DE831771C - Gummiartige elastische Massen - Google Patents

Gummiartige elastische Massen

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DE831771C
DE831771C DEP41726A DEP0047126A DE831771C DE 831771 C DE831771 C DE 831771C DE P41726 A DEP41726 A DE P41726A DE P0047126 A DEP0047126 A DE P0047126A DE 831771 C DE831771 C DE 831771C
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rubber
vinyl chloride
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hydroxides
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DEP41726A
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Dr Julius Thewalt
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BASF SE
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BASF SE
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08K3/22Oxides; Hydroxides of metals
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. FEBRUAR 1952
p 41726 IVc139b D
Ludwigshafen/Rhein
Bekanntlich kann man ans Vinylchloridpolymerisaten, d. h. Polymerisaten aus Vinylchlorid allein oder aus Gemischen von Vinylchlorid und anderen unter den gleichen Bedingungen polymerisierbaren Stoffen und Weichmachungsmitteln, wie Trikresylphosphat, Phthalsäureestern u. dgl., durch Erhitzen auf Gelatinierungstemperatur, d. h. im allgemeinen auf Temperaturen von mindestens i6o°, plastische Massen herstellen, die weichgummtartigen Charakter besitzen. Um diesen Zustand zu erreichen, müssen die Massen etwa 40 bis 50 % Weichmacher enthalten. Sie unterscheiden sich aber vom Weichgummi ganz charakteristisch dadurch, daß sie keine Rückprallelastizität und nur eine verhältnismäßig geringe Dehnbarkeit l>esitzen. Durch Erhöhung des Weichmacheranteils kann man die Dehnung wohl erhöhen, aber der plastische Anteil der Dehnung wächst damit gleichzeitig stark an, und bei etwa 65 u/o Weichmachergehalt besitzen die Massen keine nennenswerte Standfestigkeit mehr.
P.s wurde gefunden, daß Massen aus Vinylchloridpolymerisaten und Weichmachern gummiartige Elastizität besitzen, iwenn sie in hochdisperser Form befindliche Hydroxyde oder Oxydhyidrate von Metallen mit den Koordinationszahlen 4,6 oder 8 enthalten und einen Weichmachergehalt von mindestens etwa 30 °/o aufweisen. Der Weichmachergehalt in diesen Massen, berechnet auf Vinylchloridpolymerisat, ist wesentlich höher als bei den eingangs beschriebenen Massen und kann sich sogar in den Grenzen bewegen, bei denen die bekannten 'Massen überhaupt keine Formfestigkeit mehr 'besitzen. Die Massen der Erfindung sind selbst in diesem Falle noch vollkommen formbeständig.
iDiese Wirkung hängt allerdings von einem außerordentlich hohen Verteilungsgrad und von der (Art und Menge der in den (Massen enthaltenen Metal 1-hydroxyde oder Oxydhydrate ab, außerdem von der Menge des Weichmachers, die mindestens etwa 30 °/o der Gesamtmasse beträgt. Bei niedrigerem Weichmachergehalt sind die Massen verhältnismäßig steif und etwa lederartiig.
Der erforderliche hohe Verteilungsgrad der
