DEST000716MA - Vorrichtung zum Steuern der Umfangsgeschwindigkeit der Wickelwelle in Abhängigkeit des Wickelgutdurchmessers bei einem Wickelapparat - Google Patents

Vorrichtung zum Steuern der Umfangsgeschwindigkeit der Wickelwelle in Abhängigkeit des Wickelgutdurchmessers bei einem Wickelapparat

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DEST000716MA
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Germany
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shaft
wound
diameter
controlling
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Heinrich Grünbaum
Original Assignee
Stahlkontor Weser GmbH, Hameln
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Description

Beim Aufwickeln von Bändern, Drähten usw. tritt das bekannte Problem auf, daß der Durchmesser des Wickelballens ansteigt, während das betreffende aufzuwickelnde Gut mit gleichförmiger Geschwindigkeit angeliefert wird. Da die Wickelwelle im allgemeinen mit konstanter Drehzahl angetrieben wird und somit die Umfangsgeschwindigkeit bei steigendem Wickeldurchmesser wächst, ergeben sich Differenzen. Zur Erzielung einer einwandfreien Aufwicklung hat man daher schon eine ganze Reihe von Vorrichtungen gebaut, wie z.B. Rutschkupplungen, Gleitriemen usw., die aber nicht befriedigen. Am besten hat sich eine automatisch wirkende elektrische Aufwickeleinrichtung bewährt, die im Hinblick auf das Aufwickeln feiner Drähte, Fäden usw. mitunter zu teuer ist. Insbesondere aus dem Grunde, weil an manchen Verarbeitungsmaschinen eine große Zahl von Wickelspulen anzutreiben ist, erhebt sich die Forderung nach einem kleinen, leicht anzubringenden und einfachen Wickelapparat.
Nachstehend wird nun ein neuer Wickelapparat beschrieben, der die oben geschilderten Nachteile vermeidet:
In einem Körper 1 ist die Antriebswelle 2 des Wickelapparates drehbar belagert. Sie trägt auf der einen Seite die auf der Zeichnung nicht dargestellte Antriebsvorrichtung, etwa eine kleine Schnurscheibe oder ein Zahnrad usw., auf der anderen Seite die Reibscheibe 3. In einem gewissen Abstand von der Antriebswelle 2 ist in dem Gehäuse die Steuerwelle 4 drehbar gelagert. An bezw. in der Steuerwelle 4 ist der Steuerhebel 5 befestigt, in diesem Fall ein gebogenes Rohr oder eine gebogene Stange. Am Ende der Steuerwelle 4 befindet sich ein excentrischer Zapfen 6, auf dem sich eine Reibscheibe 7 drehen kann. An dieser Reibscheibe ist eine Achse 8 angebracht, die zur Aufnahme der eigentlichen Wickelrolle dient. Es kann aber selbstverständlich auch auf der Achse 89 selbst gewickelt werden, wie in der Fig. 1 und 2 dargestellt. Gegen das untere Ende 5a des Steuerhebels 5 drückt eine Feder 9. In der Nähe des Steuerhebels 5 befindet sich noch eine Lenkstange 10. Die Wirkungsweise des beschriebenen Wickelapparates ist nun folgende:
Das zu wickelnde Gut 11 kommt von einer Arbeitsmaschine oder anderen Vorrichtungen und wird über den oberen Teil des Steuerhebels 5 geführt. Sodann läuft es über die Lenkstange 10 und von dort aus auf die Wickelachse 8, bezw. auf die auf der Wickelachse 8 befestigte Wickelrolle. Bei Drehung der Antriebswelle 2 dreht sich die Reibscheibe 3 und nimmt die Reibscheibe 7 mit. Die Feder 9 drückt nämlich auf das unteren Ende des Steuerhebels 5 und dreht dadurch über die Steuerwelle 4 den Exzenterzapfen 6 nach unten. Die Feder bewirkt also ein festes Zusammendrücken der beiden Reibscheiben 3 und 7. Steigt nun der Zug des Wickelgutes an, etwa durch das Wachsen des Wickel-Durchmessers, so übt das Wickelgut 11 auf den Steuerhebel ein Drehmoment aus, das entgegen dem durch die Feder 9 hervorgerufenen Drehmoment ist. Dadurch lösen sich die Reibscheiben etwas und es tritt ein mehr oder weniger starkes Schlüpfen der Reibscheiben ein. Durch diesen Schlupf sinkt aber wunschgemäss der Zug des Wickelgutes, sodass man also mit Hilfe der Feder 9 eine genügend genaue Einstellmöglichkeit für die Grösse des Zuges des Wickelgutes hat. Bei zu starkem Zug im Wickelgut löst sich sogar die Verbindung der Reibscheiben, sodaß der Zug auf Null herabsinkt. - In den Figuren 1 und 2 ist nur eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es gibt selbstverständlich noch eine ganze Reihe anderer konstruktiver Lösungen, z.B. kann statt des gezeichneten Exzenters ein Kurbeltrieb, ein Gewinde 12, oder ähnliche kinematische Mittel verwendet werden. Die Reibflächen können auch an ihren zylindrischen Seitenflächen wirken, d.h., etwa im rechten Winkel zueinanderstehend (Fig.3). Die Feder kann das gewünschte Drehmoment auch ausserhalb des Gehäuses auf den Steuerhebel ausüben und z.B. Als Haarnadelfeder 13 ausgebildet sein. Die zu benutzenden Werkstoffe sind beliebig und richten sich je nach den Anforderungen. Es wird sich im allgmeinen empfehlen, den Steuerhebel und die Lenkstange aus besonders verschleißfestem Material herzustellen, bezw. diese Teile mit einer besonders verschleißfesten Oberfläche zu versehen. Ebenfalls können diese Teile mit Rollen 14 versehen sein, über die das Wickelgut läuft. Letzteres wird beim Wickeln feiner Drähte in Frage kommen. Die Lagerstellen des Wickelapparates können durch Gleit- lager oder Wälzlager gebildet sein. Die Befestigung der Antriebsvorrichtung ist ebenfalls beliebig. Im allgemeinen werden Rollen verwendet, die auf den Wellen festgeklemmt sind. Das Steuerorgan kann verschiedenartig geformt sein, das sich die Form nach dem Wickelgut richtet. Die Kraftübertragung vom Steuerorgan 5 zur Welle 4 ist auch indirekt möglich, z.B. durch ein Hebelsystem, hydraulisch usw.
Es ist übrigens nicht Bedingung, dass das Wickelgut über eine Lenkstange geführt wird. Es kann auch vom Steuerhebel direkt auf die Wickelrolle laufen.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum Steuern der Umfangsgeschwindigkeit der Wickelwelle in Abhängigkeit vom Wickelgutdurchmesser bei einem Wickelapparat, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Wickelwelle durch Reibscheiben erfolgt, deren Anpressdruck durch den Zug des Wickelgutes beeinflusst wird.
2. Vorrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zug des Wickelgutes durch ein oder mehrere Steuerhebel (5) auf eine oder mehrere Steuerwellen (14) übertragen wird, welche Reibscheiben (7) gegen eine an der Antriebswelle (2) befestigte Reibscheibe (3) pressen.
3. Vorrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressung durch die Anschwenkung einer oder mehrerer exzentrisch an der oder den Steuerwellen (4) gelagerten Reibscheiben (7) an die Reibscheibe (3) erfolgt.

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