DEP0041726DA - Gummiartige elastische Massen. - Google Patents

Gummiartige elastische Massen.

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DEP0041726DA
DEP0041726DA DEP0041726DA DE P0041726D A DEP0041726D A DE P0041726DA DE P0041726D A DEP0041726D A DE P0041726DA
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DE
Germany
Prior art keywords
masses
rubber
chloride
parts
hydroxides
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Julius Dr. Ludwigshafen Thewalt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Publication date

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Description

BABISGHB ANILIN» & SODA «
»GoFarbenindustrie Aktlengesellseb.aft "In Auflösung
ρ 4172β IY c/39 b H.1?—^-- j——^Jgg .1
Ludwigshafen a/Rh.,cLen 2, Mai 1949/Ku3-Be0
Gummiartige elastische Massen.
Bekanntlich, kann man aus Vinylchloridpolymerisatenj d.h· Polymerisaten aus Vinylchlorid allein oder aus Gemischen von Vinylchlorid und anderen unter den gleichen Bedingungen polynierisierbaren Stoffens und Yfeichmachungsmitteln, wie Trikr@syl« phosphat^ Phthalsäureester» und dergl.9 durch Erhitzen aaf Gelat ini er ongs tempera tor, d»h» im allgemeinen auf Temper at U^ ren-von mindestens 160°,, plastische Massen herstellen^ die weichgummiartigen Charakter besitzen= Um diesen Zustand zu. erreichen, müssen die Massen etwa 40 bis 50 $> Weichmacher enthalten» Sie unterscheiden sich aber vom Weichgummi ganz charakteristisch dadurch, dass sie keine Rückprallelastizität und nur eine verhältnismässig geringe Dehnbarkeit besitzen. Buren Erhöhung des Weichmacheranteils kann man die Dehntxng wohl erhöhen,, aber der plastische Anteil der Dehnung wächst damit-gleichzeitig stark an und bei etwa 65 $ Weichmaohergehalt besitzen die Massen keine nennenswerte Standfestigkeit mehr,,
Ss wurde gefunden^ dass Massen aus Vinylchloridpolymeri~ säten und Weichmachern gummiartige Elastizität besitzen^ wenn sie in hochdjsgessrform befindliche Hydroxyde oder Oxydhydrate yon Metallen mit den Kosrdinat ions zahlen 4, l6 oädär ^ centkäl« ten und einen Weichmachergehalt von mindestens etwa 30 $ aufweisen» Der Weichmachergehalt in diesen Massen, berechnet auf Vinylchloridpolymerisatj ist wesentlich höher^als bei m den eingangs beschriebenen Massen und kann sich sogar in den Grensen bewegen9 bei denen die bekannten Massen überhaupt keine Formfestigkeit mehr besitzen. Die Massen der Erfindung sind selbst in diesem Falle noch vollkommen formbeständig.
Diese Wirkung hängt allerdings von einem ausserordentlich hohen Verteilungsgrad und von der Art and Menge der in den Massen enthaltenen Ketallhydroxyde oder Oxydhydj?ate ab, ausser« dem von der Menge des Weichmachers s die mindestens etwa 30, ^.der Gesamtmasse beträgt. Bei niedrigerem ..'eichniachergehalt sind die Massen verhältnismässig steif and etwa lederartig.
Der erforderliche hohe Verteilungsgrad der Hydroxyde oder Oxydhydrate von Metallen mit den Koordinations zahlen 40 6 oder 8 kann dadurch erreicht werden, dass nan diese Hydroxyde oder Oxydhydrate beim Koagulieren der Vinylchloridpolymerisate aus wässriger Dispersion entstehen lässt» entsprechend dem Verfahren d@s Patents ... ... (Anmeldung P 12 362 .·=■ unser Zeichen OZ0 X5380j_.
iiian kann aber auch Gemische von Vinylchloridpolymerisaten und Uetallhydroxyd oder Oxydhydrat und Weichmacher auf Walzet so homogenisiereny dass die Hydroxyde oder Oxydhydrate in möglichst molekularer Verteilung schliesslich in dem Gemisch vorhanden sind.Die 'gleichzeitige Erzeugung der Hydroxyde oder Oxydhydrate beim Koagulieren der Vinylchloridpolymerisate aus wässriger Dispersion führt in besonders einfacher 'weise und mit grosser Sicherheit zu dem erforderlichen feinen Verteilungsgrad» Offenbar werden die Hydroxyde oder Oxydhydrate der Metalle mit den Koordinationszahlen 4S 6 oder 8 additiv an die Vinylchloridpoly«» merisate gebunden, was sich daraus ergibt, dass sich derartige Kassen in vielen Hinsicht anders verhalten als solches denen füllstoffe in bisher üblicher Weise einverleibt sind»
