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Die Erfindung bezieht sich auf ein Schmuckband, Uhrband od. dgl., das aus Draht gefertigt ist.
Aus Draht gefertigte Bänder, die als Armbänder oder Uhrbänder dienen, sind bekannt, siehe beispielsweise DE 2 725 783 A1 und US 5 713 218 A.
Bekannt sind auch Armbänder, die aus einzelnen Kettengliedern gebildet sind, vergleiche DE 56002 C und DE 137 817 C.
Die Erfindung zielt darauf ab, ein Schmuckband, Uhrband od. dgl. bereitzustellen, das einfach und in vielen Variationen herstellbar ist.
Das Ziel der Erfindung wird mit einem aus Draht gefertigten Schmuckband, Uhrband od. dgl. erreicht, bei dem erfindungsgemäss ein einstückiger Draht in einer Ebene wellen-, schlingen- oder mäanderförmig od. dgl. gebogen ist, wobei entlang der Längsmittellinie des Bandes im Bereich der Wendepunkte des Kurvenverlaufes im Vergleich zur Bandbreite kleine etwa 360 verlaufende Schlingen vorgesehen sind.
Durch die in einer Ebene wellen-, schlingen- oder mäanderförmig od. dgl. gebogenen Drähte und die entlang der Längsmittellinie des Bandes im Bereich der Wendepunkte des Kurvenverlaufes vorgesehenen kleinen Schlingen entsteht ein kompaktes Band, bei weichem ein Auseinanderklaf- fen, aber auch ein Verformen weitestgehend ausgeschlossen ist. Beispielsweise beträgt bei einer Bandbreite von etwa 18 mm der Durchmesser der kleinen Schlingen beispielsweise 1,0 - 1,2 mm.
Der Durchmesser der kleinen Schlingen kann auch mehrere mm, z.B. 3,5 mm, betragen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist durch die kleinen Schlingen ein flexibles län- genstabiles Zugorgan gezogen. Dadurch ist es möglich, die Festigkeit und/oder Elastizität des Bandes zu variieren. Dieses Zugorgan kann ein Draht oder Band sein und aus verschiedenen Materialien bestehen. Das Zugorgan kann durch zwei oder mehrere der kleinen Schlingen gezogen sein.
Vorteilhafterweise können mehrere wellen-, schlingen- oder mäanderförmig od. dgl. gebogene Drahtbänder neben- und/oder übereinander gelegt sein, wobei ein gegenläufiger Kurvenverlauf vorgesehen ist und die kleinen Schlingen übereinander liegen. Die neben- und/oder übereinander liegenden Drahtbänder bzw. deren Schlingen können mittels in die kleinen Schlingen eingesetzten Nieten, Ösen od. dgl. verbunden sein. Daraus ergibt sich ein kompaktes Band in vielen verschie- denen Formen und Varianten.
Die Stabilität der erfindungsgemässen Bänder kann durch die Wahl verschiedener Schlingen- grössen, aber auch durch die Wahl der Anzahl der Schlingen bei gleicher Drahtstärke variiert wer- den. Die Form der Schlingen kann beliebig sein, z. B. rund, oval oder eckig.
Erfindungsgemäss kann durch die übereinander liegenden kleinen Schlingen beider Drahtbän- der ein längsstabiles Zugorgan gezogen sein. Dadurch kann die Festigkeit des Bandes erhöht werden.
