DEP0045964DA - Gelatinierungs- und Plastifizierungsmittel für Vinyl-Polymerisate - Google Patents

Gelatinierungs- und Plastifizierungsmittel für Vinyl-Polymerisate

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DEP0045964DA
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Germany
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ethyl alcohol
alcohol
vinyl polymers
gelatinizing
esters
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr. Gündel
Wilhelm Dr. Rittmeister
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, Düsseldorf
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Es wurde gefunden, daß die neutralen Hexahydrophthalsäureester aliphatischer, cycloaliphatischer oder heterocyclischer Alkohole hervorragende Gelatinierungs- und Weichmachungsmittel für Vinylpolymerisate darstellen. Unter Vinylpolymerisaten sollen dabei solche Produkte verstanden werden, die durch Polymerisation von Verbindungen erhältlich sind, die wenigstens 1 mal die Gruppe besitzen.
Bei den erfindungsgemäß als Weichmacher für derartige Kunststoffe vorgeschlagenen neutralen Estern der Hexahydrophthalsäure handelt es sich in erster Linie um die Ester mit grad- kettigen oder verzweigten aliphatischen Alkoholen, deren Alkylreste gegebenenfalls substituiert oder durch Hetero-Atome, vorzugsweise Sauerstoff, unterbrochen sein können; in gleicher Weise geeignet sind auch die neutralen Ester cycloaliphatischer Alkohole, deren Cycloalkyrest u. ebenfalls durch Hetero-Atome, wie Sauerstoff, unterbrochen sein kann. Beispielsweise in Betracht kommen die neutralen Hexahydrophthalsäureester folgender Alkohole: Äthylalkohol, Butylalkohol, Amylalkohol, Hexylalkohol, Oktylalkohol, Dedecylalkohol, 2-Chloräthylalkohol, Isopropylalkohol, 2-Äthylhexylalkohol, Cyclohexylalkohol, Methyl-cyclohexylalkohol, Methoxy-äthylalkohol, Äthoxy-äthylalkohol, <Nicht lesbar> Tetrahydro-furfurylalkohol u.a.m. Hinsichtlich der Kältefestigkeit erwiesen sich als besonders vorteilhaft Mischester aus solchen Alkoholgemischen, wie man sie beispielsweise aus einem Gemisch niederer aliphatischer Karbonsäuren mit einer mittleren Kettenlänge von 4 - 7 oder 7 - 10 Kohlenstoffatomen (Vorlaufsäuren der Paraffin-Oxydation) durch Hochdruckhydrierung ihrer Ester erhalten kann oder wie man sie aus einem Gemisch von Olefinen entsprechender Kettenlänge mit Hilfe der Oxo-Reaktion, d.h. unter Einwirkung von Kohlenoxyd und Wasserstoff in Gegenwart von Co-Katalysatoren unter Druck erhält. Auch die Ester von Alkoholgemischen, wie sie mit Hilfe der <Nicht lesbar> aus Gemischen niederer aliphatischer Alkohole mit beispielsweise
4 - 7 Kohlenstoffatomen erhältlich sind, haben sich als vorzügliche Weichmacher für Vinylpolymerisate erwiesen.
Die Herstellung derartiger Hexahydrophthalsäureester ist bekannt; man kann sie direkt aus Hexahydrophthalsäure und den Alkoholen bzw. aus einem Gemisch von solchen nach den üblichen Veresterungsmethoden gewinnen, man kann sie aber auch aus den entsprechenden Phthalsäureestern durch katalytische Hydrierung erhalten, wenn man dabei unter Bedingungen arbeitet, die die Estergruppen unangegriffen lassen.
Die Verwendung von Hexahydrophthalsäureestern als Weichmacher für Cellulosederivate ist ebenfalls bekannt. Aus dem guten Gelatiniervermögen für Nitrocellulose war jedoch nicht zu folgern, daß Estern dieser Art auch eine hervorragende Verträglichkeit mit Vinylpolymerisaten der verschiedensten Art eigen ist. Un dem Sammelbegriff Vinylpolymerisate sollen hier Polymerisationsprodukte aller Polymerisationsgrade von solchen Verbindungen verstanden werden, die wenigstens 1 mal die Gruppe im Molekül enthalten, d.h. beispielsweise die Polymerisationsprodukte von Vinylchlorid, das auch nachchloriert sein kann, Vinylacetat, Vinylchloracetat, Vinylalkyläther, Vinyl-thioäther, Vinylacetylen, Divinylacetylen, Vinylalkylketon, Acrylsäureester, Methacrylsäureester, Styrol, Butadien, Isopren, Isobutylen u.dgl. und den Mischpolymerisaten der- artiger Verbindungen. Die Hexahydrophthalsäureester, bzw. Gemische von solchen werden in die Polymerisate, gegebenenfalls auch in Mischung mit anderen bekannten Weichmachungsmitteln, eingearbeitet und die so erhaltenen Massen nach üblichen Verfahren zu Filmen, Folien, Platten, Schläuchen, Überzügen u.dgl. verformt. Der besondere technische Vorteil der Hexahydrophthalsäureester an Stelle der für derartige Zwecke in großem Umfang verwendeten Phthalsäureester und anderer Produkte gründet sich auf den Umstand, daß in den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Estern absolut farblose und wasserhelle Produkte vorliegen, die auch durch lang anhaltende Einwirkung von Licht nicht nachdunkeln und, wie sich gezeigt hat, plastifizierte Polymerisate ergeben, die auch bei intensivsten Belichtungen praktisch keine Vergilbungen zeigen. Dieser Effekt ist bei der zunehmenden Verwendung von Vinylpolymerisaten für Umhang- und Vorhangstoffe von erheblicher technischer Bedeutung, besonders überall da, wo plastifizierte Vinylpolymerisate einer ständigen Ultraviolettwirkung ausgesetzt sind, wie dies beispielsweise in Bestrahlungsräumen in Kliniken, Fabriken und Bergwerken der Fall ist.
Beispiels 1
100 Gew.-Teile Polyvinylchlorid werden mit 30 Gew.-Teilen eines Mischesters aus Hexahydrophthalsäure und einem Gemisch aliphatischer Alkohole mit einer Kettenlänge von 7 - 10 Kohlenstoffatomen bei 150° verknetet. Man erhält nach dem Auswalzen zu dünnen Folien ein gut plastifiziertes Material, das sich durch hohe Lichtbeständigkeit auszeichnet und zur Herstellung von Umhang- und Vorhangmaterial eignet.
Beispiel 2
70 Gew.-Teile eines Mischpolymerisates aus Vinylchlorid und Vinylacetat werden mit 30 Gew.-Teilen eines Esters aus Hexahydrophthalsäure mit einem Alkoholgemisch der mittleren Kettenlänge C(sub)4 - C(sub)7 heiß verwalzt. Man erhält ein Material von hoher Elastizität, hervorragender Lichtechtheit, das für Isolierzwecke verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. Verwendung von Estern der Hexahydrophthalsäure mit gegebenenfalls substituierten oder Heteroatome enthaltenden aliphatischen oder cycloaliphatischen bzw. heterocyclischen Alkoholen als Lösungs-, Gelatinierungs- und Weichmachungsmittel für Vinylpolymerisate.

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