DEP0033054DA - Verfahren um Schaffen eines stempelfreien Abbaustoßes beim eisernen Strebausbau - Google Patents

Verfahren um Schaffen eines stempelfreien Abbaustoßes beim eisernen Strebausbau

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DEP0033054DA
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Josef Duisburg-Hamborn Brand
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Schaffung eines stempelfreien Abbaustosses beim eisernen Strebausbau. Die Aufgabe, den Abbaustoss stempelfrei zu machen, tritt bei allen neuzeitlichen Gewinnungsverfahren, die mit Einsatz von Kohlenhobeln oder anderen Gewinnungs- und Lademaschinen arbeiten, auf und ist für das hierbei notwendige Vorrücken des Trebfördermittels als geschlossenes Ganzes Vorbedingung.
Diese Aufgabe ist jedoch völlig einwandfrei bisher noch nicht gelöst worden, obwohl zahlreiche Vorschläge in dieser Richtung gemacht und auch in die Praxis umgesetzt worden sind.
Die Verwendung besonderer Vorpfändeisen, die später, sobald das Fördermittel vorgerückt ist, gegen die endgültigen Schaleisen ausgetauscht werden, bedingt zusätzliche Einrichtungen und einen Mehraufwand an Ausbauarbeit.
Die Massnahme, das vorzupfändende Schaleisen mit dem durch Stempel unterstützten Schaleisen starr und knickfest zu verbinden, führt als solche nicht zu einem befriedigendem Erfolg, weil ein in dieser Weise angeordnetes Eisen nicht von vornherein trägt und daher den Druck, insbesondere sich vom Hangenden lösender Schalen und Nachfallpacken plötzlich und in ungünstiger Weise ausgesetzt wird. Hierdurch wird nicht nur der Hauer gefährdet, sondern es werden auch die Schaleisen durch Verbiegung oder Abscheren unbrauchbar. In der Regel sieht man sich daher gezwungen, auf den völlig stempelfreien Stoss zu verzichten und die Vorpfändeisen am Kohlenstoss vorübergehend durch Hilfsstempel zu unterfangen, die laufend vor der Gewinnungsmaschine weggenommen werden.
Die Erfindung löst demgegenüber die Aufgabe der Schaffung eines stempelfreien Abbaustosses, wie überhaupt eines als wandernder Strebausbau besonders geeigneten Ausbaus, in sowohl vom Standpunkt der Sicherheit, wie der der Einfachheit und damit der Möglichkeit der schnellen, arbeitszeitsparenden und zuverlässigen Durchführung der durchzuführenden Arbeiten denkbar vorteilhafter Weise.
Dieser Erfolg wird dadurch erzielt, dass das zunächst nach beiden Richtungen gelenkig mit dem unterstützten Schaleisen verbundene Vorpfändeisen unter Verschwenkung um das Gelenk dem Verlauf des Hangenden angepasst und mit einer Vorspannung, deren Mass je nach den Notwendigkeiten bemessen werden kann, gegen das Hangende gepresst und in dieser Lage gesichert wird, wobei die Ausknickmöglichkeit der Verbindung in Richtung nach unten erhalten bleibt. Auf diese Weise wird ein Tragen des Vorpfändeisens vom ersten Augenblick an erzielt, ohne dass eine, wenn auch vorübergehende Unterstützung des Vorpfändeisens durch Hilfsstempel oder dergleichen in Betracht käme und damit verhindert, dass das Hangende, abgesehen von seiner normalen Absenkung, in ungünstige Bewegung kommt. Die Aufrechterhaltung der Gelenkigkeit der Verbindung nach unten, sichert dies vor Beschädigung bzw. verhindert bei plötzlich auftretendem Druck einen Bruch der Verbindung.
Die Anpressung des Vorpfändeisens an das Hangende kann beispielsweise durch einer auf sein vorwärtiges Ende einwirkende Setzvorrichtung bewirkt werden, die, nachdem das Eisen in der Anpresslage gesichert worden ist, weggenommen wird.
Gemäss der vorzugsweise besonders vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens jedoch, wird das Anpressen des Eisens an das Hangende durch eine besondere Ausbildung des dieses mit dem zurückliegenden Eisen verbindenden Schlosses ermöglicht und erfolgt durch eine auf das rückwärtige Ende des Vorpfändeisens unterhalb seines Drehpunktes einwirkende Treibvorrichtung. Diese Treibvorrichtung kann auf den unteren Flansch des beispielsweise I-Profil besitzenden Eisens einwirken und so das Eisen anheben. Mit besonderem Vorteil erfolgt aber gemäss der Erfindung das Hochschwenken des Eisens durch den Druck einer sich andererseits auf die Stirnfläche des vorhergehenden Eisens oder eine andere Gegenfläche am Schloss abstützenden Treibvorrichtung. Zu diesem Zwecke weisen die Stirnflächen der Eisen Abschrägungen auf, die das Zwischentreiben eines Keiles ermöglichen. Die Ausbildung der Verbindung ist im übrigen zweckmässig so, dass die Eisen sowohl in der einen, wie um 180° dagegen gedrehten Richtung verwendet werden können.
