DEP0039926DA - Kleinschlepper, insbesondere Leichtbauschlepper - Google Patents
Kleinschlepper, insbesondere LeichtbauschlepperInfo
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Description
Bei Verwendung von Schleppern in der Landwirtschaft muss auf die Forderungen der neuzeitlichen Bodenbearbeitungstechnik Rücksicht genommen werden, welche eine möglichst weitgehende Verringerung der Bodendrücke durch die Schlepperspuren verlangen. Das Gewicht der landwirtschaftlichen Schlepper, insbesondere der sog. Hackfruchtschlepper sollte deshalb möglichst niedrig gehalten werden. Mit der Senkung des Schleppergewichtes nimmt aber natürlich auch das Reibungsgewicht ab, das seinerseits zur Erzielung einer ausreichenden Zugkraft bei Transportarbeiten erforderlich ist. Um auch in solchen Fällen, also bei Leichtbauschleppern und dergl., eine genügende Belastung der Achsen sicherzustellen, muss auf eine möglichst günstige Verteilung der Achsdrücke auf die Vorder- und Hinterachse geachtet werden, die bei der bisher üblichen schweren Ausführung der Schlepper infolge des hohen Gesamtgewichtes keine wesentliche Rolle spielte. Dabei muss einerseits dafür gesorgt werden, dass der Hinterachsdruck ausreicht, um in jedem Falle die Motorleistung auf den Boden zu übertragen, und dass andererseits die Vorderachse auch durch eine hinten angreifende Zugkraft, beispielsweise durch einen Anhänger, nicht so weit entlastet werden kann, dass dadurch die Lenkfähigkeit verloren geht. Letztere Forderung setzt voraus, dass auch bei Einwirken einer äusseren Zugkraft der Vorderachsdruck keinesfalls unter einen Wert von etwa 10 - 15% des Gesamtgewichtes absinkt.
Erfindungsgemäss wird auch bei Leichtbauschleppern eine für jeden Fall ausreichende Achsdruckverteilung dadurch sichergestellt, dass das Hauptgewicht der gesamten Schlepperbauteile auf zwei Baugruppen verteilt ist, deren Gewichte sich um höchstens etwa 20% des gesamten Schleppergewichtes unterscheiden, wobei das Gewicht der einen Gruppe an der Vorderachse, das Gewicht der anderen Gruppe an der Hinterachse oder deren unmittelbaren Nähe zusammengefasst ist. Vorzugsweise wird die Anordnung so getroffen, dass etwa 60 bis 55% des Gesamtgewichtes auf die Hinterachse und 40 bis 45% auf die Vorderachse entfallen. Das Verbindungsglied zwischen den beiden Gewichtsgruppen wird im Interesse einer möglichst guten Schwerpunktsverteilung und der Niedrighaltung des Gesamtgewichtes zweckmässig durch ein leichtes Zwischenstück gebildet, beispielsweise einen einfachen Kastenträger oder Rohrträger, der zugleich zur Aufnahme der Kupplungsbetätigungsglieder und der Kardanwelle dienen kann.
Ein weiteres Merkmal eines Schleppers nach der Erfindung besteht darin, dass der Motor im Gegensatz zu den bisher üblichen Bauweisen vor der Vorderachse angeordnet ist, damit die beiden Baugruppen einen möglichst grossen Schwerpunktabstand bekommen und in jedem Falle eine ausreichende Belastung der Vorderachse gewährleistet ist. Da für diese Schlepper in der Regel nur Motoren von etwa 10 PS in Frage kommen, lassen sie sich ohne Schwierigkeiten als 1-Zylindermotoren ausführen, so dass ein zu grosser Übergang, wie er bei Mehrzylindermotoren vielleicht auftreten könnte, nicht zu befürchten ist.
Man erreicht auf diese Weise ohne unnötigen Werkstoffaufwand, also bei geringstem Gesamtgewicht, eine sehr gute Gewichtsverteilung und eine günstige Schlepperlage bei allen Fahrzuständen.
In der Zeichnung ist in rein schematischer Form der Aufbau eines Leichtbauschleppers nach der Erfindung gezeigt.
Mit 1 ist der Vorder-, mit 2 der Hinterradsatz bezeichnet.
Das Hauptgewicht des Schleppers ist auf zwei Baugruppen 3 und 4 verteilt, von welchen erstere aus Motor und Kupplung, letztere aus dem Getriebekasten mit Zubehör, Fahrersitz usw. besteht. Beide Baugruppen sind durch ein leichtes Zwischenstück 5 in Gestalt eines Rohres miteinander verbunden, innerhalb dessen die Kupplungsbetätigungsglieder und die Kardanwelle angeordnet sind.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Motor vor der Vorderachse des Schleppers gelagert, so dass sein Schwerpunkt möglichst weit nach vorne verschoben ist.
Claims (4)
1) Kleinschlepper, insbesondere Leichtbauschlepper, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptgewichte der Bauteile auf zwei Gruppen (3, 4) verteilt sind, deren Gewichte sich um höchstens etwa 20% des gesamten Schleppergewichtes unterscheiden, wobei das Gewicht der einen Gruppe (3) an der Vorderachse, das Gewicht der anderen Gruppe (4) an der Hinterachse zusammengefasst ist.
2) Kleinschlepper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 60% bis 55% des Gesamtgewichtes statisch auf die Hinterachse, 40% bis 45% auf die Vorderachse entfallen.
3) Kleinschlepper nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor vor der Vorderachse angeordnet ist.
4) Kleinschlepper nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Baugruppen (3, 4) nur durch ein leichtes Zwischenstück (5), beispielsweise einen Kastenträger oder Rohrträger, miteinander verbunden sind.
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