DEP0037737DA - Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen und Waschen von flüssigen und festen Stoffen im Gegenstrom - Google Patents

Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen und Waschen von flüssigen und festen Stoffen im Gegenstrom

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DEP0037737DA
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Hans Dr.phil. Schrader
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Description

Die Wirksamkeit der Vorrichtungen zum ununterbrochenen Auslaugen und Waschen von flüssigen und festen Stoffen hängt wesentlich ab von dem Grad der Verteilung der einen Flüssigkeit in der andern oder des festen Körpers in der Flüssigkeit, von der Stärke des Durchmischens der beiden Phasen während des Durchganges durch die Vorrichtung und dem Grad der Annäherung an die ideale Bewegung des Gegenstroms, der für die durchlaufenden Stoffe erzielt wird.
Seit langem hat man sich bemüht, diese Bedingungen zu verwirklichen. Die Auslaugung in Kolonnen mit oder ohne Füllkörper, in denen man der stetig aufströmenden die schwere Flüssigkeit oder den auszulaugenden festen Körper entgegensinken lässt, wobei eine der beiden Phasen passend zerteilt ist, geschieht nur mit mässigem Wirkungsgrad, d.h. mit grossen Aufwand an Bauhöhe, weil die Durchmischung zu schwach ist und der Gegenstrom durch unerwünschte Nebenströmung vielfach zerstört wird. Man hat deshalb Kolonnen mit axial gelagerten Rührern vorgeschlagen, in denen übereinander abwechselnd Rührflügel und als Strombrecher dienende Wände angeordnet sind, sodass Räume entstehen, in denen das bewegte Gut zur Ruhe gelangt und sich absetzt. Aber auch durch diese Massnahme wird ein gut ausgebildeter Gegenstrom nicht erreicht und die Wirkung der Vorrichtung befriedigt daher nicht.
Es wurde nun gefunden, dass man ein ständiges ausgezeichnetes örtliches Durchmischen der beiden Phasen und trotzdem gleichzeitig einen geordneten, nahezu idealen Gegenstrom erzwingen kann, wenn man in der Kolonne einen konzentrischen, im wesentlichen zylinderförmigen Rührer umlaufen lässt, welcher der ganzen Füllung eine starke kreisende Bewegung erteilt. Hierdurch wird erreicht, dass sich das einzelne Teilchen der dispersen Phase in einem langen, durch die Umlaufgeschwindigkeit bedingten Schraubengang durch die entgegenströmende geschlossene Phase bewegt, sodass eine vorzügliche Auslaugung erfolgt. Schon bei geringer Länge des Rührers entspricht diese einer vielfachen Ausschüttelung im Scheidetrichter von Hand unter sonst gleichen Bedingungen. Dabei kann man selbst bei Apparaten geringer Grösse mit einem erheblichen Durchsatz arbeiten.
Eine einfache Anordnung für Flüssigkeiten ist in Abb. 1 dargestellt. 1 ist ein rohrförmiges Gefäss, 2 und 3 sind die Ein- und Auslaufleitungen für die schwere, 4 und 5 für die leichtere Flüssigkeit. 6 ist der Rührer. Die Trennschicht der beiden Flüssigkeiten befindet sich bei 7. Sie wird unter Beobachtung durch Schauglas 8 mittels Verschieben von Ablauf 3(Stopfbuchse 9) passend hoch eingestellt. Für feste Körper ist statt des Ein- und Ablaufs eine
Eintrag- und Austragvorrichtung vorzusehen, z.B. eine Schnecke.
Die Wirksamkeit der Vorrichtung kann noch erhöht werden, wenn man Kreise stärkerer Durchmischung z.B. nach Abb. 2 oder 3 längs des Rührers einschaltet, da infolge der Zentrifugalwirkung eine gewisse Trennung der Phasen verschiedener Dichte eintreten kann. Abb. 2 zeigt einen Rührer, der in regelmässigen Abständen ringförmige Einschnitte hat, in denen sich durch die Schleuderwirkung die leichtere Flüssigkeit sammelt. Vom Grund der Einschnitte 10 führen Bohrungen 11 zum Umfang des Rührers, durch die infolge der Drehung die Flüssigkeit ständig ausgeschleudert wird, so dass ein Kreislauf im Sinne der eingezeichneten Pfeile entsteht und somit eine Zone stärkerer Durchmischung. Bei der Vorrichtung nach Abb. 3 wird die zusätzliche Durchmischung durch Zähne am Rührer und Gegenzähne am Rohr bewirkt.

Claims (2)

1) Vorrichtung zum ununterbrochenen Auslaugen oder Waschen von flüssigen oder festen Stoffen im Gegenstrom in einem stehenden Rohr, dadurch gekennzeichnet, dass in einem stehenden Rohr ein im wesentlichen zylindrischer Rührer in möglichst konzentrischer Lage angebracht ist.
2) Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Rührer an Stellen verschiedener Höhe, vorzugsweise in gleichem Abstand mit Bohrungen, Zapfen, Auskehlungen oder ähnlichen Vorrichtungen zur örtlichen stärkeren Durchmischung des durchlaufenden Gutes versehen ist.

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