DEP0047474DA - - Google Patents

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DEP0047474DA
DEP0047474DA DEP0047474DA DE P0047474D A DEP0047474D A DE P0047474DA DE P0047474D A DEP0047474D A DE P0047474DA
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Edmund Steven, Sanderbusch i/01dbg.,den 29.Juni 1949
Ingenieur,
(23) Sanderbusch 1/Qldbg.
bei 7/ilhelmshaven. #0Π ι f n
Alt ersheim· lL j. Jj
Afctenz.: ρ 47474 IX ty42 1 D
Patentanmeldung ·
Verfahren und Vorrichtung zum Messen des Kohlensäure* und Alkoholgehaltes kohlensaurer und alkoholischer üetränke.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen des Kohlensäure· und Alkoholgehaltes kohlensaurer und alkoholischer Getränke.
Die Erfindung soll hauptsächlich für in größeren Tanks eingelagerten, mit etwa 8 atü Kohlensäuredruck imprägnierten Süßmost Anwendung finden, aber auch für tanks, in denen in neuerer Zeit Süßmost direkt zu Schaumwein (Sekt) vergärt wird und schließlich für Tanke, in denen nach neuestem Verfahren Most unter Kohlensäuredruck und daher mit verzögerter und regulierbarer, der sogenannten gezügelten Gärung zu lein vergärt·
Das in fanks lagernde und mit hohem Kohlensäuredrucic imprägnierte oder gärenäe Getränk muß fortlaufend auf seinen Kohlensäure« und Alkoholgehalt geprüft werden· J>urch Unachtsamkeit oder durch irgendeine Undichtheit im Kohlensäureraum des Tanks könnten grüQere kengen Kohlensäure verloren gehen, wodurch ein Druckabfall und damit eine uintgasung des Getränkes ußd bei outmost unbeabsichtigt üärung eintritt.
Wird nach dem entstandenen Druckabfall der Kohlensäuredruck im Tank, wieder auf 6 · 8 atü ergänzt, so dauert es, je
nach
nach der Größe des Flüssigkeitsspiegels, der mit der kohlensäure in Berührung steht, und der Getränkehöhe, mehrere Tage bis das Getränk wieder, entsprechend dem Druckmesserstand, gesättigt ist. Voraussetzung ist bei diesem Nachimprägnieren, was besondere für Süßmost zutrifft, daß der &.Qhlensäuredruck Im lank konstant auf 7#5 - 8 atü für Süßmost und etwa 6 atü für Schaumwein gehalten wird. Die Anzeige eines Druckmessers an einem Gretränketank 1st für die Beurteilung des Kohlensäure* gehalten des tie trankest da er nur den das Getränk überlagernden Üohlensäuredruck anzeigt.
Bas Wesentliche des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in einer Aufeinanderfolge folgender Maßnahmen zu erblicken:
a) daß man aus einem unter hohem JLöhlensäuredruck stehenden Getränketank mittels einer Handpumpe, die mit einem Druck» messer, Absperrorganen und einer Flaschenfülleinrichtung ausgerüstet ist, eine Setränkeprobe ohne Druck- und Alkohol verlust entnimmt und eine kurze Druckminderung vornimmt, worauf der druckmesser den üohlensäuregehalt der üetränkeprobe anzeigt,
b) daß die Getränkeprobe dann in eine IeSflasche gedruckt und daraus die Kohlensäure abgesaugt und in die /uißenatmosphäre mit der .Pumpe gedrückt wird,
c) daß danach der Alkohol aus dem Getränk in der iweßflasche durch Anwendung erhöhten Vakuums abgesaugt und mittels der .Pumpe entweder in die Außenatmosphäre oder durch Kühlrohre als Destillat in eine andere Flasche gedrückt wird,
so daß dann die Alkoholmenge entweder als Destillat oder am öetränkeschwund in der keSflasche gemessen werden kann·
Zur
Zur Durchführung dieses Verfahrens wird erfindungsgemäß eine Handpumpe mit Saug- und Druckwirkung benutzt, die mit AbsperrOrganen, einem vereinigten Überdruck- und Vakuummesser und einer Flaschenfülleinrichtung ausgerüstet ist und die einer Rohrverschraubung direkt mit einem G-etränketank oder als Tischapparat durch einen Schlauch mit dem Getränketank verbunden werden kann.
