DEP0033225DA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Strickware - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Strickware

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DEP0033225DA
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Germany
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needle
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English (en)
Inventor
Arthur Leicester Shortland
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Mellor Bromley and Co Ltd
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Mellor Bromley and Co Ltd
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Strickware auf Strickmaschinen mit zwei Nadelbetten, z.B. mit einem Nadelzylinder und mit einer Rippscheibe, mit Nadeln in jedem Bett, wobei jede Nadel nur an dem einen Ende einen Haken aufweist und ein Füßchen oder mehrere Füßchen an ihrem Schaft für Antriebszwecke vorgesehen sind.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Strickware mit Links- bzw. Links-Linksmaschenmustern, wie nachstehend beschrieben wird.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Ware mit Linksmaschenmustern auf einer Strickmaschine der vorstehend genannten Art, das aus den folgenden Stufen besteht: a.) Übertragen von gestrickten Maschen von der Nadel eines Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbettes; b.) Übertragen von gestrickten Maschen ausgewählter Nadeln des zweiterwähnten Bettes, und c.) Stricken mit den maschentragenden Nadeln beider Betten.
Durch dieses Verfahren werden in einer gewünschten Maschenreihe oder in gewünschten Maschenreihen Einzelmaschen oder Gruppen von zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden Maschen gearbeitet, die auf die Vorderseite der Ware gezogen sind, während die restlichen Maschen nach der Rückseite der Ware gezogen sind, wodurch Linksmascheneinzelmuster oder Maschenreihen, die teilweise aus glatten Maschen und teilweise aus Linksmaschen bestehen oder verwickeltere Muster, einschliesslich der sogenannten Jacquard-Linksmaschenmuster, oder jede Kombination dieser Muster entsprechend den Forderungen erhalten werden.
Zusätzlich zu der Herstellung der einfachsten Form von Rechts-Linksware, d.h. 1 x 1-Ware, kann das Verfahren die folgenden Stufen aufweisen: a.) Übertragen von Maschen von den Nadeln eines Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbetter, so daß alle Nadeln in diesem Bett Maschen tragen; b.) Stricken mit allen Nadeln des anderen Nadelbettes; c.) Übertragen von Maschen von ausgewählten Nadeln des zweiterwähnten Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des erwähnten anderen Nadelbettes, und d.) Stricken mit den maschentragenden Nadeln beider Nadelbetten.
In erster Linie soll das vorstehende Strickverfahren auf Rundstrickmaschinen nach Art der Rippscheibenmaschinen durchgeführt werden, deren Zylindernadeln mit den Rippscheibennadeln abwechseln, wobei die Übertragung von Maschen zuerst von den Rippscheibennadeln auf entsprechende nebenliegende Zylindernnadeln und anschliessend von den Zylindernadeln auf entsprechende nebenliegende Rippscheibennadeln erfolgt, und mit Rippscheiben- und Zylindernadeln gestrickt wird.
Die Erfindung wird durchgeführt, indem man eine Strickmaschine mit zwei Nadelbetten, insbesondere mit einem Nadelzylinder und einer Rippscheibe, mit Nadeln der hier erwähnten Art sowie mit Maschenübertragungsmitteln und Mitteln ausrüstet, die bewirken, daß die Nadeln stricken, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß das oben erwähnte Verfahren ausgeführt werden kann.
Für den Zweck der Erfindung kann die Übertragungseinrichtung gewünschte Nadeln in dem einen Nadelbett oder in jedem Nadelbett aufweisen, welche selbst die Maschenübertragung ausführen können und zu diesem Zweck eine solche Form haben, daß sie bei ihrer längsweisen Bewegung eine Masche fassen und in einer Lage oder in einem solchen Zustand halten, daß die Nadel in die Masche eingeführt werden kann, die auf die Nadel übertragen werden soll. Beispielsweise können die Übertragungsnadeln ausser dem Haken eine Schulter zum Erfassen und Halten einer Masche mit oder ohne einen Maschenspreizer aufweisen, wodurch bei der Längsbewegung der Nadel über die Abschlagstellung hinaus die Masche in einer seitlich verschobenen Lage oder in einem Zustand, beispielsweise seitlich gespreizt, gehalten wird, so daß sie von der Nadel erfasst werden kann, auf die die Übertragung auszuführen ist.
