DESC012604MA - - Google Patents

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DESC012604MA
DESC012604MA DESC012604MA DE SC012604M A DESC012604M A DE SC012604MA DE SC012604M A DESC012604M A DE SC012604MA
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knife carrier
upper knife
crankshaft
carrier
scissors
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Mai 1953 Bekanntgemacht am 3. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist eine Schere zum Schneiden von Walzgut großen Querschnitts, wie Blöcke oder auch Brammen. Diese Scheren sind vielfach mit einem beweglichen Obermesser und eimern beweglichen Untermesser versehen, wobei in der kraftschlüssigen Verbindung von Ober- und Untermesserträger die Mittel zu deren Bewegung, wie Kurbeln, Exzenter, Zahnstangen oder Segmente bei mechanischer und Kolben und Zylinder bei ίο hydraulischer Betätigung, vorgesehen sind. Der Obermesserträger wird vielfach in einer Lage kurz über dem zu schneidenden Walzgut an- bzw. festgehalten, damit das Gewicht des Schneidsystems sich nicht etwa über das zu schneidende Walzgut auf den Transportrollgang für das Walzgut auswirkt und diesen, insbesondere durch das schlagartige Aufsetzen des Obermessers auf das Walzgut, dann zerstören würde. :
Die Erfindimg bezieht sich auf solche Scheren, bei welchen zur mechanischen Betätigung von Ober- und Untermesser in der kraftschlüssigen Verbindung von deren Trägern eine Kurbelwelle angeordnet ist. Bei den bekannten Scheren dieser Art ist der Obermesserträger in der Regel durch eine Schraubenspindel in seiner Höhenlage einstellbar. Die Einstellung des Obermesserträgers wird so
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vorgenommen, daß damit die Mnulöfi'mmg der Sehen· um einige Millimeter größer als die Stärke des Blockes ist, das Obermesser sieh also einige, Millimeter über dem Work befindet. Um eine möglichst dichte Folge der Schnitte zu erreichen, wird bei Scheren dieser Art die Bewegung der antreibenden Kurbel durch von ihr beeinflußte elektrische Kndschalter so gesteuert, daß sie Pendel bewegungen um ihre uvr Schließstellung des
ίο Schereiiniaules entsprechende Totlage ausführt. Es genügt daher für jeden Schnitt eine Pendelbewegung, also Teildrehung der Kurbelwelle, womit sich die Zeit für die Durchführung eines Schnittes unter Umständen beträchtlich verringert.
Die !Einstellung des Obermesserträgers auf eine bestimmte, der Stärk:· des Blockes entsprechende Höhenlage wirkt sich jedoch nachteilig aus, wenn, wie es oft der Fall ist, der Block einen verdickten Kopf aufweist oder krumm ist. In einem solchen
2» Füll muß dann jedesmal erst das Obermesser mit Keinem Träger auf eine größere Maulöffnung eingestellt und nachdem der verdickte Kopf des Blockes durch das Scherenmaul hindurch bzw. das Walzgut in das Scherenmaul eingelaufen ist, wieder auf die geringere Maulöffiiung zurückgestellt werden. Deshalb wurde die einstellbare Anordnung des Obermesserträgers solcher Scheren wieder verlassen, und es wurde den bewegten Teilen solcher Scheren ein Gewichtsausgleich zugeordnet. Der Transportrollgang wird dann zwar nicht mehr durch das Gewicht der bewegten Teile der Schere belastet, muß jedoch nach wie vor den St;>ß aufnehmen, wenn sich das ()bermesser auf das Walzgut aufgesetzt, und der finden Transportrollgang schädlicher als die reine GcwiehlsbelastUiiig ist.
