Zeitraum
während jeder Umdrehung der Kurvenscheibe 60 in Verbindung bringt. In der Luftkammer leitet
eine Leitscheibe 86 den Luftstrom abwärts zum Film 10. um den Luftdruck über die ganze Filmbreite
gleichmäßig zu gestalten.
Fig. 5 erläutert, wie die Sperrgreifer die genaue Lage des Films 10 bestimmen. Wenn die anfängliche
Abwärtsbewegung des Films durch den Luftstoß ausgeführt ist und der Film auf der oberen
Zuführungsrolle τ8, wie oben erklärt, aufgefangen worden ist, befinden sich die Sperrgreifer 40 knapp
unter den Perforationsöffmingen 88 des Films 10.
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Während die Sperrgreifer 40 sich von der durch die ununterbrochene Linie gekennzeichneten Lage
in Fig. 5 zu der durch die gestrichelte Linie gekennzeichneten Lage bewegen, wird der Film so weit
transportiert, daß die oberen Ränder der Perforationsöffmungen
88 mit den Sperrgreifern 40 in Berührung kommen. Es ist daher einleuchtend, daß die verzögerte Schlußbewegung des Films 10, die
dem schnellen Transport durch den Luftstoß folgt, sehr klein ist und kleiner als die Länge einer Perforationsöffnung
ist. Dadurch, daß die Sperrgreifer 40 nur mit dem oberen Rand der Perforation 88 in
Berührung kommen, wird eine genaue Plazierung des Bildes im Bildfenster erreicht, und es ist auch nicht
nötig, daß die Sperrgreifer genau größenmäßig in die Perforationsöffnung des Films passen.
Die in .der Beschreibung dargestellte Vorrichtung ist nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Es handelt sich hierbei zwar um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung; es können aber
Änderungen und Abwandlungen an derselben im Rahmen der Erfindung angebracht sein.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Vorrichtung zur absatzweisen Schaltung von Filmen in Kameras, Projektoren oder Kopiergeräten, in denen der Film unter Bildung einer Schleife vor dem Bildfenster durch einen intermittierenden Luftstrom fortgeschaltet und durch einen Sperrgreifer im Bildfenster justiert wird, gekennzeichnet durch eine Verzögerungseinrichtung (18), mittels deren die Filmgeschwindigkeit im letzten Teil des Schalthubes derart verringert wird, daß der Film an den Zähnen des Sperrgreifers sanft zur Anlage kommt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung eine gebogene Anlagefläche für den Film besitzt, zweckmäßig in Gestalt einer glatten, mit elastischer Oberfläche versehenen Rolle, gegen die sich der Film im letzten Teil des Schalthubes nach Aufzehrung der Filmschleife anlegt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle gleichförmig angetrieben ist und die Bewegung des Films in die registerhaltige Lage im Bildfenster am Ende des Schalthubes nach Maßgabe ihrer Umfangsgeschwindigkeit regelt.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 321 548.Hierzu ι Blatt Zeichnungen© 509 600/262 12.55
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