DEP0035565DA - Betonverdichtungsmaschine - Google Patents

Betonverdichtungsmaschine

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DEP0035565DA
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DE
Germany
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mold
machine
floor
load
stop
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Julius Bussen
Original Assignee
Böger & Co. Stahlbau KG, Bottrop
Publication date

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Description

Es ist bekannt, Betonformsteine, Betonplatten und dergl. mittels fahrbaren Vibrationsformen herzustellen. Hierbei werden Betonformen, die gewöhnlich für eine Mehrzahl von Hohlblocksteinen, Vollsteinen, Platten oder dergleichen ausgebildet sind und keinen Boden besitzen, verwendet. Die Formen hängen in einem fahrbaren Gerüst an Seilzügen oder dergleichen und werden zur Herstellung der Steine auf den glatten Fussboden, z.B. einen Betonboden, herabgelassen, dann mit der Betonmischung gefüllt und während und bezw. oder nach dem Füllen mittels eines an die Form anmontierten Vibrators verdichtet. Um zu erreichen, dass auch die oberen Schichten gründlich dicht werden, sind den Formen Belastungsplatten beigegeben, die nach dem Füllen der Form auf dem Beton liegen. Wenn die gewünschte Verdichtung erreicht ist, wird die Form mittels eines Elektroantriebs oder Handantriebs, z.B. mittels einer Handkurbel oder eines Handhebels über den Seilzug hochgezogen. Wenn die Steine frei auf dem Boden stehen, wird das fahrbare Gerüst von Hand weiterbewegt, die Form in einigem Abstand von den vorher gebildeten Steinen erneut niedergelassen, und der Arbeitsvorgang beginnt von neuem.
Die bekannten Betonverdichtungsmaschinen dieser Art haben verschiedene Nachteile, insbesondere besteht bei ihnen sämtlich die Gefahr, dass die Formlinge in ihrer nächsten Umgebung beim Abziehen der Form und bei der Erzeugung neuer Steine beschädigt werden. Auch ist die Arbeitsweise umständlich.
Die Erfindung sieht eine Betonverdichtungsmaschine vor, welche diese Nachteile vermeidet. Wesentlich ist bei ihrer Benutzung, dass die Formlinge bei schwebender Form, also unter Belassung eines Spaltes zwischen Boden und Form gerüttelt und unter dem Druck der Auflast entschalt werden und dass die Maschine erst nach Festlegung der Form in ihrer obersten Stellung fahrbereit gemacht wird. Hierdurch wird mit Sicherheit vermieden, dass die Vibrationskraft durch den Fussboden gedämmt und die in früheren Arbeitsgängen gebildeten Formlinge durch Vibrationsübertragung zerstört werden.
Ferner können die gerüttelten Schichten sich beim Entschalen nicht lockern. Andrerseits aber wird die Auflast im selben Augenblick selbsttätig abgehoben, in dem der Stein von der Form freigegeben ist.
Diese Arbeitsweise bedingt eine Maschine gemäss der Erfindung, bei der Anschläge die Senkung der Form in einem Abstand von einigen Millimetern über dem Fussboden begrenzen und bei der statt der bisher bekannten Beschwerungsstempel, die mit der Oberkante des Formraumes abschliessen, Auflaststempel verwendet werden, die mittels Stutzen von der Höhe der Formlinge an einer Platte befestigt sind, welche sich ihrerseits bei angehobener Form auf deren Oberkante auflegt. Beim Entschalen der Steine durch Aufziehen der Form bleiben die Auflastgewichte also auf der Betonoberfläche liegen, bis die Steine freigegeben sind. Dieser Zeitpunkt des Abhebens kann durch verstellbare Anschläge genau geregelt werden.
Die Anschlagplatte mit den Abstandstutzen und den Auflaststempeln ist vorzugsweise an dem fahrbaren Gerüst schwenkbar gelagert, sodass sie bequem zurückgeklappt werden kann, wenn die Form zum Füllen freigelegt werden soll. Ein am Fahrgerüst angeordneter verstellbarer Anschlag sorgt dafür, dass Abstandstutzen und Stempel genau parallel zur Bewegungsrichtung der Form stehen, wenn die Form aufgezogen wird.
Bei den bekannten Maschinen müssen die Formen sich schwach konisch nach unten erweitern, um ein leichtes Entschalen zu gewährleisten. Gemäß der Erfindung brauchen dagegen die Steine nicht konisch zu sein, weil hier die während des Entschalens wirkende Auflast eine glatte Ablösung der Steine von der Form auch bei senkrechten Wandungen gewährleistet.
Eine Beschädigung der Formlinge während des Entschalens ist bei den bekannten Maschinen ferner dadurch leicht möglich, dass das Gerüst, in welchem die Form hängt, fahrbar ist und durch die Betätigung der Abzieh- oder Entschalungsvorrichtung ins Rollen kommen kann. Schon eine Ortsveränderung von wenigen Millimetern genügt, um mindestens die Kanten der Steine zu beschädigen. Bei der Maschine nach der Erfindung sind deshalb die Radachsen des Fahrwerks höhenverschiebbar unabhängig von den übrigen Betätigungseinrichtungen gelagert, sodass das Gerüst unmittelbar auf den Boden aufgesetzt werden kann. Die Fahrwerkstellung ist insbesondere von der Vorrichtung, die das Abziehen der Form von den Formlingen bewirkt, völlig getrennt. Infolgedessen kann das Fahrwerk erst dann in Fahrstellung gebracht werden, wenn die Formlinge völlig frei von der Form sind. Der sichere Stand der Maschine während des Rüttelns und des Entschalens auch bei geringen Unebenheiten des Bodens wird ferner dadurch unterstützt, dass das Fahrgerüst eine Dreipunktaufstützung hat. Dies wird z.B. dadurch erreicht, dass der untere Bügel des vorderen Gerüstteils im Scheitelpunkt schwach nach unten gewölbt ist.
