DEP0045607DA - Mehrpoliger Stecker und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Mehrpoliger Stecker und Verfahren zu seiner Herstellung

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DEP0045607DA
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DE
Germany
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metal parts
injection
insulating
molding compound
mold
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Bad Godesberg Gutschlag
Erwin Troisdorf Ziebold
Original Assignee
Isoplast GmbH, Bonn
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrpoligen Stecker, vorzugsweise für Schwachstrom, wie z. B. Anschlussstöpsel, Walzenstöpsel u. dgl., bei dem die einzelnen Pole in abgestuften Kreisen um die Mittelachse gelegt und zwischen den kontaktgebenden Metallteilen Isolationszwischenlagen vorgesehen sind.
Es ist bekannt, bei Steckern der genannten Art Isolationszwischenlagen aus Hartpapier oder einem anderen Isolierstoff zu verwenden, die durch eine mechanische Bearbeitung, z. B. Überdrehen, ihre Form erhalten haben. Diese werden sodann auf die kontaktgebenden Metallteile gesteckt und in irgendwelcher Weise meist mechanisch durch Bördeln verbunden. Eine solche Arbeitsweise ist umständlich, benötigt eine lange Arbeitszeit unter Einsatz vieler Maschinen und verteuert den Gegenstand.
Die Erfindung hat einen mehrpoligen Stecker und ein Herstellungsverfahren zum Gegenstand, bei dem diese Nachteile beseitigt sind. Sie zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass die kontaktgebenden Metallteile in den Isolationszwischenräumen mit durch Druck oder Wärme unmittelbar eingespritzter oder eingepresster Kunststoff-Spritz- oder Pressmasse ausgefüllt und umgeben sind. Vorteilhaft weisen hierbei die Metallteile eine oder mehrere Bohrungen auf, die ein Durchfließen der Spritz- oder Pressmasse ermöglichen. Außerdem können die Isolationszwischenlagen und die vorzugsweise gewindetragende Anschlussscheibe zum Anschrauben oder Einsetzen des Steckergehäuses aus einem Stück bestehen.
Ein auf diese Weise ausgebildeter Stecker zeigt mehrfache Vorteile. Die Isolationszwischenlagen sind mit den kontaktgebenden Metallteilen durch den Press- oder Spritzgang fest miteinander verbunden. Ferner tritt zusätzlich eine Sicherung gegen Verdrehen ein. Der Anschlussstöpsel zeichnet sich weiterhin durch gute Betriebseigenschaften aus. Er ist leicht, einfach im Aufbau und in der Herstellung und weist eine sehr gute Isolation auf.
Die Erfindung erstreckt sich ferner auf ein einfaches Herstellungsverfahren des mehrpoligen Steckers, das im wesentlichen darin besteht, dass bei Anordnung der Steckerteile zueinander in der Lage des Fertigfabrikats die Isolationszwischenlagen o. dgl. durch Einspritzen oder Einpressen der Kunststoff-Spritz- oder -Pressmasse in einem Arbeitsgang in einer Spritz- oder Pressform hergestellt werden. Der Spritz- oder Pressvorgang wird zweckmäßig so ausgeführt, dass die als Hohlkörper ausgebildeten Metallteile durch in die Ober- und Unterteile der Form eingebrachte Haltekränze genau zentriert werden, um so die benötigte gleichmäßig rundumlaufende ca. 0,4 mm starke Isolationszwischenlage zu erreichen. Zugleich kann die isolierte Stirnplatte bzw. Anschlussscheibe, an der die Griffkappe befestigt wird, in demselben Arbeitsgang hergestellt werden, wodurch eine feste Verbindung und Starrheit aller isolierenden Teile erzielt wird. Um die Metallteile in die Form so einsetzen zu können, dass eine genaue Zentrierung gewährleistet ist, werden die unteren Teile des Steckers erfindungsgemäß so ausgeführt, dass am Übergang der äußeren Isolierringe zu den Metallteilen ein kleiner, beispielsweise ca. 0,2 mm schmaler Ring frei bleibt. Die nach dem Einsetzen der Metallteile in die Form zwischen den Teilen verbleibenden Hohlräume werden durch den Spritz- oder Pressvorgang mit Kunststoffmasse ausgefüllt. Durch die erfindungsgemäße vereinfachte Herstellung und Anbringung der Isolationszwischenlagen durch den Spritz- oder Pressvorgang wird gegenüber der bisherigen
Herstellungsart die sehr zeitraubende gesonderte Herstellung und mechanische Anbringung der Isolationszwischenlagen vermieden. Der Anschlussstecker gemäß der Erfindung ist im wesentlichen bereits fertig, wenn er aus der Spritz- oder Pressform herausgenommen wird.
Um einen guten Durchfluss der Isolationsmasse zu erreichen, werden die Metallteile erfindungsgemäß jeweils mit einer oder mehreren Bohrungen versehen. Die dadurch entstehende Verbindung gewährleistet, dass die einzelnen Metallteile und Isolationszwischenlagen sich nicht gegeneinander verdrehen können und außerdem mit einer isolierenden Stirnplatte fest verbunden sind. Um die sehr engen Zwischenräume mit Kunststoffmasse so ausfüllen zu können, dass die Metallteile nicht zerdrückt oder beschädigt werden, und um eine gute und einwandfreie Isolation gegeneinander zu erreichen, wird vorzugsweise das Spritzverfahren mit thermoplastischen Massen angewendet. Damit ein gutes Durchfließen der Masse stattfindet, werden die Metallteile vorteilhaft vorgewärmt in die Form eingelegt.
In der Zeichnung sind der Anschlussstöpsel und die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung veranschaulicht.
Das Stöpselteil a enthält einzelne kontaktgebende Metallteile c mit Isolationszwischenlagen b, die mit den Metallteilen erfindungsgemäß unmittelbar in einem Press- oder Spritzgang fest miteinander verbunden sind. Die Öffnungen f dienen hierbei für den Materialdurchfluss. Zugleich werden die Isolationszwischenlagen durch die Pressmasse in den Bohrungen f miteinander verbunden und gegen Verdrehung gesichert. Die Stirnplatte kann ebenfalls im gleichen Arbeitsgang aus der Spritz- oder Pressmasse hergestellt werden und stellt somit mit den Isolationszwischenlagen ein Teil dar. Zum Aufschrauben der Griffkappe wird die Stirnplatte vorzugsweise mit Außengewinde versehen.
Der Spritz- oder Pressvorgang erfolgt in einer Spritz- oder
Pressform, die aus einem Unterteil g und einem Oberteil h bestehen kann. i stellt den eingelegten losen Gewindering dar. In den Formenhälften werden Kaltekränze zum Zentrieren der Metallteile eingearbeitet, sodass sich im Stöpsel kleine umlaufende Kanten ergeben, die zum Distanzieren der Metallteile in der Form gedient haben.

