DEP0055829DA - Vorrichtung für Mörtelzuführung beim Vermauern von Bauelementen. - Google Patents

Vorrichtung für Mörtelzuführung beim Vermauern von Bauelementen.

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DEP0055829DA
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Germany
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container
hose line
binder
compressed air
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Richard A. Pfautz
Original Assignee
Pfautz, Richard A., Unterleinleiter
Weis, Karl, Dipl.-Ing., Forchheim, Oberf.
Publication date

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Description

Bekanntlich werden Bauelemente, wie z. B. Backsteine, Blocksteine, Kunsthohlsteine und dergleichen, handwerksmässig gemauert. Diese Bauweise erfordert nicht nur eine verhältnismässig lange Arbeitszeit, einen hohen Bedarf an Mörtel oder dergl. -sondern sie erhöht auch die Kosten eines Bauwerkes ganz erheblich.
Mit vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung geschaffen, um diese Arbeit auf mechanischem Wege auszuführen und den Bedarf an Bindemittel (Mörtel etc.) möglichst auf das unbedingt erforderliche Mass zu beschränken.
Es handelt sich um eine Vorrichtung, mit welcher das vorerst noch weiche Bindemittel, unter Verwendung von Pressluft und entsprechenden Geräten, den Bauelementen zugeführt wird.
Die Vorrichtung besteht aus einem zylindrischen Behälter 1, der zur Aufnahme einer grösseren Menge Bindemittel, z.B. Mörtelmischung aus Sand und Kalk, Zementmischung, Lavakrotze-Mischung oder dgl. dient. Dieser Behälter 1 steht mittels einer Schlauchleitung 2 mit einer bekannten Pressluftanlage in Verbindung. Dadurch wird die Pressluft dem Behälter 1 zugeführt. Mit Hilfe dieser Pressluft wird der Inhalt des Behälters 1 (dickflüssiges Bindemittel) durch ein am Boden des Behälters 1 befindlichen Ausgangsstutzen mit Regulierhahn durchgepresst. An letzterem ist eine biegsame Schlauchleitung 4 trennbar angeschlossen. Durch den hohen Luftdruck unter dem der Behälter 1 steht, wird das Bindemittel über die Schlauchleitung 4 und Spezialdüsen (Abb. III u. IV) unmittelbar an die aneinanderzufügenden Bauelemente geleitet, wo es nachträglich verhärtet und somit die Bauelemente starr miteinander verbindet.
Der Behälter 1 ist vorzugsweise auf ein entsprechend hohes Gestell 5 aufmontiert und auf einer schwenkbaren gabelförmigen Aufhängung 6 gelagert.
Zum erleichterten Nachfüllen und Reinigen ist der Behälter 1 mit einem luftdicht verschliessbaren Deckel 7 und Boden 7a versehen. Durch die vorgesehenen Klemmhebel 8 wird zum Oeffnen von Boden und Deckel die Verwendung von Werkzeugen überflüssig. Auf dem Deckel 7 ist ein Manometer 9a angebracht um den Luftdruck im Behälter dauernd kontrollieren zu können. Ebenso ist ein Luftauslassventil 9b vorgesehen.
Der so geschaffene Behälter 1 - 9b wird naturgemäss möglichst in der Nähe der Arbeitsstätte aufgestellt. Am Ende der Schlauchleitung 4 bedient sich der Handwerker einzelner geeigneter Spezialdüsen und Ansatzstücke (Abb. III u. IV), welche an der Schlauchmündung auswechselbar angesetzt werden und der jeweiligen auszuführenden Arbeit angepasst sind.
Ein besonders dafür geschaffenes Ansatzstück, z. B. für die Verkeilung von Spezial-Bauelementen, ist erfindungsgemäss eine sogenannte Zement-Presspistole (Abb. IV) geschaffen. Dieselbe besteht aus einem luftdichten zylindrischen Gehäuse 10, innerhalb welchem sich ein Druckkolben 11 mit Führungsstange 12 befindet. Dazu ist ein Luft-Einlassventil 13 vorgesehen, welches von einem Druckhahn aus bedient wird. Die Vorderseite der Zement-Pistole bildet ein trichterförmiger Verschluss 15 mit Düse 16, welche für die Zuführung des Bindemittels, bzw. der Verkeilmasse an die Bauelemente, dient. Damit die Zement-Pistole, d.h. das Gehäuse 10 schnell und einfach geöffnet und wieder verschlossen werden kann, ist es mit einem Bajonetverschluss versehen.
Die Zement-Pistole wird mittels einer verschliessbaren Zuführung 17 von dem Behälter 1 aus automatisch nachgefüllt. Sie kann aber auch von dem Behälter 1, bzw. Schlauchleitung 4 unabhängig sein, indem sie jeweils extra nachgefüllt wird. Das erfolgt dergestalt, dass der Verschluss 15 abgenommen und das Gehäuse 10 an das -unter dem Behälter 1 angebrachte Ansatzstück 3 -angesetzt und dort unmittelbar nachgefüllt wird. Die Pressluftzuführung zur Zement-Pistole steht unabhängig zu der Bindemittelzuführung durch kann der ausführende Handwerker jeweils nach der Erfordernis, seine Arbeit ausführen.
Die Düse 16 ist mit einer Widerstandsplatte 13 versehen, welche als Begrenzung dient, insbesondere für die Verkeilung von Bauelementen besonderer Konstruktion, bei welcher die Mörtelmischung zwischen den Bauelementen begrenzt eingepresst wird.
Für höhere Bauwerke ist vorgesehen den Behälter 1 an einem beliebig zu verlängerndem Gerüst 19 aufzuhängen. Mittels eines Bügels 20, Rolle 20a und Zugseil 21 ist es möglich, den Behälter in jede Höhenlage zu stellen. Demzufolge kann die Vorrichtung bei Bauwerken jeder Höhe angewandt werden und möglichst in die Nähe der Arbeitsstelle gebracht werden.
Die Vorzüge das Vermauern mit dieser Vorrichtung vorzunehmen sind mehrfach. Einerseits bedeutet es eine Arbeits- und Zeitersparnis - da das Vermauern von Bauelementen sehr schnell vor sich geht und andererseits erspart man damit Bindemittel, indem dasselbe unmittelbar an die Bauelemente gebracht wird.
Wird gegebenenfalls als Bindemittel eine Mischung aus Lavakrotze angewandt, so bedeutet die Vorrichtung nach der Erfindung nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern eine Senkung des Kostenaufwandes bei der Fertigung eines Bauwerkes.
In der beigefügten Zeichnung ist die Vorrichtung schematisch dargestellt. Sie zeigt:
Abb. I: den Behälter 1 mit den zwei Schlauchleitungen 2 und 4,
Abb. II: denselben auf einem verstellbaren Hochgerüst,
Abb. III: eine Ansatzdüse,
Abb. IV: eine Ausführungsform der Zement-Pistole.