Nachdem das Vorpfändeisen seine Aufgabe als solches erfüllt hat und das Fördermittel umgelegt worden ist, wird es, wie üblich, durch den endgültigen Stempel unterstützt und nun die bis dahin gegen Firstendruck gelenkige Verbindung in eine gegen Firstendruck starre, jedoch in der entgegengesetzten Richtung ausknickbare Verbindung umgewandelt und hierdurch eine durchgehende obere Tragelinie der aufeinanderfolgenden miteinander verbundenen Schaleisen geschaffen. Dies erfolgt gemäss der vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung nach Entfernen der bis dahin verwendeten Hochtreibevorrichtung durch einen nunmehr oberhalb des Drehpunktes zwischen die beiden Stirnflächen der Schaleisenprofile eingeschlagenen Keil. Durch die Aufrechterhaltung der Ausknickmöglichkeit der Verbindung nach oben wird hierbei eine Anpassungsmöglichkeit des Ausbaues an Gebirgsbewegungen erzielt, durch die ebenfalls wieder, beispielsweise bei starken auf das vorwärtige Schaleisen einwirkenden Druck, eine Zerstörung der Verbindung verhindert wird. Die gelenkige Verbindung der Schaleisen miteinander erfolgt allein durch einen Drehbolzen. Durch besondere Gestaltung des Drehbolzens wird es möglich, diesen, obwohl er in der Verbindungslage die Verbindung absolut zuverlässig sichert, durch einen einfachen Schlag mit der Keilhaue herauszuschlagen und so die Schaleisen voneinander zu lösen und damit eine denkbar leichte Raubmöglichkeit für das jeweils bruch- oder versatzseitige Schaleisen geschaffen. Zu diesem Zweck ist der Bolzen derart konisch gestaltet, dass die zunächst selbsthemmende Neigung des Konus nach der Spitze zu in eine nicht selbsthemmende übergeht, sodass der Bolzen leicht zu lösen ist. Die aus dem Bolzenloch hervorragende Spitze des Bolzens ist vergleichsweise lang. Diese Ausbildung erleichtert auch das Einsetzen des Bolzens.
Nachstehend wird eine vorzugsweise Ausführungsform der die Durchführung des neuen Verfahren ermöglichenden Schaleisenverbindung im einzelnen an Hand der Abbildungen beschrieben, von denen
Fig. 1 eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Aufsicht und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Verbindung zeigt.
Fig. 4 veranschaulicht schematisch in Seitenansicht in Gesamtanordnung des neuen Ausbaues den Streb.
In den Abbildungen ist mit a das letzte durch Stempel b von beliebiger üblicher Bauart abgestützte Schaleisen bezeichnet, mit c das vorzupfändende Schaleisen gleicher Ausbildung. An das vorwärtige Ende des Schaleisens a ist eine Gehäuse d angeschweisst, welches eine Gabel e bildet, in die das rückwärtige Ende des Vorpfändeisens c eingeführt wird, um mittels des in entsprechende Löcher in den Gabelzinken und im Steg des Schaleisenprofils eingeführten Drehbolzens f miteinander verbunden zu werden. Dieser Drehbolzen besitzt schwachkonische Gestalt und geht an seinem Ende unter allmählich steiler werdender Konizität in die eine geschossähnliche Form besitzende Spitze k über, die vergleichsweise weit aus dem Bolzenloch herausragt.
In dem durch die Gabel gebildeten Schloss liegen die Stirnflächen der bieden Schaleisen in einem Abstand voneinander. Sie sind an dem unteren wie an dem oberen Flansch des gemäss dem Ausführungsbeispiel verwendeten I-Profils, wie bei 1 angedeutet, abgeschrägt. Zwischen die miteinander korrespondierenden Schrägflächen kann durch obere und untere Schlitzöffnungen h ind den Gabelzinken wahlweise der Keil i eingetrieben werden, der die beiden Eisen in die Verschwenkung der Verbindung einmal in der einen und zum anderen in der zweiten Richtung verhindernder Weise gegeneinander verspannt. Wird der Keil durch den unteren Schlitz zwischen die unteren Profilstirnflächen getrieben, wird hierdurch das freie Ende des Schaleisens c angehoben und gegen das Hangende gepresst. Wird es nach Unterstützung des Vorpfändeisens gelöst und zwischen die oberen Stirnflächen der benachbarten Profile eingetrieben, so ergibt sich eine gegen Firstendruck knickfeste, jedoch in der anderen Richtung gelenkige Verbindung. Der Keil, ebenso wie der Drehbolzen, werden zweckmässig, um sie gegen Verlust zu sichern, mittels einer Kette oder dergleichen an dem Schloss befestigt.
Selbstverständlich ist das vorstehend im einzelnen an Hand der Abbildungen beschriebene Ausführungsbeispiel der neuen Schaleisenverbindung nur eine von zahlreichen Möglichkeiten. Für die Lösung der Aufgabe, das Vorpfändeisen hochzutreiben und in der hochgetriebenen Lage zu sichern, sind beispielsweise auch andere Möglichkeiten vorhanden, wie die, z.B. den Keil nicht in der Querrichtung gegen die Stirnfläche des Profiles, sondern in Richtung des Vorpfändeisens unter dessen unteren Flansch zu treiben. Die Erfindung ist daher keineswegs auf die vorstehend im einzelnen beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann in verschiedener Weise abgeändert werden, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen.

