DEP0033974DA - Verfahren zur Verhinderung von Faserschädigungen durch Waschen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung von Faserschädigungen durch Waschen

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DEP0033974DA
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Germany
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English (en)
Inventor
Richard Kopp
Original Assignee
Milly-Kerzen- und Seifenfabrik Kopp & Co. KG, München
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Description

Es ist bekannt, daß schwer oder nichtlösliche Ablagerungen nicht nur das Aussehen, sondern auch die Haltbarkeit textiler Fasern stark beeinträchtigen. So führt z.B. Kalkseife zum Vergrauen, kohlensauerer Kalk und im Übermaß angewandtes Silikat zu stark erhöhten Aschegehalten. Es können durch derartige Ablagerungen schon durch mechanische Reibung Schädigungen herbeigeführt werden.
Auf verschiedene Weise ist versucht worden, diese Schädigungen zu verhüten. Man verwendet z.B. Salze der Orthophosphorsäuren, die mit den Härtebildnern des Wassers zwar auch unlösliche, aber nicht oder erheblich weniger auf der Faser festhaftende Umsetzungsprodukte bilden. Einen anderen Weg gehen die Verfahren, die auf dem Wege der Wasservergütung selbst, z.B. durch Basenaustauscher oder durch bestimmte Salze der wasserärmeren Phosphorsäuren z.B. Hexameta- oder Pyrophtophate das Auftreten unlöslicher Abscheidungen verhindern.
Allen diesen Verfahren haften verschiedene Nachteile an. So können z.B. die Niederschläge, die Orthophosphate bilden, sich schädlich auswirken, wenn die Menge der angewendeten Salze zu groß wird, wenn das Wasser sehr hart ist, oder wenn zuviel Wäsche in zu wenig Wasser gewaschen wird. Alles das sind aber Fehler, die erfahrungsgemäß im Haushalt oft vorkommen und auch bei sorgfältig abgefaßten Gebrauchsanweisungen nicht auszuschalten sind.
Die Anwendung von Basenaustauschern ist wohl in Wäschereien und anderen gewerblichen Betrieben, nicht aber im normalen Haushalt möglich, ganz abgesehen von den erforderlichen Anlage- und Bedienungskosten.
Die Salze wasserarmer Phosphorsäuren, z.B. Pyro- oder Metaphosphate, vermögen zwar eien weitgehende Wasserweichmachung herbeizuführen, sind aber im Gebrauch teuer, da sie was besonders für Pyro- und Metaphosphate gilt, schon infolge der hohen Molekulargewichte hoch dosiert werden müssen; das bringt aber die Gefahr mit sich, daß damit hergestellte Produkte, z.B. Haushaltswaschmittel hyrroskopisch werden.
Es wurde nun gefunden, daß sich Faserschädigungen durch kristalline Ablagerungen zuverlässig vermeiden lassen, wenn man solche Verbindungen verwendet, die die Härtebildner des Wassers ohne Auftreten unlöslicher Niederschläge eliminieren, wobei es wesentlich und für die vorliegende Erfindung kennzeichnend ist, daß diese Verbindungen in kolloidalen Systemen eingesetzt werden, dabei kann es besonders günstig sein, wenn diese kolloidalen Systeme beim Einbringen in Wasser, d.h., bei Befolgung der normalen Gebrauchsanweisung entstehen.
Wird nach vorliegender Erfindung gearbeitet, dann läßt sich das Auftreten von kristallinen oder inkrustierenden Abscheidungen mit Sicherheit weitgehend verhindern und zwar ist dabei wesentlich, daß diese Verhinderung bereits durch sehr geringe Zusatzmengen erreicht wird, was einerseits ein sehr wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht, andererseits Schäden durch Überdosierung oder durch Feuchtwerden der fertigen Produkte ausschaltet.
Die so erreichbare Faserschonung kommt durch ein gleichmäßiges Niedrighalten der Aschenbestandteile, durch einen weichen Griff und durch das Fehlen vergrauend wirkender Substanzen klar zum Ausdruck.
Beispiel 1:
15 Teile Natriumpyrophosphat neutral 4 Teile Polyacrylsäureester weden mit 81 Teilen eines Gemisches aus Soda, Alkalisulfat und Wasserglas, dem noch Netz- und Schaummittel sowie weitere Alkalien, z.B. Trinatriumphosphat, zugegeben werden können, zu einem Einweich- und bspw. oder Vorwaschmittel verarbeitet.
Beispiel 2:
10 Teile Natriumhexametaphosphat, 5 Teile viskoses Kaliummetaphosphat werden mit 85 Teilen eines normalen Waschmittels für Weiß-, Grob- und Buntwäsche zu einem homogenen Pulver verarbeitet.
Beispiel 3:
20 Teile Natriumpolyphosphat, z.B. Na(sub)5(P(sub)3O(sub)10 5 Teile kolloidales Cellulosederivat z.B. Celluloseglykoläther werden mit 75 Teilen eines Gemisches aus Alkalisulfat, Alkalibicarbonat, Fettalkoholsulfonaten und / bspw. oder Fettsäure-Kondensationsprodukten zu einem Waschmittel für Feinwäsche verarbeitet, wobei weitere Netz- und Schaummittel beigefügt sein können.
In einer Reihe von Versuchen hat sich ergebe, daß Waschmittel gemäß vorliegender Erfindung eine wesentliche Verbesserung der Fasereigenschaften ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt, wobei in den einzelnen Spalten die Prüfungsergebnisse bei Verwendung folgender Waschmittel in je einem Liter Wasser angegeben sind: nämlich in
Spalte 1:
10 g Waschpulver mit Soda und synthetischer waschaktiver Substanz,
Spalte 2:
8,1 g Waschpulver gemäß Spalte 1, jedoch ferner 1,5 g Natriumpyrophosphat und 0,4 g Polyacrylsäure-Ester,
Spalte 3:
8,5 g Waschpulver gemäß Spalte 1, jedoch ferner 1 g Hexametaphosphat und 0,5 g viskoses Kaliummetaphosphat,
Spalte 4:
8,3 g Waschpulver gemäß Spalte 1, jedoch ferner 1,2 g Natrium-Pyrophosphat und 0,5 g Celluloseglykolat und
Spalte 5:
8,2 g Waschpulver gemäß Spalte 1, jedoch ferner 1 g Natrium-Pyrophosphat und 0,3 g Celluloseglykolat und 0,5 g viskoses Kalium-Metaphosphat.
Besonders aus den Zahlenwerten für die Reißfestigkeit, Festigkeit in % sowie die Falzzahl geht eindeutig hervor, daß ein wesentlicher Effekt der Faserschonung durch das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung erzielt werden kann. Dabei ist es bedeutsam, daß sowohl der Griff, als auch der Glanz und der Weißgrad der Ware als sehr gut bezeichnet werden können.

Claims (2)

1) Verfahren zur Verhinderung von Faserschädigungen durch Waschen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Waschen die geläufigen Zusätze, die die Härtebildner des Wassers in Lösungzuhalten vermögen, in kolloidalem Medium angewendet werden, wobei letzteres bevorzugt in der Waschflotte erzeugt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung in Kombination mit Netz-, Wasch- und Reinigungsmitteln.

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