DEP0041908DA - Schaltungsanordnung zur Auslösung von Schaltvorgängen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Auslösung von Schaltvorgängen in Fernsprechanlagen mit WählerbetriebInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Auslösung von Schaltvorgängen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. Es ist nicht immer möglich, mit dem Strom, der über eine Leitung übertragen werden kann, einen Schaltvorgang auszulösen. Die Erfindung ermöglicht trotzdem die Steuerung des gewünschten Schaltvorganges dadurch, daß ein Speicherschaltmittel von einer Vielzahl Stromstöße beliebigen Rhythmusses oder beliebiger Frequenz aufgeladen und nach erfolgter Ladung über Schaltmittel entladen wird und dabei diese zum Ansprechen bringt. Somit wird die Summe einer Vielzahl von kleinen Stromstößen, die für sich zur Steuerung nicht ausreichen, durch die Erfindung zur Auslösung des gewünschten Schaltvorganges ausgenutzt.
In Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb besteht bisweilen die Aufgabe, über eine Verbindungsleitung von Amt zu Amt einen Schaltvorgang einzuleiten, wobei die an der Verbindungsleitung liegenden Schaltmittel einmal aus sprachtechnischen Gründen einen hohen Scheinwiderstand haben sollen und zum anderen aus schaltungstechnischen Gründen von der Verbindungsleitung galvanisch abgetrennt sein müssen (z.B. durch Zwischenschaltung von Kondensatoren oder Glimmlampen). Die abriegelnden Kondensatoren müssen hierbei so klein wie irgend möglich gehalten werden, um Beeinflussungen anderer Schaltvorgänge (z.B. der Impulsgabe) zu vermeiden.
Es ist nun nicht möglich, über sehr kleine Kondensatoren einen Wechselstrom geringer Frequenzen (z.B. 25 oder 50 Hz) in ausreichender Stärke zu übertragen, um ein normales Fernsprechrelais zu betätigen. Andere in der Fernsprechtechnik vorhanden Wechselstromquellen höherer Frequenz (z.B. 450 Hz), welche nur zur Übertragung von Tonzeichen vorgesehen sind,
haben nicht die erforderliche Leistung, um über die Verbindungsleitungen hinweg normale Fernsprechrelais zu betätigen. Die Maßnahme nach der Erfindung ermöglicht auch in solchem Falle die Auslösung des gewünschten Schaltvorganges.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung lädt ein Wechselstrom beliebiger Frequenz über eine oder mehrere Adern einer Verbindungsleitung und über abriegelnde Kondensatoren kleiner Kapazität mittels eines oder mehrerer Gleichrichter einen größeren Kondensator in eine längeren Zeitspanne auf, und es wird dieser größere Kondensator über ein intermittierend angeschaltetes Relais in kurzer Zeit wieder entladen und dabei das Relais durch den kurzzeitigen (dafür aber kräftigen) Entladestoß erregt; das den gewünschten Schaltvorgang auslöst.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1: die beiden an den Enden einer 2-adrigen Verbindungsleitung liegenden Übertragungen;
Fig. 2 und 3: weitere Schaltungen für das Aufladen von Kondensatoren, welche als Speicher dienen.
Die Schaltungen werden zur Auslösung einer über eine 2-adrige Verbindungsleitung verlaufenden Verbindung ausgenutzt. Sinngemäß könnte die Anordnung natürlich auch für andere Zwecke verwendet werden (z.B. zur Übertragung von Zählzeichen bei Mehrfachzählung während des Gespräches, für Netzgruppengespräche usw.).
Die von 3 Adern auf 2 Adern umsetzende Übertragung liegt z.B. in dem einen Wählamt am Ausgang eines I. Gruppenwählers. Die von dieser Übertragung weiterführende Verbindungsleitung ab führe zu der ankommenden Übertragung in einem anderen Wählamt. Die ankommende Übertragung sei über die weitergehenden Adern a, b, c, mit einem II. Gruppenwähler fest verbunden. Prüft ein I. Gruppenwähler auf die abgehende Übertragung, so kommt folgender Stromweg zustande:
Erde und Prüfrelais im I. Gruppenwähler, c-Eingang, der abgehenden Übertragung, d4, b-Ader der Verbindungsleitung, b1, B, c-Ausgang der ankommenden Übertragung, Belegungsrelais im II. Gruppenwähler, Spannung.
Im I. Gruppenwähler spricht das Prüfrelais an und setzt
den Wähler still. In der ankommenden Übertragung spricht Relais B an und bindet sich über Kontakt b2. Gleichzeitig gelangt der II. Gruppenwähler durch das Schließen des Kontaktes b2 in den Belegtzustand. Alsdann spricht das hochohmige Relais C in der abgehenden Übertragung an:
Erde, d2, C, a-Ader, b6, a-Ader zum II. Gruppenwähler, A-Relais im II. Gruppenwähler, Spannung.
