DER0010029MA - - Google Patents

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DER0010029MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Oktober 1952 Bekanntgexnacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein flexibles Band, insbesondere ein Schmuckband, z. B. Kollier, Armoder Uhrarmband, mit großen, vorzugsweise ebene Flächenteile aufweisenden Gliedern, welches frei von üblichen, z.B. aus Leder, Textilgewebe, Kunststoff, Drahtgeflecht od. dgl. bestehenden Tragbändern ist.
Flexible Schmuckbänder, z.B. Arm- und Uhrarmbänder, welche als Ketten ausgebildet sind, sind in vielen Ausführungsformen bekannt. Sie lassen jedoch die einfache Ausbildung von beiepielsweise zusammenhängenden, größeren Flachen infolge der kettenförmigen Ausbildung der Glieder nicht zu. Andersartig aufgebaut sind Armbänder auch in breiteren Ausführungen mit großflächigen Gliedern oder Teilen bekannt, wobei jedoch entweder das als zusammenhängende Spirale ausgebildete Band, eine mangelhafte Flexibilität aufweist oder aber das aus einzelnen großflächigeren Gliedern zusammengesetzte Band Verbindungselemente zwischen, den einzelnen Gliedern benötigt, welche bisher zur Wahrung des einheitlichen Aussehens meist innerhalb der einzelnen Glieder, womöglich kombiniert mit meist teueren, elastisch federnden Teilen, an-
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geordnet waren. Diese Bänder wiesen jedoch den Nachteil auf, daß sie beispielsweise als Halsketten nicht verwendet werden können. Beim ErfmdungsgegenS'tand kommt es darauf an, durch eine ent-S . sprechende Ausgestaltung des Bandes eine solche Flexibilität zu erzielen, daß zumindest innerhalb eines größeren Bereiches seiner Verformung aus einer gestreckten Form an ihm keine Kräfte wirksam werden, die das Band wieder in seine ursprüngliehe Form zu bringen suchen.
Es ist ferner bekannt, einen BandkÖTper auf einem Geflechtträger durch Anbringen, von einzelnen Lamellen herzustellen, bei dem auf der Unterseite der Geflechtträger sichtbar ist und die Schauseite Lamellen aufweist, die durch verschiedene Dekors variiert werden können. Auch ist es bekannt, an Stelle der einzelnen Lamellen eine Metallschlauchummantelung über den Metallgeflechtträger herum zu bördeln. Andere bekannte Gliederbänder sind so ausgeführt, daß einzelne, lose aneinandergefügte, mit durchgehenden Öffnungen versehene Glieder vermittels einer durch sie gezogenen Drahtgeflechtseele miteinander verbunden sind. Ferner ist es bekannt, sogenannte Blättchenbänder so1 herzustellen, da,ß Glieder bildende Blättchen auf zwei Blattfedern aufgereiht werden, wozu sie an jeder Schmälseite mit eimer flachen Öse versehen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach ausgebildetes und vor allem einfach herstellbares, insbesondere zur Herstellung von Schmuckbändern, z. B. Kolliers, Arm- oder Uhrarmbändern, geeignetes Band zu schaffen, welches die Anordnung größerer, vorzugsweise ebener Flächen zuläßt und welches andererseits ohne komplizierte Federmechanismen eine genügende Flexibilität aufweist.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Band aus mindestens einer einseitig in Längsrichtung geschlitzten, z. B. runden oder abgeflachten Spirale besteht, deren durch den Schlitz voneinander getrennte, einzelne Windungen mit mindestens einer in Längsrichtung der Spirale verlaufenden Kette fest verbunden, sind. Ein derartiges Band läßt sich insbesondere in der Weise einfach herstellen, daß zunächst eine z. B. runde oder abgeflachte, beispielsweise aus einem flachen. Band hergestellte Spirale je eine Windung an einer oder zwei vorzugsweise gegenüberliegenden Seiten in ihrer Längsrichtung mit Kettengliedern einer zusammenhängenden Kette bzw. zweier Ketten, fest verbunden wird und daß anschließend, die Spirale auf einer der beidseitig der Verbindungsstelle mit der bzw. den Ketten gebildeten Seiten in ihrer Längsrichtung derart geschlitzt wird,, daß die durch den Schlitz voneinander getrennten Windungen, nur noch durch die seitliche bzw. die seitlichen Ketten, zusammengehalten, sind.