&in Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt·
Abbildung 1 zeigt die Vorrichtung im aufrechten Länganschnitt mit abgebrochener Kolbenspindel %
Abbildung 2 geigt die Vorrichtung in Seitenansicht; es ist nur der Dreiweghahn D mit dem daran angeschraubten Flaschenfülllaundstück E ge schnitt ei dargestellt.
Abbildung 3 veranschaulicht eine Draufsicht. Abbildung 4 stellt einen Schnitt durch das untere Pumpenteil und die darin sitzende lösbare Kolbenspindelmutter 4 dar. Abbildung 5 zefcgt das Dreiweghahngehäuse D mit umgestelltem Dreiweghahnküken im Schnitt dar.
Abbildung 6 zeigt einen durchbohrten Schraubstöpsel ü, der als Füllmundstück für druckfeste Schraubstöpselflaschen dient und gegen das Füllmundstück £ auswechselbar ist* Abbildung 7 stellt ein Füllrohr dar, das auf der Rohrverschraubung 14 der Pumpe befestigt werden kann. Arn anderen Füllrohrende ist ein durchbohrter Schraubstöpsel zum Anschrauben einer öchraubstöpselflasche befestigt·
Die Vorrichtung besteht aus dem j/umpenzylinder 1 mit dem darin gleitenden und doppelt belederten Kolben 2. Die Kolben-
spindel
spindel 3 ist in dem Gewinde der runden kutter 4» die im abschraubbaren Pumpendeckel 5 sitzt, drehbar gelagert und mit dem Kolben 2 lose gekuppelt, Durch einen Steckstift 6, der in eine Ausrundung 7 in der Mutter 4 eingreift, ist diese blockiert, so daß die Mutter 4 sich weder drehen noch verschieben laut und daher der Kolben 2 nur durch Drehen der üolbenspindel 3 an der Handkurbel 8 bewegt werden kann. Im. Oberteil der Pumpe befindet sich ein federbelastetes, selbst* schließendes Spindel ventil 9» das durch einen Fingerhebel geöffnet und durch die Druckfeder 11 wieder geschlossen wird. kit dem auf dem .fuinpenzy linder 1 gleitenden Sperrtng 13 wird der Handhebel 10 automatisch gesperrt. Mit der Hohrverschraubung 14 wird die ganze Vorrichtung zur Getränkeprobeentnahme an einen Getränketank geschraubt. Der Überdruokmesser und Vakuummeter 15 steht durch die Bohrungen 16 und 17 mit dem Ventilraum 18 in Verbindung· Ber Breiweghahn ö 1st mit einer Flügel schraube 19 leicht lösbar an den ifumpenkopf angeschraubt· im dem unteren Oewindestutzen des i>reiwegnahnes ist ein geschlossener Sammeltrichter 2O9 der zur Aufnahme der aus der keßflasche durch die aufsteigende (läse mitgerissene Qe tränketeilchen dient, angeordnet. Das konische« weiche Gummimundstüek 21 ist auf das unter den Saauaeltrichter gelötete Füllröhrchen 22 gesteckt· Der durchbohrte Schraubstöpsel i* mit konischer Cxummidichtung 2^C kann wahlweise zum Füllen von druckfesten schraubstöpselflaschen anstelle der Flasc&enfülleinrichtung E unter den ürelweghahn geschraubt werden.
Die Plasehenkleaäiae C besteht aus dem Flaschenteller mit Gleitspindel 24, Stellring 25t Druckfeder 26, verstellbarem
barem Halter 27 und aufklappbarer jilemmschelle 9 die mit nur einer Klemmschraube 29 auf die untere Pumpenarmatur schnell lösbar aufgeklemmt ist· Die MeSflasche 30 von bestimmtem Inhalt, die zwischen das Oummiiaundstiick 21 und die Flasehenklemme C eingeklemmt ist, besitzt auf dem zylindrischen Flaschenhals eine Skala· Einteilung in cm~5.