Hydroxyde oder Oxydhydrate von Metallen mit den Koordinationszahlen 4, 6 oder 8 kann dadurch erreicht werden, daß man diese Hydroxyde oder Oxydhydrate beim Koagulieren der Vinylchloridpolymerisate aus wäßriger Dispersion entstehen läßt, entsprechend dem Verfahren des Patents 828 007. Man kann aber auch Gemische von Vinylchloridpolymerisaten und 'Metallhydroxyd oder Oxydhydrat und Weichmacher auf Walzen so homogenisieren, daß die Hydroxyde oder Oxydhydrate in möglichst molekularer Verteilung schließlich in dem Gemisch (vorhanden sind. Die gleichzeitige Erzeugung der Hydroxyde oder Oxydhydrate beim Koagulieren der Vinylchloridpolymerisate aus wäßriger Dispersion führt in besonders einfacher Weise und mit großer Sicherheit zu dem erforderlichen feinen Verteilungsgrad. Offenbar werden die Hydroxyde oder Oxydhydrate der Metalle mit den Koordinationszahlen 4, 6 oder 8 additiv an die Vinylchloridpolymerisate gebunden, was sich daraus ergibt, daß sich derartige Massen in vieler Hinsicht anders verhalten als solche, denen Füllstoffe in bisher üblicher Weise einverleibt sind.
Die Massen gemäß der Erfindung besitzen eine deutliche Rückprallelastizität, die ebenso wie die Weichheit und Geschmeidigkeit der Erzeugnisse bei den einzelnen Hydroxyden oder Oxydhydraten der in Betracht kommenden Metalle jeweils kleinere Unterschiede aufweist. So erhält man beispielsweise mit den Hydroxyden voniBlei, Cadmium oder Wismut sehr weiche, geschmeidige, hochelastische Produkte, während die Hydroxyde oder Oxydhydrate von dreiwertigem Eisen, dreiwertigem Chrom, zweiwertigem und dreiwertigem Kobalt, Aluminium und von anderen Metallen sowie Gemischen von Hydroxyden oder Oxydhydraten der zuletzt genannten Metalle, bei denen beispielsweise 1 Mol des Hydroxyds eines zweiwertigen Metalls mit 2 Mol des Hydroxyds eines dreiwertigen Metalls mit dem Vinylchloridpolymerisat zusammen ausgefällt werden, stramme, aber doch noch gummielastische Produkte ergeben.
Die Massen gemäß der Erfindung sind trotz des sehr hohen Gehaltes an anorganischen Stoffen und auf die gesamte Masse gerechnet niedrigen Gehaltes an Weichmacher geschmeidiger als die bisher bekannten und gebräuchlichen Massen aus Vinyl-Chloridpolymerisaten und Weichmacher. Sie zeichnen sich vor jenen auch noch durch eine bessere Kältebeständigkeit aus, die bis — 300 und mehr betragen kann. Auch ihre Wärmebeständigkeit. d. h. ihre Formfestigkeit bei erhöhter Temperatur. ist besser als die von Massen aus Vinylchloridpolymerisaten und Weichmachern allein. Sie ist ähnlich der von Weichgummi. Der charakteristische Unterschied ist ihre ausgeprägte Rückprallelastizität.
Die Massen können insbesondere zur Herstellung von Folien verwendet werden und diese ihrerseits für Bekleidungszwecke, beispielsweise für Regenmäntel, Tisch-, Wand- und Bodenbeläge. Ferner eignen sie sich als Dichtungsmaterial und für andere unter dem Begriff technische Gummiartikel bekannte Erzeugnisse.
Beispiel 1
1000 Teile einer 10%igen wäßrigen Dispersion von Polyvinylchlorid werden mit etwa 28 Teilen Ammoniak in verdünnter wäßriger Lösung versetzt. Dieses Gemisch läßt man unter Rühren in eine wäßrige Lösung von 265 Teilen Bleinitrat einfließen. Dabei wird gleichzeitig Polyvinylchlorid und Bleihydroxyd gefällt, das sich im !wesentlichen an das Polyvinylchlorid addiert. Der erhaltene Niederschlag wird abgesaugt, elektrolytfrei gewaschen und getrocknet. 60 Teile des getrockneten Erzeugnisses werden mit 40 bis 50 Teilen Dibutylphthalat vermischt und das Gemisch wird verwalzt oder verpreßt. Man erhält ein sehr weiches, hochelastisches Erzeugnis. Ähnliche Erzeugnisse erhält man in gleicher Weise aus 43 Teilen Polyvinylchlorid. 55 Teilen Natriumhydroxyd und 126 Teilen Cadmiumchlorid.
