DER0016692MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DER0016692MA DER0016692MA DER0016692MA DE R0016692M A DER0016692M A DE R0016692MA DE R0016692M A DER0016692M A DE R0016692MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- layer
- negatives
- color
- retouching
- emulsion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Mai 1955 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 57d GRUPPE INTERNAT. KLASSE G 03f—
R 16692 IVa/57 d
Alois Höng, München
ist als Erfinder genannt worden
für das Tiefdruckverfahren
Beim Tiefdruckverfahi-en verfährt man bekanntermaßen
zur Herstellung der Druckunterlage wie folgt:
Man stellt zunächst ein Negativ des abzu-. bildenden Objektes her, wobei bei einem Mehrfarbendruck
für jede ausgedruckte Farbe ein entsprechendes Teil Negativ hergestellt wird. Bei
einem Dreifarbendruck stellt man z. B. drei Farbnegative, genannt Farbauszüge, je einen in. Gelb,
Blau und Rot her. Diese Negative oder Farbnegative müssen, um saubere Drucke zu erzielen, vor
Herstellung der Diapositive einer sehr sorgsamen Retusche unterzogen werden, um unerwünschte
Konturen zu entfernen und unerwünschte Teile des Bildes, z. B. einen begleitenden Schriftsatz, herauszunehmen
sowie auch Halbtöne richtig einzustellen. Man muß also die zu korrigierenden Teile auf die
notwendige Farbgleichheit mit der Umgebung bringen. Hierzu gehört auch die Ausmerzung einer
fehlerhaften Farbwiedergabe in den Farbauszügen oder die Entfernung von farbigen Teilen beim
Schwarzdruck, so daß in diesem Fall lediglich die Schwarzzeichnung bzw. erwünschten Töne zurückbleiben.
Bei der Herstellung komplizierter Muster, wie sie z. B. in Modeprospekten1 u. dgl. außerordentlich
häufig auftreten, bereitet diese Retusche außerordentliche Schwierigkeiten. Sie erfordert
sehr viele Stunden einer sehr sorgsamen Arbeit,
609 707/218
R 16692 IVa/57 d
die nur von hochqualifizierten Fachkräften geleistet werden kann. Einerseits wird: hierdurch der Druck
wesentlich verteuert, und zum anderen bedingt gerade die Retusche von Hand eine außerordentliehe
Verlangsamung der Herstellung von Katalogen, Preislisten u. dgl., deren Herstellung ja oft
gerade in kürzester Zeit erwünscht ist und zum. Teil geradezu notwendig ist.
Es ist bereits bekannt, zur Farbkorrektur von
ίο Teilfarbenauszügen ein Teilfarbendiapositiv mit
einer Emulsionsschicht in Berührung zu. bringen und von der Trägerseite des Diapositivs zu belichten.
Es ist weiter bekannt, die Bildschicht des Negativs mit einer Lackschicht zu überziehen, darüber
eine lichtempfindliche Schicht anzubringen und von der Rückseite dies Negativs· zu belichten, und dann
von der auf diese Weise auf der Negativbildschicht erhaltenen Flaohdruckform Probedrucke anzufertigen.
Aber auch in diesen Fällen kommt man um langwierige Korrekturarbeiten nicht herum.
Die Erfindung bezweckt nun diese sehr zeitraubende Handarbeit durch eine mechanische zu
ersetzen. Dadurch gelingt es auf der einen Seite, die lange Retuschenzeit von oft 80 bis 100 Stunden
oder mehr auf wenige Stunden zu beschränken:. Es gelingt ferner, die Kosten der Retusche außerordentlich
herabzusetzen, weil nämlich nicht nur eine wesentlich kürzere Retuschenarbeitszeit in
Ansatz gebracht werden kann, sondern weil man ■auch die Retusche selbst durch gewöhnliche Fachkräfte
durchführen lassen kann, insbesondere befähigte Spezialisten, am denen häufig ein großer
Mangel besteht, werden nicht mehr in dem bisherigen Maße benötigt.
Das vorliegende Verfahren besteht in seinen
Grundzügen darin, daß man die einzelnen Farbnegative, Farbauszug, mit einer durchsichtigen,
aber wasserunlöslichen Schicht, einer Kollodiumschicht oder einer Kunstharzschicht, z. B. Nitrolack,
überzieht. Darüber eine lichtempfindliche Schicht, z. B. eine Silberbromidemulsion, anbringt,
z. B. aufgießt, und dann diese lichtempfindliche Schicht von unten her, d. h. durch das Negativ des
Farbauszuges, also von der Glasseite aus, belichtet.
