DEP0051032DA - Förderbandantrieb - Google Patents
FörderbandantriebInfo
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Description
Bei Antrieben von Förderbandtrommeln ist es bereits bekannt, eine Anfahrkupplung auf hydraulischer Grundlage, d. h. eine sog. Strömungskupplung, zu verwenden, welche die Aufgabe hat, das Anfahrmoment zur Schonung des Bandes und zur zeitlichen Verkürzung der Stromstöße zu verringern, was besonders bei Antrieb durch Kurzschlußmotoren von Bedeutung ist.
Im Gegensatz hierzu besteht die Erfindung in der Verwendung eines stufenlos schaltbaren und umkehrbaren hydraulischen Zwischengetriebes zwischen den Bandtrommeln und dem Elektromotor. Mit dieser Antriebsart läßt sich durch stufenlose Regelung (des aus einem Pumpen- und einem Motorteil bestehenden Getriebes) jede beliebige Fördergeschwindigkeit einstellen und bei Bandantrieben eine besonders in der Untertageförderung willkommene gedrängte Bauart des ganzen Antriebs und bei mehreren vom Förderband nacheinander umlaufenden Antriebstrommeln eine den günstigsten Bandspannungsverlauf bewirkende Verteilung der Antriebsleistung durch Zuordnung je eines Flüssigkeitsmotors zu jeder Antriebstrommel erzielen. Hierbei kann man schließlich das hydraulische Zwischengetriebe nur an einer Trommel anordnen und die anderen Trommeln ausschließlich durch Zahnradgetriebe mit einem gegebenenfalls auch abschaltbaren Elektromotor verbinden. Diese Anordnung kommt dann infrage, wenn z. B. geringe Bandgeschwindigkeit bei geringer Beladung längere Zeit aufrecht erhalten werden soll.
Ausführungsformen nach der Erfindung mit weiteren Einzelheiten zeigt die Zeichnung:
Abb. 1 zeigt einen Eintrommelbandantrieb,
Abb. 2 zeigt einen Zweitrommelbandantrieb im Grundriß und die
Abb. 3 und 4 zeigen eine Bandanlage mit Antrieben an beiden Umkehrenden im Aufriß und Grundriß.
In dem eine einzige Bandtrommel 1 enthaltenden Antrieb nach Abb. 1 bezeichnet 2 den Elektromotor, 3 die Kupplung mit dem hydraulischen Zwischengetriebe 4, welches mit Hilfe des Handrades 5 stufenlos für beide Trommeldrehrichtungen regelbar ist und auf seiner Abtriebsseite durch ein Zahnradvorgelege 6 mit der Antriebstrommel 1 getrieblich verbunden ist.
In der Abb. 2 ist an einem Bandantriebskopf mit zwei Antriebstrommeln 1 und 7 auf der einen Seite der Elektromotor 2 mit einer hydraulischen Pumpe 8 und auf der anderen Seite ein größerer Flüssigkeitsmotor 9 durch ein Zahnradvorgelege 10, 11 mit der Vordertrommel 1 und ein schwächerer Flüssigkeitsmotor 12 durch ein Zahnradvorgelege 13, 14 mit der Hintertrommel 7 verbunden, wobei das getriebene Band zuerst auf die Vordertrommel 1 aufläuft und den größeren Teil der Zugkraft bereits von dieser Trommel erhält. Den Flüssigkeitsmotoren wird das Treibmittel durch die Rohre 15 und 16 zugeführt. Das verbrauchte Treibmittel fließt über den Behälter 17 durch die Rohrleitung 18 wieder der Pumpe 8 zu. Da der Treibdruck für beide Flüssigkeitsmotoren der gleiche ist, verteilt sich die Leistungsabgabe der Motoren etwa in dem Verhältnis derjenigen Leistungen, für welche die Flüssigkeitsmotoren bemessen sind. Der stärkere Motor schreibt die Trommeldrehzahl vor, die Drehzahl der hinteren Trommel richtet sich selbsttätig nach der Bandlaufgeschwindigkeit. Durch die Anwendung dieser hydraulischen Zwischengetriebe werden somit Überspannungen im Band vermieden, welche bei Benutzung von zwangläufigen Antrieben unter ungünstigen Umständen im Bandabschnitt zwischen den Trommeln auftreten können.
Bei den in den Abb. 3 und 4 dargestellten Förderbandanlagen ist an beiden Umkehrenden je ein Antrieb vorgesehen, von denen derjenige am Abwurfende die stärkere Antriebsleistung übernimmt und nur ein mechanisches, beispielsweise ein Zahnradgetriebe 19 enthält, welches mit dem Trommelsatz 20 durch eine zweckmäßig ausrückbare Kupplung 21 verbunden ist, während der andere Bandantrieb mit dem Trommelsatz 22 ein hydraulisches Zwischengetriebe 23 in der Anordnung nach Abb. 1 hat.
Wenn mit dieser Bandanlage z. B. im Untertagebetrieb kleine Lasten, wie Ausbauteile, also Grubenstempel und Kappen, mit geringer Geschwindigkeit gefördert werden sollen, kann der stärkere Antrieb bei 21 ausgerückt und das Förderband nur mit dem hydraulisch re-
gelbaren Antrieb 22 gefahren werden. Zum Anfahren wird zweckmäßig der stärkere Antriebs-Elektromotor bei Drehstrombetrieb mit einem Stern-Dreieckanlasser versehen, während der schwächere, auf das hydraulische Zwischengetriebe arbeitende Motor unmittelbar angelassen wird.
Bei den Antrieben von Fördermitteln nach den Abb. 1, 3 und 4 braucht das endlose Fördermittel kein Förderband zu sein, sondern es kann auch eine Förderkette oder ein Förderkettenpaar mit Mitnehmern sein.
Claims (4)
1.) Förderband mit elektrischem Antrieb, gekennzeichnet durch die Anordnung eines hydraulischen Zwischengetriebes mit stufenloser Regelbarkeit und Umkehrbarkeit zwischen dem Antriebsmotor und der (oder den) Bandantriebstrommel(n).
2.) Förderbandantrieb mit mehreren Antriebstrommeln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines gemeinsamen elektrischen Antriebes jeder Antriebstrommel ein Flüssigkeitsmotor verschieden großer Leistung zugeordnet ist.
3.) Förderbandantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor und die von ihm getriebene Flüssigkeitspumpe auf der einen Seite der Bandantriebstrommeln und der Flüssigkeitsmotor (oder die beiden Flüssigkeitsmotoren) mit Zahnradvorgelege auf der anderen Seite der Bandantriebstrommeln angeordnet sind.
4.) Förderbandantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei getrennt, beispielsweise an beiden Bandumkehrenden angeordneten Antrieben der eine Antrieb ein hydraulisches Zwischengetriebe und der andere Antrieb zwischen Elektromotor und Antriebstrommel ein ausrückbares mechanisches Zwischengetriebe hat.
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