Das C-Ralais bindet sich über Kontakt c4 und über die c-Ader zum I. Gruppenwähler. Der Kontakt c2 bringt das D-Relais, welches die Durchschaltung bzw. Freischaltung der Sprechadern bewirkt.
Zum Zwecke der Auslösung der hergestellten Verbindung wird in bekannter Weise die c-Ader vom I. Gruppenwähler her aufgetrennt. Es fällt das C-Relais in der abgehenden Übertragung ab, wodurch folgender Wechselstromkreis geschlossen wird:
Erde, Wechselstromquelle Q, d6, C1(C2), c1(c5), a-Ader, (b-Ader), b6 (b1), C3 (C4), DRI (DR II), Gl1 und C5 (Gl2), Erde.
Dieser Wechselstrom bleibt ca. 3'' an der a-Leitung liegen, nämlich solange, wie das D-Relais in der abgehenden Übertragung noch angezogen hat. Das D-Relais wird durch den Kontakt c2 an sich von der Spannung abgetrennt, bleibt aber unter dem Einfluß des Elektrolytkondensators C6, der ihm eine Abfallverzögerung von etwa 3'' verleiht. Über den Widerstand der sehr kleinen Kondensatoren C3 und C4 (je 0,1 uF) und der Drosselwicklungen DRIi sowie der Verbindungsleitung fließt nur ein sehr geringer Wechselstrom. Er reicht jedoch aus, um den Elektrolytkondensator C5 (von 50 uF) im Verlauf einer Sekunde aufzuladen.
In der ankommenden Übertragung wird über den Kontakt lu eines Langsamunterbrechers etwa alle Sekunden das Relais X kurzzeitig an den Kondensator C5 gelegt. Die auf dem Kondensator C5 in der Zeit von einer Sekunde aufgespeicherte Energie wird beim Anschalten des X-Relais in sehr kurzer Zeit über das Relais X entladen, wobei Relais X anspricht und sich über den Kontakt x4 bindet. Die Ruheseite des Kon-
taktes x4 öffnet die c-Ader zum II. Gruppenwähler, womit der II. Gruppenwähler auslöst und das Relais B in der ankommenden Übertragung abfällt. Beim Öffnen des Kontaktes b4 fällt das Relais X wieder ab, und der Auslösevorgang ist beendet.
Gemäß Fig. 2 kann der Kondensator C5 über die in Grätzschaltung angeordneten Gleichrichter Gl1 - Gl4 aufgeladen werden.
In Fig. 3 ist angedeutet, daß man an Stelle des Gleichrichters Gl2 der Fig. 1 auch einen nicht zu niederohmigen Widerstand W (Größenordnung etwa 10-20000 Ohm) setzen kann, wobei die Aufladezeit des Kondensators C5 jedoch etwa länger wird. In dieser Skizze ist gezeigt, daß der Schaltvorgang auch über nur eine Ader getätigt werden kann, wobei an die andere Ader ein Symmetrieausgleich gelegt wird.
Claims (8)
1) Schaltungsanordnung zur Auslösung von Schaltvorgängen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß ein Speicherschaltmittel (Elektrolytkondensator C5) von einer Vielzahl Stromstöße beliebigen Rhythmusses oder beliebiger Frequenz aufgeladen und nach erfolgter Ladung über Schaltmittel (X) entladen wird und dabei diese zum Ansprechen bringt.
2) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechselstrom beliebiger Frequenz über eine oder mehrere Adern einer Verbindungsleitung und über abriegelnde Kondensatoren kleinerer Kapazität mittels eines oder mehrerer Gleichrichter einen größeren Kondensator in einer längeren Zeitspanne auflädt.
3) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein größerer Kondensator über ein intermittierend angeschaltetes Relais in kurzer Zeit wieder entladen wird und dabei durch den kurzzeitigen Entladestoß des Relais erregt, das den gewünschten Schaltvorgang auslöst.
4) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Wechselströme beliebiger Frequenz über eine Ader und Erde erfolgt.
5) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Wechselströme beliebiger Frequenz über beide Leitungen simultan und Erde erfolgt.
6) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Simultanschaltung beider Leitungen zwei Gleichrichter oder vier Gleichrichter in Grätzschaltung Anwendung finden.
7) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselstrom für eine bestimmte Zeit (3'') angelegt wird.
8) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die intermittierende Anschaltung des den Schaltvorgang auslösenden Relais mehrmals (alle Sekunden) innerhalb der Zeit erfolgt, für die der Wechselstrom angelegt wird.
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