Die Übertragungsvorrichtung kann auch hakenlose Elemente mit einer Schulter zum Erfassen einer Masche und mit einem Maschenspreizer aufweisen. Diese Elemente können mit Nadeln zusammenarbeiten, von welchen oder auf welche Maschen zu übertragen sind. Sie können unabhängig von Füßchen in Verbindung mit den erwähnten Nadeln für den gewünschten Zweck betätigt werden.
Auf jeden Fall umfasst die Übertragungsvorrichtung geeignete Mittel, um die notwendigen längsweisen Bewegungen der Übertragungselemente in geeigneter zeitlicher Abstimmung mit den
Strickbewegungen der Nadeln auszuführen. Derartige Mittel können aus einem Schloß- oder Nockensystem oder Systemen bestehen, die einen oder mehrere mustergesteuerte Nocken für die Ein- und Ausschaltung der Elemente oder eine nockengesteuerte veränderliche Wählervorrichtung zum Steuern des Arbeitens der Elemente entsprechend den herzustellenden Mustern enthalten.
Die Übertragungselemente sind vorzugsweise mit Füßchen oder Anschlägen o.dgl. für den Eingriff mit den Antriebsmitteln ausgerüstet. Beispielsweise können entsprechend einer Anordnung die Übertragungselemente von verschiedenen Längen sein oder sie besitzen Füßchen verschiedener Länge oder sie befinden sich in verschiedenen Ebenen und können vorher so geordnet sein, daß man verschiedene Sätze von Füßchen in Verbindung mit einem Schloß- oder Nockensystem oder Systemen, die mit Bezug auf das Strickschloßsystem oder die Strickschloßsysteme jedes Bettes der Maschine entsprechend angeordnet sind, erhält, so daß ein vorher bestimmtes Muster in Intervallen wiederholt wird, wie es bestimmt wird durch die vorerwähnten mustergesteuerten Nocken, die durch Musterungsmittel in und ausser Arbeit gesetzt werden können, wofür verschiedene herkömmliche Vorrichtungen, z.B. Trommeln, Ketten o.dgl. zur Verfügung stehen. Die Übertragungselemente können aber auch alle von der gleichen Form sein für wahlweise Betätigung, z.B. durch eine umlaufende Wählervorrichtung oder durch eine Mustervorrichtung, die eine Mustersteuertrommel oder ein Jacquardband aufweist, oder durch Zwischenwähler, um beispielsweise größere Maschenmuster zu erhalten.
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung noch weiter erläutert, und zwar an einer Rundstrickmaschine mit Nadelzylinder und Rippscheibe.
Fig. 1 ist ein senkrechter Querschnitt durch Teile des Nadelzylinders und der Rippscheibe, wobei die Nadeln und ihre zugehörigen Übertragungselemente erkenntlich sind.
Fig. 2 ist eine Draufsicht der Fig. 1 von der Seite gesehen. Die Fig. zeigt die Übertragung von Zylindermaschen auf die Rippscheibennadeln.
Fig. 3 ist eine Einzelansicht von oben von einigen Zylinder- und Rippscheibennadeln der Maschine. Die Fig. zeigt die Übertragung von Rippscheibenmaschen auf Zylindernadeln.
Die Fig. 4, 5 und 6 sind schaubildliche Einzelansichten zusammenarbeitender Zylinder- und Rippscheibennadeln bei verschiedenen Stufen in der Übertragung einer Masche von der Rippscheibennadel auf die Zylindernadel.
Die Fig. 7, 8 und 9 sind drei ähnliche Ansichten in entsprechenden Stufen bei der Übertragung einer Masche von der Zylindernadel auf die Rippscheibennadel.
