DE835261C - Zweiachsiger Motorschlepper mit Anhaengevorrichtung - Google Patents

Zweiachsiger Motorschlepper mit Anhaengevorrichtung

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Publication number
DE835261C
DE835261C DEG750A DEG0000750A DE835261C DE 835261 C DE835261 C DE 835261C DE G750 A DEG750 A DE G750A DE G0000750 A DEG0000750 A DE G0000750A DE 835261 C DE835261 C DE 835261C
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DE
Germany
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tractor
axle
hitch
adjustable
tractor according
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Expired
Application number
DEG750A
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English (en)
Inventor
Dr Hans Schnabel
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GROSS HESSISCHE TRUCK COMPANIE
URUS WERKE GmbH
Original Assignee
GROSS HESSISCHE TRUCK COMPANIE
URUS WERKE GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D49/00Tractors
    • B62D49/06Tractors adapted for multi-purpose use

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Zweiachsiger Motorschlepper mit Anhängevorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf einen zweiachsigen iN2otorschlepper mit Anhängevorrichtung und insbesondere auf einen Ackerschlepper, der jeweils mit dem günstigsten Wirkungsgrad sowohl auf dem Acker als auf der Straße gefahren werden kann. Für Acker und Straße wird zur Schonung des Bodens möglichst geringe Achslast der Schlepper verlangt. Andererseits ist für gute Zugkraft große Adhäsion der Triebräder am Boden notwendig, die abhängig von der Höhe derAchslast ist. Dieses sind gegensätzliche Forderungen, die durch die bisherigen Konstruktionen nicht befriedigend in Einklang gebracht werden 'konnten. Die meisten gebräuchlichen Schlepper haben das Hauptgewicht auf der Hinterachse. Sie nutzen nur diesen Teil ihres Eigengewichtes, nicht ihr Gesamtgewicht, für die Adhäsion am Boden für die Zugkraft aus. Andererseits wird die Hinterachslast, die in Ruhe schon sehr ,hoch ist, durch das Aufbäummoment noch erhöht und wirkt somit einer ,größtmöglichen Bodenschonung entgegen. Diese Schlepper erfüllen die Forderungen, die an solche Zugmaschinen gestellt werden, also nur zum Teil und unterliegen außerdem bei hoher Zuglast der Aufbäu,mgefahr und der schlechten Lenkfolgsamkeit am Auf- und Querhang.
  • Mit einzelnen vierradangetriebenen Schleppern wird die Ausnutzung des gesamten Schleppergewichtes für die Adhäsion und die Zugkraft schon besser erreicht. Sie 'haben aber ihr Hauptgewicht auf der Hinterachse mit den gleichen Begleiterscheinungen großer Bodenschädigung, der Aufbäumgefahr und der Lenkunfolgsamkeit.
  • Es sind zwar auch schon vierradangetriebene Schlepper bekannt, deren Schwerpunkt vor der Schleppermitte liegt, jedoch konnten auch hiermit die Nachteile der bisher fast ausschließlich gebräuchlichen, hinterlastigen, vierradangetriebenen Typen nicht beseitigt werden.
  • Es sei noch darauf hingewiesen, daß man auch schon vorgeschlagen hat, den Anhängepunkt an dem hinteren Ende des Schleppers in senkrechter Richtung verschiebbar oder einstellbar auszubilden, jedoch lediglich zu dem Zweck, die Aufbäumgefahr, durch die Zugkraft des Anhängers hervorgerufen, zu verringern; die bekannten Ausführungen dieser Art bergen aber den Nachteil in sich, daß mit der Höhenverstellung gleichzeitig eine Änderung des Abstandes zwischen Schlepper und Anhänger eintritt.