Schliesslich ist zum Erleichtern des Füllvorganges und Beschleunigen des Arbeitsganges an der Rüttelform ein Schüttblech angebracht, das über das Maschinengestell hinausragt. Vorzugsweise ist das Blech an der Form schwenkbar angelenkt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Maschine nach der Erfindung dargestellt.
Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht
Figur 2 zeigt die Maschine in einer Stirnansicht
Figur 3 ist ein Schnitt nach Linie III - III der Figur 2.
Die gesamte Maschine wird von dem rahmenartigen Fahrgerüst 1 getragen. In dem Gerüst ist die Gabel 2 gelagert, welche die Fahrräder 3 trägt. Die Trittplatte 4 dient zur Betätigung der Gabel, die in abgesenkter Stellung durch die federbelastete Klinke 5 in abgesenkter Stellung gehalten werden kann, um die Maschine zu fahren. Auf dem Fahrgerüst ist der Bock 6 befestigt. In senkrechten Führungsstücken 7 ist der Rahmen 8 geführt, auf den die in bekannter Weise ausgebildete unten offene Form 9 aufgesetzt wird. Die mit zwei Handgriffen versehene Gabel 10 ist schwenkbar in dem Fahrgerüst gelagert. An ihr greifen zwei Seilpaare 11 an, die über Rollen 12/13 mit den vier Ecken des Rahmens 8 verbunden sind, sodass durch Niederdrücken der Gabel 10 die Form gehoben wird. Die Bogenstücke 14 besitzen je ein Rastloch 15 und dienen zur Führung der Sperrbolzen 16, die bei niedergedrückter Gabel in die Löcher 15 einschnappen. Mittels der Handhebel 17 können die Bolzen über die Seilzüge 18 ausser Eingriff gebracht werden. An dem Fahrgerüst sind die schrägen Anschlagwinkel 19 verstellbar angeschraubt, gegen die sich die Gabel 10 in angehobener
Stellung angelegt. Durch entsprechende Einstellung der Winkelstücke 19 wird bewirkt, dass die Form nur so weit gesenkt wird, dass sie einen Spalt über dem Boden frei lässt. Ferner kann die waagerechte Stellung der Form und ihre Höhe mittels der Spannschraube 20, die in dem Rahmen 8 gelagert sind und in denen die Seile 11 eingreifen, eingestellt werden.
An der Form ist der Vibrator 21 befestigt, der über das Kabel 22 mit dem an der Gabel 10 nahe deren Handgriffen befestigten Schalter 23 verbunden ist. Die Stromeinführung erfolgt über den Stecker 24 und das Kabel 25.
An den rückwärtigen Enden des Fahrgerüstes sind zwei wahlweise zu benutzende Löcher 26 gebohrt, in denen die Stützen 27 mit Steckschrauben 28 schwenkbar gelagert sind. Diese Stützen sind durch den Bügel 29 verbunden, dessen Abstand von dem Chassis mittels der in Schlitzen 30 geführten Schrauben 31 eingestellt werden kann. An den am Bügel 29 befestigten Trägern 32 sitzt die Anschlagplatte 33, die über Abstandstützen 34 die Auflaststempel 35 trägt. Zur leichteren Bedienung ist an der Anschlagplatte 33 der Handgriff 36 angebracht, der eine solche Länge hat, dass er von dem vor der Maschine stehenden Bedienungsmann bequem ergriffen werden kann. Der Bock 6 dient als Anschlag für die aufgeklappte Anschlagplatte, bezw. deren Träger 32. In heruntergeklapptem Zustand legen sich die Stützen 27, bezw. der Bügel 29 gegen Anschlagwinkel 37, die in Schlitzen 38 der Verstrebungen 39 an dem Bock befestigt sind. Durch Einstellung dieser Anschlagwinkel wird eine genau senkrechte Stellung der Abstandstützen 34 und genau waagerechte Stellung der Stempel 35 gewährleistet.
An der Anschlagplatte 33 sind verstellbare Anschläge 40 angeordnet, sie werden so eingestellt, dass die hochgehende Form 9 in dem Augenblick anschlägt, in dem die Formlinge völlig freigegeben werden.
An der Oberkante der Form ist die Materialaufgabevorrichtung befestigt. Sie besteht aus einem Schüttblech 41 mit Seitenwänden 42 und ist mittels Gelenken 43 an der Form befestigt. Durch Anheben des Griffes 44 wird das aus der Schubkarre auf das Blech aufgegebene Material in die abgesenkte Form eingefüllt.
Um eine Dreipunktauflagerung der ganzen Maschine zu erzielen, ist der untere Bügel des Fahrgerüstes bei 45 schwach nach unten gewölbt, sodass die Maschine auch bei nicht zu vermeidenden Unebenheiten des Boden stets einen festen Stand hat. Nach Aufstellen der Maschine wird die Form heruntergelassen, der Auflastdeckel zurückgeklappt und die Form mit der Betonmischung gefüllt. Die Be- schickung erfolgt in der Weise, dass die Betonmasse aus einer Schubkarre oder dergleichen auf das Schüttblech gegeben und dieses hochgeschwenkt wird. Das bisher übliche Einschaufeln und die damit verbundenen Verschmutzungen des Fussbodens kommen in Fortfall. Der unter dem Schüttblech liegende Vibrator ist ebenfalls gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit geschützt. Durch Einschalten des Vibrationsmotors wird die Betonmasse verdichtet und zwar vollständig, d.h. einschliesslich der oberen Steinzonen. Nach etwa 30 bis 40 Sekunden wird Form mit Vibrator bei verbleibender Auflast (Lockerungshinderung der oberen Schichten) bei gleichzeitiger weiterer Vibration von den verdichteten Elementen durch Ziehen der Lösegabel nach oben abgezogen.
Die Maschine wird nun um eine Steinlänge weitergefahren und ist sofort wieder für die nächste Verdichtung verwendungsfähig; unmittelbar nach dem ersten Wurf beginnt also der nächste Arbeitsgang und so fort; der ganze Arbeitsgang beträgt in seiner Gesamtzeit (Vibrierzeit und Nebenzeiten) 1 bis 1 1/3 Minuten; die Nebenzeiten sind bedingt durch die Art der Gesamtplanung der Anlage und Anzahl der Arbeitskräfte.