Die gezeigte Ausführungsform wird angewendet bei einer Maschine, welche einen mit unabhängigen Zungennadeln 2 ausgerüsteten Nadelzylinder 1 und eine dazugehörige, mit unabhängigen Zungennadeln 4 ausgerüstete Rippscheibe 3 aufweist.
Die Übertragungsvorrichtung enthält Übertragungswerkzeuge 5, von denen jedes eine Schulter 6 zum Erfassen einer Masche und einen seitlich angeordneten Maschenspreizer 7 zum Ausdehnen der Masche hat. Ein solches Übertragungswerkzeug gehört zu jeder Zylindernadel 2. Jeder Scheibennadel 4 ist ein ähnliches Werkzeug 8 mit einer Schulter 9 zum Erfassen einer Masche und einem Maschenspreizer 10 zum Ausdehnen der Masche zugeordnet. Das freie Ende des Maschenspreizers jedes Werkzeuges ist zugespitzt und greift in einer Vertiefung in der Seite der dazugehörigen Nadel. Jede
Zylindernadel ist mit einer Schulter 11 versehen, die so angeordnet ist, dass sie mit der Schulter 6 des dazugehörigen Werkzeuges 5 zum Halten einer durch den Schleifenspreizer 7 ausgedehnten Masche zusammenarbeiten kann. In ähnlicher Weise hat jede Rippscheibennadel eine Schulter 12, welche zusammen mit der Schulter 9 des dazugehörigen Übertragungswerkzeuges 8 eine durch den entsprechenden seitlich angeordneten Schleifenspreizer 10 ausgedehnte Masche hält. Die Übertragungswerkzeuge sowohl des Zylinders als auch der Rippscheibe arbeiten mit den dazugehörigen Nadeln zusammen. Wird einer Nadel eine längsweise Bewegung erteilt, so wird das dazugehörige Werkzeug mitbewegt, und umgekehrt. Die Nadelnuten im Zylinder und in der Rippscheibe sind genügend breit gemacht, um neben einer Nadel ein Übertragungswerkzeug aufzunehmen. Die Nadeln und Werkzeuge sind mit entsprechenden Füßchen versehen. So befindet sich neben dem Strickfüßchen 13 jeder Zylinder 2 ein ähnliches Füßchen 14 des dazugehörigen Werkzeuges 5. Die beiden Füßchen werden von dem gleichen Antriebsnocken aus betätigt. In ähnlicher Weise liegt neben dem Strickfüßchen 15 jeder Rippscheibennadel 4 ein Füßchen 16 des zugehörigen Werkzeuges 8. Andere Füßchen 17 und 18 der Zylinder- bzw. Rippscheibennadeln haben ihr Gegenstück an den dazugehörigen Werkzeugen.
Die Übertragung einer Masche l von einer Rippscheibennadel 4 auf eine Zylindernadel 2 wird nun anhand der Fig. 4, 5 und 6 kurz beschrieben. Die Rippscheibennadel ist vollständig nach vorn bewegt, so daß die anfangs in ihrem Haken befindliche Masche die Zunge 19 dieser Nadel öffnet, hierauf durch den Maschenspreizer 10 des dazugehörigen Werkzeuges 8 ausgedehnt und durch die Schultern 9 und 12 erfasst wird, wo die Masche gehalten wird, während die aufnehmende Zylindernadel 2 durch die ausgedehnte Masche hindurch nach vorwärts bewegt wird, d.h. zwischen der Innenseite der
Rippscheibennadel und der gegenüberliegenden Innenfläche des Maschenspreizers 10 (Fig. 4). Die Rippscheibennadel wird dann zurückgezogen. Während dieser Bewegung wird die Masche l auf dme Schaft und um die offene Zunge 20 der Zylindernadel gelassen. Die Anfangsstufe dieses Zurückziehens der Rippscheibennadel ist in Fig. 5 dargestellt, während die Fig. 6 die vollkommen zurückgezogene Nadel zeigt. Ihre Zunge 19 ist durch Berührung mit der übertragenen Masche geschlossen worden.
