DEP0037095DA - Prellvorrichtung zur Aufnahme von Stößen, insbesondere für Schiffe - Google Patents

Prellvorrichtung zur Aufnahme von Stößen, insbesondere für Schiffe

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DEP0037095DA
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Willy Hamburg Minnich
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Description

Willy M i η η i c h , Hamburg-Bahrenfeld, Windhukstrasse 9.
iri "Una. ^-Vorrichtung zur Aufnahme von
Hafenjdjpichtungen, wie Dükdalben, Pontons und Kaimauern, müssen dapÄT eingerichtet sein, Schiff sstösse ohne Schaden von Schiff und Bauwerk aufzufangen. Man gibt diesen Bauwerken als solchen ausreichende elastische Eigenschaften, die sie hierzu befähigen, oder man versieht sie mit Schutzvorrichtungen» die als Puffer zwischen Schiff und Bauwerk dienen, wie beispielsweise bei der Kaimauer der Streichpfahl oder der Fender beim Ponton.
Da Holz als Baustoff für die Erstellung dieser Vorrichtung nicht im erforderlichen TBafange zur Verfügung steht und zudem hierbei erheblichem Verschleiss unterworfen ist, ist man. bestrebt, statt dessen Stahl oder Stahlbeton zu verwenden. Man hat daher bereits z.B. Dalben aus Stahl oder Stahlbeton hergestellt, die sich jedoch als zu starr erwiesen haben, um auch schwere Schiffsstösse ohne Schaden aufnehmen zu können·
Die Erfindung stellt ein Verfahren dar, solchen in sich starren Schutzvorrichtungen dadurch die notwendige Elastizität zu verleihen, dass die während des Stossvorgangs sich bewegenden Vorrichtungen den Stossimpuls mit grösserer Geschwindigkeit an das Wasser abgeben, als sie ihn empfangen. Das wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass als Impulsgeber an das Wasser einepoatte verwendet wird, die mit der jeweiligen Schutzvorrichtung in eine derartige Beziehung gebracht wird» dass die durch den jjtoss ausgelöste Bewegung der Schutzvorrichtung eine solche derTSTatte auslöst, wobei die Geschwindigkeit der letzteren grosser ist, als die Geschwindigkeit richtung.
SeIe 2
Das neue Verfahren soll an zwei gezeichneten Toeispielen näher erläutert- werden. Abb. l und 2 zeigen eine Schutzvorrichtung an einer Kaimauer in seitlicher und Stirnansicht und Abb. 3 und 4 eine solche an einem Ponton von o"ben gesehen und im Qu er schnitt. Nach de-a Beispiel gemäss Abb. l und 2 besteht die Schutzvorrichtung aus einem Balken 1 z.B. aus Stahl, Stahlbeton o.dgl., der einenends bei la beweglich an der zu schützenden Einrichtung, z.B. an einem Dalben oder der dargestellten Kaimauer 2, befestigt ist. Andernends bei Ib steht der steil nach unten in das Wasser eintauchende Balken 1 über eine oder mehr Fesseln 3 mit der der Kaimauer abgekehrten Kante einer^Katte 4 in Verbindung, die sich mit ihrer gegenüberliegenden Kante an der Kaimauer 2 abstützte Diese Verbindung ist derart, dass beim Verschwenken des Balkens 1 in die Lage 1' die platte 4 die Lage 4' einnimmt, wobei der Schwenkwinkel 4'' derdplatte 4 ein Vielfaches des Schwenkwinkels 1'' des Balkens 1 beträgt. Die der Kaimauer 2 zugekehrte Kante der$Ä.atte 4 und der Balken 1 sind, letzterer etwa in der Mitte seiner Längsachse, vermittels Zuggliedern 5 taw« 6 - aus Montagegründen oberhalb des Wasserspiegels ν an die Kaimauer 2 angeschlossen. Die ganze Vorrichtung hängt also mit dem Ende la des Balkens 1 allseitig beweglich an der Kaimauer 2, wobei natürlich ausser der gezeichneten Aufhängung an einem Dorn 7 auch andere Aufhängungen, beispielsweise vermittels Ketten, möglich sind.
Die Wirkungsweise ist folgendes Bei Stosseinwirkung P auf den Erellbalken 1 schwenkt dieser um den Aufhängedorn 7 in Sichtung auf die Kaimauer 2 zu. Die Stossnormale kann praktisch hierbei in einem beliebigen Winkel zur Kaimauer 2 liegen» Diese Bewegung des Balkens 1 verursacht ein Schwenken der *&»*·*/' Matte 4 senkrecht zu ihrer Ebene um ihre Stützkante. an der Kaimauer mit einem Vielfachen der Winkelgeschwindigkeit des Balkens 1.
Die durch d-en. -Stoss verursachte Schwenkung des Prellbalkena ist verbunden mit der Vorrichtung von Dämpfungsarbeit* Es ergibt sich hierdurch ein grösserer Bremsweg für das
Seife
etossende Schiff und damit ein Abbauen der Stoßspitzen. Der durch den Stoss P erfolgende :^uls'|jPe£§Port vom Schiff auf die Vorrichtung wird zum Teil von der-JK.atte 4 als Ver— dichtungsstoss in's Wasser weitergeleitet (in ähnlicher Weise, wie bei einer Platte, die mit ihrer Ebene senkrecht auf ein© flache Wasserfläche aufschlägt). Anschliessend an den Verdichtungsstoss erfolgt eine weitere Impulsabgabe als normaler hydrodynamischer Vorgang, der in der Bewegung der-^Tatte 4-zum Ausdruck kommt. Als Mindesteinbauchtiefe kann eine liefe gleich der Plattentiefe nach Versuchsbefund angenommen werden. In Wirklichkeit wird die Platte erheblich tiefer zu liegen kommen, damit sich der Schiffsboden über die Platte schieben kann» Der Ukstand, dass beim Stoss das Schiff senkrecht über der^Oatte liegt, erhöht die Wirksamkeit der Vorrichtung.
Es ist offenbar, dass dank der Erfindung der starre Balken 1 in der Lage ist, selbst starke Stöase P ohne Beschädigung aufzunehmen. Die Erfindung hat aber darüber hinaus noch eine Heihe beachtlicher Vorzüge« Angebracht an einem Dalben entsteht durch die Impulsabgabe von^oatte 4· an das Wasser am Dalben ein aufrichtendes Moment, welches seine Standfestigkeit erhöht. Ein grosser Teil der dadurch freiwerdenden Energien wird in's Wasser abgeführt und das Arbeitsvermögen zur Kipparbeit am Dalben verkleinert. Der Dalben hat also geringere Energiemengen aufzunehmen, so dass ein seringeres Volumen des DaIbens erforderlich wird«
Diese Vorteile werden erzielt mit einer Vorrichtung! die baulich überaas einfach und robust ist} deren Bau bis zur völligen Fertigstellung in der Werkstatt möglich ist und deren Montage praktisch nur aus einem einfachen Aufhängen der Vorrichtrung am Dalben oderflLalmauer besteht.
Gremäss Abb. 3 und 4- ist das neue Verfahren auf einen Fender übertragen« der zum Schütze eines Pontons 8 dienen möge» In diesem sind zwei Stahlträger 9 o.dgl. der Länge nach verschiebbar gelagert, die einenends mit dem Prellträger Io in Terbindung stehent der seinerseits vermittels Ketten loa ο »dgl« am Ponton 8 angeschlossen ist. Unterhalb des Pontons 8 sind ein oder mehrlKatten 11 vorgesehen, die an Zuggliedern hängeae deren eine Schenkel 12 am Ponton 8 befestigt sind« während die
Seile
anderen Schenkel 12 an die verschiebbaren Träger 9 angeschlossen sind. Ebenso wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäss Abb. 1 und 2 bewegt sich die Prellstange Io bei Stoss P in die Lage !o/und 2^ ilir ^e Tr^Ser 9 in die Lage 9'· Dabei v/erden die^Platten 11 in die Lage 11» angehoben, wobei wiederum der Plattenhub 11' ' ein Vielfaches des Trägerhubs 9" beträgt. Zu beachten ist, dass in der Ruhelage der Winkel 13 kl-in genug ist, um bei Bewegung der Träger eine genügend grosse Übersetzung für die Vertikalbewegung der Platte zu erzielen. Nach erfolgtem Stoss P federt der Prellträger Io wieder nach vorn. Durch die lose Auflage des Prellbalkens Io auf die Träger 9 können sich diese unabhängig voneinander in ihrer Längsrichtung verschieben. Der durch den Stoss P aufgenommene Impuls wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel teils als Verdichtungsstoss und teils auf gewöhnlichem hydrodynamischen Wege an's Wasser abgegeben.
Versuche zeigen eindrucksvoll die ausserordentliche Wirksamkeit dieses baulich einfachen und robusten Fenders» sehr eindrucksvoll ist dabei die starke Dämpfung schwerer Stösse bei nur geringer Vorschiebung der Prellbalken während des Ötosses.

