DE56707C - Plattenwechselvorrichtung an photographischen Cameras - Google Patents

Plattenwechselvorrichtung an photographischen Cameras

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DE56707C
DE56707C DENDAT56707D DE56707DA DE56707C DE 56707 C DE56707 C DE 56707C DE NDAT56707 D DENDAT56707 D DE NDAT56707D DE 56707D A DE56707D A DE 56707DA DE 56707 C DE56707 C DE 56707C
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DE
Germany
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frame
plate
roller
rollers
box
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DENDAT56707D
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M. A. WlER, 3 Palace Grove, Upper Norwood, Grafsch. Surrey, London
Publication of DE56707C publication Critical patent/DE56707C/de
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/28Locating light-sensitive material within camera
    • G03B17/32Locating plates or cut films
    • G03B17/34Changing plates or cut films

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographs.
Diese Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von photographischen Cameras, bei denen eine Anzahl lichtempfindlicher Platten nach einander ohne Anwendung von Dunkelschiebern exponirt werden kann. Sie besteht im wesentlichen aus einem Behälter oder Kasten zur Aufnahme der Platten vor und nach der Exponirung und aus Vorrichtungen, um diese Platten nach der Exponirung aus dem vorderen Theil des Behälters nach dem hinteren Theil desselben überzuführen, wo sie bis zur Entwickelung aufgestapelt werden können.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Längsschnitt nach der Linie 1-1 von Fig. 2 durch das hintere Ende der Camera, welche den erwähnten Kasten oder Behälter, sowie eine Einrichtung zur Ueberführung der Platten enthält;
Fig. 2 ist eine Schnittansicht nach der Linie 2-2 von Fig. 1, von links nach rechts gesehen.
A ist das Gehäuse der Camera, A1 eine Thür am hinteren Ende derselben, welche sich in einem Scharnier bewegt, um die Platten einsetzen und herausnehmen zu können. B ist ein Rahmen aus Metall oder anderem geeigneten Material, welcher den erwähnten Behälter oder Kasten bildet, der als Ersatz des üblichen Dunkelschiebers dient und in der Camera durch Schrauben oder in anderer Weise befestigt ist. C ist ein Zwischenboden, der lose in den Kasten B eingepafst ist, so dafs er frei in demselben nach vor- oder rückwärts verschoben werden kann. D sind die lichtempfindlichen Platten in dem Kasten B. In Fig. 1 ist ein Theil dieser Platten vor und ein Theil hinter dem Boden C dargestellt. Die vor dem Boden liegenden Platten sind noch nicht exponirt worden, während die hinter demselben befindlichen Platten bereits exponirt und von vorn hinter den Boden übergeführt worden sind.
E ist eine unter Federwirkung stehende Walze nach Art einer selbstthätigen Vorhangwalze, die sich um die Spindel F dreht, welche an den Seiten des Kastens B befestigt ist. An dieser Walze ist das eine Ende eines Bandes G befestigt, das nach mehrfacher Umwickelung um die Walze E über eine Führungswalze H und von hier herab hinten in der Camera nach einer Walze / führt, an welcher dasselbe befestigt ist. Die Walze 1 läuft in Lagern /', welche innerhalb der Thür A1 angebracht sind, und trägt einen gerauhten Knopf oder eine andere geeignete Handhabe J aufserhalb der Camera, durch welchen sie in Richtung des Pfeiles, Fig. 1, gedreht werden kann. J1 ist ein Sperrrad, welches auf der Achse der Walze I sitzt, und J2 eine in die Zähne des Sperrrades J1 greifende Klinke, welche die Rückwärtsdrehung der Walze / verhindert. K ist ein Rahmen, welcher vertical in dem Kasten B gleitet und in demselben durch Schlitze L und Führungsschrauben M oder durch andere Führungsvorrichtungen geführt wird. Die untere Kante des Rahmens K ist mit einem Ansatz oder einer Leiste N versehen, welche bei tiefster Lage des Rahmens K, Fig. 1, unter die untere Kante der vorderen lichtempfindlichen Platte in dem Kasten B greift, die gegen die hintere Kante des Rahmens K mittelst der Druckschraube O oder eine Feder gedrückt wird.
Die untere Seite J51 des Kastens ist zweckmäfsig mit zwei Schienen B2 versehen, auf welchen die unteren Kanten der Platten D aufliegen und nach vorwärts gleiten. P ist eine Handhabe, wodurch der Rahmen K erforderlichenfalls nach oben gedrückt werden kann, und Q ist eine Feder, welche den Rahmen K nach unten drückt, wenn die Handhabe P freigegeben ist.
Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen Apparates ist folgende:
Die Platte D\ welche dem Rahmen K zunächst liegt, liegt der Linse der Camera (die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, aber wie gewöhnlich in dem vorderen Theil der Camera angebracht ist) gegenüber. Wenn nun der Objectivverschlufs bethätigt ist, wird diese Platte, der Einwirkung des Lichtes ausgesetzt und das Bild auf der Platte in üblicher Weise erzeugt. Die Schraube O oder die entsprechende Feder wird zweckmäfsig vor der Exponirung gehörig angezogen, um zu erreichen, dafs die Kanten der Platte D1 gleichmäfsig gegen die hintere Seite des Rahmens K geprefst werden, sowie besonders, dafs die untere Kante der Platte über der Leiste N des Rahmens K liegt, so dafs, wenn letzterer gehoben wird, die Platte D1 von dem Rahmen mitgenommen wird; darauf wird der Rahmen K durch die Handhabe P nach oben gedrückt, wodurch die Platte D1 gehoben wird, so dafs ihre obere Kante durch den Schlitz R in dem oberen Theil des Kastens B geht und zwischen die gerauhten Enden E1 der Walze E und die Fläche der Walze H und zwischen diese Walze H und den Theil des Bandes G getrieben wird, welcher von der Walze E nach der Walze H führt. Die Platten hinter der vorderen Platte D1 werden am Mitgehen mit letzterer durch den oberen Theil Bä des Kastens B verhindert. Nun wird die Schraube O nachgelassen, um die vordere Platte D1 vom Druck zu entlasten und für deren Unterbringung hinter dem Zwischenboden C oder hinter dem vorher dahin gebrachten Raum zu schaffen. Darauf wird die Walze / mittelst der Handhabe J gedreht, um das Band G auf die Walze / auf- und von der unter Federwirkung stehenden Walze E abzuwickeln, wodurch die Feder der letzteren gespannt und die Platte D1 nach oben über die Walze H zwischen letztere und das Band G geführt wird. Der Stoff, aus welchem die lichtempfindliche Platte besteht, kann Celluloid oder Papier etc. sein, so dafs er sich leicht über diese Walze H biegt.
Auf diese Weise wird die Platte zwischen dem Bande G und dem Boden C oder zwischen dem Bande G und den vorher dorthin gebrachten und bereits exponirten Platten nach unten geführt und aus dem vorderen Theil der Camera nach dem hinteren übergeführt.
Ist die Platte auf diese Weise in den hinteren Theil des Kastens B geschafft, so wird die Walze / durch Heben der Klinke J2 aufser Eingriff mit dem Sperrrade P freigegeben, so dafs die unter Federwirkung stehende Walze E das Band G wieder auf- und von der Walze / abwickeln kann.
Nun wird die Schraube oder Feder O wieder angezogen, so dafs sie die lichtempfindlichen Platten nach vorn und die nächste Platte gegen den Rahmen K drückt. Nach Freigabe der Handhabe P drückt die Feder Q den Rahmen K wieder nach unten in die aus Fig. ι und 2 ersichtliche Lage, in welche er für eine weitere Bethätigung bereit ist.
Erforderlichenfalls kann eine Falle angeordnet werden, um die Handhabe P und den Rahmen K in gehobener Lage zu halten, bis die Falle ausgelöst ist.
Wenn die exponirten Platten aus dem Kasten B herausgenommen oder frische Platten eingesetzt werden sollen, so wird die Thür Ax geöffnet und die Walze / zusammen mit dem verticalen Theile des Bandes G beseitigt, so dafs die Platten leicht herausgenommen bezw. eingebracht werden können.
Fig. 3 veranschaulicht eine etwas veränderte Einrichtung des vorbeschriebenen Apparates. Nach dieser Anordnung kann eine gröfsere Anzahl Platten in dem Kasten B als bei der ersten Einrichtung (Fig. 1 und 2) aufgestapelt werden, und um die Platten von vorn nach hinten über den breiteren Raum transportiren zu können, wird eine zweite Walze H1 zwischen die Walzen H und I eingelegt. Um die Unbequemlichkeit einer vortretenden Handhabe P, Fig. ι und 2, zur Bewegung des Rahmens K zu vermeiden, was z. B. bei sogenannten Geheimcameras von Wichtigkeit ist, kann die in Fig. 3 durch punktirte Linien zur Anschauung gebrachte Construction angewendet werden. P ist ein Knopf, welcher mit einer unter Federwirkung stehenden Stange P1 verbunden ist, deren eines Ende in eine Aussparung oder einen Schlitz in dem unteren Theil des Rahmens K tritt und deren anderes Ende mit dem Boden der Camera A^ verbunden ist. S ist ein elastisches Diaphragma, welches eine verhältnifsmäfsig freie Bewegung des Knopfes P zuläfst, während die Oeffnung T geschlossen wird, um das Eindringen von Staub und Luft in den vorderen Theil der Camera zu verhindern.