Bei einer anderen bekannten, mechanisch betätigten Schere ist bereits im Wege der Abwärtsbewegung des Obermesserträgers ein verstellbarer Anschlag vorgesehen, gegen den sich der Obermesserträger abstützt, während sich der Unterniesserträger an ihm zur Durchführung des Schnittes hochzieht. Anstatt einer Kurbelwelle sind bei dieser Sehen- in die kraftschlüssige Verbindung von Ober- und Untermesserträgcr durch Zahnräder und Zahnsegment!· gegeneinander verstellbare Hebel zur Bewegung des Ober- und Untermessers vorgesehen, wodurch ein reversierender Antrieb der Schere zum Schließen und Öffnen des Schereninaules erforderlich wird. Damit der Obermcsserträger keinen unnötigen l.eerweg auszuführen braucht, der mit erhöhtem Verschleiß und Schmierinitlelverhrauch verbunden ist, wird bei dieser Schere die zugfeste Verbindung des Obermesserträgers mit der ihm zugehörigen, in der kraft schlüssigen Verbindung von Ober- und Untermessertrüger gelegenen Antriebsstange gelöst. Ist der Obermesserträger jedoch mit der Antriebsstangc verbunden, so öffnet sich das Scherenmaul ganz, wobei sich dann der Obermesserträger gegen den
fio aiii einem festen Anschlag ruhenden Untermesserträger abstützt. Unabhängig davon, ob der Obermesserträger mit der ihm zugehörigen Antriebsstange zugfest verbunden ist oder nicht, führt der reversicrende Antrieb stets gleich große Drehwege aus. An sich könnten Obermesserträger und Zugstange immer zugfest miteinander verbunden bleiben, ohne daß der Obermesserträger unnötige Leer wege auszuführen braucht, wenn nämlich die Drehwege des rcvcrsierendcn Antriebes dor Schere entsprechend gesteuert würden. Dieser Betriebsweise haftet jedoch der durch die Konstruktion dies Sehneid,'-systems bedingte Nachteil an, daß der Antrieb nach Beendigung des Schnittes beim Übergang vom Schließen zum Öffnen des Schcrenmaules umgesteuert werden muß.
Gemäß der Erfindung sollen an einer Schere mit beweglichem Obermcsscr und beweglichem, den Schnitt ausführendem Untermesscr, bei welcher in der kraftschlüssigen Verbindung von Ober- und Untermesserträger zu deren Betätigung eine Kurbelwelle vorgesehen ist und deren Obermesserträger sich bei seiner Öfinungsbcwegung gegen den auf einem Anschlag ruhenden Untermesserträger abstützt, die an sich bekannten Maßnahmen, daß nämlich einerseits im Wege der Abwärtsbewegung des Obermesserträgers ein verstellbarer Anschlag vorgesehen ist, gegen den sich der Obermcsserträgor abstützt, während sich der Untermesserträger an ihm zur Durchführung des Schnittes hochzieht, und andererseits die Drehung der Kurbelwelle so Steuerbar ist, daß sie Pcndelbcwegungcn insbesondere um ihre der Schließstellung des Schcrenmaules entsprechende Totlage ausführt, durchgeführt werden. Damit ist eine Schere geschaffen, die den praktischen Bedürfnissen in jeder Beziehung Rechnung trägt. Durch die Begrenzung der Abwärtsbewegung des Obermesserträgers durch einen verstellbaren Anschlag wird vermieden, daß sich das Obermcsscr bei seinem Abwärtsgang auf das Walzgut aufsetzt und durch sein Gewicht und den Stoß beim Auf- ioo setzen den Transportrollgang belastet. Da die Drehbewegung der Kurbelwelle so steuerbar ist, daß diese insbesondere um ihre der Schließstellung des Scherenmaulcs entsprechende Totlage Pendelbewegungen ausführen kann, wird eine dichte Schnittfolgc erzielt, da bei jeder Pendelschwingung der Kurbelwelle zwei Schnitte ausgeführt werden können. Um jeden Leerweg des Obcrmcsscrträgcirs auszuschließen, soll die Pendelbewegung der Kurbelwelle gemäß der Erfindung so gesteuert seiiu, daß der Obermesserträger auf seinem verstellbaren Anschlag ruhen bleibt. Soll jedoch die Schere auf volle Maulöffiiung gefahren werden, so braucht die Drehbewegung der Kurbelwelle nur so gesteuert zu werden, daß die Kurbelwelle bis in ihre der vollen Maulöffnung der Schere entsprechende Totlage gelangt. Eine solche Umsteuerung ist leicht am Steuerstand der Schere durchzufülurcn. Der verstellbare Anschlag zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Obermesserträgers braucht dann iao nicht verstellt werden, wenn die Schere wieder auf die vorher eingestellte Maiilöfl'nung zurückgehen soll. Diese sämtlichen Vorteile zusammen weist keine der bekannten Scheren auf.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungs-
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beispiels an Hand der Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigt
Fig. ι die Schere in der Stellung mit der größten Maulöffnung,
Fig. 2 die Schere nach Durchschieben des Blockkopfes kurz vor Beginn der Schneidarbeit,
Fig. 3 die Schere bei Beendigung des Schnittes und
Fig. 4 die Schere mit einer Maulöffnung, die
ίο wenig größer als die Blockdicke ist und das Verschieben des Blockes zum nächsten Schnitt gestattet. Mit ι ist der Obermesserträger bezeichnet, der beweglich in der Führung 2 des Scherenständers 3 gelagert ist. Ein Anschlag 4, der mit Hilfe der Spindel 5 verstellbar ist, begrenzt den Weg des Obermesserträgers 1 nach unten. Bei 6 ist der Hebel 7 angelenkt, der von der Pleuelstange 8 auf und ab geschwenkt wird, sobald die Kurbelwelle 9 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Der Hebel 7 ist mit dem ,als Untermesserträger ausgebildeten Hebel 10 über eine Lasche 11 verbunden, die am Hebel 7 und am Hebel ι ο an feststehenden Zapfen 12 und 13 angelenkt ist. Dieser Hebel 10 ruht auf dem Anschlag 14.
