DER0016894MA - - Google Patents

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DER0016894MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Juni 1955 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
R 16894 IVc/80 b
Zur Herstellung von Glasuren, die im rohen, getrockneten Zustand eine hohe Abriebfestigkeit aufweisen sollen, ist üblicherweise ein Zusatz organischer Klebemittel nötig, die im Brand verflüchtigt werden.
Es ist ein großer Nachteil, daß die Klebkraft der bekannten Klebemittel bereits bei niederen Temperaturen aufgehoben wird, bei denen die keramische Bindung überhaupt noch nicht oder noch nicht völlig wirksam ist. Dadurch werden die Eigenschaften der Glasur im Verlauf des weiteren Brandes bis zur Sinterung sehr beeinträchtigt. Wenn z. B. Massekörner mit einem keramischen Körper verbunden werden sollen, wie dies bei der Splitthaut der Fall ist, so· fallen die Körner schon während des Brandes leicht ab und verursachen einen hohen Brennausfall.
Gegenstand der Erfindung ist eine Garnierglasur, wobei der Glasurmasse zur Verfestigung der Glasur im Brand schmelzflüssige, anorganische Bestandteile zugesetzt sind und deren Klebkraft vom Trockenprozeß an durch den ganzen Brand bis zum fertigen Endprodukt erhalten bleibt. So können mit einer Glasur nach der Erfindung z. B. Massekörner bei der Splitthautfertigung an einem keramischen Körper befestigt werden, ohne daß diese nach dem Trocknen oder während des Brandes wieder abfallen oder abgerieben werden. Mit
609 706/350
R 16894 IVc/'80b
Hilfe der neuen Glasur werden die Körner auf der. Masse fixiert und bleiben mit ihr fest verbunden. Das wird vorzugsweise durch einen Zusate von Silikonen zur Glasur erreicht. Man kann auch Wasserglas oder hydraulische Bindemittel zusetzen. Es ist vorteilhaft, die anorganischen Bestandteile der Festsufostanz der Silikone als stöchiometrischeil· Bestandteil mit einzurechnen. Auch anorganische Kitte oder hydraulische Bindemittel können analog in den Vorsatz eingerechnet werden. .:
Während des Trockenprozesses wird die Glasur zementhart. Im Brand gehen die organischen1 Bestandteile aber erst dann flüchtig, wenn die zurückbleibenden anorganischen Stoffe mit den anderen Glasurbestandteilen bereits eine keramische Bindung eingegangen sind. Dadurch wird der Glasur für die ganze Dauer des Brennvorganges eine .außerordentliche Festigkeit verliehen. Die Verwendung von Silikonen: hat den weiteren Vorteil, daß sie im trockenen Zustand be: kanntlich wasserabstoßend sind und keine weitere Gläsurschicht annehmen.
Bei Verwendung von Silikonen zersetzen sich diese in Feuer. Die organischen Bestandteile verflüchtigen sich und zurück "bleibt molekularfeines SiO2, das sich im Glasurfluß löst.
Der Glührückstand wird als SiOg in den ursprünglichen Vorsatz mit eingerechnet.. Der Vorsatz wird zunächst unter Abrechnung des Glührückstandes des anorganischen Klebemittels
■■■'■'aufbereitet und getrocknet. Danach wird die getrocknete Glasur zusammen mit der entsprechenden Menge von Silikonen als Flüssigkeit angemacht.
Bei einer Silikonemulsion mit einem Feuchtigkeitsglühverlust von 90 %, also einem Glührückstand von 10%, wird im Glasurversatz der Quarzgehalt um 10% verringert. Die Glasur wird gemahlen und getrocknet und mit ioo°/o.Silikonharzemulsion an- Stelle der fehlenden 10% Quarzanteile und den entsprechenden Anteilen Wasser gemischt, wobei der Glasur 90% weniger Wasser zugesetzt werden, das in der Emulsion enthalten ist. Ein solcher Versatz kann z. B. wie folgt zusammengesetzt sein: 5 Gewichtsteile Glasur, gemahlen und getrocknet, mit entsprechend verringertem Quarzgehalt, 1 Gewichtsteil Silikonemulsion, Gewichtsteile Wasser.
An Stelle der Silikonemulsion kann Wasserglas verwendet oder ein hydraulisches Bindemittel verwendet und ihre anorganischen Oxyde in. den Versatz mit eingerechnet werden.
Je nach den Eigenschaften des anorganischen Kittes bedarf die Glasur dann einer entsprechenden Behandlung, die sich nach der bekannten technologischen Anwendung richtet.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Glasur, insbesondere Garnierglasur und für die Fertigung von Splitthaut, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasurmasse zur Verfestigung der Glasur im Brand schmelzflüssige, anorganische Bestandteile zugesetzt sind.
  2. 2. Glasur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasur Silikone zugesetzt sind.
  3. 3. Glasur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasur hydraulische Bindemittel zugesetzt sind. '
  4. 4. Glasur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasur Wasserglas zugesetzt ist.
  5. 5. Glasurversatz nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch -folgende Zusammensetzung:
    5 Gewichtsteile gemahlene und getrocknete Gläsur'bestandteile mit um den aus dem anorganischen Zusatz zurückbleibenden Glührückstand verringertem, Quarzgehält, 1 Gewichtsteil Silikonemulsion, 4 Gewichtsteile Wasser.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung keramischer Gegenstände unter Verwendung von Glasuren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz unter Abrechnung des Glührückstandes der verwendeten Zusätze aufbereitet . und getrocknet wird, worauf die getrocknete Glasur zusammen mit der entsprechenden Menge des Zusatzes als Flüssigkeit angemacht und mit dem keramischen Gegenstand gebrannt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 865 576.

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