Das Fallrohr 31 kann mit seinem Gewindeteil an der Verschraubung 14 befestigt werden. Am anderen Füllrohrende ist ein durchbohrter Schraubstöpsel 52 mit konischer tiummidichtunf aufgeschraubt, so daß auch an dieser Stelle Schraubstöpselflaschen mit dem G-etränlceinhalt der i*umpe oder mit dem betränke· oder Gasinhalt der &eiiflasche 3υ angefüllt oder entleert werden können.
Arbeitsweise?·
Der Kolben 2 wird durch Drehen der Handkurbel 8 bis dicht unter den oberen Zylinderdeckel geschoben und der üreiweghahn D so gedreht» daß er den Zuflußkanal 1? verschließt. Dann wird die ganze Vorrichtung druckdicht mit der Rohrverschraubung 14 an einen öewindestutzen eines Getränketankventil geschraubt· Sun wird das Setränketankventil geöffnet und dann mit einem Finger, der den Pumpenzylinder umfassenden Hand, das Spindelventil y durch Anziehen des Fingernebels 10 geöffnet· Bwa wird der kolben durcü langsames Aireneju an der iwurbel 8 bis auf den oo*tre& Boden gesenkt. i>as stark kohlensäurehalt ige Getränk strömt dadurch langsam, ohne Druck- und Kohlensäureverlust und ohne Schaumbildung, mit dem vollen Fülldruck von 6-8 atü aus dem &etränketank in den Pumpen-
zylinder
zylinder ein· Mud. wird die Handkurbel β etwa um 1/ 3 .Drehung wieder angedreht, so daß sich der kolben uia etwa 1- 2 mm vom Zylinderboden anhebt land dementsprechend etwas Getränk In den Se tränke tank jsuriickgedrückt wird· Danach wird das Spindelventil 9 durch Freigabe des Fingerhebels geschlossen. Im Pumpenzylinder herrscht nun der gleiche hydrostatische i'üll druck, der auch im üüümost- oder Sekttank jeweils vorhanden ist. Dreht man nun den Pumpenkolben wieder bis sum Boden, also 1 - 2 mm, an der Handkurbel abwärts, dann tritt in dem eingeschlossenen Getränk, infolge der geringen Raum* vergrößerung, wie am Druckmesser 15 erkennbar, einen Augen· blick eine Druckminderung ein, die aber sofort durch den Druckanstieg Infolge frei werdender kohlensäure, wie an der Umkehr des Druckmessersei^ers erkennbar, wieder ausgeglichen wird. Der Druckmesser 15 zeigt nun nicht mehr den Fülldruck, sondern den durch die Ausdehnung der Kohlensäure entwickelten Imprägnierdruck des Süßmostes oder bei Schaumwein die durch die uärung absorbierte kohlensäuremenge an. Dieser Imprägnier« oder (lärungsdruok kann höchstfalls gleich oder geringer als der jeweilige hydrostatische Tankdruck sein, je nachdem wieviel Kohlensäure das Getränk absorbiert hat. Da nun nach einem physikalischen Gesetz Süßmost, Wein oder Wasser, entsprechend dem jeweils aufgewendeten Xmprägnierdruc bei einer Temperatur von etwa 15° Celsius zahlenmäßig etwa auch die gleiche kenge kohlensäure in Liter absorbieren, d.h. bei 5 atü 5 1, bei 6 atü 6 1 kohlensäure usr., so zeigt der Druckmesser den iLohlensäuregehalt direkt in Liter an, der unter atmosphärischem Druck in 1 Liter Getränk enthalten 1st.
Zeigt der Druckmesser einen geringeren Druck als der lankdruek, so ist daran erkennbar, daß das Getränk im fank nocß nicht mit ^-ohlensäure gesättigt, sondern nur mit näherem sohlensäuredruck überlagert ist.
