DEP0052160DA - Voreinstellschaltung zum gleichzeitigen Ein- und Ausschalten beliebig vieler Stromkreise - Google Patents
Voreinstellschaltung zum gleichzeitigen Ein- und Ausschalten beliebig vieler StromkreiseInfo
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Description
Neben der kontinuierlichen Helligkeitsregulierung der modernen Bühnenbeleuchtung durch das Stellwerk ist es heute üblich, für die einzelnen Stromkreise durch Schaltschütze in Verbindung mit Voreinstellschaltern eine zweite Steuermöglichkeit zu geben.
Hierzu war bisher ein als Umschalter ausgebildeter Vorwähl- oder Gruppenschalter gebräuchlich, der es gestattete, jeden Beleichtungsstromkreis an die eine oder andere Schiene zu legen oder auch jeweils an ein unterteiltes Systems von einzelnen Schienen, von denen jede über einen Sammelschalter betätigt werden konnte.
So war es möglich, während des Spiels auf der Bühne für die nächste Szene oder auch für eine schnelle Verwandlung aus bisher nicht verwandten Scheinwerfern eine neue Gruppe an der stromlosen zweiten Sammelschiene vorzubereiten und durch Einschalten des zu der betreffenden Schiene gehörigen Hauptschalters zum Aufleuchten zu bringen.
Im neuen System sind die Voreinstellschalter einfache zweipolige Ausschalter. Bei der Schaltung sind nun diejenigen Vorwählschalter in Stellung "Ein" zu bringen, die zum Schalten irgendwelcher Stromkreise für Beleuchtung oder Scheinwerfer des nächsten Bühnenbildes benötigt werden. Alle übrigen Vorwählschalter der betreffenden Beleuchtungsgruppen, welche bei dem Bühnenbild nicht verwendet werden, sind in Stellung "Aus" zu belassen.
Der Betätigungsdruckknopf B bringt das Ausführkommando für jedes neu voreingestellte Bild. Er gibt den Einschaltimpuls für alle Stromkreise, deren Voreinstellschalter eingeschaltet sind, und macht gleichzeitig die Halteschiene H stromlos, an der sich alle eingeschalteten Schütze über ihre Arbeitshilfskontakte H selbst halten.
Ein Gesamt-Ausschalter gibt die Möglichkeit, alle Stromkreise auf einmal und unabhängig von der Stellung der Voreinstellschalter zu löschen. Beim nachfolgenden Drücken der Betätigungstaste erscheint dann wieder der voreingestellte Schaltzustand.
Vorteile des neuen Systems für die Bühnenbeleuchtung.
1) In das neue Bild kann man die im vorigen benutzten Scheinwerfer mit hineinnehmen, soweit sie benötigt werden.
2) Die zweipoligen Ausschalter machen die Voreinstellung auf der zweckmässig über dem Stellwerk anzuordnenden Tafel wesentlich übersichtlicher und vermeiden Fehlschaltungen.
3) Die geringe Einbaubreite ermöglicht es, einen gut sichtbaren Voreinstellschalter genau über dem dazugehörigen Stellwerkshebel anzuordnen.
4) Im Bildwechsel oder bei plötzlichen Verwandlungen ist durch die Verwendung eines einzigen Betätigungsknopfes die Gewähr für die unbedingte Gleichzeitigkeit des Ein- und Ausschaltvorganges gegeben.
Der Schaltplan (schematisch) zeigt eine Voreinstellschaltung für mehrere schützengesteuerte Stromkreise, die, unabhängig von ihrem jeweiligen Schaltzustand, mit zugeordneten Vorwählschaltern V 1 + voreingestellt werden können. Die Betätigung erfolgt über den Druckknopftaster B, der gleichzeitig die Halteschiene H stromlos
macht und über die Einschiene E den neuen Einschaltimpuls gibt. Die kleinen Selengleichrichter in der Zuleitung zum Hilfskontakt und zum Vorwählschalter eines jeden Schützen verhindern einen Rückstrom, der, von der einen Schiene zur anderen fliessend, den beabsichtigten Schaltvorgang stören würde.
Sollen zum Beispiel die Schütze S 1 und S 3 eingeschaltet werden, so sind die Vorwählschalter V 1 und V 3 in Stellung "Ein" zu stellen. Nach Drücken des DruckknopftastersB erhalten die Schützspulen der Schütze S 1 und S 3 von der Einschiene E Strom, womit die Schütze den gewünschten Stromkreis einschalten. Über die Arbeitshilfskontakte H 1 und H 3 an der Halteschiene H werden die Schützspulen in dem Schaltzustand gehalten, wenn der Taster B wieder in seine Ruhestellung zurückgegangen ist und die Schiene H mit der Spannung verbindet.
Soll zum Beispiel in dem nächsten Schaltvorgang das Schütz S 1 und S 2 eingeschaltet, und Schütz S 3 ausgeschaltet werden, so sind die Vorwählschalter V 1 und V 2 in Stellung "Ein", und V 3 in Stellung " Aus" zu bringen. Der Schaltzustand der Schütze S 1, S 2, S 3 ändert sich in dem gewünschten Sinne, sobald der Druckknopftaster B erneut betätigt wird. Mit dem Druckknopftaster G (Gesamt-Ausschalter) werden sämtliche Schütze zusammen ausgeschaltet, unabhängig von der jeweiligen Einstellung der zugehörigen Vorwählschalter. Bei nachfolgendem Betätigen des Druckknopftasters b wird wieder mit den Vorwählschaltern V 1 bis V 3 voreingestellte Schaltzustand geschaltet.
Claims (2)
1) Voreinstellschaltung zum gleichzeitigen Ein- und Ausschalten beliebig vieler Stromkreise, insbesondere für Bühnenbeleuchtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreise, unabhängig von ihrem jeweiligen Schaltzustand, durch einen oder mehrere zugeordnete Vorwählschalter für eine andere Schaltstellung voreingestellt werden.
2) Voreinstellschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Schaltung von dem jeweils eingestellten Schaltzustand der Vorwählschalter, von Druckknopftastern aus erfolgt.
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