Fig. ι zeigt die Schere in der Stellung mit der größten Maulweite. In dieser Stellung wird der Block mit seinem dicken Kopf in die Schere hineingeschoben. Daraufhin wird die Kurbelwelle 9 etwa bis in die Stellung der Fig. 2 gedreht, wobei sich der Hebel 7 um den Zapfen 12 dreht und sich der Obermesserträger 1 absenkt, bis er gegen den Anschlag 4. zu liegen kommt.' In dieser Stellung beginnt der Schnitt, da die Lasche 11 nunmehr den als Untermesserträger ausgebildeten Hebel 10 anhebt, wobei das Gelenk 6 dem Hebel 7 als Drehpunkt dient.
In der Stellung gemäß Fig. 3 ist der Schnitt beendet, da der als Untermesserträger ausgebildete Hebel 10 hierbei seine höchste Stellung einnimmt.
In der Stellung gemäß Fig. 4 ist das Scherenmaul wieder so weit geöffnet, daß der Block weitergeschoben werden kann, wobei das Maul nicht mehr geöffnet wird, als es zum Weiterschieben des Blockes erforderlich ist. Wird nun die Kurbelwielle 9 im Reversierbetrieb im Uhrzeigersinn zurückgedreht, so beginnt ein neuer Schnitt, da die Schere dann unmittelbar in die Stellung gemäß Fig. 3 übergeht. Erreicht sie daraufhin die Stellung gemäß Fig. 2, so hat sich das Maul wieder um die Höhe geöffnet, die zum Wieiterschieben des Blockes notwendig ist. Der weitere Betrieb der Schere zum Abschneiden einzelner Abschnitte vom Block erfolgt also im Reversierbetrieb, wobei die Schere zwischen den Stellungen gemäß Fig. 2 und 4 hin und her pendelt und die Kurbelwelle 9 ihre Totlage gemäß Fig. 3 durchläuft.
Erst wenn ein neuer Block mit einem dicken Kopf eingeschoben werden soll, wird die Schere einmalig zwecks Einschiebens des Kopfes in die Stellung nach Fig. 1 gebracht. Hierbei öffnet sich das Maul durch Anheben des Obermesserträgers 1« so weit, daß der Kopf hindurchgeschoben werden kann.
Die Schere nach der Erfindung kann also allein durch Steuerung der Kurbelwelle 9 so weit geöffnet werden, daß der dicke Blockkopf eingeschoben werden kann, während das Schneiden ebenfalls lediglich durch Steuerung der Kurbelwelle 9 im Reversierbetrieb zwischen den Stellungen gemäß den Fig. 2 und 4 erfolgt.
Die Verstellung des Anschlages 4 ist nur beim Übergang auf andere Blockdimensionen erforderlich.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Blockschere mit beweglichem Obermesser und beweglichem, dien Schnitt ausführendem Untermesser, deren Bewegung durch eine in der kraftschlüssigen Verbindung von Ober- und Untermesserträger liegenden Kurbelwelle erfolgt und bei der sich der Obermesserträger bei seiner Öffnungsbewegung gegen den auf einem festen Anschlag ruhenden Untermesserträger abstützt, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, daß im Wege der Abwärtsbewegung des Obermesserträgers (1) ein verstellbarer Anschlag (4) vorgesehen ist, gegen den sich der Ob ermesser träger (1) abstützt, während sich der Untermesserträger (10) an ihm zur Durchführung des Schnittes hochzieht, und daß die Drehbewegung der Kurbelwelle (9) als Pendelbewegung um die der Schließstellung (Fig. 3) des Scherenmaules entsprechende Totlage der Kurbelwelle (9) oder als volle Drehung steuerbar ist.
2. Blockschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise an dem Obermesserträger (1) ein Hebel (7) angelenkt ist, der angetrieben durch den ortsfest gelagerten Kurbeltrieb (9) Schwenkbewegungen ausführt und dabei einen um eine ortsfeste Achse (9) schwenkbaren, als Untermesserträger ausgebildetem Hebel (10) über ein drucksteifes Zugglied (11) anzuheben vermag, das am Obermesserträger (1) und am Untermesser träger (10) unverschiebbar angelenkt ist.
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 574982; britische Patentschrift Nr. 547 126.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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