Hun wird die Getränkeprobe zum Messen des ivlkonalgehaltes in die läeßflasche 30 gedrückt, und es ist dabei asu beachten, daß diese überführung allmählich und bei langsamer Druckentlastung der Getränkeprobe erfolgen muß. bei einer zu schnellen Druckentlastung würde die Kohlensäure stürmisch aus dem ü-etränk aufbrodeln und dabei auch etwas Alkohol mitreißen, ifian verfährt wie folgt:
Das bisher geschlossene Kahnkiiken des Dreiwegehahnes wird so gedreht, daß ein ganz kleiner üffnungsspalt zur ^eßflasche 30 entsteht, wodurch etwas kohlensäure aus dem Getränk in die keBflasche entweichen kann, ist der kohlensaure· druck in der nicht druckfesten Meöflasche auf etwa 11/2 bis 2 atu angestiegen, dann wird die aeßflasche durch den sohlensäuredruek, unter Überwindung der Druckfeder 26» wie ein Sicherheitsventil, etwas abwärts gedrückt, so daß am Jummikonus 21 der &.ohlesäureüberschuia so lange entweicht, bis auch der ^.ohlensäuredruok in der i^uape auf 1 1/2-2 atü, wie am Druckmesser 15 erkennbar, gesunken ist· Hun. wird das Getränk durch langsames Andrehen der Handkurbel ^ in die Meß· flasche gedrückt, wobei immer noch die überschüssige sohlen·· säure am öummikonus 21 ins Freie entweicht. 7?ird die iießfl asche von einer i»uspenfüllung nicht vollt dann entnimmt man nach vorheriger Umstellung des üreiwegenahnes aus dem (ietränketank mit der Fumpe noch eine Setränkeprobe, die dann,
wie
wie bereits beschrieben, in die Meßflasche nachgedruckt wird. Jetzt öffnet man den Dreiweghahn ganz zur .fumpe hxn und senkt langsam den Pumpenkolben 2, so daß dtse restliche kohlensäure aus dem Oeftränk der Meßflasche in den Pumpenzylinder entweicht Dann wird das Hahnküken so umgestellt, daß aus der iTiaipe durch Aufwartsbewegen des Kolbens 2 die Kohlensäure durch die Küken« bohrung 55 ins Freie gedrückt werden kann. Uieser ^au^- und jjruokvorgang wird so lange wiederholt bis der ^ei^er des ■druckmessers auf etwa 40 cm (Quecksilbersäule) Vakuum stehen bleibt.
Sun beginnt das Absaugen des alkohols unter erhöhter Vakuumeinwirkung auf das Me^flatschejage trank, wobei der i"am.penkolben hin und her bewegt und der Dreiweghahn nach jedesmaligem baughub der Pumpe so umbestellt wird, daß die aogesaugte Al· koholmenge durch die Bohrung 3b ins Freie gedrückt werden kann. I*aeh jedesmaligem Saughub muß man vor der Ausübung des Druckhubes einige Sekunden warten, denn der siedende Alkohol steigt langsam in den Flaschenhals auf. Alkohol siedet unter normalem atmosphärischen ±>ruek bei 7ö° Celsius; natürlich, siedet er bei 40 - 50 cm Vakuum (^b) viel ener, aber ©asser siedet bei 1/2 at, also bei etwa 38 cm Quecksilbersäule erst bei 80° Celsius. Die Stitalkoholisierung ist beendet, wößxi bei tiefster Saugstellung des Kolbens der Druckmesserzeiger auf 40 - 50 cm Vakuum stehen bleibt. 2um Prüfen, ob alle Versehraubungen und die beiden Leaermanscaetten des &.0I·» bens 2 vakuumdicht sind, schlieSe man den ^reiwe^iiani: zur Pumpe ab; dann muß das Vakuum auf 40 - 5ü »ω stehen bleiben. In der MeSflasche, die bis an den KuIlstrich gefüllt war, ist
nun
nun der Flüssigkeitsspiegel abgesunken, und. man ersieht an der Skala auf dem Meßflaschenhals, wieviel cm3 alkohol aus dem Getränk der MeSflasche entwichen ist.
