DEST002669MA - Belichtungsmesser, insbesondere für Farbfilmaufnahmen - Google Patents

Belichtungsmesser, insbesondere für Farbfilmaufnahmen

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DEST002669MA
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Germany
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light
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English (en)
Inventor
Helmuth Wien Stwolinski
Original Assignee
Stwolinski, Helmuth,Wien
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Description

Bei den üblichen Belichtungsmessern für Amateurfotografen werden die vom Objekt reflektierten Lichtwerte aufgenommen, in elektrische Spannung umgesetzt und durch einen Spannungsmesser als Ausschlag eines Zeigers sichtbar gemacht. Durch bekannte Skaleneinrichtungen ist erreicht, daß unter Berücksichtigung der Empfindlichkeit des Aufnahmematerials für jeden gemessenen Lichtwert die zueinander gehörigen Belichtungszeiten und Blendenöffnungen ohne weiteres Ablesbar sind. Diese Belichtungsmesser arbeiten für Schwarz-Weiß-Aufnahmen einwandfrei, sie versagen aber, wenn die Belichtungszeiten für Farbfilme festgestellt werden sollen, und zwar aus folgendem Grunde:
Die Ausschlagweite des Zeigers ist proportional zur gesamten von dem Gerät aufgenommenen Lichtmenge. Das bedeutet, da das "Gesichtsfeld" des Belichtungsmessers konstant ist, die Ausschlagweite des Zeigers ist proportional zur Durchschnittshelligkeit, die das gesamte Bildfeld reflektiert. Aber dabei bleibt unberücksichtigt, aus welchen Einzelposten sich die gesamte aufgenommene Lichtmenge zusammensetzt. Sie kann sich auch einer nahezu gleichmässigen Lichtverteilung über das gesamte Bildfeld ergeben, sie kann jedoch bei starken Helligkeitskontrasten auch die Summe sehr unterschiedlicher Einzelposten sein. Dabei spielen bei einer Messung des reflektierten Lichtes die Farben des Objektes eine sehr wesentliche Rolle; denn da der lichtempfindliche Teil des Belichtungsmessers nur Helligkeitswerte registriert, und jede Farbe die gleiche einfallende Lichtmenge mit einen anderen Helligkeitswert reflektiert, ist es für den Zeigerausschlag von entscheidender Bedeutung, welche Farben bei dem aufzunehmenden Objekt vorherrschen. Gerade das aber ist nur für die Schwarz-Weiß-Aufnahme wesentlich, weil auch sie ausschließlich mit Helligkeitswerten arbeitet und die einzelnen Farben durch unterschiedliche Helligkeiten wiedergibt. Ganz anders liegen die Verhältnisse jedoch bei der Farbaufnahme, die auf Farben mit Farben registriert und hinsichtlich der Belichtungszeit von der Lichtmenge abhängig ist, unter denen Einfluß die Farben des Objektes stehen oder mit anderen Worten ausgedrückt, von der Lichtmenge, die auf das Objekt einfällt.
Demnach ergibt sich, daß man, um zu sicheren Resultaten zu gelangen, für die Farbaufnahme den Belichtungsmesser nicht gegen das Objekt richten und die von diesem zurückgestrahlte durchschnittliche Helligkeit messen darf, sondern daß man ihn in das Objekt setzen, gegen die
Lichtquelle richten und die einfallende Lichtmenge messen muß.
Schließlich aber ist für die Farbaufnahme noch ein Punkt, der oft auch schon bei der Schwarz-Weiß-Aufnahme beachtet werden muß, von ganz erheblich gesteigerter Bedeutung, nämlich die Begrenzung der Kontraste - allerdings mit einer Abwandlung, die dem oben Ausgeführten entspricht. Während es nämlich bei der Schwarz-Weiß-Aufnahme unter Umständen eine Begrenzung der Kontraste des reflektierten Lichtes ankommen kann, wenn man zu "harte" Aufnahmen vermeiden will, dürfen bei der Farbaufnahme die Unterschiede des einfallenden Lichtes ein bestimmtes Verhältnis nicht überschreiten, denn Voraussetzung für eine gute Farbaufnahme ist, daß auch die tiefsten Schattenpartien des Objektes noch mindestens unter einem Viertel möglichst unter der Hälfte der Lichtintensität stehen, wie die unmittelbar von der Hauptlichtquelle angestrahlten Stellen. Übersieht man das, dann ergeben sich an den Schattenstellen des Bildes verfälschte Farben oder Farbtöne.
Es ist nun selbstverständlich, daß ein bekannter Belichtungsmesser bei üblicher Einstellung gänzlich abwegige Belichtungszeiten registrieren würde, wenn man ihn, wie oben gefordert, in das Objekt stellen und gegen die Lichtquelle richten würde. Erfindungsgemäß läßt sich aber jeder Belichtungsmesser im Sinne der obigen Erkenntnis verwenden, wenn man davon ausgeht, daß das nach dem Objekt einfallende Licht und der von ihm reflektierte, auf das Farbaufnahmematerial wirkende Anteil in einem bestimmten gleichbleibenden Verhältnis stehen, und demnach die Skaleneinrichtung mit einer Einstell-Lage ausrüstet, bei der die abzulesenden, der richtigen Belichtungszeit entsprechenden Daten um soviel erhöht sind, als dem Verhältnis zwischen einfallendem und reflektiertem Lichtwert entspricht. Versuche haben ergeben, daß man zu guten Ergebnissen kommt, wenn man dieses Verhältnis mit 40 zu 1 annimmt.
Die Erkenntnis ergibt auch, daß man jeden beliebigen Luxwertmesser zum Belichtungsmesser im Sinne der Erfindung ausbilden kann, wenn man seine Skala auf Belichtungszeiten und Blendenöffnungen eicht und dabei für die Gesamtgrößenanordnung der Daten das erwähnte Verhältnis zwischen einfallender und reflektierter Lichtmenge berücksichtigt.
Um nun auch in sehr einfacher Weise die Ausschaltung zu starker Lichtwertkontraste zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, daß die Skala der Zeigerbereiche neben jedem Zeigerbereich für die Messung des unmittelbar einfallenden Lichtes zusätzliche Bereiche enthält, auf die der Zeiger bei unveränderter Einstellung der Skaleneinrichtung einspielt, wenn das Gerät die halbe bzw. ein Viertel der Lichtmenge aufnimmt. Der Benutzer hat es dann nur nötig, das Gerät in die tiefste Schattenpartie des Objektes zu stellen, um sofort ablesen zu können, ob die dort wirksamste Lichtintensität den unteren Grenzwert nicht unterschreitet und, falls nötig, durch Aufhellung abhelfen zu können.