Durch Aufwärtsdrücken des Knopfes P wird die Stange P und damit der Rahmen K gehoben. Nach Loslassen des Knopfes P drückt die federnde Stange P1 den Rahmen K wieder nach unten und den Knopf P nach aufsen.
ZT" ist ein Anzeiger, durch welchen aufserhalb der Camera ersichtlich gemacht wird, ob die Platte aus dem vorderen Theil des Kastens B nach dem hinteren übergeführt ist oder nicht.
Dies geschieht in folgender Weise: Wenn eine Platte über die Walze geführt wird, hebt sie ein wenig die Blattfeder V und schiebt den indicator U über den oberen Theil der Camera, hierdurch anzeigend, dafs eine Platte durchgegangen ist; wird die Platte dagegen nicht mitgenommen, so werden die Feder V und der. Indicator U nicht gehoben, woraus zu erkennen ist, dafs die Platte nicht übergeführt worden ist.
Erforderlichenfalls kann das Heben des Schiebers K selbstthätig durch die Drehung der Walze / mittelst Fingers W, Fig. ι und 2, vollzogen werden, die an jedem Ende des Rahmens K angebracht sind und durch Stifte W1 bethätigt werden, die an den Enden der Walze L angebracht sind. Wenn diese Walze in Richtung des Pfeiles gedreht wird, um eine Platte aus dem vorderen nach dem hinteren Theil des Kastens B überzuführen, greifen die Stifte W1 unter die Finger W und heben dieselben, sowie den Rahmen K, an dem sie angebracht sind, bis die Stifte W1 die verticale Mittellinie der Walzenachse I passirt haben, worauf der Rahmen K infolge seiner Reibung in den Führungen in gehobener Lage bleibt (in diesem Falle fallen die Handhabe P und die Feder Q natürlich fort), bis die Walze / in der entgegengesetzten Richtung umlaufen kann, worauf die Stifte W1 über die Finger W fassen und sie zusammen mit dem Rahmen K nach unten in die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Lage drücken. Um nun sicher zu sein, dafs die Stifte W1 bei ihrer Bewegung in Richtung des Pfeiles unter die Finger W fassen und über dieselben greifen, wenn eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung eintritt, sind die Finger W an dem Rahmen K drehbar angebracht, so dafs sie zwischen zwei Stiften W1, Fig. 1, sich frei bewegen können, die an dem Rahmen K befestigt sind, wobei sie normal durch die Federn W3 in der Mittellage zwischen diesen Stiften W2 gehalten werden. Die Wirkung dieser Einrichtung ist, dafs, wenn die Stifte W1 gegen die Finger W nach oben drücken, letztere zuerst gegen die oberen Stifte VF2 drücken, ehe der Rahmen K seine Bewegung nach oben anfängt; darauf bewegt sich der Rahmen nach oben, und sobald die Stifte W1 in ihre höchste Lage frei von den Fingern W kommen, werden letztere durch die Federn W3 in ihre normale Mittellage zwischen den Stiften W2 zurückgeführt, so dafs, wenn die Stifte W1 sich nach entgegengesetzter Richtung bewegen, sie sicher über die oberen Theile der Finger W greifen, um letztere und den Rahmen K nach unten zu drücken. In ähnlicher Weise wirken, wenn die Stifte W1 die Finger W nach unten drücken, letztere zuerst gegen die unteren W2, ehe der Rahmen nach unten zu gehen anfängt; darauf wird der Rahmen nach unten bewegt, und sobald die Stifte W1 in ihre tiefste Lage frei von den Fingern W gelangt sind, werden letztere durch die Feder W3 in ihre normale Mittellage zwischen den Stiften h2 zurückgeführt, so dafs, wenn die Stifte W1 sich in Richtung nach vorwärts bewegen, sie sicher unter die Finger W fassen, um letztere und den Rahmen K nach oben zu drücken.