Claims (6)

1. "Vorrichtung für Mörtelzuführung beim Vermauern von Bauelementen" dadurch gekennzeichnet, dass ein Behälter (1), welcher zur Aufnahme von dickflüssigem Bindemittel bestimmt ist, in Verbindung mit einer Pressluftanlage und Spritzpistole steht, das Bindemittel über biegsame Schlauchleitung (4) unmittelbar an die Arbeitsstelle führt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass an der Mündung der Schlauchleitung (4) auswechselbare das Bindemittel in oder zwischen die zu verbindenden Bauelemente hineinpressende Spezialdüsen (10) ansetzbar sind, die Zuführungsdüse des Bindemittels aus einer Presspistole besteht und die Düsen (16) regulierbare Pressluftventile (13 und 14) und die Begrenzung (18) besitzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Nachfüllung des Bindemittels in das Gehäuse (10) über ein Regulierventil (17), mittels einer Schlauchleitung (4), direkt aus dem Behälter (1) stattfindet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Presspistole unmittelbar oder mittelbar über eine Schlauchleitung (4) mit der Pressluftanlage verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Presspistole ein Gehäuse (10) zur Aufnahme des Bindemittels aufweist, das letzteres mittels eines Kolben (11) aus dem auswechselbaren Verschluss (15) und Düse (16) hinauspresst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) auf einem Gestell (5) od. beliebig verlängerbarem Gerüst (19) schwenkbar und in der Höhenlage verstellbar, aufhängbar ist.

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