Claims (8)

1. Verfahren zum Schaffen eines stempelfreien Abbaustosses beim eisernen Strebausbau durch freies Vorpfänden eines mit den vorhergehenden durch Stempel unterstützten Schaleisen verbundenen Schaleisens, dadurch gekennzeichnet, dass das zunächst nach beiden Richtungen gelenkig mit dem unterstützten Schaleisen verbundene Vorpfändeisen unter Verschwenken um das Gelenk dem Verlauf des Hangenden angepasst, mit einer geringen Verspannung gegen das Hangende gepresst und in dieser Lage gesichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die das Anpressen des vorzupfändenden Schaleisens gegen das Hangende bewirkende Verschwenkung im Gelenk durch Hochtreiben des Eisens mittels einer jenseits des Gelenks unterhalb des Drehpunktes angreifenden Treibvorrichtung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald nach dem Vorrücken des Förderers das vorgepfändete Schaleisen durch einen Stempel unterstützt ist und durch diesen gegen das Hangende gepresst wird, die Verbindung der Schaleisen aus einer das vordere Schaleisen in seiner hochgepressten Lage sichernden in eine gegen Firstendruck starre Verbindung umgewandelt und hierdurch unter Wiederherstellung der Gelenkigkeit der Verbindung in Richtung nach der Firste eine durchgehende oder obere Traglinie der aufeinanderfolgenden, miteinander verbundenen Schaleisen geschaffen wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Unterstützung des vorzupfändenden Schaleisens erfolgende Sicherung der Verbindung gegen Ausknicken nach unten unter Wiederherstellung der Ausknickmöglichkeit des Gelenks nach oben durch eine jenseits des Gelenks oberhalb desselben auf das Eisen einwirkende Vorrichtung erfolgt.
5. Schaleisenverbindung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4 bei welcher das Ende des Vorpfändeisens in ein gabelförmiges Endteil des anderen Eisens, unter Verbindung der beiden Teile durch einen Drehbolzen eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass in einen Zwischenraum zwischen den Stirnflächen des Profils durch entsprechende Öffnungen des durch die Gabel gebildeten Gehäuses, wahlweise ein Keil eingetrieben wird, der in der Vorpfändphase die beiden Profilenden in einer unterhalb des Drehbolzens und in der endgültigen Ausbauphase, in einer oberhalb des Drehbolzens liegenden Ebene gegeneinander verkeilt.
6. Schaleisenverbindung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitigen Profilenden der beiden Eisen oben und unten je eine das Eintreiben des Keiles und damit in der Vorpfändphase das Hochpressen des Vorpfändeisens und in der Ausbauphase einen Druck auf dasselbe in umgekehrter Richtung ermöglichende der Keilneigung entsprechende Abschrägung aufweisen.
7. Schaleisenverbindung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der die beiden Eisen miteinander verbindende Drehbolzen konisch mit nach seinem Ende zu steiler werdender Konizität gestaltet ist, so dass die zunächst selbsthemmende Neigung des Konus in eine nicht selbsthemmende übergeht.
8. Drehbolzen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Bolzenloch verhältnismässig weit hervorragende Ende des Drehbolzens nach Art eienr Geschosspitze ausgebildet ist.

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