DEP0038992DA - Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen in geschlossenen Räumen - Google Patents

Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen in geschlossenen Räumen

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Publication number
DEP0038992DA
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DE
Germany
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contact
rooms
wool
insecticides
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Richard Dr. Heß
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stockhausen GmbH and Co KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
Publication date

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Description

Es ist bekannt, dass man Insekten, beispielsweise Fliegen oder Mücken durch kontaktinsekticide Mittel vernichten kann. Man kennt mehrere natürliche vorkommende bzw. aus Naturstoffen gewonnene Kontaktinsektdicide, wie Rotenon, Pyrethrine, Cantharidin oder Nikotin. Es gibt daneben noch zahlreiche synthetische Ideal-Insekticide auf Kontaktgiftbasis, die für Warmblütler im allgemeinen fast keine Toxizität besitzen, wie
dichlor-iphenyl-trichlormenthyl-methan, bekannt als DDt
Dichlor-diphenyl-dichlormethyl-methan,
gamma-Hexachlorcyclohexan, bekannt als Gammexan bzw. -aethan,
Difluor-diphenyl-trichlormethyl-methan,
beta,beta,beta-Trichlor-alpha,alpha-bis-(4-fluor-phenyl)-aethan,
Diäthyl-dinitrophenyl-thiophosphat, (bekannt als E603)
und andere.
Man hat bereits vorgeschlagen, Wohnräume, Stallungen und Gegenstände mit derartigen kontaktinsekticiden Mitteln zu imprägnieren, sodass Insekten, die sich auf die imprägnierten Stellen setzen, nach kurzer Zeit zum Absterben kommen. Es ist auch bekannt, nur einzelne Stellen und Geräte, die von Insekten bevorzugt angeflogen werden, mit Kontaktgiften zu imprägnieren. Die Imprägnierung wird allgemein durch Besprühen oder Bestäuben der Gegenstände mit Lösungen, Emulsionen oder puderförmigen Zubereitungen, die die kontaktinsekticiden Mittel enthalten, durchgeführt. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die kontaktinsekticiden Mittel mit Farben zu vermischen und damit die Räume und Gegenstände zu streichen.
Alle vorgenannten Verfahren sind umständlich und besitzen viele Nachteile. Die Lösungen und Emulsionen hinterlassen auf den behandelten Gegenständen, insbesondere polierte Möbeln oder Fen- sterscheiben einen sichtbaren Belag, die verdunsteten Lösungsmittel erzeugen einen unangenehmen, oft schädlichen Geruch. Die Imprägnierung kann im allgemeinen nur von Fachleuten mit Spezialerfahrungen ausgeführt werden.
Es wurde gefunden, dass man Schädlinge, insbesondere Insekten, in geschlossenen Räumen dadurch besonders einfach und wirkungsvoll bekämpfen kann, dass man Wände, Fenster, Türen oder in den Räumen befindliche Gegenstände mit saugfähigen Materialien abreibt, die mit geeigneten, hochwirksamen kontaktinsekticiden Mitteln getränkt sind. Die Gegenstände werden dabei mit einem feinen, fast unsichtbaren Film des Kontaktgiftes überzogen, der seine Wirksamkeit viele Tage bzw. Wochen behält. Eine Neuimprägnierung nach der allgemeinen, in gewissen Zeitabständen üblichen Reinigung der Gegenstände ist leicht durchzuführen.
Zur Imprägnierung mit kontaktinsekticiden Mitteln eignen sich verschiedene saugfähige Materialien, wie Lappen, Tücher oder große Bahnen aus Baumwolle, Wolle, Zellwolle, Zellstoff oder Papier, loses Material wie Putzwolle, Reißwolle, Zellwolle oder Baumwolle in Flockenform, Linters, ferner natürliche oder künstliche Schwämme. Die Imprägnierung der saugfähigen Materialien kann mit verschiedenen Flotten erfolgen. Beispielsweise stellt man sich eine Lösung des Kontaktgiftes in einem geeigneten Lösungsmittel her, gibt gegebenenfalls noch hochsiedene Stoffe, wie Weißöl, Pine Oil, Öle oder Fette hinzu, die ein besseres Haften des Kontaktinsekticides bewirken, und imprägniert hiermit das saugfähige Material.
Man kommt auch mit geringen Mengen Lösungsmittel aus, indem man möglichst hochkonzentrierte Lösungen der kontaktinsekticiden Stoffe herstellt, diese in Wasser unter Zuhilfenahme geringer Mengen Emulgatoren, Schutzkolloide und dergleichen, gegebenenfalls mittels eines Homogenisators, emulgiert und mit diesem Emulsionen das saugfähige Material imprägniert. Sofern die kontaktinsekticiden Mittel an sich schon flüchtig sind, kann man sie nach diesem Verfahren auch ohne Lösungsmittel in Emulsionsform bringen und zur Imprägnierung verwenden.
Man kommt auch ganz ohne Lösungsmittel aus, wenn man die festen Kontaktinsekticide fein pulverisiert und mit Wasser, das zweckmäßig noch Schutzkolloide, wie Leim oder Stärkekleister evtl. noch Emulgatoren, sulfurierte Fette, Öle oder dergleichen enthält, zu einer Dispersion verarbeitet und damit imprägniert.
Die Imprägnierung selbst ist einfach durchzuführen. Man tränkt das saugfähige Material mit den Lösungen, Emulsionen oder Dispersionen der Kontaktgifte, entfernt die überschüssige Flotte durch Ausquetschen oder Schleudern und trocknet schließlich zwecks Entfernung des Wassers und/oder Lösungsmittels. In vielen Fällen genügt es, wenn man die zu imprägnierenden saugfähigen Materialien mit den Lösungen oder Emulsionen der Kontaktgifte besprüht und anschließend trocknet. Besonders für die Papierimprägnierung hat sich dieses Verfahren als zweckmäßig erwiesen. Die Imprägnierung von Zellstoff und Papier kann auch in deren Herstellungsprozess verlegt werden, indem man beispielsweise Emulsionen oder Dispersionen des Kontaktinsekticides dem Zellstoffbrei vor seiner Verarbeitung zugibt.

Claims (2)

1. Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Insekten, in geschlossenen Räumen durch Imprägnieren der Räume oder von darin befindlichen Gegenständen mit kontaktinsekticiden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man die Wände, Fenster, Türen oder in den Räumen befindlichen Gegenständen mit saugfähigen Materialien, wie Wolle, Zellstoff oder Papier, abreibt, die mit vorzugsweise hochwirksamen kontaktinsekticiden Mitteln imprägniert sind.
2. Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Bekämpfung von Schädlingen in geschlossenen Räumen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man saugfähige Materialien, wie Wolle, Zellstoff oder Papier, in loser Form oder als Lappen, Tücher, Bahnen, Rollen, mit kontaktinsekticiden Mitteln, gegebenenfalls in gelöster, emulgierter oder dispergierter Form, tränkt.

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