Bei der Übertragung einer Masche l' von einer Zylindernadel 2 auf die Rippscheibennadel 4 dagegen wird der Zylinder vollständig hochgehoben, so daß die zu übertragende Masche durch den Maschenspreizer 7 des dazugehörigen Werkzeuges 5 ausgedehnt und dann durch die Schultern 6 und 11 gefasst und gehalten wird, während zu gleicher Zeit die aufnehmende Rippscheibennadel durch die ausgedehnte Masche hindurchbewegt wird (Fig. 7). Die Zylindernadel 2 wird dann zurückgezogen (Fig. 8 und 9) und die Masche l' auf der Rippscheibennadel gelassen. Während des Zurückziehens der Zylindernadel wird ihre Zunge 20 durch Berührung mit der übertragenen Masche geschlossen.
Um zur Übertragung der Maschen den Nadeln die notwendigen Vor- und Rückwärtsbewegungen zu erteilen, sind in dem Zylinderschloßkasten Nocken oder Schlösser vorgesehen, die in Eingriff mit den Füßchen 13 und 14 kommen, und auf dem Rippscheibendeckel sind Nocken für den Eingriff mit den Füßchen 15 und 16 angeordnet. Da die allgemeine Form und Anordnung dieser Übertragungsnocken in der Technik bekannt ist, erscheint es nicht notwendig, diese Nocken- und Schloßsysteme hier zu erläutern und darzustellen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Stufen in der Maschenübertragung von Zylindernadeln auf Rippscheibennadeln, und umgekehrt, bei der Herstellung einer Strickware mit Linksmaschenmustern. In der
Fig. 2 werden Maschen cl von den abwechselnden NAdel 2A, 2C und 2E gerade auf die vorher leeren Rippscheibennadeln 4A, 4C und 4E übertragen. Die dazwischenliegenden Zylindernadeln 2B und 2D sind leer. Ihre Zungen 20 sind offen. Wie ersichtlich, ist die Zylinder dA vollständig gehoben. Die entsprechende Masche cl wird entsprechend seitlich ausgedehnt, damit die aufnehmende Scheibennadel 4A eintreten kann. Die Zylindernadel 2C ist heruntergezogen, wobei ihre Masche auf der nebenliegenden Rippscheibennadel 4C gelassen wird, während die Nadel 2E vollständig zurückgezogen und ihre Zunge 20 durch Berührung mit der Masche cl geschlossen worden ist, die auf die Rippscheibennadel 4E übertragen wurde. Infolge der Übertragung der Zylindermaschen auf die Rippscheibennadeln in der soeben beschriebenen Weise sind alle Zylindernadeln leer geworden, so daß nunmehr das Stricken auf allen Rippscheibennadeln weitergehen kann.
In der Fig. 3 dagegen befinden sich die Maschen d1 auf den abwechselnden Scheibennadeln 4F, 4H und 4J und 4L im Übertragungsvorgang auf die vorher leeren Zylindernadeln 2F, 2H, dJ und 2L. Die dazwischenliegenden Rippscheibennadeln 4G, 4I und 4K sind leer. Ihre Zungen 19 sind offen. Die Rippscheibennadel 4F ist vollständig nach vorwärts bewegt und die entsprechende Masche d1 wird in einem seitlich ausgedehnten Zustand gehalten, damit die aufnehmende Zylindernadel 2F eintreten kann. Die Rippscheibennadel 4H befindet sich im Zurückziehen und ihre Masche d1 wird auf der benachbarten Zylindernadel 2H gelassen. Wie ersichtlich, liegt die zuletzt erwähnte Masche um den Schaft der Nadel 2H und ist in Berührung mit der offenen Zunge 19 dieser Nadel. Die Nadel 4J ist genügend weit in die entsprechende Masche zurückgezogen worden, damit ihre Zunge 19 geschlossen wird, während die Rippscheibennadel 4L vollständig zurückgezogen und ihre Zunge 19 durch Berührung mit der auf die Zylindernadel 2L übertragenen Masche geschlossen worden ist. Das Ergebnis der Übertragung der Rippscheibenmaschen auf die Zylindernadeln ist, daß alle Rippscheibennadeln leer sind und nurmehr das Stricken nur auf den Zylindernadeln weitergehen kann.
