DEP0054367DA - Verbesserung an Spiegelreflexkameras - Google Patents
Verbesserung an SpiegelreflexkamerasInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Spiegelreflexkameras. Bei einer solchen Kamera ist in dem oben von einer Mattscheibe begrenzten Raum hinter dem Kameraobjektiv ein parallel mit der Mattscheibe liegender Spiegel angeordnet, der sich gegen Anschläge in eine solche Lage herunterklappen läßt, daß die durch das Objektiv einfallenden Lichtstrahlen gegen die Mattscheibe hin reflektiert werden.
Bei den bisher bekannten Spiegelkameras ist der Spiegel um eine feste Achse schwingbar angeordnet. Er erfordert infolgedessen einen verhältnismäßig großen Raum für seine Drehbewegung. Die Erfindung bezweckt unter anderem, den von dem Spiegel für seine Drehbewegung in Anspruch genommenen Raum zu reduzieren.
Dieser Zweck wird insbesondere dadurch erreicht, daß der Spiegel von einem Bügel oder einer ähnlichen Einrichtung getragen wird, an welcher er drehbar gelagert ist. Der Bügel ist seinerseits um eine nahe der Vorderseite des hinter dem Objektiv befindlichen Raumes liegende Achse drehbar gelagert. Diese Drehachse des Bügels läuft mit der den Spiegel mit dem Bügel verbindenden Drehachse parallel.
In den beigefügten Zeichnungen ist schematisch und beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 zeigen im Vertikalschnitt eine gemäß der Erfindung ausgebildete Spiegelkamera. In Fig. 1 ist der Spiegel
in unwirksamer, in Fig. 2 in wirksamer Lage dargestellt.
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch die Kamera.
Fig. 4 ist ein der Fig. 2 entsprechendes Bild, das den Spiegel in einer Stellung zeigt, die er in gewissen Fällen bei Verwendung eines Weitwinkelobjektives einnimmt.
In den Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 1 den hinter dem Objektiv 2 liegenden, oben durch eine Mattscheibe 3 begrenzten Raum der Kamera. An zwei, an den Seitenwänden der Kamera, nahe deren Vorderwand, befestigten, miteinander gleichachsigen Zapfen 4 und 5 sind die Schenkel 6 und 7 eines U-förmigen Bügels 8 drehbar gelagert. In dem Bügel ist parallel mit dessen mittleren Teile und nahe demselben eine Stange 9 befestigt, auf welcher mittels zwei mit Löchern versehenen Ohren 10 ein im wesentlichen rechteckiger Spiegel 11 drehbar gelagert ist. Wenn sich der Bügel 8 in der in Figur 1 gezeigten aufgeklappten Lage befindet, wird der Spiegel 11 an der Mattscheibe 3 anliegend gehalten. In der in Fig. 2 gezeigten, heruntergeklappten Lage des Bügels 8 wird der Spiegel 11 gegen vier einander paarweise gegenüberstehende Anschläge 12, 12a gelegt, die so angeordnet sind, daß in dieser Lage des Spiegels 11 die durch das Objektiv einfallenden Lichtstrahlen gegen die Mattscheibe reflektiert werden. Der Spiegel 11 steht unter der Einwirkung einer um die Stange 9 gewundenen Schraubenfeder 9a, die den Spiegel 11 in der Richtung gegen den Uhrzeigersinn (siehe Figuren 1 und 2) gegenüber dem Bügel 8 zu drehen bestrebt ist. Beim Aufklappen des Bügels aus der in Fig. 2 gezeigten Lage wird zufolge der Einwirkung der Feder 9a die obere (hintere) Kante des Spiegels im Beginn im Kontakt mit den Anschlägen 12 verbleiben und eine Verschiebungsbewegung relativ
diesen ausführen, während die untere, (vordere) Kante des Spiegels eine Bewegung ungefähr entlang der strichpunktierten, geraden Linie A in Fig. 2 ausführt. Nachdem die letztere Kante des Spiegels die Mattscheibe erreicht hat, schwenkt bei der fortgesetzten Drehbewegung des Bügels 8 der ganze Spiegel zu der Mattscheibe hinaus. Beim Niederklappen des Bügels 8 in der in Fig. 2 gezeigten Lage bewegt sich der Spiegel in entgegengesetzter Richtung zu der eben beschriebenen. Seine Vorderkante bewegt sich auch jetzt im wesentlichen entlang der Linie A.
