DEP0048916DA - Trockenverfahren, insbesondere für Holz. - Google Patents

Trockenverfahren, insbesondere für Holz.

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DEP0048916DA
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Germany
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drying
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Robert Oberboihingen Hildebrand (Kr. Nürtingen)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Holz und ähnlichen Gütern, wobei das zu trocknende Gut in einer Kammer auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und dann durch ein heisses Medium, dessen Wasserdampfdruck unterhalb des der Siedetemperatur entsprechenden Wassedampfdruckes liegt, z. B. durch ein Dampf-Luft-Gemisch getrocknet wird.
Zur Durchführung solcher Verfahren wurden bisher Kammern benützt, die, soweit sie nicht elektrisch beheizt waren, mit Hilfe von entlang den Kammerwänden angeordneten Dampfdurchflussrohrleitungen erwärmt wurden. Ebenso wurde auch das Trockenmedium durch Vorbeileiten an dampfdurchströmten Rohren erhitzt. Dieses Verfahren hat sich nicht als sehr wirtschaftlich erwiesen, weil der Wärmeübergang durch die Rohrleitungen und gegebenenfalls auch noch durch die Kammerwände nicht verlustlos vonstatten gehen kann.
Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass sowohl während der Aufheizperiode des Feuchtgutes als auch während der eigentlichen Trockenperiode die Heizung der Kammeratmosphäre durch Einleiten von Dampf unmittelbar in die Kammer erfolgt. Dabei kann man während der Aufheizperiode vorteilhafterweise Sattdampf benützen, der bei gewöhnlichem Atmosphärischen Druck die Kammer und das Feuchtgut auf bis 100°C und bei Überdruck auch bis auf über 100°C erwärmen kann.
Zur Aufheizung des Trockenmediums benützt man zweckmässiger überhitzten Dampf, der beispielsweise einfach der zum Trocknen zu benützenden Luft beigemischt werden kann. Das Mischungsverhältnis Dampf:Luft kann man dabei entsprechend der gewünschten Temperatur und dem gewünschten Wasserdampfpartialdruck wählen. Wenn bei hohen Temperaturen getrocknet werden soll, ist es besonders zweckmässig, reinen überhitzten Dampf ohne Luftbeimischung zu verwenden.
Gegenbenenfalls kann man innerhalb der Kammer noch zusätzliche Heizkörper zur Temperaturregelung vorsehen. Vorteilhafter ist es aber, die Regelung ausschliesslich durch den Zustand des ausserhalb der Kammer erzeugten und gegebenenfalls überhitzten Dampfes zu bewirken. In diesem Falle erhält man eine besonders einfache und billige Kammer, die sich auch sehr leicht abdichten lässt.
An sich ist das unmittelbare Einleiten von Dampf in eine Holztrockenkammer bereits bekannt, es wurde jedoch bis jetzt nur zeitweilig zum Zwecke der Milderung der Trockenwirkung und zur Aufschliessung der Zellen ausserhalb der eigentlichen Trockenperioden angewendet. Diese bekannte Dämpfung wurde bei Temperaturen zwischen 70 und 80°C durchgeführt.
Auch die Anwendung von über 100°C heissem überhitztem Dampf als Trockenmittel wurde schon vorgeschlagen, jedoch nur für bereits vorgetrocknetes und lediglich durch beim Verleimen aufgenommenes Wasser wieder leicht anfeuchtetes Holz, das durch Anwendung von besonderen Rahmen und Pressen versteift ist.

Claims (5)

1. Trockenverfahren, insbesondere für Holz, wobei das Feuchtgut in einer Kammer zunächst auf eine bestimmte Temperatur erhitzt wird (Aufheizperiode) und dann durch ein heisses Medium, dessen Wasserdampfdruck unterhalb des der Siedetemperatur entsprechenden Wasserdampfdruckes liegt, getrocknet wird (Trockenperiode), dadurch gekennzeichnet, dass sowohl während der Aufheizperiode des Feuchtgutes als auch während der eigentlichen Trockenperiode die Heizung der Kammeratmosphäre durch Einleiten von Dampf unmittelbar in die Kammer erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während der Aufheizperiode Sattdampf und während der Trockenperiode ein Dampf-Luft-Gemisch eingeleitet wird, dessen Temperatur höher ist, als die dem Dampfpartialdruck entsprechende Sättigungstemperatur.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass während der eigentlichen Trockenperiode ausschliesslich überhitzter Dampf eingeleitet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung und Überhitzung des zur Trocknung benützten Dampfes ausserhalb der Trockenkammer erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 oder 4, gekennzeichnet durch die Anwendung von überhitztem Dampf mit Temperaturen von über 100° C.

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