DEP0051935DA - Eiszelle - Google Patents

Eiszelle

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Publication number
DEP0051935DA
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DE
Germany
Prior art keywords
lead
alloy
ice cell
eutectic
ice
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Gottfried Hurtz
Original Assignee
Anton Hurtz Fabrik für Eis- u. Kältemaschinen-Bedarf, Breyell
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Description

Man hat bereits vorgeschlagen, Eiszellen mit zwei verschiedenen Metallüberzügen zu versehen, insbesondere hat man, um den den besonderen Korrosionseinflüssen unterliegenden aus der Sole herausragenden Eiszellenkopf zu schützen, bereits vorgeschlagen, die ganze Eiszelle zu verbleien und nachfolgend den Eiszellenkopf zu verzinken oder zu verzinnen.
Wird eine solche Verzinkung in Form einer Feuerverzinkung durchgeführt, so hat dies den Nachteil, dass das Blei des ersten Ueberzuges grösstenteils abschmilzt und, dass nur Spuren von demselben haften bleiben, die als Bindemittel zwischen Eisen und Zink dienen.
Ueberdies verbleibt an der Grenzstelle zwischen Zinküberzug und dem ursprünglichen Bleiüberzug ein ungeschützter Streifen, wo zwar kein Zink hingekommen ist, wohl aber der Bleiüberzug infolge der höheren Temperatur des Zinks abschmilzt oder so geschwächt wird, dass er keinen genügenden Schutz mehr bieten kann. Das Auftreten dieses ungenügend geschützten Streifens ist kaum zu vermeiden, da der Eiszellenkopf erfahrungsgemäss solange im Zinkbad verbleiben muss, bis er die Temperatur des Zinkbades angenommen hat, das das Zink sonst nicht haften würde.
Dieser ungenügend geschützte Grenzstreifen ist aber gerade diejenige Stelle, an der die Eiszelle ohnehin schon am meisten den zerstörenden Einflüssen ausgesetzt ist, zumal infolge des wechselnden Solestandes dieser Grenzstreifen in dauerndem Wechsel einmal von der Sole bespült wird, ein andermal aus der Sole in die feuchte Luft hinausragt. Hierbei kommt das verzinkte Oberteil der Eiszelle mit einer Salzsole in Verbindung, wodurch ein Element gebildet wird und elektrolytische Ströme entstehen, sodass der Grenzstreifen zwischen Blei- und Zinküberzügen im praktischen Gebrauch noch mehr gefährdet ist.
Bei Verwendung von Zinn braucht man, um einen dichten Schutzüberzug zu erhalten, verhältnismässig grosse Mengen dieses teuren Metalls. Auch begünstigen die niedrigen Temperaturen, unter denen die Eiszellen verwandt werden, das Auftreten der unter den Sammelnamen "Zinnpest" bekannten, die Zinnschicht zerstörenden Einflüsse. Zinnüberzüge sind im übrigen nicht korrosionsfest und gegenüber mechanischen Beanspruchungen zu weich.
Anmeldungsgemäss wird eine Verbesserung derartiger Eiszellen dadurch erzielt, dass zur Herstellung des zweiten Ueberzugs, insbesondere für den Eiszellenkopf, eine eutektische Legierung aus Blei mit den Schmelzpunkt der Legierung erniedrigenden Metallen, insbesondere mit Antimon, Wismut, Zinn oder dergleichen benutzt wird. Versuche haben gezeigt, dass sich z. B. eine eutektische Legierung von 87% Blei und 13% Antimon vorzüglich zur Herstellung eines zweiten Ueberzugs, insbesondere für den Kopf von Eiszellen, eignet. Man erhält dadurch harte korro- sionsbeständige und verschleissfeste metallische Ueberzüge unter gleichzeitiger Schonung des darunter liegenden ersten Bleiüberzugs. Der Schmelzpunkt des Bleis liegt bei 327°, während der Schmelzpunkt der eutektischen Blei-Antimon-Legierung (87% Blei und 13% Antimon) bei 246°C liegt.