Man kann auch den mit der Pumpe aus der lVseßflasche abgesaugten Alkohol durch die Bohrung des Stutzens 35 am Dreiweghajjn und durch ein an diesen Stutzen angeschraubtes kühlrohr als Destillat in eine andere Flasche drücken und vergleichsweise Mit dem Getränkeschwund in der Meßflasche 30 messen· Die Meßflasche wird man selbstverständlich erst dann in die Vorrichtung einklemmen, wenn der Hohlensäuregehalt des eingeschlossenen Getränkes gemessen ist» üan kann auch zum leichteren Absaugen des Alkohols die meßflasche in einem Heißwasserbade auf etwa 40 - 50 ° Celsius erwärmen. Die zweite Flasche zum Bindrücken des aus der Meßflasche 30 abgesaugten Alkohols kann man nach dem Auf .schrauben des Itoppelkrummers 31 auf die Rohrverschraubung 14 auf den iachraubstöpsel 32 schrauben und diese Schraub stop self lasche zum kondensieren des Alkohols abkühlen·
2.um Vornehmen der geschilderten Alkoholmessun^en wird man natürlich die ganze Vorrichtung vom öetränketank abschrauben und sie auf einen Arbeitstisch befestigen, wozu die Befestigungsplatte 34 am Pumpenfuß dient.
soll nur der ^ohlensäuregehalt des iietränkes in einem oder mehreren fanks gemessen werden, dann kann man schnell durch einige Handgriffe die ganze .'.Iköholmeßvorriclitun^ von der Pumpe trennen, Indem man die Klemmschelle 26 Ziaoh Lösen der Klemmschraube 29 und damit die Flaschenklemme C abnimmt und danach auch den ürelweghahn D abschraubt und dafür einen
Verschlußstopfen
Verschlußstopfen In den Pumpenkopf eindreht. Während dieser einfachen toeßvorgängen umfaßt die linke Hand den Pumpenzylinder 1 und wird mit einem Finger dieser Hand der Fingerheöel 10 betätigt, der das selbstschließende spindelventil 9 öffnet und schließt, i&it der rechten Hand wird die Handkurbel 8 gedreht· Hach dem keSvergan& wird die üetränkeprobe wieder in den Tank zurüekgedrückt und die Vorrichtung durch Lösen der Rohrverschraubung 14 vom Getränketank entfernt· 2infacher, bequemer, schneller, sauberer und auch zuverlässiger kann man wohl mit keiner anderen Vorrichtung dieser Art eine mechanische Kohlensäuremessung eines ^etränks vornehmen, um eine druckfeste Flasche zu irgend einem Prüfaweck aus einem ÜJank, der mit Süßmost oder Schaumwein von 6-8 atü Eohlensäuredruck gefüllt ist, ohne Druckverlust abfüllen zu können, verfährt man wie folgt:
Die Pumpe wird mit der Rohrverschraubung 14 an ein (ietränkeentnahmeventil eines fanks geschraubt. Anstelle der Fülleinrichtung £ wird der Schraubstöpsel G geschraubt und darunter druckdicht eine der bekannten Sehraubstöpselflaschen. Die Flaschenklemme C ist in diesem Falle nicht unbedingt erforderlich und kann daher abgeschraubt bleiben· Damit das Getränk ruhig und ohne i-ohlensäureverlust in die Flasche einfließen kann, muß diese mit demselben uofclensäuredruck vorg« füllt werden, der im Tank herrscht. i«an öffnet nun das Getränkeentnahmeventil am Tank und dann am Fin^erhebei 10 das Spindalventil 3t währenddessen der Dreiwegixahn ΰ noch geschlos« den bleibt· Man dreht man den kolben k aus der obersten stellung lan&sarü bis etwa zur «iite des ^lampenzylinders 1 abwärts,
was