In Fig. 3 ist eine modificirte Einrichtung veranschaulicht, wodurch nicht nur der Rahmen K selbstthätig durch die Drehung der Walze / gehoben und gesenkt, sondern auch der Druck auf die Hinterseite der Platten gleichfalls selbstthätig auf dieselbe Weise angelegt und abgestellt wird. W ist ein Hebel eines Paares, von denen je einer an jeder Seite des Kastens B drehbar angebracht ist; nahe an einem Ende sind zwei Federn W3 befestigt, welche gegen Stifte W2 wirken, die an dem Rahmen K befestigt sind und dieses Ende des Hebels W normal mitten zwischen den Stiften W halten. Das andere Ende des Hebels W wird von dem Stifte W1 an dem Ende der Walze / beeinflufst. Die Wirkung des Hebelpaares W auf den Rahmen ist der des Fingers W in Fig. 1 und 2 ähnlich. X'ist ein Hebel eines Paares, von dem je einer an jeder Seite des Kastens B bei X1 drehbar angebracht ist. Beide Hebel X werden durch eine Querstange X2 verbunden. Y ist eine Druckscheibe, welche auf der hinteren Seite der lichtempfindlichen Platten D aufliegt; eine Stange F1 ist mit der Mitte dieser Scheibe verbunden und lose in einem Loch der Querstange X2 durch Vorstecker befestigt. Eine Feder Y2 drängt ständig die Hebel X und die Scheibe Y gegen das vordere Ende der Camera, um auf die hintere Seite der Platten D Druck auszuüben. Wird die Walze I (in Richtung des Pfeiles) gedreht, so drückt der Stift W1 an den Enden die Hebel X nach rückwärts, wodurch der Druck der Scheibe Y von den Platten beseitigt und die Stange Y1 nach aufsen gedrückt wird, bis die Falle Z aus dem Loch in der Thür A1 heraus ist, worauf das hintere Ende der Falle herabfällt und sich quer zum Loch einstellt und das Wiedervorgehen der Hebel X und der Scheibe Y verhindert, bis die Falle wieder in die aus Fig. 3 ersichtliche Lage gebracht ist, worauf die Feder F1 in Wirkung tritt und beide nach vorn drückt, um die Platten D wieder gegen den Rahmen zu drücken, sobald die Walze I durch die Walze E in die dargestellte Lage gebracht worden.
Anstatt der unter Federwirkung stehenden Walze E, des Bandes G und der Walze I, die verbunden sind und in der beschriebenen Weise wirken, kann ein Satz glatter Walzen und ein endloses Band zur Unterführung der Platten von vorn nach hinten in dem Kasten B angewendet werden, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich. Die Platte wird dabei durch den
Rahmen K wie vorher gehoben, bis ihre obere Kante zwischen die Walzen Ex und H tritt; darauf wird das endlose Band G z. B. durch Drehung der Walze / in Bewegung gesetzt und die Platte über die Walze H zwischen dieselbe und das endlose Band G geführt und am hinteren Theil des Kastens B in ähnlicher Weise, wie mit Bezug auf Fig. ι beschrieben, abgesetzt.
Eine der beiden Führungswalzen H3 kann einstellbar sein, um das endlose Band G1 erforderlichenfalls anspannen zu können.
