DEP0041335DA - Verfahren und Vorrichtung zur Massenfabrikation von anatomisch geformten Zahnkronen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Massenfabrikation von anatomisch geformten Zahnkronen

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DEP0041335DA
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tooth
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English (en)
Inventor
Frid. Otto Dr.phil. Kucher
Original Assignee
Firma Dr. Walter u. Schmitt, Schwäbisch Gmünd
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Description

Künstliche Zahnkronen auf Metallen und nichtrostendem Stahl wurden bisher in der Massenfabrikation in Form von zylindrischen, einseitig geschlossenen Hülsen nach bekannten Methoden angefertigt. Ihre Nachteile sind hinreichend bekannt. Die erstrebenswerte Form der anatomisch richtig geformten Krone mit Kontaktpunkten und verengtem Hals konnte nur durch Guss oder Pressen in eigens für jeden Einzelfall herzustellenden Giess- oder Pressformen hergestellt werden, oder die zylindrischen Hülsen wurden bei Verwendung von leicht verformbaren Metallen mit Hilfe von Zangen und ähnlichen Werkzeugen in eine dem anatomischen Bau ähnliche Form gebracht. Diese Methoden sind für eine Massenfabrikation ungeeignet.
In neuerer Zeit kamen künstliche Zahnkronen aus Metall und Edelstahl auf den Markt, die statt der zylindrischen Form eine von der Kaufläche ab verjüngt zulaufende Form aufwiesen und dadurch der gewünschten anatomischen Form etwas näher kamen. Diese genügen aber noch nicht für den Praktiker, der diese Kronen auf den Zahnstumpf aufpassen muss und dabei auch den unteren Rand des Halses der Zahnkrone beschneiden muss. Jedes Beschneiden des Kronenrandes bedingt nämlich bei kegeligen Form der Zahnkrone ein anderes Umfangmass.
Dieser Mangel wird durch die neue Erfindung beseitigt, mit der die Massenfabrikation von Zahnkronen aus sämtlichen tiefziehfähigen Dentalwerkstoffen in anatomisch richtiger Form möglich ist, und zwar in solcher Form, dass das Passen der Zahnkrone auf den Zahnstumpf nicht dadurch beeinträchtigt wird, dass der Zahnkronenhals unten in der erforderlichen Weise beschnitten wird.
Das Hauptmerkmal dieser neuen Zahnkrone besteht darin, dass sie neben der anatomischen Kaufläche und den Kontaktpunkten mit den Nachbarzähnen einen verengten, aber zylindrischen Hals besitzt, der eine einwandfreie Bezeichnung hinsichtlich der Grösse, bzw. des Innenumfanges ermöglicht und allein schon dadurch eine wesentliche Erleichterung für den Praktiker darstellt. Die neue Krone kann ohne weiteres einwandfrei, gut und leicht eingesetzt werden. Daneben sind dieser Zahnkrone auch alle charakteristischen Merkmale eigen, die die Seitenzugehörigkeit ergeben.
Das neue Verfahren besteht darin, dass eine einseitig geschlossene glatte, im wesentlichen zylindrische Hülse (zunächst ohne vorgeformte Kaufläche) aus einem tiefziehfähigen Dentalwerkstoff mit einem elastischen Stempel in eine Form gedrückt wird, welche der gewünschten anatomischen Gestalt entspricht, wobei es völlig gleichgültig ist, was für eine Form die Grundfläche besitzt, ob rund, oval oder viereckig. Durch dieses Pressen indie Form können Ausbauchungen und Vertiefungen in jeder Art und Weise hergestellt werden, je nach Ausführung und Gestaltung der Form und zwar samt Kaufläche in einem Arbeitsgang.
Diese Vorrichtung zur Massenherstellung dieser anatomisch geformten Zahnkronen aus tiefziehfähigen Dentalwerkstoffen besteht im wesentlichen aus einer mehrteiligen Form von entsprechender Gestalt und einem Stempel, der mit einem vorzugsweise elastischen Körper die Hülsenwand an die Innenfläche der Form andrückt, so dass sie genau das Abbilde der Form ergibt. Beim Herausziehen des Stempels erlaubt die Plastizität jenes Körpers dem Stempel das Wiederheraustreten aus der nun geformten Zahnkrone. Ist die Masse elastisch, so nimmt sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt an und wird mit dem Stempel leicht wieder herausgezogen, während die Mehrteiligkeit der Form es erlaubt, die so geformte Hülse aus ihr herauszunehmen. Der Pressdruck auf den Stempel oder umgekehrt auf die Form kann durch Schlagen mit dem Hammer oder durch eine mechanische oder hydraulische Presse ausgeübt werden.
Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht bei abgenommenem Stempel,
Fig. 3 einen Mittelschnitt senkrecht zu dem Schnitt Fig. 1.
Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Form aus nur zwei Formhälften.
Auf der Grundplatte 1 der Vorrichtung sind zwei Führungsleisten 2 und eine Anschlagleiste 3 befestigt. Die Innenflächen der beiden Führungsleisten 2 sind gegen die Grundplatte 1 geneigt, so dass ihr Abstand von einander nach unten weiter wird, und konvergieren ausserdem nach hinten auf die Anschlagleiste 3 zu. In diesen Leisten sind zwei mit einem Bolzen 6 scharnierartig ver- bundene Backen 4 geführt, welche an ihrer Aussenseite dieselbe Abschrägung besitzen wie die Führungsleisten. An diesen beiden Backen sind je die Formhälften 5 mit der anatomischen Zahnform 14 angebracht und zwar so, dass die Formhälften in der Endstellung der Backen fest zu einer Form geschlossen sind. Die Formhälften 5 selber sind noch mit zwei Pass-Stiften 8 aneinander geführt, so dass sie beim Schliessen sicher und gut aufeinanderpassen. Der Scharnierbolzen 6 wird mit seinem Kopf in einer T-Nut 16 in der Grundplatte 1 geführt und bewirkt damit, dass die beiden Backen 4 beim Herausziehen gerade geführt und auf der Grundplatte 1 festgehalten werden. In einer Aussparung 15 der beiden Backen 4 sitzt in der Grundplatte 1 ein Anschlagbolzen 7 mit keilförmigem, nach der Formmitte gerichteten Kopf.
Der Pressdorn 11 ist mit einem elastischen Körper 10 bestückt und ist mit seinem Kopf 12versehen, welcher in eine Presse einzuspannen oder mit einem Hammer zu schlagen ist. Auf der Zeichnung sind der Einfachheit halber die beiden Backen 4 nur mit einem Handgriff 9 dargestellt, der es erlaubt, sie aus den keilartig wirkenden Führungsleisten 2 zurückzuziehen, wobei der Anschlagbolzen 7 die Backen 4 spreizt.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: In der Endstellung der beiden Backen 4, also in geschlossenem Zustand der Form 5, wird eine gerade zylindrische Hülse 13 ohne vorgeformte Kaufläche in die Öffnung der Form eingelegt. Nun wird der Presstempel 10, 11 in die Hülse 13 eingeführt und unter immer stärker werdendem Druck drückt der sich verformende elastische Körper 10 die glatten Wandungen der Hülse in alle Wölbungen und Vertiefungen der Form 14 hinein. Beim Rückhub des Pressdornes 11 nimmt der elastische Körper 10 wieder seine ursprüngliche Form an und kann aus dem Kronenhals wieder heraustreten. Die beiden Backen 4 werden nun an dem Handgriff 9 herausgezogen, bis der Anschlagbolzen 7 die beiden Backen auseinanderdrückt. Die fertig geformte Zahnkrone fällt dann, meist von selber durch eine nicht gezeichnete Öffnung in der Grundplatte in einen Behälter .
Dann kann der Vorgang beliebig oft wiederholt werden. Natürlich können für das Öffnen und Schliessen der Formteile 5 allerlei geeignete Maschinenelemente wie Nocken, Hebel usw. verwendet und automatisch gesteuert werden.

