DEST010264MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND"
Tag der Anmeldung: 23. August 1955 Bekanntgemacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Um die Lebensdauereigenschaften von Sprech- und Hörkapseln in Fernsprechanlagen zu prüfen,
werden zweckmäßig die Kapseln in einer Dauerversuchseinrichtung nach der sogenannten Zeitraffermethode
den normalen Betriebsbedingungen unterworfen. Unter normalen Betriebsbedingungen
wird der zeitliche mechanische Bewegungsvorgang und das elektrische An- und Abschalten der Speisespannung
der Kapseln während der Bedienung des Handapparates einer Fernsprechstation durch den
Fernsprechteilnehmer verstanden. Bei bekannten Versuchseinrichtungen dieser Art werden diese Betriebsbedingungen
durch ständiges Abheben und Auflegen des Handapparates auf dessen Auflage
nachgebildet. Dabei erfolgt das Auflegen stoßweise. j Dieser auf die Kapseln ausgeübte Stoß ist jedoch
quantitativ schwer anzugeben und auch schlecht meßbar.
Die Erfindung betrifft eine derartige Dauerversuchseinrichtung für Sprech- und Hörkapseln
und bezweckt, in verhältnismäßig kurzer Zeit über die Beanspruchungen in mechanischer und elektrischer
Hinsicht gute Meßergebnisse zu erhalten und dabei die Nachteile bekannter Anordnungen zu
vermeiden. Sie erreicht dies dadurch, daß der Handapparat gelenkig mit einer lose an der Antriebsvorrichtung
der Einrichtung angekuppelten Hebelvorrichtung derart verbunden ist, daß der Stoß durch freien Fall des Handapparates aus einer
vorbestimmten, an der Einrichtung einstellbaren
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Höhe bewirkt "wird. Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist die Hebelvorrichtung auch während
des freien Falles mit der Antriebsvorrichtung verbunden, indem sie über eine geschlitzte Schub-5.
stange mit einer rotierenden Kupplungsscheibe gekuppelt ist, welche als Exzenter wirkt. Die Schubstange
wird dabei gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung von der Kupplungsscheibe durch ein
. Sperrglied entkuppelt, sobald die vorbestimmte
ίο Höhe für den freien Fall erreicht ist. Bei weiterer
Bewegung der Kupplungsscheibe wird das Sperrglied unwirksam und die Schubstange freigegeben.
Der durch den freien Fall erzeugte Stoß ist durch ein an der Hebelvorrichtung befestigtes Gegengewicht
zum Handapparat genau zu definieren. Um jede Unsicherheitbeim freien Fallen auszuschalten,
ist die Auflage des, Handapparates als feststehende, ungefederte Gabel ausgebildet. Dies hat zur Folge,
daß der Gabelumschalter zur An- und Abschaltung des Speisestromes nicht mehr durch den Handapparat
betätigt wird, sondern mit der Kinematik der Versuchseinrichtung gekoppelt sein muß. Insbesondere
durch den freien Fall auf die ungefederte Gabel ist die Stoßbeanspruchung für die Sprech-
und Hörkapseln für hinreichend scharf zu erachten. Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines
in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι die Dauerversuchseinrichtung gemäß der
Erfindung mit abgehobenen Handapparaten und
Fig. 2 die Einrichtung gemäß der Fig. 1 mit der Stellung der Handapparate kurz vor dem freien
Fall.
Von der Dauerversuchseinrichtung zur Prüfung von Sprech- und Hörkapseln auf ihre Lebensdauereigenschaften
sind bestimmte Forderungen zu erfüllen, . welche die elektrischen und mechanischen
Beanspruchungen der Kapseln während des normalen Betriebsvorganges hinreichend wiedergeben.
Um die elektrischen Beanspruchungen nachzubilden, muß die Schaltung für die Mikrofonspeisung der
der normalen Speisung entsprechen. Ebenso sind die Bewegungen der Kapseln mechanisch nachzubilden.
Außerdem besteht die Forderung nach der richtigen Phasenbeziehung zwischen Kapselbewegung
und den Ein- und Ausschaltmomenten für den Speisestrom. Die Bewegung der Kapseln entspricht
den Lageänderungen, die die Kapseln beim Abheben und Auflegen des Handapparates auf die
Gabel erfahren, verbunden mit den größten dabei auftretenden Stoßen.
Da einerseits die Speisung des Mikrofons unter den normalen Betriebsbedingungen erfolgt und
andererseits die Mikrofonspeisung ohne Leitung
vorgenommen wird, ist die Prüfung in elektrischer Hinsicht als hinreichend scharf anzusehen.