Die Massen gemäss der Erfindung besitzen eine deutliche Rückprallelastizität j die ebenso wie die Weichheit und Geschmeidigkeit der Erzeugnisse bei den einzelnen Hydroxyden oder Oxydhydraten der in Eetracht kommenden Metalle jeweils kleinere Unterschiede aufweist« Sou erhält man beispielsweise mit den Kydroxyden von Blei9 Cadmium oder Wismut sehr weiche, geschmeidige, hochelastische Prqdukte;, während die Hydroxyde oder Oxyd« hydrate von dreiwertigem Eisens dreiwertigem Chroms zweiwertigem und dreiwertigem^ ^.Kobait , ~; Aluminium und von anderen Metallen scwie Genischen von Hydroxyden oder Oxydhydraten der zuletzt genannten Metalle, beil.denen beispielsweise ein Mol des Hydroxyds eines zweiwertigen Metalls mit 2 Molen des Hydroxyds eines dreiwertigen Metalls mit dem Vinylchloridpolymerisat zusammen ausgefällt v/erden 9 stramme, aber doch noch gummi elastische Pro-
dukte ergeben0
Die Massen gemäss der Erfindung sind trotz des sehr nahen Gehaltes an anorganischen Stoffen und auf die gesamt® Kasse gerechnet niedrigen Gehaltes an Weichmacher geschmei^ diger als die bisher bekannten und gebräuchlichen Massen aß© Yinylchloridpolymarisaten und Weichmacher. Sie zeichnen siph vor jenen auch noch darch eine bessere Kältebeständigkeit aas 9 die bis ~ 3©0 und mehr betragen kann, Auch ih;re Wärme-» beständigkeit, d.h. ihre Foririf estigkeit bei erhöhter Temperatur , ist besser als die von Massen aas Vinylchloridpolymeri« sa+en und Weichmaohern allein. Sie ist ähnlich der YQn Weichgummi» Der charakteidfetistfae Unterschied ist ihre ausgeprägte Rückprallela.stizität^
Tie Mass en:-können insbesondere zur- Herstellung von Pollen verwendet werden und diese ihrerseits für Bekleidungszwecke 5 beispielsweise für Regenmäntel, Tisch-} Wand«» und Bodenbeläge» Ferner eignen sie sich als Dichtungsmaterial und für andere unter dem Begriff technische Gummiartikel bekannte Erzeugnisse,
Beispiel 1:
1000 Teile einer !Obigen wässrigen Dispersion von Poly« vinylchlorid!;werden mit etwa 28 Teilen Ammoniak in verdünnter wässriger Lösung versetzt» Dieses Gemisch lässt man unter Rühren in eine wässrige Lösung von 265 Teilen Bleinitrat fliessen« Dabei wird gleichzeitig Polyvinylchlorid und hydroxyd gefällt, das sich im wesentlichen an das Polyvinyl* chlorid addiert» Der erhaltene Niederschlag wird abgesaugts elektrolytfrei gewaschen und getrocknet» 60 Teile des getrockneten Erzeugnisses werden mit 40 bis 50 Teilen DibutylU phthalat vermischt und das Gemisch wird verwalzt oder verpresst » lan erhält ein sein? weiches^ hochelastisches Erzeag« nis. Ähnliche Erzeugnisse erhält man in gleicher Weise aus 43 Teilen Polyvinylchlorids 55 Teilen STatriumhydroxyd und 12 6 Teilen Cadmiumchlorido
Beispiel 2j_
Etwas strammere9 elastische Produkte erhält man bei-
Stoffen in aer angegebenen spielsweise aus den in nachstehender Tabelle angegebenen Ά
Menge. Die Massen enthalten jeweils 45 $> Dibtitylphthalat.
Polyv* nyl
Chlorid
67 Teile Basische Teile Verbindung Met allverbindung Teile Eisen.Ill»chlorid
1. 40 SI 48 8 ■· Ammoniak 253 M Magnesiumsulfat
2* 200 Il 19* Il Natri umhydroxyd 60 Il
tt
Eisen.Ill. chlorid
Magnesiumsulfat
222 Il '336 ti Ammoniak 542
247
It
It
Kobalt.11 * nitrat
Chromalaun
4. 222 Il 160 Il Natri umhydroxyd 140
500
It
I!
Nickelsulfat
Chromalaun
5- 222 η 160 It Il 136
500
67 "
33"
33 "
It
, 67"
Kobalt. II. nitrat
Nickel»II«sulfat
Eisen.II.sulfat
Eisen.III.chlorid
Chromalaun
6. 242 Il 160 Il Il 46,
45,
44,
180
166S
It
η
Eisen.III. chlorid
Zinksulfat
7. 136 Ammoniak 542
288
Beispiel 3 :
Hochelastische Produkte werdens wenn sie ebenfalls 45 $> Dibutylphthalat enthalten, in gleicher Weise aus folgenden Verbindungen erhalten.
Polyvinylchlorid
Basische Verbindung
Metallverbindung
1. 232 Teile 68 Teile Ammoniak
133 Teile Eisen.II.sulfat
2. 232 "
3. 222 "
4. 100 "
160 " Natriumhydroxyd 160 " H 45 " Ammoniak
100 270
140 270
136
270
18 300
Il Il
Il
ti
Il Il
It It
Ammoniums ulf at
chlorid
Kobalt.II.nitrat Eisen.III.chlorid
Nickel.II.sulfat Eisen.Ill,chlorid
Ammoniumnitrat Eis en.11.sulfat.
Aus dem letztgenannten Ansatz erhält man? nachdem das Reaktionagemisoh etwa 2 Stunden aufjüber 70° unter Durchleiten von Luft erhitzt und dabei oxydiert und dann das Reaktionsprodukt gewaschen und getrocknet wurde, ein braunschwarzes, sehr feinpulveriges Erzeugnis. Dieses liefert nach Zusatz von 45 Dibu» tylphthalat ein ausserordentlich elastisches Material, das sich vorzüglich zur Herstellung von Folien zu Bekleidungszwecken eignet.

Claims (1)

  1. Gummiartige elastische Hassen aas Vinylohloridpolymerisatens mindestens etwa 30 $> Weichmachen und in hochdis» perser Porm befindliohea Hydroxyden οά@^ Oxydhydratea von Metallen mit" äenL'EöQg&iiJB&i ons zahlen 4» 6 oder 8»
    BADISCHE ANILIN & SODA ™ FABHIE

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