Claims (8)

1.) Verfahren zum Herstellen von verdichteten Betonformsteinen mittels einer in einem fahrbaren Gerüst hängenden Vibrationsform, dadurch gekennzeichnet, dass die Steine unter Belassung eines freien Spaltes zwischen dem Boden und der Unterkante der Form unter Schlagdruck gerüttelt und unter dem Druck der Auflast entschalt werden, welche nach Freigabe der Steine von der Form selbsttätig abgehoben wird.
2.) Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag an der Betätigungseinrichtung für das Heben und Senken der Form deren Senkbewegung in einem Spaltabstand über dem Boden begrenzt.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag verstellbar ist.
4.) Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Maschinengestell verstellbare Anschläge angeordnet sind, die eine genau senkrechte Stellung der Auflaststempel mit den Abstandstützen bei niedergeklappter Auflasteinrichtung gewährleisten.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, gekennzeichnet durch eine Dreipunktauflagerung des Maschinengestells auf dem Boden.
6.) Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte für die Auflaststempel mit Abstandstützen verstellbare Anschläge besitzt, gegen die sich die Form beim Aufziehen anlegt.
7.) Vorrichtung nach Anspruch 2, 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Form ein Schüttblech zum Beschicken angebracht ist, das über das Maschinengestell hinausragt.
8.) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttblech an der Form schwenkbar angelenkt ist.

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