DEP0039198DA - Herstellung von phosphorarmem Stahl durch Zugabe von Alkalien - Google Patents
Herstellung von phosphorarmem Stahl durch Zugabe von AlkalienInfo
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Description
Es ist bekannt, beim Thomas- oder Siemens-Martin-Verfahren die entphosphorende Wirkung der Thomas- oder Siemens-Martin-Schlacke dadurch zu erhöhen, dass der in die Thomas-Birne oder den Siemens-Martinofen aufzugebende Kalk ganz oder teilweise durch Zusatz von Alkalien, insbesondere Soda, ersetzt wird. Dieser Vorschlag hat aber bisher keine praktische Bedeutung erlangt, weil seine Verwirklichung auf technische Schwierigkeiten stösst. Um eine Verstaubung und Verdampfung der Soda zu vermeiden, ist weiterhin vorgeschlagen worden, die Soda in Form von Ziegeln oder in verflüssigtem Zustande in den Konverter oder Siemens-Martin-Ofen einzubringen und zwar zweckmässigerweise erst während der Entphosphorungsperiode.
Einen anderen Weg zeigt die vorliegende Erfindung. Um eine Berührung der Alkalien mit dem Stahl schon herbeizuführen, bevor eine Verdampfung der Alkalien eintritt, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die Alkalien pneumatisch unter Verwendung von Pressluft durch ein in das Stahlbad eingetauchtes Rohr, das zweckmässig durch feuerfeste Massen ummantelt ist, unter die Schlackendecke des Bades zu blasen. Beim Zusammentreffen der Alkalien mit dem flüssigen Stahl wird der im Bad enthaltene Phosphor unter Einwirkung des Sauerstoffs oxydiert und verschlackt, bevor eine Verdampfung der Alkalien eintreten könnte.
Bekanntlich nimmt beim Thomas-Verfahren das Stahlbad am Ende der Entphosphorungsperiode Stickstoff aus der Gebläseluft auf. Diese Stickstoffaufnahme kann dadurch vermieden werden, dass die Entphosphorung bis zur äussersten Grenze getrieben wird und die Temperaturen niedrig gehalten werden. Durch Zugabe von Alkalien vermittels des erfindungsgemäss durchgeführten Verfahrens, insbesondere bei Benutzung reinen Sauerstoffs als Träger, könnten im Thomas-Stahlherstellungsverfahren eine Stickstoffaufnahme und Temperaturverluste vermieden und ein Thomas-Stahl erzeugt werden, dessen Güte dem Siemens-Martin-Stahl entspricht.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von phosphorarmem Stahl durch Zugabe von Alkalien, insbesondere Soda, in den Konverter oder Siemens-Martin-Ofen als ganzen oder teilweisen Ersatz des Kalkes, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkalien pneumatisch unter Verwendung von Pressluft oder Sauerstoff durch ein in das Bad eingetauchtes Rohr unter die Schlackendecke geblasen werden.
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