DEP0056016DA - Verfahren zum Trocknen von Holz - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von HolzInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Holz und ähnlichen Gütern in einer Kammer, die bzw. deren Trockenmedium dampf-, rauch-, gas- oder druckwasserbeheizt wird, und bei dem der Feuchtigkeitsgehalt des Trockengutes durch Variierung der Kammertemperatur und damit der relativen Feuchtigkeit des Trockenmediums geregelt wird.
Es ist bekannt, die Trockenkammer bzw. das Trockenmedium mit Hilfe von dampf-, rauchgas- oder druckwasserdurchströmten Heizregistern oder mit Hilfe von elektrischen Heizkörpern aufzuheizen. Die erste Methode ist besonders dann, wenn Abdampf oder billiges Heizmaterial zur Verfügung steht, verhältnismässig wirtschaftlich. Sie erschwert aber eine bequeme Temperaturregelung der Kammer. Besonders wenn bei Temperaturen über 100°C getrocknet werden soll und man dabei die beim Kondensieren des Dampfes freiwerdende Verdampfungswärme ausnützen will, macht die Regelung einer Dampfheizung gewisse Schwierigkeiten, weil in diesem Falle mit über 1 ata gespanntem Dampf gearbeitet werden muss, dessen Spannung zwecks Regelung der Kondensationstemperatur veränderbar sein soll. Elektrische Heizungen lassen sich demgegenüber wesentlich leichter regeln, dafür sind sie aber im Betrieb normalerweise auch erheblich teuerer.
Ein eingangs erwähntes Verfahren wird daher gemäss der Erfindung derart durchgeführt, dass die mit einem Medium, dessen Temperatur über der höchsten zu erreichenden Kammertemperatur liegt, beheizten Heizregister so bemessen sind, dass durch sie die Aufrechterhaltung der niedrigsten, in der Kammer angewandten Trocknungstemperatur gewährleistet ist, und dass die Regelung der Kammertemperatur durch ein ausserdem in die Kammer eingebautes elektrisches Heizgerät bewirkt wird.
Wie bereits erwähnt, werden nun die beiden Heizmethoden in wirtschaftlicher Weise derart miteinander kombiniert, dass die Kammer bzw. das Trockenmedium mittels dampf-, rauchgas- oder druckwasserdurchströmter Heizregister beheizt wird, die so bemessen sind, dass durch sie die Aufrechterhaltung der niedrigsten, während der Trocknungsperiode vorkommenden Temperatur gewährleistet ist, und dass die Regelung der Kammertemperatur durch ein ausserdem in die Kammer eingebautes elektrisches Heizgerät erfolgt. Dabei kann man den überwiegenden Teil der aufzuwendenden Wärmeenergie der billigen Dampf- bzw. Vorheizung entnehmen, während die elektrische Heizung jeweils nur die verhältnismässig kleinen Wärmemengen zu liefern hat, die zum Erreichen der bei fortschreitender Trocknung notwendigen Temperatursteigerungen erforderlich sind.
Um, wie bereits schon erwähnt, zu vermeiden, dass die von der elektrischen Heizung gelieferte Wärmeenergie teilweise durch die Vorheizung aufgenommen wird, beschickt man letztere mit einem Medium, dessen Temperatur über der höchsten zu erreichenden Kammertemperatur liegt.
Vorzugsweise beschickt man eine als Dampfheizung ausgebildete Vorheizung mit Dampf von einer solchen Spannung, dass die zugehörige Sättigungstemperatur über der höchsten zu erreichenden Kammertemperatur liegt, so dass es möglich ist, die beim Kondensieren des Dampfes entstehende freiwerdende Wärme zu benutzen. Beispielweise kann man die Dampfheizung mit
Dampf von 1,5 ata beschicken, der bei etwa 110°C kondensiert. Man kann dann ohne weiteres eine höchste Kammertemperatur von etwa 108°C vorsehen, ohne dass zu befürchten ist, dass bei diesem Zustand Wärme vom Trockenmedium auf die Dampfheizung übergeht und dabei verlorengeht. Die niedrigste Kammertemperatur wählt man zweckmässigerweise so, dass sie wenig über dem Siedepunkt des Wassers bei gewöhnlichem Atmosphärendruck liegt.
Da die Dampfheizung erfindungsgemäss so ausgebildet ist, dass sie eine niedrigste Temperatur allein aufrechterhält, liefert sie die ganze zur Aufheizung des Trockengutes und zur Verdampfung des in ihm enthaltenen Wassers erforderliche Wärmeenergie, während die elektrische Heizung nur noch die verhältnismässig kleine Wärmemenge zu liefern hat, die zur weiteren Aufheizung um wenige Grade Celsius notwendig ist. Der gewählte Temperaturbereich genügt auch vollkommen für eine einwandfreie Steuerung des Trocknungsprozesses, da bei einer Temperatur von 100°C noch eine relative Feuchtigkeit des Trockenmediums von 100% möglich ist, während die höchstmögliche relative Feuchtigkeit bei 108°C schon auf etwa 70% absinkt, was gemäss dem hygroskopischen Gleichgewicht einer Holzfeuchtigkeit von etwa 8% entspricht.
Die Regelung der elektrischen zusätzlichen Heizung kann selbsttätig nach irgend einem bekannten Verfahren gesteuert werden. Besonderes zweckmässig ist es, die Steuerung durch ein auf den Feuchtigkeitsgehalt des Trockengutes ansprechendes Gerät zu bewirken, da in diesem Falle überhaupt keine Wartung der Kammer mehr notwendig ist.
Claims (3)
1. Verfahren zum Trocknen von Holz und ähnlichen Gütern in einer Kammer, deren Trockenmedium dampf-, rauchgas- oder druckwasser-beheizt wird, und bei dem der Feuchtigkeitsgehalt des Trockengutes durch Variieren der Kammertemperatur geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Medium, dessen Temperatur über der höchsten zu erreichenden Kammertemperatur liegt, beheizten Heizregister so bemessen sind, dass durch sie die Aufrechterhaltung der niedrigsten, in der Kammer angewandten Trocknungs-Temperatur gewährleistet ist, und dass die Regelung der Kammertemperatur durch ein ausserdem in die Kammer eingebautes elektrisches Heizgerät bewirkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung dampfdurchströmter Heizregister diese mit Dampf von einer solchen Spannung beschickt werden, dass die zugehörige Sättigungstemperatur über der höchsten zu erreichenden Kammertemperatur liegt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der zusätzlichen elektrischen Heizung selbsttätig durch ein auf den Feuchtigkeitsgehalt des Trockengutes ansprechendes Gerät gesteuert wird.
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