DEP0035510DA - Holzschutzmittel gegen pflanzliche und tierische Schädlinge - Google Patents
Holzschutzmittel gegen pflanzliche und tierische SchädlingeInfo
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Description
Es ist bekannt, Holz zum Schutz gegen pflanzliche und tierische Schädlinge mit Lösungen von (Beta)-Naphtol in organischen Lösungsmitteln zu behandeln. Hiermit sind jedoch Nachteile verbunden, die unter anderem einmal in der Handhabung im Hinblick auf die Feuergefährlichkeit und narkotische Wirkung der organischen Lösungsmittel, dann aber auch darin liegen, dass eine Behandlung des Objekts mit organischen Lösungsmitteln nicht immer erwünscht ist. Schliesslich spielen auch wirtschaftliche Momente im Hinblick auf den Preis der verwendeten organischen Lösungsmittel eine Rolle.
Es hat sich nun herausgestellt, dass man die angeführten Nachteile vermeiden kann und bei einfachster Anwendung einen in seiner Wirkung vollkommenen und dabei wirtschaftlich vorteilhaften Schutz erzielt, wenn man als Holzschutzmittel gegen pflanzliche und tierische Schädlinge wässrige Lösungen von Alkali-(Beta)-naphtolaten verwendet. Als besonders vorteilhaft haben sich wässrige Auflösungen von (Beta)-Naphtol und Natronlauge erwiesen.
Den Alkali-(Beta)-naphtolat-Lösungen können gegebenenfalls zwecks Variierung der Eigenschaften andere Schutz-
mittel oder Netzmittel, Farbstoffe o.dgl. beigefügt werden. Die Durchführung der Behandlung kann auch nach einem üblichen Imprägnierverfahren und gegebenenfalls unter Druck- oder Hitze-Einwirkung vorgenommen werden, wodurch besondere Tiefenwirkung erzielt werden kann.
Die besonders vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Anwendung der Lösungen konnte nicht ohne weiteres vorausgesehen werden. Vielmehr musste eine solche Anwendung für wenig aussichtsvoll gehalten werden, weil bei derartig behandeltem Holz, das dem Regen und sonstiger Feuchtigkeit zugänglich ist, mit erheblicher Wirkungsschwächung und sogar vollständiger Auslaugung gerechnet werden musste. Wie eingehende Versuche ergeben haben, hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass ein Auswaschen nicht stattfindet, dass vielmehr als Alkali-(Beta)-naphtolat ins Holz eingebrachte (Beta)-Naphtol an den für spätere Wassereinwirkung vornehmlich in Frage kommenden Grenzflächen des Holzwerkes unter Einfluss von Luft und Kohlensäure ziemlich rasch in eine unlösliche Form übergeht. Dabei entstehen mehr oder weniger braun gefärbte Umsetzungsprodukte, die zum Teil freies (Beta)-Naphtol, zum Teil andere Produkte, wie z.B. (Beta)-Dinaphtol oder (Beta)-(Beta)-Dinaphtylenoxyd, darstellen. Die Wirksamkeit wird durch die Umwandlung in keiner Weise beeinträchtigt.
Die Anwendung von Natrium-(Beta)-naphtolat-Lösungen ist dank dieser Vorgänge nicht beschränkt auf Holzwerk unter Dach, sonder kann auch auf Holzwerk ausgedehnt werden, das im Freien den Atmosphärilien ausgesetzt ist, z.B. auf Zaunpfähle, Rebstöcke, Tomatenpfähle, Baumpfähle u. dgl.
Beispiele:
1) 144 Gewichtsteile (Beta)-Naphtol und 89 Gewichtsteile Natronlauge 45° Bé werden in 1512 Gewichtsteilen Wasser bis
zur Auflösung erwärmt. Diese 17%ige Lösung von Natrium-(Beta)-naphtolat wird mit kaltem Wasser verdünnt, etwa bis zum Erhalten von 5%igen Gebrauchslösungen. Behandelt man Holzwerk mit einer solchen Lösung, etwa durch Einlaugen oder sattes Spritzen und nachheriges Trocknen an der Luft, so werden die Aussenflächen allmählich bräunlicher gefärbt durch Licht- und Lufteinwirkung als dies bei unbehandeltem Holz üblicherweise geschieht. Leitet man in einer der Lösungen, wie sie angewendet werden, längere Zeit Luft ein, so lassen sich die Ausfällungen, die durch Einwirkung von Luft und Kohlensäure entstehen, anschaulich zeigen.
2) Eine Mischung von 182 Gewichtsteilen Kalium-(Beta)- naphtolat mit 18 Gewichtsteilen benzylnaphtalinsulfosaurem Kalium als Netzmittel wird in Wasser zu einer 5%igen Gesamtlösung ausgelöst, die zum Ausspritzen von gegen Schwamm- und Hausbockbefall zu schützenden Dachstühlen benutzt wird.
Claims (1)
- Verwendung wässriger Lösungen von Alkali-(Beta)-naphtolaten, insbesondere wässriger Auflösungen von (Beta)-Naphtol und Natronlauge, als Holzschutzmittel gegen pflanzliche und tierische Schädlinge, gegebenenfalls unter Mitverwendung von an sich bekannten anderen Schutzmitteln, Netzmitteln, Farbstoffen o.dgl.
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