  • Durch die neue Erfindung werden die Nachteile der bekannten, oben beschriebenen Ausführungen vermieden. Erfindungsgemäß ist der neue Schlepper durch einen Allradantrieb, durch mindestens vier Laufräder gleichen Durchmessers und durch eine derartige Anordnung und Ausbildung des Motors gekennzeichnet, daß bei leer fahrendem Schlepper an der starren und festen Vorderachse eine Überlast herrscht, während bei Vorhandensein einer Zuglast das auf das Chassis wirkende, aus dem Motorgewicht, dem Motordrehmoment und der Zugkraft resultierende Moment so einstellbar ist, daß sämtliche Laufräder gleichen Bodendruck haben. Hierbei ist noch vorgesehen, daß die Anhängevorrichtung senkrecht zur Fahrtrichtung, ober- und unterhalb der Hinterradachse, verstellbar ist. Beispielsweise kann die Anhängevorrichtung als ober- und unterhalb der Hinterradachse, senkrecht zur Fahrtrichtung sich erstreckende, rechenartige, mehrere Anhängepunkte aufweisende Vorrichtung ausgebildet sein. Andererseits ist es auch vorteilhaft, die Anhängevorrichtung durch Anordnung von elastischen, hydraulischen oder pneumatischen Gliedern entsprechend der auftretenden Zugkraft selbsttätig einstellbar zu machen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Schlepper wird das Eigengewicht der Gesamtanordnung zu einem solchen Teil auf die Vorderachse verlegt, daß hierdurch nicht nur das Aufbäummoment bei einem bestimmten Zug unter Berücksichtigung der Hebelarme verringert oder beseitigt wird, sondern daß dadurch Vorder- und Hinterachse gleichmäßig belastet sind; es wird hierbei unter Vorderlast das Verhältnis der statischen Vorderlast zu dem Gesamtgewicht verstanden.
  • Der Betrieb mit dem neuartigen Schlepper gestaltet sich so, daß der geeignete Anhängepunkt zur Erzielung des Gleichgewichtszustandes für eine jeweils zu leistende Zugkraft ausgewählt wird, so z. B. nimmt man einen tieferen Punkt für schwere Pflugarbeiten und einen der höheren Punkte für eine kleine Anhängelast, z. B. einen Wagen. Man kann sogar so weit gehen, daß man bei sehr hoher Zuglast, besonders wenn bei Bergfahrt das Eigengewicht des Schleppers sich zum Teil von der Vorderachse auf die Hinterachse oder die hinteren Achsen verlagert, den Zugkraftangriff nahe, in oder har unter die Reifenauflagefläche verlegt, z. B. in einen dicht über, in oder unter der Bodenfläche geführten Sporn. Dadurch wird das Aufbäumen nahezu null, gänzlich null oder gar negativ. Dabei kann der Zugangriff an einem tiefen Punkt hinter oder unter dem Schlepper angeordnet sein, z. B. auch unter der Vorderachse, was bei Bergauffahrt unterUmständen durch die abwärts wirkende Komponente des Zuges eine Erhöhung der Vorderachslast bewirkt, wenn die Vorderlastigkeit zum Ausgleich des Aufbäurnmoinentes und der Hangverlagerung des Eigengewichtes noch nicht für den Gleichgewichtszustand ausreicht.
  • Bei geringer oder nicht vorhandener Zugnotwendigkeit, wobei es aber auf geringsten Bodendruck ankommt, z. B. bei Kulturarbeiten oder Schädlingsbekämpfung, kann der Gleichgewichtszustand und damit die niedrigste Bodenpressung dadurch bewirkt werden, daß die kleine notwendige oder eine künstliche Zuglast eines Schleppgerätes an einem so hohen Punkt des Schleppers angehängt wird, daß die Vorderlastigkeit aufgehoben wird.
  • Die Vorteile, die finit dem neuen Schlepper gegenüber den bisherigen Konstruktionen erreicht werden, sind zunächst in einer gleichen und dadurch möglichst geringen Achslast in jeder Betriebslage zu sehen, wodurch ein niedriger spezifischer Bodendruck und beste Bodenschonung erreicht wird. Ferner ist damit eine gleichmäßige Adhäsion aller Räder oder Reifen und somit beste Bodenhaftung, geringste und gleichmäßige Reifenabnutzung und kleiner Schlupf verbunden. Gegenüber den hinterachslastigen Schleppern ist außerdem eine bessere Lenkfolgsamkeit beim Fahren aufwärts und quer zum Hang sowie unter schwerer Zuglast und neben der Ausschaltung der Aufbäumgefahr eine größere Belastungsmöglichkeit der Hinterachse für Anbauten von Lasten, Geräten oder Sattelanhängern vorhanden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. i eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Schleppers im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schlepper gemäß Fig. i und Fig. 3 eine Vorderansicht des Schleppers gemäß Fig. i mit abgenommenem Motorschwungrad, Fig. q. eine Teildarstellung einer besonders ausgebildeten Anhängevorrichtung.