Claims (6)

1. Mehrpoliger Stecker mit Isolationszwischenlagen, bei dem die einzelnen Pole in abgestuften Kreisen um die Mittelachse gelegt sind, vorzugsweise für Schwachstrom, dadurch gekennzeichnet, dass die kontaktgebenden Metallteile in den Isolationszwischenräumen mit durch Druck oder Wärme unmittelbar eingespritzter oder eingepresster Kunststoff-Spritz- oder Pressmasse ausgefüllt und umgeben sind.
2. Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallteile eine oder mehrere Durchbohrungen aufweisen, die ein Durchfließen der Spritz- oder Pressmasse ermöglichen und die Zwischenlagen zusätzlich gegen Verdrehung sichern.
3. Stecker nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationszwischenlagen und die vorzugsweise gewindetragende Stirnplatte für die Griffkappe aus einem Stück bestehen.
4. Verfahren zur Herstellung von mehrpoligen Steckern, vorzugsweise für Schwachstrom mit Isolationszwischenlagen, nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung der Metallteile zueinander in der Lage des Fertigstückes die Isolationszwischenlagen u. dgl. durch Einspritzen oder Einpressen einer Kunststoff-Spritze oder Pressmasse in einem Arbeitsgang in einer Spritz- oder Pressform durch Anwendung in an sich bekannter Weise von Hitze und Druck hergestellt werden, sodass die Metallteile mit den Isolationszwischenlagen fest verbunden werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Isolationszwischenlagen und Stirnplatte als ein Stück in einem Arbeitsgang hergestellt werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Formhälften mit Haltekränzen versehen sind, die eine genaue Zentrierung der zu umpressenden Metallteile gewährleisten.

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