An dem Zapfen 5 ist eine Scheibe 15 gelagert, die mit einem zur Seite ragenden Zapfen 16 versehen ist, gegen welchen der Bügelschenkel 7 mittels einer um die Nabenhülse der Scheibe 15 gewundenen Schraubenfeder 17, deren eines Ende um den Zapfen 16 und deren anderes Ende um einen von der Verlängerung 19 des Bügelschenkels 7 zur Seite herausragenden Zapfen 18 gelegt ist, anliegend gehalten wird. Ein Ende einer Zugfeder 20, welche den Bügel 8 aus der in Fig. 2 in die in Fig. 1 dargestellte Lage zu drehen strebt, ist an der Schenkelverlängerung 19 befestigt. Der Bügel 8 wird in der erstgenannten Stellung von einem zweiarmigen Hebelarm 21 auslösbar gesperrt. Dieser Hebelarm dient dazu, mit einem Ende in einen Einschnitt 22 in der Peripherie der Scheibe 15 einzugreifen. Sein anderes, unter Einwirkung einer Feder 23 stehendes Ende befindet sich im Wege des Kameraauslösers 24, so daß bei Auslösung der Kamera zu Aufnahmezwecken die Sperre 21 gegen die Wirkung der Feder 23 so verschoben wird, daß sie die Scheibe 15 freigibt, wobei der Bügel 8 mit dem Spiegel 11 von der Feder 20 9in die in Fig. 1 gezeigte, unwirksame Stellung geschwenkt wird. Zur
Überführung des Spiegels 11 in die Arbeitsstellung wird die Drehbewegung eines Handgriffs 25 benutzt, der z.B. zwecks Spannung des Federmechanismus der Auslöservorrichtung um eine Umdrehung gedreht wird. Zu diesem Zweck ist an dem Drehzapfen 26 des Handgriffs 25 eine Scheibe 27 befestigt, welche mit einem Teil 28 versehen ist. Im Wege dieser Scheibe 27 befindet sich beim Umdrehen des Handgriffs 25 ein von der Scheibe 15 herausragender Zapfen 29. Wenn der Handgriff im Uhrzeigersinne (gemäß der Zeichnung) von der in Fig. 1 gezeigten Lage einmal umgedreht wird, so daß er wieder die gleiche Lage einnimmt, trifft die Partie 28 der Scheibe 27 den Zapfen 29 und dreht die Scheibe 15 in der Richtung gegen den Uhrzeiger herum. Dabei wird der Bügel 8 gegen die Wirkung der Zugfeder 20 in die in Figur 2 gezeigte Lager heruntergeklappt, in welcher der Sperrarm 21 in den Einschnitt 22 der Scheibe 15 eingreift, so daß der Bügel 8 in dieser Lage gesperrt wird. Die ganze Anordnung ist zweckmäßig so getroffen, dass der Eingriff des Scheibenanteiles 28 mit dem Zapfen 29 aufhört und der Eingriff zwischen der Sperre 21 und dem Einschnitt 22 stattfindet, erst kurz nachdem sich der Spiegel 11 an die Anschläge 12, 12a angelegt hat, wobei eine relative Drehung zwischen dem Bügel 8 und der Scheibe 15 gegen die Wirkung der Schraubenfeder 17 stattfindet.
Wenn ein in den Raum 1 und in den Weg des Spiegels 11 hineinragendes Objektiv, z.B. ein Weitwinkelobjektiv (durch dicke strichpunktierte Linien in Fig. 4 angedeutet) verwendet wird, ermöglicht es der beschriebene Mechanismus, daß der Bügel 8 und der Spiegel 11 durch Umdrehung des Handgriffs 25 in die in Figur 4 gezeigte Lage gebracht werden, in welcher sie ver-
bleiben, bis die Scheibe 15 bei der Auslösung der Kamera von der Sperre 21 freigegeben wird.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform begrenzt. Dieselbe kann vielmehr in ihren Einzelheiten im Rahmen des Erfindungsgedankens mannigfach abgeändert und ausgestaltet werden.
Claims (3)
1.) Spiegelreflexkamera, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel (11) von einem Bügel (8) oder ähnlichem Teil getragen wird, an welchem er drehbar gelagert ist, und daß weiter der Bügel (8) um eine, nahe der Vorderseite des hinter dem Objektiv befindlichen Raumes liegende Achse (4, 5) drehbar gelagert ist, die parallel mit der den Spiegel (11) mit dem Bügel (8) verbindenden Drehachse (9) verläuft.
2.) Spiegelreflexkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Herunterklappen des Spiegels (11) in die Arbeitsstellung gegen die Wirkung einer Feder (17) erfolgt, indem ein Handgriff (25) zwecks Spannung des Federmechanismus des Kameraauslösers (24) um eine Umdrehung gedreht wird.
3.) Spiegelreflexkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der mit der Drehachse (4, 5) des Bügels (8) parallelen Drehachse (26) des Handgriffs (25) eine Scheibe (27) mit einem Ansatz (28) befestigt ist, in dessen Weg beim Umdrehen der letztgenannten Achse (26) sich ein Teil (29) eines konaxial mit der Drehachse (4, 5) des Bügels (8) drehbar gelagerten Mitnehmers (15, 18) befindet, der dazu dient, die Drehbewegung des Handgriffs (25) auf den den Spiegel (11) tragenden Bügel (8) nachgiebig zu übertragen.
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