Man kann demnach vorteilhaft so arbeiten, dass man die zweite Verbleiung, also die Aufbringung des für den Zellenkopf bestimmten Ueberzugs, bei einer Temperatur von 250 - 260°C vornimmt. Man erzielt so eine rasches Erstarren des Ueberzugs, der sich durch seine Haftfähigkeit auszeichnet, wobei gegenüber der Verwendung von Metallen mit höherem Schmelzpunkt die Gefahr einer Bleiabschmelzung vermieden wird.
Man kann auch tiefschmelzende Nachverbleiungsbäder mit 2 - 8% Antimon und 2 - 6% Zinn verwenden. Ferner lassen sich die Komponenten Antimon und Zinn gegebenenfalls auch durch Wismut und Cadmium ersetzen.
Anstatt die Eiszelle zunächst mit einem vollständigen Ueberzug aus Blei zu versehen und alsdann den Eiszellenkopf durch einen eutektischen Bleiüberzug zu schützen, kann man auch so vorgehen, dass man z. B. den Eiszellenrumpf verbleit und den Eiszellenkopf ein oder mehrmals mit dem eutektischen Bleiüberzug überzieht. Dabei müssen der Bleiüberzug des Rumpfes und der eutektische Ueberzug des Eiszellenkopfes sich zweckmässig an ihrer Grenzlinie um ein gewisses Mass überdecken. Es genügt gegebenenfalls auch ein einziger Ueberzug der ganzen Eiszelle mit einer eutektischen Bleilegierung, da die Härte und Dauerhaftigkeit dieser eutektischen Ueberzüge eine ganz hervorragende ist.
Unter Bezeichnung "eutektische Legierung" werden vorstehend auch solche Legierungen verstanden, die zwar nicht genau einer eutektischen Legierung entsprechen, sich derselben aber im gewissen Masse insofern nähern, als durch das tatsächlich gegebene Mischungsverhältnis der Schmelzpunkt der Legierung gegenüber dem Schmelzpunkt eines reinen Bleiüberzugs wesentlich herabgesetzt ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Anmeldungsgegenstandes beispielsweise und schaubildlich dargestellt.
Das Bezugszeichen 1 bezeichnet den Körper der Eiszelle, der vollständig innen und aussen mit einem Bleiüberzug versehen ist. Ueber diesen Bleiüberzug ist ein Kopf der Eiszelle noch ein zweiter Ueberzug 2 vorgesehen, der aus einer eutektischen Legierung, z. B. einer Blei-Antimon-Legierung besteht.

Claims (4)

1.) Eiszelle, dadurch gekennzeichnet, dass die korrosiven Einflüssen ausgesetzten Teile, insbesondere der Eiszellenkopf, mit einer eutektischen Blei-Legierung, insbesondere mit einer eutektischen Blei/Antimon-Legierung oder einer Blei/Wismut-Legierung geschützt sind.
2.) Eiszelle nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, dass ausser Antimon und Wismut oder anstatt derselben, als eutektische Bestandteile der Legierung Cadmium und Zinn zugeführt werden.
3.) Eiszelle nach Ansprüchen 1 - 2), dadurch gekennzeichnet, dass die ganze Eiszelle oder auch nur ihr Rumpfteil mit einem Grundüberzug, insbesondere mit einer Verbleiung versehen ist, während der verbleite oder unverbleite Kopfteil einen Ueberzug aus einer eutektischen Blei-Legierung erhält.
4.) Eiszelle nach Ansprüchen 2 - 3), dadurch gekennzeichnet, dass die ganze Eiszelle mit einem Schutzüberzug aus einer eutektischen Blei-Legierung, insbesondere aus einer Blei/Antimon- oder Blei/Wismut-Legierung versehen ist.

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