DEP0051948DA - Federtriebwerk für Filmkameras - Google Patents
Federtriebwerk für FilmkamerasInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Triebwerke für Filmkameras und bezieht sich insbesondere auf Amateur-Schmalfilmkameras mit Federwerk, die sich durch besondere Handlichkeit und Kleinheit auszeichnen, sodaß sie bei Bedarf bequem in einer Tasche untergebracht werden können.
Bei der Ausbildung des Federwerkes für den Antrieb einer Kamera bestehen verschiedene Möglichkeiten. Es sind Konstruktionen bekannt, bei denen die Aufzugsachse beim Ablauf des Federwerkes stillsteht. Dies hat zwar den Vorteil, daß die zum Aufzug benutzte Kurbel von der Achse beim Ablauf des Filmwerkes nicht mitgenommen wird. Es ist jedoch besonders in den Fällen, in denen die Kamera mit einem Tonzusatzgerät kombiniert werden soll, erwünscht, daß die Antriebsachse, die aus dem Kameragehäuse sowieso herausgeführt ist, zum synchronen Antrieb des Tonteiles benutzt werden kann. Es ist daher nicht zweckmässig, mit einer beim Ablauf stillstehenden Aufzugsachse zu arbeiten.
Bei rücklaufender Aufzugsachse wird gewöhnlich die Feder außen am feststehenden Federhaus festgelegt und von innen aufgezogen. Von dieser Ausführung wird jedoch aus folgenden Überlegungen heraus kein Gebrauch gemacht. Bei einer derartigen Anordnung benötigt man eine zusätzliche Baulänge für die Antriebsachse der Feder, weil das Antriebsrad neben dem Federhaus untergebracht werden muß. Ist aber der zur Verfügung stehende Raum, wie bei den Schmalfilmkameras sehr beengt und besteht der Wunsch, eine möglichst große und breite Feder zu verwenden, um ein möglichst lange laufendes Triebwerk zu erhalten, dann läßt sich gemäß der Erfindung eine bessere Raumausnützung erreichen, wenn man die Feder am inneren Ende fest einspannt und den Aufzug und die Kraftabnahme über einen außen am drehbaren Federhaus angebrachten Zahnkranz vornimmt.
Hierdurch ergibt sich eine wesentlich bessere Raumausnützung, da der Zahnkranz am äußeren Umfang des drehbar gelagerten Federhauses in der Ebene der Feder angeordnet werden kann. Das innere Federende ist zweckmäßig an einer feststehenden Hülse befestigt, die gleichzeitig als Lagerbuchse für die Radachse dient.
In der Zeichnung zeigt Figur 1 einen Schnitt durch das Triebwerk einer Schmalfilmkamera und Figur 2 eine Draufsicht auf die Anordnung des Federhauses in kleinerem Maßstab.
Die Kamera enthält zwei Platinen 1 und 2, zwischen denen das Federhaus und die zum Antrieb erforderliche Übersetzungsgetriebe, Kupplungen usw. untergebracht sind. Die Platine 1 trägt eine Hülse 3, deren Außendurchmesser dem Innendurchmesser der Feder entspricht. Im Innern der Hülse ist die Achse 4 des Triebwerkes gelagert. Diese Achse ist auf der anderen Seite mit einem Zapfen 5 in der Platine 2 gelagert. Auf der Achse 4 befindet sich das Federhaus 6, das mit dieser Achse aus einem Stück gefertigt sein kann. Der lichte Durchmesser dieses Federhauses entspricht dem äußeren maximalen Federdurchmesser. Auf der Außenseite des Federhauses 6 ist ein Zahnkranz 7 angeordnet. Die Feder, die in der Figur 1 nicht dargestellt ist, ist mit ihrem inneren Ende an der Hülse 3 befestigt, während das äußere Ende am inneren Umfang des Federhauses 6 eingehängt ist. Diese Lage der Feder geht auch aus Figur 2 hervor, in der die Feder 8 schematisch angedeutet ist. Mit dem Zahnkranz 7 steht ein Zahnrad 9 in Eingriff, das auf der Welle des Aufzugshebels befestigt ist.
Wird der Aufzugshebel, der z.B. über ein Vierkant mit der Welle 10 des Rades 9 in Eingriff gebracht wird, gedreht, so überträgt er seine Drehbewegung auf das Federhaus 6, sodaß die Feder von außen her aufgezogen wird. Dabei legen sich die Federwindungen um die Hülse 3.
Bei Aufhebung der Hemmung des Werkes entspannt sich die Feder und gibt entgegengesetzt zur Aufzugsrichtung ihre Kraft an das Rad 9 und die Achse dieses Rades wieder ab. Dabei legen sich die Federwindungen an die Innenwand des Aufzugsrades.
Mit der Achse des Rades 9 sind die angetriebenen Teile der Kamera, nämlich die Schaltwelle mit Verschlußflügel und Excenter für den Greiferantrieb sowie die Geschwindigkeitsreglerwelle verbunden. Diese Verbindung erfolgt zweckmäßig über je ein Schneckenrad und eine Schnecke, wobei die beiden Schneckenräder direkt auf der Achse des Rades 9 befestigt sein können. Damit die angetriebenen Teile nur in der Ablaufrichtung mitgenommen werden, ist zweckmäßig ein Federgesperre geeigneter Ausführung vorgesehen, durch das die angetriebenen Teile bei dem Aufzug des Triebwerkes abgekuppelt sind.
Die Anordnung hat den Vorteil, daß der Abstand zwischen den Platinen nahezu vollständig für die Unterbringung der Feder ausgenützt werden kann, da es nicht notwendig ist, anstelle des Zahnkranzes 7 ein besonderes Zahnrad vorzusehen. Das umlaufende Federhaus eignet sich ferner zur Anbringung einer Rutschkupplung für den Antrieb der Filmkamera und Aufwickelachse, die nicht statt mit dem Triebwerk verbunden werden darf. Hier ist in Verbindung mit dem umlaufenden Federhaus eine Anordnung besonders zweckmäßig, bei der ein mit der Filmaufwickelachse verbundenes kleines Reibrad zwischen zwei kreisringförmigen Reibscheiben umläuft, die auf dem Federhaus befestigt sind.
Die Erfindung ist nicht an die besonders im Ausführungsbeispiel gezeigte konstruktive Durchführung gebunden, sondern kann je nach den Erfordernissen in zweckentsprechender Weise abgeändert werden.
Claims (5)
1. Federtriebwerk für Filmkameras, insbesondere Amateur-Schmalfilmkameras in Taschenformat, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (8) mit ihrem inneren Ende fest eingespannt ist und der Aufzug und die Kraftabnahme über einen außen am drehbaren Federhaus (6) angebrachten Zahnkranz (7) erfolgt.
2. Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnkranz (7) in der Ebene der Feder (8) liegt.
3. Triebwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Federende an einer feststehenden Hülse (3) befestigt ist, die als Lagerbuchse für die Federhausachse (4) dient.
4. Triebwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schaltwelle und des Geschwindigkeitsreglers der Kamera von der Aufzugsachse aus zweckmäßig über Schneckenradgetriebe erfolgt.
5. Triebwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Filmaufwickelachse über eine Rutschkupplung vom Federhaus aus erfolgt.
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