Einzelheiten und weitere: Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind der nachfolgenden, Beschreibung zu entnehmen, in. der die Erfindung in drei Ausführungsbeispielen, an Hand von sieben Abbildungen, veranschaulicht ist. Die Abbildungen geben jeweils einen Teil des Bandes wieder und zeigen in
Abb. ι das entsprechend · dem ersten Ausführungsbeispiel aus einer Spirale und zwei beidseitig befestigten Ketten hergestellte Band mit eng aneinander anliegenden Windungen in einer Ansicht von oben (in vergrößertem Maßstab), in
Abb. 2 dasselbe, jedoch in Längsrichtung auseinandergezogene Band in einer gleichen Ansicht, in
Abb. 3 dasselbe Band in einem Querschnitt entsprechend der Linie III-III der Abb. 2, in
Abb. 4 das entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel nur einseitig mit einer Kette verbundene Band mit eng aneinanderliegenden Windungen in einer Ansicht von oben, in
Abb. S dasselbe Band in, einer gleichen Ansicht, wobei jedoch die einzelnen Windungen entsprechend einer durchhängenden Kette, voneinander abstehen, in
Abb. 6 das entsprechend dem dritten Ausführungsbeispiel aus zwei gemeinsam mit einer Kette verbundene Spiralen bestehende Band in einer Ansicht von oben, in,
Abb. 7 eine gegenüber Abb. 6 etwas abgewandelte Form des Bandes, bei dem an, einer durchhängenden Kette zugleich zwei abgeflachte Spiralen hängen, in einem Querschnitt. go
Entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ' (Abb1, ι bis 3) ist eine das Grundelement eines Arm- bzw. Uhrarmbandes bildende, aus einem flachen Band hergestellte Spirale 1 je Windung 2 beidseitig eines in, Längsrichtung der Spirale verlaufenden. Schlitzes 3 gegenüberliegend, mit je einer in Längsrichtung der Spirale verlaufenden Kette 4 und 5 fest verbunden. Die Verbindung ist im einzelnen derart, daß je Windung 2 der Spirale auf jeder der gegenüberliegenden Seiten ein Kettenglied 6 befestigt ist und die derart festen Kettenglieder jeder Seite untereinander durch je ein weiteres gegenüber der Spirale loses Kettenglied 7 zu einer Kette verbunden, sind. Die Größe und Gestalt der Kettenglieder ist dabei derart, daß einerseits bei einander anliegenden Windungen, der Spirale (entsprechend Abb. 1) die Kettenglieder gerade am weitesten ineinandergeschoben sind, so daß die durch den Schlitz 3 voneinander getrennten Windungen 2 der Spirale andererseits so· weit (entsprechend Abb. 2) in Längsrichtung der Spirale auseinandergezogen werden können, wie es die Kettenglieder 6, 7 bei entsprechend auseinandergezogenen Ketten, 4 und S gerade zulassen. 8 und 9 sind noch an einem Ende des Bandes in üblicher Weise befestigte Verschlußglieder desselben.
Das vorgenannte Band läßt sich in, besonders einfacher Weise derart herstellen, daß zunächst, die Spirale 1 je Windung 2 an zwei gegenüberliegenden Seiten mit je einem .Kettenglied 6 der Ketten 4 und 5 fest verbunden, z. B. hart verlötet wird und daß anschließend die mit den Ketten verbundene Spirale auf einer der beiden zwischen, den Ketten liegenden Seiten, zweckmäßig in der Mitte zwischen den beiden Ketten,, in ihrer Längsrichtung derart geschlitzt wird, daß die durch den Schlitz 3 von-
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einander getrennten Windungen nur noch durch die seitlichen Ketten 4 und 5 !zusammengehalten sind.
Wie aus den Abb. 1 bis 3 hervorgeht, kann die Größe und Gestalt der verwendeten .Kettenglieder leicht so1 gewählt werden, daß an dem fertigen. Band die gewünschte Flexibilität erzielt wird.
Entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel (Abb. 4 und 5) ist eine zu einerHalskette gehörige, aus einem flachen Band hergestellte Spirale 10 je Windung 11 einseitig des Schlitzes 12 mit je einem der aufeinanderfolgenden Kettenglieder 13 einer Kette fest verbunden. Die Verbindungsstellen zwischen den Windungen 11 und den Kettengliedern 13 befinden sich an einer der beiden durch die Abflachung der Spiralen gebildeten Stirnseiten. Der Schlitz 12 befindet sich in unmittelbarer Nähe der Verbindungsstellen auf einer der beiden durch die Verbindungsstellen gebildeten Seiten der Spirale. Die Größe und Gestalt der Kette ist derart, daß die einzelnen Windungen 11 der Spirale 10 bei in einer Richtung auseinandergezogener Kette gerade aneinander anliegen. Hängt eine solche Kette, beispielsweise als Halskette getragen, nach unten durch (vgl. Abb. 5), dann stehen die einzelnen Windungen 11 entsprechend der Krümmung der Kette voneinander ab.
