DEP0039784DA - Zwischenantrieb für endlose Fördermittel - Google Patents
Zwischenantrieb für endlose FördermittelInfo
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Description
Bei endlosen Fördermitteln nimmt die durch den Antrieb hervorgerufene Zugbeanspruchung mit der Länge des Fördermittels zu. Von einer bestimmten Länge ab kommt man also mit Endantrieben nicht mehr aus, sonder muß Zwischenantriebe einbauen. Die bisher bekannten Zwischenantriebe wiesen nicht nur den Nachteil auf, daß sie an einzelnen Stellen das Profil des Fördermittels seitlich überragten, sondern noch den viel schwerer wiegenden Nachteil, daß die Belastungen der Kraftübertragungsmittel an der oberen und unteren Eingriffsstelle mit dem Fördermittel unterschiedlich waren. Dies hängt damit zusammen, daß im allgemeinen das Obertrum beladen, das Untertrum dagegen leer läuft. Die Kraftübertragung ist aber bei einem solchen Zwischenantrieb auch schon deswegen statisch unbestimmt, weil infolge von an sich vorhandenen oder im Laufe der Zeit sich einstellenden Teilungsfehlern des Fördermittels bzw. der das Fördermittel führenden Kettenstränge das gleichzeitige Anliegen der Kraftübertragungsmittel an der oberen und unteren Eingriffsstelle nicht zu gewährleisten ist.
Besonders bei den sogenannten Stahlgliederbändern, bei denen als Zugmittel beiderseits der Stahlplatten laufende Ketten dienen, ist die Aufgabe, im geraden Strang des Förderers die spezifischen Beanspruchungen der Kettenstränge herabzusetzen, nicht ohne weiteres zu lösen. Dies gilt vornehmlich dann, wenn auf die Länge des Förderers verteilt mehrere solcher Zwischenantriebe angeordnet werden sollen. Dabei kommt es zu gegenseitigen Störungen der Antriebe, wobei in den Kettensträngen Überbeanspruchungen oder auch Entlastungen auftreten, die auch das Auflaufen und Ablaufen der Kettenstränge beeinträchtigen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe der Entlastung der als Zugmittel dienenden Teile bei hin- und hergehenden endlosen Fördermitteln, insbesondere Stahlgliederbändern, erreicht durch
eine nachgiebige Anordnung des Getriebes, bei der dieses sich stets so einzustellen sucht, daß auf Obertrum und Untertrum die gleiche Zugkraft ausgeübt wird. In die Kraftübertragung von der Antriebsmaschine zu den Eingriffsstellen der Antriebsmittel in das Obertrum und Untertrum wird also gleichsam ein Waagebalkenausgleich eingeschaltet mit der Wirkung, daß an jede Eingriffsstelle die Hälfte der Arbeitskraft übertragen wird und, wenn dies kurzzeitig nicht der Fall ist, das Getriebe seine Stellung solange verändert, bis diese Wirkung wieder eintritt. Durch diesen Ausgleich wird erreicht, daß an jeder Kraftübertragungsstelle trotz vorhandener Teilungsfehler das die Kraft übertragende Mittel, beispielsweise die Zähne eines Kettenrades oder die Ketten eines Kettenläufers sich selbsttätig auf die Gegenflächen der Kettenstränge des Förderers einstellen. Auf diese Weise werden Überbeanspruchungen in den Kettensträngen selbst bei Verwendung mehrerer, auf die Länge des Förderers angeordneter Einzelantrieb nicht nur vermieden, sondern die insgesamt zum Bewegen des Förderers aufzuwendende Kraft in Teilkräfte gleicher oder annähernd gleicher Größe aufgelöst. Damit wiederum werden die spezifischen Beanspruchungen an den Kraftübertragungsstellen und in den Kettensträngen entsprechend herabgesetzt, wie auch ein einwandfreies Auf- und Ablaufen der Kettenstränge gewährleistet wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Lagerstellen der auf Obertrum und Untertrum einwirkenden Kupplungsteile miteinander starr verbunden sind, aber das Getriebe in der Längsrichtung des Fördermittels verschiebbar angeordnet ist. So können z.B. bei Stahlgliederbändern Antriebsräder vorgesehen sein, welche in die Kettenstränge sowohl des Obertrums als auch des Untertrums eingreifen.
In den Fällen, in denen eine Verbreiterung des Profils des Fördermittels nach der Seite zu unerwünscht ist, z.B. bei der Förderung in der Grubenstrecke, werden gemäß der weiteren Erfindung Antriebsmotor, Vorgelege und Antriebsmittel der Antriebsstation bei überhöhter Bahn des Obertrums zwischen diesem und dem Untertrum eingebaut.
Ein derartiger Einbau ist erkennbar aus der Zeichnung, in der
Abb. 1 eine Seitenansicht einer im geraden Strang eines Stahlgliederbandes gelegenen Antriebsstation, in
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt entsprechend II-II von Abb. 1 in doppeltem Maßstab durch die Antriebsstation zeigt.
Die Stützen 1 des Stahlgliederbandes, das aus den Gliedern 2 und den beiderseits derselben laufenden Ketten 3 des Obertrums und 4 des Untertrums besteht, sind nach der Antriebsstation hin allmählich erhöht. Auf diese Weise ist zwischen dem hin- und rücklaufenden Bande ein Raum vorhanden, in dem der Motor 7 und das Vorgelege 6 Platz finden. Diese sind auf einem Schlitten 8 in der Förderrichtung verschiebbar angeordnet und nur durch die Anschläge 9 in ihrer Bewegung begrenzt. Die beiden Kettenräder 5 greifen sowohl oben in die Ketten 3 des Obertrums als auch unten in die Ketten 4 des Untertrums ein. Je nach der vom Obertrum bzw. Untertrum ausgeübten Gegenkraft verschiebt sich der Antrieb auf dem Schlitten 8 in der Förderrichtung oder entgegengesetzt dazu so lange, bis der Kräfteausgleich eingetreten ist.
Claims (4)
1.) Auf Obertrum und Untertrum einwirkender Zwischenantrieb für endlose Fördermittel, insbesondere Stahlgliederbänder, gekennzeichnet durch eine nachgiebige Anordnung des Getriebes, bei der sich diese stets so einzustellen sucht, daß auf Obertrum und Untertrum die gleiche Zugkraft ausgeübt wird.
2.) Zwischenantrieb für endlose Fördermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstellen der auf Obertrum und Untertrum einwirkenden Kupplungsteile miteinander starr verbunden sind, aber das Getriebe in der Längsrichtung des Fördermittels verschieblich angeordnet ist.
3.) Gliederbandförderer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsräder (5) vorgesehen sind, welche in die Kettenstränge (3, 4) des Obertrums und des Untertrums eingreifen.
4.) Zwischenantrieb für endlose Fördermittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsmotor (7), Vorgelege (6) und Antriebsmittel bei überhöhter Bahn des Obertrums zwischen diesem und dem Untertrum eingebaut sind, ohne daß sie seitlich aus dem Profil des Fördermittels herausragen.
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