Claims (4)

1. Belichtungsmesser bei dem der aufgenommenen Lichtmenge eine Anzeige auf einer Skaleneinrichtung entspricht, die ohne weiteres das Ablesen der zusammengehörigen Belichtungszeiten und Blendenöffnungen gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala dieses Belichtungsmessers eine Eichung besitzt, deren Werte nach dem mit Rücksicht auf das Verhältnis zwischen der nach dem Objekt einfallenden Lichtmenge und ihrem vom Objekt reflektierten Anteil ermittelt ist.
2. Belichtungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Skala neben der Eichung für reflektiertes Licht eine zusätzliche Eichungsvorrichtung besitzt, deren Werte nach dem mit Rücksicht auf das Verhältnis zwischen der nach dem Objekt einfallenden Lichtmenge und ihrem vom Objekt reflektierten Anteil ermittelt ist.
3. Belichtungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Skaleneinrichtung eine Einstell-Lage enthält, deren Eichung mit Rücksicht auf das Verhältnis zwischen der nach dem Objekt einfallenden Lichtmenge und ihrem vom Objekt zur Kamera reflektierten Anteil ermittelt ist.
4. Belichtungsmesser nach Anspruch 1 und den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala der Zeigerbereiche neben jedem Zeigerbereich für die Messung des unmittelbar einfallenden Lichtes zusätzliche Bereiche enthält, auf die der Zeiger bei unveränderter Einstellung der Skaleneinrichtung einspielt, wenn das Gerät die halbe bzw. ein Viertel der Lichtmenge aufnimmt.

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