Als lichtempfindliche Emulsion können handelsübliche
photographische Emulsionen verwendet werden. Besonders bewährt haben sich die Kollodiumemulsionen.
Man muß 'hierbei darauf achten, daß die Emulsionsschicht und gegebenenfalls der
später zu verwendende Abschwächer nicht die Abdeckschicht löst oder angreift. Man kann keine
Kollodiumschicht zum Abdecken- verwenden, wenn man Kollodiumemulsionien benutzt Nach dem
Belichten wird die aufgetragene Emulsionsschicht in einem für die verwendete Emulsion geeigneten
Bad entwickelt. Bei dieser Belichtung geben die unerwünschten hellen Stellen des Farbnegativs
Schwärzunigen in der aufgebrachten Emulsionsschicht.
', .■■'■
Diese geschwärzten Teile, die man in dem Farbauszug tongleich stellen will, werden jetzt in der
entwickelten Emulsionsschicht abgeschwächt, so daß sie sich dem Farbton der umgebenden Teile
angleichen und somit nicht mehr sichtbar sind. Sie können dann bei der Herstellung des Diapositivs
nicht mehr stören. Man, erzielt also auf einfache, fast mühelose Weise eine Tongleichstellung -unerwünschte
Teile in kürzester Zeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Retusche von Negativen oder Teilfarbnegativen für das Tiefdruckverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Negative bzw. die Farbnegative auf der Schichtseite mit einer durchsichtigen, aber wasserundurchlässigen Schicht überzogen werden und dann auf diese Schicht eine lichtempfindliche Schicht, insbesondere eine Silberbromidemulsion, aufgebracht wird, die Emulsionsschicht von der Trägerseite her durch das Negativ hindurch belichtet und dann entwickelt wird, worauf die entwickelten Teile so weit abgeschwächt werden, daß die auf den Negativen auszumerzenden Teile bei Herstellung von Diapositiven angenähert tongleich mit ihrer Umgebung gestellt werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 714 174, 486 896.© 809 707/218 11.56
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DER0016692MA (de) | ||
| DE963216C (de) | Verfahren zur Retusche von Negativen oder Teilfarbennegativen fuer das Tiefdruckverfahren | |
| DE3003318A1 (de) | Verfahren zur herstellung von vor-druck- farbabzuegen durch belichtung von fotografischen medien | |
| DE2626040A1 (de) | Verfahren zum herstellen ausgemalter reproduktionen auf glas | |
| DE559685C (de) | Verfahren, abgetoente und gerasterte Teilplatten fuer den Mehrfarbendruck herzustellen | |
| DE560467C (de) | Verfahren zur Reproduktion von Holzmaserungen auf harten Gegenstaenden | |
| DE250851C (de) | ||
| DE101379C (de) | ||
| DE658756C (de) | Verfahren zur Reproduktion von Farbenphotographien auf einem Schichttraeger mit unregelmaessigem Dreifarbenraster | |
| DE582769C (de) | Verfahren zur Herstellung tonwertrichtiger Druckformen fuer den Mehrfarbendruck | |
| DE714174C (de) | Verfahren zum Herstellen berichtigter Teilfarbenauszuege von Farbendiapositiven fuer Reproduktionszwecke | |
| DE2038436C (de) | Verfahren zur Herstellung von Repro duktionen, insbesondere Aufsichtsbildern, von Farbvorlagen | |
| DE951071C (de) | Verfahren zur Herstellung von Landkartendrucken in Verbindung mit Hoehendarstellung und Gelaenderelief | |
| DE182928C (de) | ||
| DE422644C (de) | Verfahren zur Herstellung von Halbton- oder Rasterteilnegativen fuer Mehrfarbendruck | |
| DE957991C (de) | Retusche-Verfahren | |
| DE293487C (de) | ||
| DE562572C (de) | Verfahren, Teilrasternegative fuer den Mehrfarbendruck herzustellen | |
| DE615499C (de) | Verfahren zum Herstellen rasterloser Halbtonreproduktionen, insbesondere fuer Wertpapierdruck | |
| DE403595C (de) | Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern | |
| DE405154C (de) | Verfahren zur Herstellung von farbigen photographischen Aufsichtsbildern | |
| AT165328B (de) | Verfahren zur Herstellung der Klischees für Mehrfarbendrucke, insbesondere nach dem Offset-Druckverfahren | |
| DE586938C (de) | Verfahren zur Anbringung von erlaeuternden Texten auf positiven kinematographischen Ton- oder Sprechfilmen | |
| DE484011C (de) | Verfahren zur Herstellung von Diapositiven fuer die Erzeugung von Tiefdruckformen | |
| DE362952C (de) | Raster |