DEM0005261MA - Verfahren der Aufheizung bei der Trocknung mit Temperaturen über 100° - Google Patents
Verfahren der Aufheizung bei der Trocknung mit Temperaturen über 100°Info
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Description
Bei der Trocknung mit Temperaturen über 100° wurde seither in der Weise verfahren, dass die angestrebte Hochtemperatur von beispielsweise 120° durch gleichbleibende Energiezufuhr in einem Zug zu erreichen versucht wurde.
Nachteilig an diesem Verfahren ist die Tatsache, dass bei dem raschen Hochfahren über 100° empfindliches Trockengut unter Umständen verschalt, weil bei steigender Temperatur über 100°C die maximal erreichbare Feuchtigkeit des Trockenmediums immer mehr abnimmt. Es kann deshalb eine zu rasche Austrocknung der Oberfläche des Trockengutes eintreten, die ein Abreissen des Feuchtigkeitsflusses von innen nach aussen bewirkt, so dass das Trockengut beschädigt wird.
Das neue Verfahren gliedert die Aufheizung in zwei Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird mit der vollen verfügbaren Energie bis auf ca. 100°C oder eine dem Trockengut mit Sicherheit zuträgliche höhere Temperatur aufgeheizt, nötigenfalls unter Zusatz von Fremdfeuchtigkeit. Im zweiten Abschnitt wird nur noch so viel Wärme zugeführt, als erforderlich ist, um die angestrebte Hochtemperatur in einem auf Grund von Erfahrungswerten ermittelten Zeitraum zu erreichen, welcher ausreicht, Verschalungserscheinungen zu verhindern.
Der weitere Verlauf der Trocknung erfolgt in der bekannten Art mit konstanter Hochtemperatur und konstanter Feuchtigkeit oder konstanter Hochtemperatur und fallender Feuchtigkeit durch Zuführung von Frischluft. Es ist ferner bekannt, nach diesem dritten Trockenabschnitt einen vierten anzufügen, bei welchem durch reine Umwälzung ohne weitere Wärmezufuhr die potentielle Wärmeenergie zu einer Resttrocknung verwertet wird.
Claims (2)
1.) Aufheiz-Verfahren bei der Trocknung mit Temperaturen über 100°C, bestehend aus einem Aufheiz- und einem oder mehreren eigentlichen Trockenabschnitten, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufheizabschnitt in zwei Abschnitte unterteilt ist, wobei im ersten möglichst die volle verfügbare Energie zur Aufwärmung auf ca. 100°C oder eine dem Trockengut noch zuträgliche höhere Temperatur verwendet ist, während im zweiten nur noch so viel Wärme zugeführt wird, als erforderlich ist, um die angestrebte Hochtemperatur in einem dem Trockengut zuträglichen Zeitraum zu erreichen.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Beginn und Ende des zweiten Abschnittes durch geeignete Mittel automatisch herbeigeführt werden.
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