  • Das Chassis des Schleppers wird durch einen Rahmen i gebildet, an dem die Radachse 2 und 3 mit gleich großen Laufrädern gelagert sind. Im Bereich der Vorderachse 2 oder vor dieser ist das Motoraggregat q angeordnet, das über ein Schaltgetriebe 5 mit dem Verteilergetriebe 6 etwa mittig des Rahmens i gekuppelt ist. Von dein Verteilergetriebe 6 aus werden die beiden Achsen durch die Gelenkwellen 7 und 8 angetrieben.
  • Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist die Vorderachse :2 starr ausgebildet und an dein Rahmen i fest gelagert, während die Hinterachse 3, wie insbesondere aus Fig.2 zu entnehmen ist, ebenfalls als starre Achse ausgebildet ist, aber um eine in Fahrtrichtung liegende Achse, die gegebenenfalls durch den Zapfen 9 gebildet wird, pendcl» kann. An der Hinterseite des Schleppers ist die Anhängevorrichtung io angebracht, die beispielsweise als sich aber- oder unterhalb der Hinterachse erstreckende, rechenartige Vorrichtung ausgebildet ist und mehrere Anhängepunkte i i hat. Ferner sind unterhalb des Chassis mehrere sich bis in den Bereich der Vorderachse 2 erstreckende Anhängevorrichtungen 12 vorgesehen.
  • Bei Betriebszuständen, bei denen eine große Zuglast auftritt, z. B. bei Pflugarbeiten, wo Furchen entstehen, deren Grundfläche unterhalb der Radauflagefläche liegt, kann eine Aufhängevorrichtung gemäß Fig.4 verwendet werden, die aus einem, an dem Chassis oder an dem Rechen io schwenkbar angeordneten Sporn 13 besteht, der bei Bedarf in die in der Zeichnung dargestellte Lage geschwenkt werden kann. Bei Fahrten auf ungepflügtem Gelände oder auf der Straße wird der Sporn, der an der Spitze den unteren Anhängepunkt i i trägt, durch eine Verstellvorrichtung 14 od. dgl. nach oben geklappt. Durch diese Anordnung wird jegliche Aufbäumgefahr, selbst bei größter Zuglast und: bei I'flugarl>eiten hangaufwärts, beseitigt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Zweiachsiger Motorschlepper mitAnhängevorrichtun:g, gekennzeichnet durch einen Allradantrieb mit mindestens vier Laufrädern gleichen Durchmessers, durch eine Anordnung des Motors vor der Vorderachse und einer senkrecht zur Fahrtrichtung, aber- und unterhalb der Hinterradhchse verstellbaren Anhängevorrichtung derart, daß bei leer fahrendem Schlepper an der starren und festen Vorderradachse eine überlast herrscht, während bei Vorhandensein einer Zugkraft das auf das Chassis wirkende, aus dem Motorgewicht, dem Motordrehmoment und der Zugkraft resultierende Moment durch ,die Anhängevorrichtung so einstellbar ist, daß sämtlicheLaufräder gleichen Bodendruck haben.
  2. 2. Schlepper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anhängevorrichtung (io, i i) als ein .sich ober- und unterhalb der Hinterachse, in senkrechter Richtung erstreckender, rechenartiger, mehrere Anhängepunkte aufweisender Haltearm ausgebildet ist.
  3. 3. Schlepper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anhängevorrichtung durch Anordnung von elastischen, hydraulischen oder pneumatischen Gliedern entsprechend der auftretenden Zugkraft selbsttätig einstellbar ist.
  4. 4. Schlepper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anhängevorrichtung unterhalb des Chassis in Fahrtrichtung, gegebenenfalls bis in den Bereich der Vorderachse mehrere Anhängepunkte hat.
  5. 5. Schlepper nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anhängevorrichtung nach unten bis dicht über, in .oder unter die Bodenfläche, beispielsweise in Form eines gegebenenfalls schwenkbar gelagerten Spornes (13) od. dgl., verlängert ist.
DEG750A 1950-01-03 1950-01-03 Zweiachsiger Motorschlepper mit Anhaengevorrichtung Expired DE835261C (de)

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