was an den auf der Gewindespindel 3 eingeschlagenen Zahlen ns geprüft werden kann· Alsdann schlieft man das Spindelventil $ void, führt den restlichen Saughub der jfumpe aus· dadurch ent* steht über dem Spiegel des eingeschlossenen Betränke ein gasverdünnter Raum, so daß aus dem stark kohlesäurehaltigen Getränk sofort Kohlensäure aufsteigt, die den leeren Raum schnell ausfüllt. .Dadurch tritt ein !»ruckausgleich zwischen dem Uetränke- und Kohlensäureraum etwa zur Hälfte des vorherigen Getränkedruckes ein. Bun wird der Dreiweghahn zur Flasche umgestellt, so daß die Kohlensäure aus der Pumpe In die Flasche einströmt und durch die Druckentlastung noch mehr Kohlensäure aus dem Getränk In der Pumpe aufsteigt. 1st der Druckausgleich zwischen J^umpe und !flasche beendet, was am Druckmesser 15 erkennbar ist, dann wird die restliche Kohlensäuremenge durch Anheben des Kolbens 2 bis zur **umpenraitte in die Flasche nachgedrückt, dann wird der Dreiweghahn wieder geschlossen und die entgaste Oetränkemenge nach dem Offnen des Spindelventils 9 wieder in den ßetränketank zurückgedrüokt. Dann wird abermals eine halbe i^umpenfullun^, Getränk durch halbe Senkung des Kolbens in die Pumpe eingezogen und die überführung der Kohlensäure vorgenommen wie vorhin beschrieben. Der Kohlensäuredruck darf in der Flasche mittels der Pumpe nur so hoch gesteigert werden, bis er mit dem Kohlensäuredruck im Getränketank übereinstimmt, was wiederum am Druckmesser 15 erkennbar xst. Der Kolben wird nun in die oberste Stellung geschoben; ein eventuell noch in der Pumpe vorhandener ÄOhlensäurerest wird dabei durch kurze Umstellung des Breiweghahnes am Stutzen 35 las Freie
abgehlasen
abgeblasen und dann mit dem HahnkUken wieder die Kanalverbindung zwischen Flasche und J?umpe hergestellt. Sann wird das Spindelventil 9 am Fingerhebel 10 geöffnet, wodurch aber wegen des Druckausgleiches zwischen dem Getränketank und aer Flasche in letztere noch kein Getränk einfließen kann· 1Um einen geringen Druckabfall in der Flasche zu erreichen, wird die Schraubstöpseiflasche ein wenig mit der Hand vom Schraubstöpsel G gelockert, so daß dann das Getränk aus dem Sank ruhig in die Flasche einfließt. j.st die Flasche gefüllt, dann läßt man den Fingerhebel 10 los, schraubt die flasche ab und verschließt sie schnell mit einem normalen Schraubstöpsel.
Man kann auch die Pumpe in horizontaler oder etwas geneigter Lage auf einen Arbeitstisch mit der Befestigungsplatte 54 an einen aufrechten Holzklotz aufklemmen. Der Drei' weghahn ύ wird dann um einen Kinkel von 90° gedreht, damxt eine auf den Schraubstöpsel O geschraubte ochraubstöpselflasche senkrecht hängt· Me Flaschanklesame 0 wird in diesem Falle abgeschraubt. Die Rohrverschraubung 14 wird dabei durch einen kurzen Schlauch mit dem Getränketank verbunden. In dieser Horizontallage der .Pumpe kann man die Handkurbel 8 besser betätigen. Auch läßt sich die Pumpe dann, nach Auslösen der ^pindelssutter 4, zum Ausführen von leichten ^ruck- und insbesondere Saugarbeiten schneller betätigen.
2um Ausspülen der Pumpe mit Tasser wird man stets die kolbenspindelmutter 4 auslöser,, urr schnell die Kolbenstange j hin und her sciiieben zu können.
An der kehrvorrichtung kann man auch noch ein liuermometer anbringen, denn es ist wesentlich, daß man auch die
"i-etranketempe rstur
Getränketemperatur bei den ikohlensäuremessungen berücksichtigt. Je kälter das Getränk ist desto mehr kohlensäure nimmt es auf.

Claims (9)

Sanderbusch 1/ Jldbg. bei «ilhelmshaven, den 2*.Juni 1949 Patentansprüche .