Die Lageänderung der Kapseln erfolgt innerhalb eines rechten Winkels periodisch. Dieser Winkel
entspricht ungefähr der gebräuchlichen Lageänderung des Handapparates beim Telefonieren. Die
Zeit, entsprechend derjenigen, in welcher der Hand-
■ apparat während des Gespräches vorzugsweise in der senkrechten Lage verweilt, ist während des
Dauerversuches praktisch gleich Null, d. h., die Ge-. sprächsdauer wird im Interesse der Abkürzung der
Prüfzeit (Zeitraffermethode) nicht berücksichtigt. Beim Rückführen des Handapparates aus der Gesprächslage
in die Ruhelage wird berücksichtigt, daß der Teilnehmer den Handapparat im allgemeinen
nicht sanft auflegt, sondern aus wechselnder Höhe auf die Gabel fallen läßt, Die- Hörkapseln
sind daher mehr oder weniger großen Stoßen unterworfen. Diese wechselnden Stöße werden bei der
Versuchseinrichtung gemäß der Erfindung durch ■einen mittels freien Falles hervorgerufenen definierten
Stoß nachgebildet. Dabei ist es zweckmäßig, eine feststehende, ungefederte Gabel zu verwenden,
so daß die Stoßbeanspruchung hinreichend scharf ■ ist. Für eine zeitsparende Prüfung der Sprech- und
Hörkapseln ist es weiterhin erwünscht, die periodische
Dauer des Auf- und Ablegens des Handapparates auf die Gabel kurz zu wählen. Andererseits
aber sollen die Bewegungen der Kohlegrießkammer der Kohlemikrofone bei der Prüfung denen
des praktischen Betriebes sehr ähnlich sein. Außerdem dürfen die An- und Ausschaltmomente für den
Speisestrom der Kapsel nicht so nahe beieinanderliegen, daß die Ausgleichsvorgänge innerhalb der
Sprech- und Hörkapseln ineinandergreifen, d.h., der stromlose Zeitabschnitt darf nicht zu klein sein.
Die Dauerversuchseinrichtung gemäß der Erfindung besitzt daher zweckmäßig eine Periodendauer von
3,5 bis 4 Sekunden.
Die Dauerversuchseinrichtung besteht aus einem ebenen Gestellrahmen 14, der in Fig. 1 und 2 nur
teilweise dargestellt ist. Auf diesem Rahmen ist einerseits die Gabel 15 befestigt und andererseits
die Hebelvorrichtung 4 mit der dazugehörigen Antriebsvorrichtung angeordnet. Die Hebelvorrichtung
4 trägt an ihrem freien Ende den Handapparat 1, der in bekannter, nicht dargestellter
Weise in dem Raum hinter der Hörmuschel 2 die Hörkapsel und in dem Raum hinter der Einsprache 3
die Sprechkapsel enthält. Der Handapparat 1 ist in seinem Schwerpunkt drehbeweglich an der Hebelvorrichtung
4 befestigt, die ihrerseits auf der Welle 5 frei beweglich gelagert ist. Die Welle 5
ist über einen Lagerwinkel 19 und eine Lagerschiene 18 fest mit dem Gestellrahmen 14 verbunden.
Die Hebelvorrichtung 4 stützt sich in geringem Abstand von ihrer Drehachse auf Anschlägen
20 ab, die auf einer Stange 17 angebracht sind. Diese Stange 17 ist über ein Winkelstück 8, mit .
dem sie mittels einer Schraube 6 fest verbunden ist, auf der festen Welle 5 drehbar gelagert. Auf
der Gegenseite dieses Winkelstückes 8 ist eine Schubstange 9 gelenkig befestigt, so daß die rotierende
Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in eine Auf- und Abbewegung der Stange 17 umgewandelt
wird. Die Kupplungsscheibe 10 ist mit der Schubstange 9 durch eine Schraube io' verbunden, die
während der rotierenden Bewegung in dem Schlitz 9' gleitet.
Wird nun in nicht dargestellter1, aber bekannter
Weise die1 Kupplungsscheibe 10, die mittels eines
Winkelstückes 21 auf dem Rahmengestell 14 ge-
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lagert ist, über ein Kettengetriebe 11 und 12 angetrieben,
so wird bei Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in Pfeilrichtung die Schubstange 9 inr
folge das Gewichtes der Iiebelvorrichtung 4 und des Handapparates 1 nach rechts geschoben, wobei
der Handapparat aus der senkrechten Lage in die waagerechte übergeführt wird. Bevor jedoch der
Handapparat die Gabel 15 erreicht, wird die Bewegung der Schubstange 9 durch das Sperrglied 13
aufgehalten, SO' daß der Handapparat die in Fig. 2 gezeichnete Lage einnimmt. Das Sperrglied 13 ist
mit dem Gestellrahmen 14 lösbar verbunden. Dadurch ist es möglich, die Höhe, in der der Handapparat
ι voT dem Auflegen auf die Gabel 15 angehalten
wird, veränderbar zu gestalten. Zweckmäßig wird das Sperrglied 13 so eingestellt, daß
eine lichte Höhe von 2 cm zwischen; Gabelauflage 15 und Handapparat 1 besteht.