Entsprechend dem dritten Ausführungsbeispiel (Abb. 6) sind zwei zu einem Schmuckband gehörige aus je einem flachen Band hergestellte Spiralen 14 und 15 je auf einer Seite eines in Längsrichtung der Spiralen verlaufenden Schlitzes 16· gemeinsam mit einer Kette fest verbunden, wobei auf jedes mit einer Windung 17 der einen Spirale 14 verbundene Kettenglied 18 ein mit einer Windung. 19 der anderen Spirale 15 verbundenes Kettenglied 20 folgt. Auch bei diesem Schmuckband befinden sich die Verbindungsstellen zwischen, den. abgeflachten Windungen, der Spiralen und der Kette je Kette an einer der beiden durch die Abflachung gebildeten Stirnseiten und die Schlitze 16 nahe den Verbindungsstellen.
Abb. 7 zeigt eine als Halskette vorgesehene Ausführung eines im wesentlichen, dem dritten Ausführungsbeispiel entsprechenden Schmuckbandes. Die dem dritten. Ausführungsbeispiel entsprechenden. Windungen. 17 und 19 je einer abgeflachten Spirale sind mit: ebenfalls dem dritten Ausführungsbeispiel entsprechenden Kettengliedern, 18 und 20 derart fest verbunden, daß sie. bei einer beispielsweise frei hängenden Kette zwanglos aneinander anliegend nach unten hängen. '
Die dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel entsprechenden Bänder lassen sich ähnlich dem Band des ersten Ausführungsbeispieles in, besonders einfacher Weise derart herstellen, daß zunächst die ungeschlitzten Spiralen mit den zugehörigen Ketten, fest verbunden, z. B. hart verlötet werden und daß anschließend die Spiralen auf einer der beiden durch die Verbindungsstellen mit den Ketten gebildeten Seiten nahe den Verbindungsstellen, in. Längsrichtung geschlitzt werden, womit die durch die Schlitze voneinander getrennten Windungen der Spiralen nur noch durch die zugehörigen Ketten gehalten sind.
Die· Erfindung läßt sich über die dargestellten Ausführungsbeispiele hinaus noch in, weiteren Ausführungsformen verwirklichen, Beispielsweise ist es denkbar, daß die Spiralen. 14 und 15 des Schmuckbandes nach Abb. 6 entlang ihren Außenseiten noch je mit einer weiteren, Kette verbunden sind, womit dieses Schmuckband besonders gut als Armband Verwendung finden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Flexibles Band mit großen, vorzugsweise ebene Flächenteile aufweisenden Gliedern, welches frei von üblichen, z. B. aus Leder, Textilgewebe, Kunststoff, Drahtgeflecht od. dgl. bestehenden Tragbändern, ist, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Band aus mindestens einer einseitig in Längsrichtung geschlitzten, z. B. runden oder abgeflachten Spirale (1, 10, 14, 15) besteht, deren durch den. Schlitz (3, 12, 16) voneinander getrennte einzelne Windungen (2, 11, 17, 19) mit mindestens einer in Längsrichtung der Spirale verlaufenden Kette fest verbunden sind.
    , 2. Flexibles Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer einseitig, und zwar auf der zur Anlage an den tragenden Körper bestimmten Seite in Längsrichtung geschlitzten Spirale (1) besteht, deren durch den Schlitz (3) voneinander getrennte einzelne Windungen (2) beidseitig des Schlitzes (3) und einander gegenüberliegend mit je einer in Längsrichtung der Spirale (1) verlaufenden Kette (4 bzw. 5) fest verbunden, sind.
    3. Flexibles Band nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fest mit einer Windung (2) verbundenen Kettenglieder (6) jeder Seite untereinander durch je ein weiteres gegenüber der Spirale loses Kettenglied, (7) zu einer Kette verbunden sind.
    4. Flexibles Band nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da-ß bei einander anliegenden Windungen, (2) der Spirale (1) die Kettenglieder (6, 7) gerade am weitesten ineinandergeschoben sind.
    5. Flexibles Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Windung (11) einer Spirale (10) einseitig vom Schlitz (12) mit vorzugsweise je einem aufeinanderfolgender Kettenglieder (13) einer Kette fest verbunden ist.
    6. Flexibles Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Spiralen (14, 15) je auf einer Seite ihrer Schlitze (16) gemeinsam mit einer Kette fest verbunden, sind, wobei vorzugsweise auf jedes mit einer Windung (17) der einen Spirale (14) verbundene Kettenglied (18) ein mit einer Windung (19) der anderen Spirale (15) verbundenes Kettenglied (20) folgt.
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    7, Flexibles Band nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (12, 16) der vorzugsweise abgeflachten. Spirale(n) (10, 14, 15) nahe den Verbindungsstellen zur zugehörigen Kette verläuft, wobei sich die Verbindungsstellen bei abgeflachten Spiralen vorzugsweise nahe einer ihrer beiden durch die Abflachung gebildeten Stirnseiten befinden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 643940, 726315; schweizerische Patentschriften. Nr. 132 672, 320.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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