Es kann jedoch auch die Übertragungsvorrichtung nach der britischen Patentschrift Nr. 401 448 oder nach der britischen Patentschrift 478 969 gewünschtenfalls benutzt werden.
In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Übertragungselemente durch Stößer mit geeigneten Anschlägen o.dgl. zu betätigen.
Auf jeden Falle können durch Ausrüsten jedes Nadelbettes mit einer vollständigen Einrichtung von Übertragungsnadeln oder mit einem Übertragungselement in Verbindung mit jeder gewöhnlichen Nadel und mit einer Einrichtung, welche wahlweise diese betätigt, Maschen von einer gewünschten Nadel oder Nadeln in dem einen Bett auf eine nebenliegende Nadel oder Nadeln in dem anderen Bett und umgekehrt übertragen werden, so daß durch eine große Vielzahl von Linksmaschenmustern erzeugt zu werden vermag.
Es ist selbstverständlich, daß die Übertragungsvorrichtung so angeordnet und betätigt wird, daß die Übertragung der Maschen vor oder jenseits oder zwischen zwei Strickstellen ausgeführt wird, wenn mehr als eine Strickstelle bei einer Rundstrickmaschine mit zwei oder mehr als Fadenzuführstellen vorhanden ist.
Das Verfahren und die Maschine gemäß der Erfindung sind verwendbar für die Herstellung von Strickware mit Linksmaschenmustern, welche im Stück für die nachträgliche Herstellung für gestrickte Ober- und Unterkleidung gestrickt wird, als auch für Kleidungsstücklängen, welche einen Saum, einen gerippten Rand, z.B. 1/1, 22/ oder eine andere Ränderkombination und einen mit Linksmaschenmusterung versehe- nen Hauptteil aufweisen, dessen Muster automatisch in Längsfolge gearbeitet sind und der einzeln oder in Strangform mit dazwischenliegenden Trennmaschenreihen oder Reihfäden hergestellt wird.
Beispielsweise ist das Verfahren in einem typischen Beispiel bei vollen Einzug von Übertragungsnadeln in einer Rippscheibenmaschine oder Rundrändermaschine folgendes:
Nach Herstellung des üblichen Randes, der im Versatz gearbeitet werden kann und nach einen 2/2 Rippstreifen, wird das Linksmaschengestrick wie folgt hergestellt:
1. Übertragen von gestrickten Maschen von Rippscheibennadeln auf entsprechende nebenliegende Zylindernadeln;
2. Übertragen von gestrickten Maschen von ausgewählten Zylindernadeln auf entsprechende nebenliegende Rippscheibennadeln;
3. Stricken mit Zylinder- und Rippscheibennadeln, auf denen sich Maschen befinden;
oder:
1. Übertragen der Maschen von den Rippscheibennadeln auf entsprechende nebenliegende Zylindernadeln, so daß alle Nadeln im Zylinder Maschen tragen;
2. Stricken mit allen Zylindernadeln;
3. Übertragen der Maschen von den Zylindernadeln auf die Rippscheibennadeln und Stricken mit allen Rippscheibennadeln.
Gewünschtenfalls könnten maschentragende Zylindernadeln wahlweise betätigt werden, um zu stricken oder nicht zu stricken, oder um andere Muster von gewünschter üblicher Art mittels einer geeigneten Nadelwählermustervorrichtung herzustellen.