Claims (6)

1.) Verfahren zur Massenfabrikation von Zahnkronen mit anatomischer Form aus tiefziehfähigen Dentalwerkstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass eine einseitig geschlossene glatte Hülse durch eine auf ihre Innenfläche wirkende Kraft in eine sie umgebende Form gedrückt und dadurch in einem Arbeitsgang so verformt wird, dass eine Zahnkrone entsteht mit Kaufläche, Kontaktpunkten und einem verengten Hals.
2.)Zahnkrone aus tiefziehfähigem Dentalwerkstoff, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Gestalt der anatomischen Form eines Zahnes entspricht, ihr verengter Hals aber zylindrisch ist.
3.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein plastisches, vorzugsweise elastisches Pressorgan, das durch eine infolge eines Druckes entstehende Querschnittsänderung im Innern der glatten Hülse die Wandungen dieser Hülse in eine sie umgebende mehrteilige Form drückt.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme der mehrteiligen Form auf einer Grundplatte gleitende Backen vorgesehen sind, die zwischen auf der Grundplatte befestigten Führungsleisten keilartig geführt sind.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebacken scharnierartig miteinander verbunden sind.
6.) Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen an der Grundplatte befestigten, bei Rückbewegung der Aufnahmebacken auf diese spreizend wirkenden keilförmigen Bolzen.

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