DEP0042063DA - Verfahren zur Rasterung mittels vignettierter Raster in direktem Kopierverfahren und Verfahren zur Herstellung des benötigten lichtempfindlichen Materials - Google Patents
Verfahren zur Rasterung mittels vignettierter Raster in direktem Kopierverfahren und Verfahren zur Herstellung des benötigten lichtempfindlichen MaterialsInfo
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Description
Da die derzeitige Drucktechnik den Druck echter Halbtöne noch nicht gestattet, müssen alle Vorlagen gerastert werden. Eines der für diesen Zweck bekannten Verfahren ist die Rasterung mittels vignettierter Raster durch direkte Kontaktkopie, z.B. nach dem Kodak-Verfahren. Das wesentliche Zeichen dieser Kopierraster ist, dass sie, bedingt durch die abgestufte Gradation der einzelnen Elemente, in direktem Kontakt mit der lichtempfindlichen Schicht angewendet werden. Im Gegensatz zu den anderen optischen Rasterverfahren (Linsenraster, Kreuzraster etc.) arbeiten die vignettierten Kopierraster praktisch ohne Lichtstreuung, die das wesentliche Kennzeichen jener Rastergruppe ist.
Bisher wurden vignettierte Kopierraster für die Zwecke der Kontaktkopie als Folien verwendet, die, immer im engsten Kontakt mit der lichtempfindlichen Schicht, bei der Kopie zwischen das "Negativ" und die lichtempfindliche Schicht zwischen gelegt wurden.
Zur Vermeidung dieser Arbeit wird nach der Erfindung der Raster direkt mit der lichtempfindlichen Schicht oder ihrem Träger derart verbunden, dass er nach erfolgter Belichtung entfernt werden oder optisch unwirksam gemacht werden kann.
Beispielsweise gibt es folgende Möglichkeiten:
Der Kopierraster wird farbig gemacht, nach dem Kopieren entfärbt oder durch belichten mit entsprechend gefiltertem Licht ausgeschaltet.
Der Kopierraster ist in einer zweiten, dünnen Schicht über dem lichtempfindlichen Material angeordnet, die nach der Belichtung abgezogen oder sonstwie entfernt wird.
Auch unter der lichtempfindlichen Schicht kann der Raster angeordnet sein, falls ein sehr dünner Träger angewandt wird, der die Belichtung von der Rückseite gestattet oder, wenn man Reflexkopien anfertigt.
Das besondere Kennzeichen des Rasters nach der Erfindung ist, seine Eigenschaft nach der Kopie, d.h. wenn nach der Belichtung in der lichtempfindlichen Schicht ein latentes Bild entstanden ist, im Fortgang der Arbeit entfernt, bzw. unwirksam gemacht werden zu können. Prägung einer quellfähigen Kolloidschicht, die beispielsweise durch das Quellen im Entwickler wieder ausgeglichen wird, entspricht dieser Forderung, während eine dauernde Prägung des Trägers, wie z.B. beim Linsenraster, diese Forderung nicht erfüllt.
Nach der Belichtung befindet sich auf dem Träger, der vorher lichtempfindlichen Schicht und vignettierten Raster gleichzeitig auf sich vereinigt, nur noch die "negative" Kopie des ursprünglichen Rasters, die entsprechend dem zur Kopie verwendeten "Negativ" modelliert ist.
Ein Ausführungsbeispiel:
Ein unregelmässiger Kornraster, wie man ihn z.B. durch Krakelierung einer Kolloidschicht erhält, wird eingefärbt und durch ein Absaugeverfahren, z.B. die Pinatypie auf die lichtempfindliche Schicht übertragen. Der Original-(Mutter)-Raster kann auch nach Art der Phototypie zum direkten Druck auf die lichtempfindliche Schicht verwendet werden, nur muss die Einfärbung derart sein, dass jedes Element entsprechend seiner plastischen Form im Relief des Mutterrasters in der Einfärbung einem Graukeil entspricht. Nach gleichen Gesichtspunkten kann auch eine Aetzung des Mutterrasters in eine Druckplatte z.B. Kupferzylinder erfolgen, der dann zum Druck auf die lichtempfindliche Schicht dient.
Farbstoffe, die z.B. im Entwickler, entfärbt werden sind bekannt und es kann hierzu auf die Literatur verwiesen werden.
Das lichtempfindliche Material nach der Erfindung kann zur Anpassung an die Eigenschaften der Vorlage leicht in den verschiedensten Gradationen hergestellt werden. Die praktische Möglichkeit dazu bietet die Anpassung der Farbe des Rasters an die spezielle Farbempfindlichkeit der lichtempfindlichen Schicht, die Variierung die Intensität der Einfärbung und die Verwendung lichtempfindlicher Schichten mit verschiedenem (Gamma).
Praktisch wird man sich auf die in der Photographie allgemein üblichen Stufen: weich, normal, hart beschränken.
Auch in indirekter Form kann der Kopierraster nach der Erfindung angewendet werden. Z.B. kann unter Verwendung des Mutterrasters als Matrize ein Agens auf die lichtempfindliche Schicht aufgebracht werden, das bewirkt, dass später der Entwickler mit unterschiedlicher Energie und Geschwindigkeit in die Schicht eindringt. Z.B. variiertes Gerben der Schicht.
Auch Prägung ist, wie erwähnt, möglich, wenn man dabei den Effekt vermeidet, dass in Silberschichten auch durch mechanischen Druck entwicklungsfähige Keime erzeugt werden.
Auch Krakelierung der lichtempfindlichen Schicht mit folgendem Einfärben führt zum gleichen Resultat.
Über "Krakelierung" oder "Skelettierung" kolloidaler Schichten und deren Einfärbung etc. kann auf die Literatur verwiesen werden.
Ein "vignettierter Raster", auch "Skalenraster" genannt im Sinn vorstehender Erfindung ist ein Raster dessen einzelne Elemente ausgehend von "einem" opaken Zentrum allseitig zunehmend lichtdurchlässig werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von gerasterten Kontaktkopien von Halbtonvorlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein lichtempfindliches Material verwendet wird, das mit einem vignettierten Raster so fest verbunden ist, dass zwischen beiden Elementen beim Kopieren keine Lichtstreuung eintritt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raster verwendet wird, bei dem die Dichteabstufung der lichtabsorbierenden Teile der Schwärzungsabstufung der lichtempfindlichen Schicht angepasst ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raster verwendet wird, bei dem die spektrale Absorption der absorbierenden Teile mit dem Maximum der spektralen Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Schicht übereinstimmt.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raster verwendet wird, der nach der Bildherstellung vom lichtempfindlichen Material getrennt werden kann.
5. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raster verwendet wird, dessen lichtabsorbierende Teile nach der Bilderzeugung lichtdurchlässig gemacht werden können.
6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raster verwendet wird, der durch ein Tiefdruckverfahren erzeugt ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass ein in einer Kolloidschicht erzeugter Reliefraster verwendet wird, der nach der Bildherstellung durch Einwirken eines Quellungsmittels unwirksam gemacht wird.
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