Wenn die Maschine mit einer Mustervorrichtung zum wahlweisen Betätigen der Nadeln ausgestattet ist, können Fangmuster oder andere Muster auf den Zylindernadeln an der Strickstelle oder den Strickstellen, an denen die Rippscheibennadeln infolge Fehlens von
Maschen nicht arbeiten, hergestellt werden.
Gewünschtenfalls kann zusätzlich, und zwar vor oder nach jeder der vorerwähnten Durchführungen, das folgende Arbeiten stattfinden:
1. Übertragen aller Maschen von den Rippscheibennadeln auf die Zylindernadeln;
2. Stricken auf allen Zylindernadeln;
3. Übertragen aller Maschen von den Zylindernadeln auf die Rippscheibennadeln;
4. Stricken auf allen Rippscheibennadeln.
Die Erfindung ist in erster Linie verwendbar bei mit einzeln beweglichen Nadeln versehenen Strickmaschinen, die mit Zungennadeln besetzt sind, kann jedoch auch bei Maschinen mit Hakennadeln verwendet werden. Bei Rundstrickmaschinen können die Maschinen entweder umlaufende oder feststehende Nadelbetten mit den dazugehörigen feststehenden oder umlaufenden Schloßsystemen haben.

Claims (6)

1. Verfahren zum Herstellen von Strickware auf Strickmaschinen mit zwei Nadelbetten, z.B. einer Rippscheibenmaschine, bei denen die Nadeln jedes Bettes an einem Ende einen Haken und am anderen Ende ein Füßchen zum Antrieb der Nadel auf dem Nadelschaft tragen, gekennzeichnet durch die folgenden Stufen: (a) Übertragen gestrickter Maschen von den Nadeln eines Bettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbettes; (b) Übertragen von gestrickten Maschen von ausgewählten Nadeln des zweiterwähnten Bettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des ersterwähnten Nadelbettes, und(c) Stricken mit den maschentragenden Nadeln beider Betten.
2. Verfahren zum Herstellen einer Strickware mit Linksmaschenmustern auf einer Strickmaschine der erwähnten Art nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren, ausgehend von Maschen auf ausgewählten Nadeln jedes Nadelbettes folgende Stufen umfaßt: (a) Übertragen der Maschen von den Nadeln eines Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbettes, so daß alle Nadeln in dem zweiterwähnten Bett Maschen tragen; (b) Stricken mit allen Nadeln des Bettes; (c) Übertragen der Maschen von den Nadeln des zweiterwähnten Bettes auf die Nadeln des ersterwähnten Bettes, und Stricken mit allen Nadeln des ersterwähnten Bettes.
3. Verfahren zum Herstellen einer Strickware mit Linksmaschenmustern auf einer Strickmaschine der erwähnten Art nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren folgende Stufen umfaßt: (a) Übertragen von Maschen von den Nadeln eines Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbettes, so daß alle Nadeln dieses Nadelbettes Maschen tragen; (b) Stricken mit allen Nadeln dieses anderen Nadelbettes; (c) Übertragen von Maschen von ausge- wählten Nadeln des zweiterwähnten Nadelbettes auf entsprechende nebenliegende Nadeln des anderen Nadelbettes und (d) Stricken mit den maschentragenden Nadeln beider Betten.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Durchführung des Verfahrens nach Herstellung eines Randes eine Rippkante hergestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, auf einer Rundstrickmaschine nach Art einer Rippscheibenmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragen von Maschen zuerst von den Rippscheibennadeln auf entsprechende nebenliegende Zylindernadeln und anschliessend von den Zylindernadeln auf entsprechende nebenliegende Rippscheibennadeln erfolgt, und daß dann mit den Rippscheiben- und Zylindernadeln gestrickt wird.
6. Strickmaschine insbesondere Rundstrickmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch Maschenübertragungsmittel und durch Mittel, welche bewirken, daß die Nadeln stricken, wobei diese so angeordnete sind, daß das in einem der vorhergehenden Ansprüchen erwähnte Verfahren ausgeführt werden kann.

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