Aus den Enden der Bänder ergeben sich Verankerungen bzw. Anbindungen an Schnallen, Uh- ren u. dgl. ohne Stifte, Lötungen u. dgl. Verschiedene Biegeradien können durch verschiedene Abstände der Schlingen erreicht werden. Ein Band mit engeren Abständen der Schlingen kann mit einem darüber liegenden Band mit grösseren Abständen der Schlingen mittels Zugorgan, Nieten od. dgl. verbunden sein.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher veranschaulicht. In den Fig. 1 bis 7 sind verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemässen Schmuck- bzw. Uhrbandes gezeigt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist das erfindungsgemässe Band aus einem sinusförmig gebogenen Draht 1 gebildet. Entlang der Längsmittellinie des Bandes im Bereich der Wendepunkte des Kurvenverlaufes sind kleine Schlingen 2 vorgesehen. Der Radius der kleinen Schlingen 2 beträgt 1 oder 1,2 mm bei einer Bandbreite von 18 mm. Das Bandende ist etwas breiter, wobei im gezeigten Beispiel an beiden Bandenden 3,4 die Verbreiterung je etwa 1 mm beträgt. Die freien Enden 3,4 ermöglichen eine Verankerung bzw. Anbindung an Schnallen, Uhren ohne Stifte oder Löten. Dies erfolgt durch Übereinanderlegen gleicher oder ungleicher Drahtbiegeteile in gegenver- kehrter Richtung/Drehung um die volle Achse.
In Fig. 2 ist ein Band gezeigt, das beidseitig seiner Längsmittellinie aus einem Draht 5 geboge- ne Schlingen 7 aufweist. Entlang der Längsmittellinie des Bandes sind kleine Schlingen 6 vorgese- hen.
In Fig. 3 ist eine ähnliche Ausführungsform wie in Fig. 2 gezeigt, jedoch liegen die aus einem Draht 8 gebildeten Schlingen 9 eng aneinander. Entlang der Längsmittellinie des Bandes sind auch
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bei dieser Ausführungsform erfindungsgemäss kleine Schlingen 10 vorgesehen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 weisen die beidseitig der Längsmittellinie des Bandes angeordneten, aus einem Draht 11 gefertigten Schlingen 12 eine spezielle Form auf. Entlang der Längsmittellinie des Bandes sind erfindungsgemäss kleine Schlingen 13 vorgesehen.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Bandes ist in Fig. 5 gezeigt. Aus einem Draht 14 gefertigte Schlingen 15 sind kreisförmig und überschneiden sich. Auch bei dieser Ausfüh- rungsform sind erfindungsgemäss kleine Schlingen 16 entlang der Längsmittellinie vorgesehen.
Fig. 6 zeigt ein Band, das aus zwei übereinander gelegten sinusförmig gebogenen Drähten 17, 18 gebildet ist. Entlang der Längsmittellinie des Bandes sind kleine Schlingen 19,20 vorgesehen.
Durch ein Zugorgan 21, das durch die kleinen Schlingen 19, 20 gezogen ist, sind die beiden sinus- förmig gebogenen Drähte 17, 18 miteinander verbunden.
Das in Fig. 7 dargestellte Band besteht aus zwei Drähten 22,23, die zu Schlingen 26,27 ge- bogen sind, wobei die Schlingen 26,27 beidseitig der Längsmittellinie des Bandes angeordnet sind. Entlang der Längsmittellinie des Bandes sind kleine Schlingen 24,25 vorgesehen, wobei die aus dem Draht 22 gebildeten kleinen Schlingen 24 unter den aus dem Draht 23 gebildeten kleinen Schlingen 25 angeordnet sind. Durch Nieten, die in den kleinen Schlingen 24,25 angebracht werden, können die beiden zu Schlingen gebogenen Drähte miteinander verbunden werden.
Bei allen dargestellten Ausführungsformen kann durch ein durch die kleinen Schlingen gezo- genes Zugorgan die Festigkeit und/oder die Elastizität des Bandes variiert werden. Auch können durch Aufeinanderlegen von wellen-, schlingen- oder mäanderförmig gebogenen Drähten und deren Verbindung mit Nieten od. dgl. besonders kompakte Bänder erhalten werden. Bei allen Ausführungsformen ist die Bandbreite an den Bandenden grösser als die Breite des Bandes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schmuckband, Uhrband od. dgl., das aus Draht gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein einstückiger Draht (1, 5, 8, 11,14) in einer Ebene wellen-, schlingen- oder mäan- derförmig od. dgl. gebogen ist, wobei entlang der Längsmittellinie des Bandes im Bereich der Wendepunkte des Kurvenverlaufes im Vergleich zur Bandbreite kleine etwa 360 ver- laufende Schlingen (2, 6, 10, 13, 16) vorgesehen sind.