Claims (1)

  1. Seile
    Pat entan sp räch e
    fafzur Aufnahme von Stössen, insbesondere solchen, die von anlegenden Schiffen herrühren, dadurch gekennzeichnet, dass die Prellvorrichtungen (l bzw. lo) an den zu schützenden Einrichtungen (2 bzw. 8) beweglich und mit 4a-Wasser^verbunden sind, dass die sich während des Stossvorgangs, bewegenden gen (.1 bzw. Io; den Stossimpuiffpix-c grosserer «eScnwinaigkeit an das Wasser abgeben, als sie ihm empfangen.
    2« Ta/hach Anspruch 1, dadurchCgekennzeichnet, M dass die>4. durch den Stoss ausgelöste Bewegung der Prellvorrichtung^-^«, (1 bzw. Io) eine schnellere Bewegung ^^ odT'lfllat'ten (4 bzw. 11) als die de* der Prellvorrichtung verursacht.
    Prellvorrichtung an Kaimauern, Dalben oder anderen Hafeneinrichtun^en«. olÄe^a ds-Anspruch 1 und 2 aefe«i*«*, dadurch gekennzeichnet, dass an der zu schützenden Einrichtung (2) ein steil ins Wasser tauchender Balken (l) o.dgl. allseitig bewegbar aufgehängt ist, der über eine oder mehr Fesseln (3) mit einer sich an der Hafeneinrichtung (2) abstützenden im Wasser befindlichen ^n. at te (4·) derart verbunden ist, dass bei Bewegung des Prellbalkens Cl) in Eichtung der zu schützenden Einrichtung C2) eine Bewegung der platte (4) ausgelöst wird, deren Winkelgeschwindigkeit grosser als die des Balkens Cl) ist.
    Seile
    4·. Fender/^ nach Anspruch 1 und 2
    boifrrte, dadurch gekennzeichnet, dass der Prellbalken (Io) an in der zu schützenden Einrichtung verschiebbar gelagerten Trägern (9) o.dgl. vorgesehen ist, die derart unter Einwirkung einer oder mehr frei im Wasser hängendenMTatten CLl) stehen, dass bei Stoss (P) auf die Stangen (lo) dielKatten (11) um ein Mass (ll'') angehoben werden, das ein Vielfaches der Fenderbewegung
    (9") beträgt.

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