Wenn bei dieser Anordnung der Rahmen K selbsttätig gehoben und gesenkt und Druck hinten an die Platten ebenfalls selbsttätig angewendet und abgestellt werden soll, so können diese Bewegungen, wie aus Fig. 5 ersichtlich, wie folgt bewirkt werden:
Die Walze H hat einen Stift W1, welcher an jedem Ende angebracht ist. W ist ein Arm von einem Paar, das zu jeder Seite des Rahmens K angelenkt ist. Diese Arme werden durch Federn Wi gegen geeignet angebrachte Anschläge zurückgedrückt, und jeder Arm ist am oberen Ende mit einem Ausschnitt W5 versehen. Wenn die Walze H in Richtung des Pfeiles gedreht wird, so greifen die Stifte W1 in diese Ausschnitte, und da sich diese Stifte mit der Walze H drehen, so nehmen sie die Arme W mit und heben sie und damit den Rahmen K, bis die Stifte W1 den höchsten Punkt ihres Hubes erreichen, worauf sie die Ausschnitte W5 verlassen und der Rahmen K infolge der Reibung in gehobener Lage bleibt. Durch die Bewegung des Rahmens nach oben ist die nächste lichtempfindliche Platte gehoben und ihr oberes Ende zwischen die Walzen E* und H gebracht worden. Wenn die Platte durch das endlose Band über die Walze H gebracht und hinten im Kasten B abgesetzt worden, wird die Walze H in der entgegengesetzten Richtung gedreht und die Stifte W1 treten nun in die Ausschnitte W5 der Arme W und drücken letztere sowie den Rahmen K in seine normale Lage herab, um eine andere Operation auszuführen. X ist ein Hebel eines Paares, das an jeder Seite des Rahmens K gelenkartig angebracht ist. Jeder Hebel ist an einem Ende mit einer Querstange X2 gelenkartig verbunden, deren Enden in Führungen gleiten und mit deren Mitte die Druckscheibe Y verbunden ist; Querstange und Scheibe werden durch die Feder Y2 ständig nach vorn gedrückt. Wenn der Rahmen K durch den Arm W, wie auseinandergesetzt, gehoben wird, so werden dadurch die vorderen Enden der Hebel X gehoben und in horizontale Lage gebracht, wodurch die Stange X2 und Scheibe Y gegen die Spannung der Feder F2 zurückgedrückt wird, so dafs dadurch der Druck hinten auf die Platten im hinteren Theil des Kastens B beseitigt wird und eine Platte zwischen der Scheibe und der zuletzt abgelegten Platte eingeführt werden kann. Wird der Rahmen K wieder gesenkt, so werden die Hebel X in die dargestellte Lage zurückgeführt und die Feder Y2 drückt die Scheibe Y nach vorn, um die Platten wiederum gegen den Rahmen K zu drücken.
Fig. 6 zeigt eine Transportvorrichtung für Platten, welche aus einer Anzahl Walzen besteht, und bei der ein Transportband G2 verwendet wird. In diesem Falle werden um einen Theil des Umfanges der Walze H eine Anzahl Führungswalzen E^ angeordnet; alle diese Walzen drehen sich in geeigneten Lagern des Apparatgestelles, und die Walze H überträgt durch Reibungscontact, Zahnradübertragung oder in anderer Weise Bewegung auf die Walzen E*. Der Rahmen K hebt die lichtempfindliche Platte H und die erste Walze Ei. Darauf wird durch Drehung der Walze H mittelst einer aufsen begrenzenden Handhabe in Richtung des Pfeiles die Platte zwischen der Walze H und den Walzen E* fort aus dem vorderen Theil des Kastens nach dem hinteren übergeführt. Die letzte Walze EA kann ein end1 loses Band G2 tragen, um die Abgabe der Platte zu unterstützen.
Anstatt der Führungswalze H, wie in Fig. 1 und 2, oder der Führungswalzen H und H1, wie in Fig. 3, kann eine gebogene feste Stange, wie durch punktirte Linien bei H2 in Fig. 3 ersichtlich, angewendet werden.
Es ist ersichtlich, dafs durch geeignete Anordnung der Führungswalzen und durch event. Vermehrung ihrer Zahl die Platten in irgend eine andere Lage in dem Kasten B gebracht werden können, wie z. B. in eine horizontale Lage, wonach die Gestalt, Gröfse und Anordnung des Kastens entsprechend zu ändern ist, oder es können die Platten in einem anderen Behälter fortgeführt werden. Ebenso ist einleuchtend, dafs die Platten, anstatt aus dem vorderen Theil der Camera nach dem hinteren nach dem Exponiren überzuführen, aus dem hinteren nach dem vorderen Theil vor dem Exponiren transportirt werden können, wenn die Theile des Apparates entsprechend- eingerichtet werden.
Die Platten D sind mit Schichten aus nicht empfindlichem Papier hinterlegt, das den Durchtritt von Licht durch die Platte verhindert, welche zunächst hinter dem Rahmen K liegt und Licht nach der nächsten Platte hindurchlassen können. Aufserdem hat der Papier- etc. Belag den weiteren Zweck, die Stärke der Platte zu erhöhen, damit die Leiste N des Rahmens K nicht zwei Platten mit einem Male heben kann.