Bei weiterer Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in Pfeilrichitung wird mittels der Schraube 10' das eine Ende der Schubstange 9 weiter angehoben, bis letztere von dem Sperrglied 13 freigegeben wird. Die Schubstange findet dann keinen Widerstand mehr, so daß der Handapparat 1 nunmehr aus der vorbestimmten Höhe von 2 cm auf die ungefederte Gabel 15 frei fällt. Dieser freie Fall ist durch ein an der Hebevorrichtung 4 befestigtes Gegengewicht 7 zum Handapparat 1 genau definiert. Bei weiterer Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in Pfeilrichtung gleitet die Schraube io' in dem Schlitz 9' bis zur linken An.schlagkan.te. Damit, ist die Kupplungsscheibe 10 mit der Schubstange 9
Bei weiterer Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in Pfeilrichitung wird mittels der Schraube 10' das eine Ende der Schubstange 9 weiter angehoben, bis letztere von dem Sperrglied 13 freigegeben wird. Die Schubstange findet dann keinen Widerstand mehr, so daß der Handapparat 1 nunmehr aus der vorbestimmten Höhe von 2 cm auf die ungefederte Gabel 15 frei fällt. Dieser freie Fall ist durch ein an der Hebevorrichtung 4 befestigtes Gegengewicht 7 zum Handapparat 1 genau definiert. Bei weiterer Bewegung der Kupplungsscheibe 10 in Pfeilrichtung gleitet die Schraube io' in dem Schlitz 9' bis zur linken An.schlagkan.te. Damit, ist die Kupplungsscheibe 10 mit der Schubstange 9
. wieder gekuppelt, und bei weiterer Bewegung wird die Hebelvorrichtung 4 und damit der Handapparat
1 wieder in die Gesprächslage geführt, wie sie in der Fig. 1 dargestellt ist. Der beschriebene
Vorgang beginnt damit von neuem.
Die Zuführungsschnur 16 zum Handapparat wird ebenfalls den normalen Betriebsbedingungen
unterworfen, d. h., sie wird auf Biegung beansprucht. Dazu wird die1 Schnür zwischen der Stange
: 17 und der Welles hindurchgeführt.
Die Dauerversuchseinrichtung wird zweckmäßig für mehrere Handapparate ausgeführt. In den
Figuren sind der Einfachheit halber nur jeweils ■ zwei Hebelvorrichtungen 4 und 4' sowie zwei
Handapparate 1, 1' mit den entsprechenden Hörmuscheln
2 und 2! und Einsprachen 3 und 3' gezeichnet. Die beiden Handapparate 1 und 1' werden
dabei gleichzeitig stoßweise auf die zugeordneten Gabeln 15 und 15' aufgelegt bzw. abgehoben. Die
den einzelnen Hebelvorrichtungen,4 und 4' zugeordneten Gegengewichte sind mit 7 und 7' bezeichnet.
Claims (6)
1. Dauerversuchseinrichtung zur Prüfung
von. Sprech- und Plörkapseln in Ferns.prechanlagen.,
bei der die Sprech- und Hörkapseln durch selbsttätiges Abheben und stoßweises
Auflegen, des Fernsprechhandapparates auf dessen Auflage mechanisch und elektrisch den
normalen Betriebsbedingungen unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Handapparat
(1) gelenkig mit einer lose an, der Antriebsvorrichtung der Einrichtung angekuppelten
Hebelvorrichtung (4) derart verbunden ist, daß der Stoß durch freien Fall des Handapparates
(1) aus einer vorbestimmten, an der Einrichtung einstellbaren Höhe: bewirkt wird.
2. Dauerversuchseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung
(4) auch während des freien Falles mit der Antriebsvorrichtung verbunden ist.
3. Dauerversucihsainrichtung nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoß durch ein an der Hebelvorrichtung (4) befestigtes
Gegengewicht (7) zum Handapparat
(1) definiert ist. .
4. Dauerversuchseinrichtung nach Anspruch, 1
bis 3, dadurch, gekennzeichnet, daß die Hebelivorrichtung
(4) von einer rotierenden. Kupplungsscheibe (10) über eine geschlitzte Schubstange
(9) betätigt wird.
5. Dauerversuchseinrichtung nach Anspruch 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubstange (9) von der Kupplungsscheibe (10) durch
ein Sperrglied (13) entkuppelt wird, sobald die vorbestimmte Höhe für den freien Fall erreicht
ist, und daß bei weiterer Bewegung der Kupplungsscheibe (10) das Sperrglied, (13) unwirksam,
wird und die Schubstange (9) freigibt.
6. Dauerversuchseinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage
(15) für den Handapparat (1) ungefedert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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