1) Verfahren zum kessen des kohlensaure» und Alkoholgehaltes kohlensaurer und alkoholischer Getränke, gekennzeichnet durch die Aufeinanderfolge folgender Maßnahmen:
a) daßman aus einem unter hohem Kohlensäuredruck stehenden Getränketank mittels einer Handpumpe, die mit einem Druckmesser, Absperrorganen und einer Flaschenfülleinrichtung ausgerüstet ist, eine Getränkeprobe ohne Druck- und Alkoholverlust entnimmt und eine kurze Druckminderung vornimmt, worauf der Druckmesser den Kohlensäuregehalt der Qetränkeprobe anzeigt,
b) daß die Getränkeprobe dann in eine &teßflajsche gedrückt und daraus die Kohlensäure abgesaugt und in die AuüenatmoSphäre mit der jfumpe gedruckt wird,
c) daß danach der Alkohol aus dem Getränk in der ke&flasehe durch Anwendung erhöhten Vakuums abgesaugt und mittels der iHimpe entweder in die Auöenatmosphäre oder durch Kühlrohre als Destillat in eine andere Flasche gedrückt wird, so daß dann die Alkoholmenge entweder als Destillat oder am üetränkeschwund in der läeßflasche gemessen werden kann.
2) Verfahren nach Anspruch 1t dadurch gekennzeichnet, daß man durch Betätigung der Pumpe und der Absperrorgane kohlensäure
säure aus einer die ±*umpe etwa nur halb anfüllenden tränkeprobe durch Druckverminderung, Infolge restlicher KolbenSenkung, absondert und damit die Meßflasche bis zum Druckausgleich mit dem Getränketank vorfällt, danach das Getränk un«er Gleichdruck ruhig, also ohne Kohlensäure- u. Alkohol verlust, in die Meßflasche unmittelbar aus dem üretranketank einfließen läßt, wobei man die Vοrfdl!kohlensäure absatzweise aus der Meßflasche, entweder durch umstellen des Dreiweghahnes oder durch ein besonderes Abblasventliehen am Flaschenverschluß in die AußenatmoSphäre abbläst, schließlich mittels der Pumpe die Getränkeprobe entgast und dann erst aus ihr den Alkohol durch erhöhte Vakuumwirkung absaugt und am Uetränkeschwuna in der aeisflasche mißt.
3) Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren nach den .ansprachen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Handpumpe mit Sauhund Druckwirkung verwendet wird, die mit Absperrorganen, einem vereinigten Jberdruck· und Vakuummesser (15) und einer ilaschenfalleinrichtung ausgerüstet ist und die mittels einer Rohrverschraubung (14} direkt mit einem Getränketanic oder als 'i'isehapparat durch einen Schlauch mit dem üetränketank verbunden werden kann.
4) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die &Qlbenstange(3)4er Pumpe zur größeren j^ref tent faltung als schraube und die cutter (4) durch einen Handgriff auslösbar ausgebildet ist, so daia die KolefesBtange für leichtere Fumpenarbeiten als einfache achubstanze schneller von verschiebbar 1st.
5) Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4» dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Absperrorgane (9) als selbstschließende Hebelventile ausgebildet sind, die mit einem i'in&er der den Pumpenzylinder (1) umfassenden Hand bequem und schnell betätigt werden können.
6) Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5» gekennzeichnet durch eine Flaschenfülleinrichtuns, welche in der Hauptsache aus einem üreiweghahn (i)) besteht.
?) Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet9 daü zwischen dem Flaschenmunds tück (21) und dem Dreiweghahn ein geschlossener Satamel trichter (20? für die aus der Weßflasche durch die Kohlensäure mitgerissenen Oetränketeilchen angeordnet ist.
δ) Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dais an den Dreiweghahn wahlweise, je nach Flaschenart, verschiedene Flaschenfüllmundstücke, z.B. ein durchbohrter Stöpsel (<ot) für Schraubstöpsellaschen, geschraubt werden kann.
9) Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 bis d, dadurch gekennzeichnet, daß der JDreiweghahn (u) mit dem Flaschenfdllmundstück (K) und eine Flaschenklemme (ü) zum schnelleren und bequemeren Durchführen von nur Kohlensäur ep rüfverfahren mit einigen einfachen Handgriffen schnell und leicht entfernt und wieder anmontiert werden können.

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