Diese Beläge sind nur an einer Kante der Platte, und zwar an derjenigen befestigt, welche den Transportwalzen zuerst entgegengehalten wird, da, wenn die Befestigung an anderer
Stelle erfolgen würde, die Platte Falten erhalten könnte, weil der Belag sowohl wie die Platte selbst beim Ueberziehen über die Transportwalzen gebogen werden. Aehnliche Wirkungen können dadurch erzielt werden, dafs besondere Cartoneinlagen oder undurchlässige Schichten zwischen die lichtempfindlichen Platten gelegt werden. In diesem Falle müssen zwei Operationen mit den beschriebenen Transportvorrichtungen für jede Exponirung vorgenommen werden, nämlich eine, um die lichtempfindliche Platte überzuführen, und die andere, um die Einlage zu beseitigen. Wenn undurchlässige Schichten abwechselnd mit den lichtempfindlichen angewendet werden, so kann die Objectiveinstellung auf den Flächen in der genauen Ebene erfolgen, auf welche das Licht die lichtempfindliche Platte trifft, wenn sie exponirt wird, d. h. es wird nach Exponirung und Ueberführung einer lichtempfindlichen Platte aus dem vorderen Theil des Kastens B nach dem hinteren eine undurchlässige Schicht an die Stelle gebracht, welche soeben von der exponirten Platte eingenommen worden, und auf der vorderen Fläche dieser undurchlässigen Schicht kann das nächste Bild durch entsprechende Vorrichtungen, wie z. B. einen Spiegel, eingestellt werden, um das Bild von der Fläche der undurchlässigen Schicht nach dem Auge an einer passend aufgestellten Beobachtungshülse etc. zur reflectiren. Nach dieser Einstellung wird die undurchlässige Schicht nach dem hinteren Theil des Kastens B übergeführt, und die dahinter liegende lichtempfindliche Platte kann dann exponirt werden.

Claims (4)

  1. Pate nt-An sprüche:
    ι. Eine Plattenwechselvorrichtung für photographische Cameras, dadurch gekennzeichnet, dafs die vorderste der in einem Kasten (B) hinter einander aufgestellten und unter Federdruck stehenden Platten (D) durch Anhebung eines schieberartigen Rahmens (K) in der Querrichtung so weit herauszuschieben ist, dafs sie von Walzen oder Transportbändern erfafst und rückwärts unter zeitweiser Aufhebung des Federdruckes als letzte Platte in den durch eine Blindplatte (C) abgetrennten hinteren Kastenraum übergeführt werden kann;
    a) in der Ausführungsform, dafs das Band (G), zwischen welchem und Führungswalzen (H) oder Leitflächen (H2) die biegsame Platte eingezogen wird, von einer unter Federwirkung stehenden Walze (E) in Plattenlänge ab- und auf eine andere (I) aufzuwickeln ist, um nach vollzogener Ueberführung zurückgewickelt zu werden (Fig. i, 2 und 3);
    b) in der Ausführungsform, dafs zur Ueberführung der Platte ein endloses Band (G1) benutzt wird, welches über die Walzen (EI), sowie Führungsoder Ablenkungswalzen (H1 ΗΆ) läuft (Fig. 4 und 5);
    c) in der Ausführungsform, dafs eine Reihe von Mitnehmerwalzen (E^), die um den halben Umfang einer Antriebwalze (H) angeordnet sind, die Ueberführung der Platte von der vorderen zur hinteren Kastenseite vermitteln.
  2. 2. An der Vorrichtung nach Anspruch 1 a) eine Einrichtung, die selbstthätige Hebung des Schiebrahmens (K) vor der wirksamen Drehung der Einzugwalzen zu veranlassen, bestehend aus Anlauffingern (W), die federnd am Rahmen zwischen zwei Anschlägen (W2) angeordnet sind und von Stiften (W1) der Aufwickelwalze (I) derart bethätigt werden, dafs der Rahmen während der wirksamen Drehung gehoben bleibt, bei Drehung in umgekehrter Richtung aber in die untere Stellung zurückgeführt wird (Fig. 1, 2 und 3).
  3. 3. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art die Einrichtung zur selbstthätigen Aufhebung des auf die letzte Platte wirkenden Federdruckes, welche durch Stifte (W1) der Aufwickelwalze veranlafst wird, indem sie bei eingeleiteter Drehung einen die Prefsplatte (Y) mitnehmenden Rahmen (XXX2) abheben, der durch eine von Hand zurückzustellende Einfallklinke (Z) in ausgerückter Lage festgehalten wird (Fig. 3).
  4. 4. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art eine Einrichtung (Fig. 5) zur selbstthätigen Aufhebung des auf die letzte Platte wirkenden Federdruckes und Emporführung der neuen Platte, bei welcher die Bewegung einer Lenkstange (W) die Verschiebung des Rahmens (K) und gleichzeitig zwei an diesen angelenkte, durch Querstellung wirkende Arme (X) die Abhebung der Prefsplatte (Y) vermitteln.
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