Be
i s ρ i e 1 2
Etwas strammere, elastische Produkte erhält man beispielsweise aus den in nachstehender Tabelle angegebenen Stoffen in der angegebenen Menge. Die Massen enthalten jeweils 45% Dibutylphthalat.
Polyvinylchlorid Basische Verbindung Natriumhydroxyd Ammoniak I 253 tfetallverbindung
I. 67 Teile 48 Teile Ammoniak - Ammoniak 60 Teile Eisen-III-chlorid
2. 40 - 19,8 542 Magnesiumsulfat
3- 200 336 - Natriumhydroxyd 247 Eisen-III-chlorid
140 Magnesiumsulfat
222 160 - 500 - Kobalt-II-nitrat
136 Chromalaun
160 - 500 Nickelsulfat
222 46,67 Chromalaun
6. 160 45.33 - Kobalt-II-nitrat
222 44.33 - Nickel-II-sulfat
180 Eisen-II-sulfat
166,67 Eisen-III-chlorid
542 Chromalaun
136 288 Eisen-III-chlorid
- Zinksulfat
242 -
IJ e i s ρ i e 1 3
locholastische Produkte werden, wenn sie eben- ia\\s 45% Dibutylphthalat enthalten, in gleicher Weise aus folgenden Verbindungen erhalten.
Poly viny Ic h lorid Basische Verbindung Teile Ammoniak - 133 Metallverbindung
I. 232 Teile 68 200 Teile Eisen-II-sulfat
- Ammoniak 270 Ammoniumsulfat
Natriumhvdro.xyd 140 Eisen-III-chlorid
2. 232 - 160 270 - Kobald-II-nitrat
136 - Eisen-III-chlorid
222 160 270 - Nickel-II-sulfat
18 Eisen-III-chlorid
KX) 45 300 Ammoniumnitrat
Eisen-II-sulfat
Aus dem letztgenannten Ansatz erhält man, nachdem das Reaktionsgemisch etwa 2 Stunden auf über 700 unter Durchleiten von Luft erhitzt und dal>ei oxydiert und dann das Reaktionsprodukt gewaschen und getrocknet wurde, ein braunschwarzes, sehr feinpulveriges Erzeugnis. Dieses liefert nach Zusatz von 45% Dibutylphthalat ein außerordentlich elastisches Material, das sich vorzüglich zur Herstellung von Folien zu Bekleidungszwecken eignet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Gummiartige elastische Massen aus Vinylchloridpolymerisaten, mindestens etwa 30% Weichmacher und in hochdisperser Form befindlichen Plydroxyden oder Oxydhydraten von Metallen mit den Koordinationszahlen 4, 6 oder 8.
    O 3204 2.
DEP41726A 1948-11-09 1948-11-09 Gummiartige elastische Massen Expired DE831771C (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP41726A DE831771C (de) 1948-11-09 1948-11-09 Gummiartige elastische Massen
FR1010836D FR1010836A (fr) 1948-11-09 1948-11-09 Procédé pour obtenir des produits utilisables à la préparation de pellicules
FR59798D FR59798E (fr) 1948-11-09 1949-12-14 Procédé pour obtenir des produits utilisables à la préparation de pellicules

Applications Claiming Priority (1)

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DE831771C true DE831771C (de) 1952-02-18

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FR (2) FR1010836A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1031959B (de) * 1955-04-20 1958-06-12 J H Benecke Fa Verfahren zur Beseitigung des Schaeumens von mit Wasser benetzten Kunststoffmassen aus Polymerisaten oder Mischpolymerisaten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1031959B (de) * 1955-04-20 1958-06-12 J H Benecke Fa Verfahren zur Beseitigung des Schaeumens von mit Wasser benetzten Kunststoffmassen aus Polymerisaten oder Mischpolymerisaten

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FR1010836A (fr) 1952-06-16
FR59798E (fr) 1954-07-19

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