DEV0000382MA - Verfahren zur Herstellung hochfester Viscose-Kunstseide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochfester Viscose-Kunstseide

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DEV0000382MA
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DE
Germany
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viscose rayon
strength viscose
thread
strength
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Expired
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English (en)
Inventor
Otto Stettin-Sydowsaue Glienke
Original Assignee
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, Wuppertal-Elberfeld
Publication date

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Description

Bekannt ist, dass man bei Verwendung von hochkonzentrierten Schwefelsäurebädern Viscoseseide von sehr hoher Festigkeit dadurch herstellen kann, dass man die Fäden alsbald nach ihrer Formgebung im Fällbad einer entsprechend starken Verstreckung unterwirft. Diese Fäden zeigen aber neben ihren ganz ausgezeichneten Festigkeitseigenschaften den wesentlichen Mangel, dass sie einen harten und dabei völlig ungleichmässigen Griff besitzen, was sich bei der Weiterverarbeitung recht unangenehm auswirkt und die Fäden für manche Zwecke gänzlich ungeeignet macht. Verwebt man nämlich eine Viscosekunstseide, wie sie normalerweise mit Hilfe hochkonzentrierter Schwefelsäurefällbäder und unter starker Verstreckung des frisch gesponnenen Fadens erzeugt wird, so erhält man eine Webware, die ein ganz unruhiges Webbild zeigt und daher unverwendbar ist. Man hat in der Technik zwar versucht, durch Avivagemittel die schwankende Härte des Fadens zu beseitigen und hat damit auch gelegentlich gewisse Erfolge erzielt, indessen ist es bei diesen Versuchen mit für diese Zwecke untauglichen Mitteln geblieben, zumal nur zu oft ausserordentlich unangenehme Rückschläge eintraten.
Erfindungsgemäss ist nur ein technisch höchst einfaches und dabei vollkommen sicheres Mittel gefunden worden, die erwähnte ungleichmässige Härte des Fadens in überraschender Weise mit einem Schlag ganz zu beheben, indem man den unter starker Verstreckung gesponnenen, aufgewundenen und fertiggestellten Faden umwindet und dabei durch feine Drähte, Achatschneiden o.dgl. scharf in seinem Lauf abwinkelt. Beispielsweise geht man dabei so vor, dass man den Faden zunächst in einen Spinntopf einlaufen lässt und als Spinnkuchen in der üblichen Weise fertigstellt. Sodann wird der Spinnkuchen bei einer relativen Feuchtigkeit von z.B. 65% zu einem Kreuzspulwickel umgewickelt, sodann über feine Drähte geführt, durch die er jedesmal gezwungen wird, einen Winkel von 30° zu beschreiben. Diese beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens kann selbstverständlich abgewandelt werden.
Durch das scharfe Abwinkeln des laufenden Fadens während des Umwindens zu einem Kreuzspulwickel oder auch Strähn wird das innere Gefüge des Fadens gewissermassen gelockert bzw. gebrochen und so die gewünschte Weichheit und Geschmeidigkeit erzeugt, die dann beim Verweben solchermassen behandelter Fäden in einem völlig ruhigen und gleichmässigen Webbild zum Ausdruck kommt. Allein schon der äussere Griff einer in üblicher Weise fertiggestellten hochfesten Kunstseide im Vergleich mit einer erfindungsgemäss aufbereiteten, lässt ohne weiteres den grossen Unterschied erkennen, der zwischen beiden liegt. Direkt in die Augen springend ist es aber, wenn beide Kunstseidefäden nebeneinander verwebt werden. Das vorliegende Verfahren ermöglicht erst, aus hochfester Viscosekunstseide einwandfreie Webwaren zu erzeugen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung hochfester Viscosekunstseide von weichem und dabei gleichmässigem Griff unter Benutzung von Fällbädern aus konzentrierter Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, dass der unter starker Verstreckung gesponnene und aufgewundene Faden nach seiner Fertigstellung umgewunden und dabei durch feine Drähte, Achatschneiden o.dgl. in seinem Lauf scharf abgewinkelt wird.

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