DEP0032882DA - Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Teerölen und Metallsalzen hochkonservierender Natur - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Teerölen und Metallsalzen hochkonservierender Natur

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DEP0032882DA
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Germany
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metal salts
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tar oils
wood
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Egon Wild
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
TH Goldschmidt AG
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Description

Teeröle bzw. Karbolineum finden als antiseptische fungicide und insecticide Konservierungsmittel für Holz sowie holzhaltige und holzähnliche Stoffe vielfach Verwendung. Bekannt sind auch die konservierenden Eigenschaften verschiedener Metallsalze, wie ZnCl(sub)2, CuSO(sub)45, HgCl(sub)2, NaF, Silicofluoride und dergl. Um einen sehr wirksamen Holzschutz zu erhalten, werden bei verschiedenen Holzschutzmitteln die konservierenden Eigenschaften der Teeröle mit denen der Metallsalze kombiniert. So wird z.B. nach dem Doppeltränkungsverfahren der Rütgers-Werke das Holz zuerst mit ZnCl(sub)2-Lösung und dann mit Steinkohlenteerölen getränkt. Es wird dadurch die Auslaugung des ZnCl(sub)2 durch die wasserabweisende Teerölimpränierung verhindert. Vielfach kommen auch Teeröl-ZnCl(sub)2-Emulsionen zur Anwendung. Diese Emulsionen haben aber den Nachteil, dass sie sich zum grössten Teil leicht entmischen, wodurch Schwierigkeiten bei der Tränkung auftreten können. Bisher war aber das Einbringen anorganischer Metallsalze in Teeröle nur durch Emulgierung möglich, da die in Betracht kommenden Metallsalze in normalen Steinkohlenteerölen unlöslich sind.
Gemäss der vorliegenden Erfindung gelingt es nun, diese bisherigen Schwierigkeiten zu beseitigen und auf ausserordentlich einfache Weise brauchbare Mischungen aus Teerölen und Metallsalzen holzkonservierender Natur herzustellen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Metallsalze den Teerölen mit Hilfe von sie lösenden und mit den Teerölen mischbaren, als Lösungsvermittler wirkenden Lösungsmitteln einverleibt werden. Als solche Lebensmittel können dabei alle Lösungsmittel verwendet werden die einer- seits ein genügendes Lösungsvermögen für die zu lösenden Metallsalze besitzen und andererseits mit Teerölen, insbesondere auch Steinkohlenteerölen und ähnlichen Teerölen, ausreichend mischbar sind, wie z.B. Alkohole, Ester, Ketone, Aether, Phenole, Amine Schwefelkohlenstoff und ähnliche Lösungsmittel oder Gemische solcher.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann im einzelnen z.B. in der Weise durchgeführt werden, daß die Metallsalze zunächst, gegebenenfalls unter Erwärmung, in dem Lösungsmittel gelöst werden und diese Lösung dann dem Teeröl zugemischt wird. Man kann dabei als Lösungsvermittler auch Teeröle verwenden, welche, wie z.B. Holzteer oder Holzteeröle, als solche Lösungsvermittler wirkende Lösungsmittel bereits schon von sich aus enthalten oder welchen solche Lösungsmittel oder Teilmengen hiervon vor Zugabe der Metallsalze zugemischt worden sind.
Schließlich kann man auf einen nachträglichen Zusatz von Teeröl zu solchen Mischungen der letztgenannten Art auch verzichten und unmittelbar zu Mischungen der erwünschten und erfindungsgemäß angestrebten Art dadurch gelangen, daß die Metallsalze, gegebenenfalls unter Erwärmung, in Teeren oder Teerölen gelöst werden, welche wie z.B. Holzteer oder Holzteeröle als solche Lösungsvermittler wirkende Lösungsmittel bereits schon von sich aus enthalten oder welchen solche Lösungsmittel oder Teilmengen hiervon vor Zusatz der Metallsalze zugesetzt worden sind.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich Lösungen von Metallsalzen in Teerölen herstellen, welche mehr als 10% Metallsalze, z.B. ZnCl(sub)2 oder CuCl(sub)2 klar gelöst enthalten. Es können auf diese Weise gewünschtenfalls auch verschiedene Metallsalze zusammen in Teerölen gelöst werden, vorausgesetzt, daß sich die betreffenden Metallsalze chemisch nicht beeinflussen.
Bei alledem ist es zweckmäßig, in Abwesenheit von Wasser oder zumindestens er Mengen an solchen zu arbeiten, da andernfalls eine Ausscheidung der Metallsalze aus den Teerölen Platz greifen können.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Metallsalz-Teeröllösungen haben gegenüber normalen Steinkohlenteerkarbolineum den Vorteil, dass durch die Metallsalze, wie ZnCl(sub)2, CuCl(sub)2 und dergl., die holzschützenden Eigenschaften der Teeröle weitgehend verbessert werden. Da die Metallsalze in den Teerölen gelöst und nicht emulgiert sind, können beim Anstrich oder bei Tränkung die Metallsalze mit dem Teeröl gleichmässig in das Holz eindringen, wobei auch durch die wasserabstossenden Eigenschaften des Teeröls die Metallsalze vor Auswaschungen geschützt werden.
Beispiele.
I.) 50 g 96%iges ZnCl(sub)2 werden in 100 g Methylalkohol warm aufgelöst; die erhaltene Lösung wird mit 850 g Steinkohlenteeröl verdünnt. Die Teeröl-ZnCl(sub)2-Lösung enthält 5% znCl(sub)2.
II.) 50 g wasserfreies CuCl(sub)2 werden in 100 g Methylalkohol warm aufgelöst; die erhaltene Lösung wird mit 850 g Steinkohlenteeröl verdünnt. Die Teeröl-CuCl(sub)2-Lösung enthält 5% CuCl(sub)2.
III.) 50 g 96%iges ZnCl(sub)2 werden in 200 g Holzteeröl warm aufgelöst; die erhaltene Lösung wird mit 750 g Steinkohlenteeröl verdünnt. Die Teeröl-ZnCl(sub)2-Lösung enthält 5% ZnCl(sub)2.
IV.) 200 g 96%iges ZnCl(sub)2 werden in 800 g Holzteeröl warm aufgelöst. Die so erhaltene Holzteer-ZnCl(sub)2-Lösung enthält 20% znCl(sub)2.

Claims (5)

1.) Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Teerölen und Metallsalzen holzkonservierender Natur, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallsalze den Teerölen mit Hilfe von sie lösenden und mit den Teerölen mischbaren, als Lösungsvermittler wirkenden Lösungsmitteln einverleibt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallsalze zunächst, gegebenenfalls unter Erwärmung, in dem Lösungsmittel gelöst werden und diese Lösung dann dem Teeröl zugemischt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsvermittler Teeröle verwendet werden, welche, wie z.B. Holzteer oder Holzteeröle, als solche Lösungsvermittler wirkende Lösungsmittel bereits schon von sich aus enthalten oder welche solche Lösungsmittel oder Teilmengen hiervon vor Zugabe der Metallsalze zugemischt worden sind.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallsalze, gegebenenfalls unter Erwärmung, in Teeren oder Teerölen gelöst werden, welche, wie z.B. Holzteer oder Holzteeröle als solche Lösungsvermittler wirkende Lösungsmittel bereits schon von sich aus enthalten oder welchen solche Lösungsmittel oder Teilmengen hiervon vor Zusatz der Metallsalze zugesetzt worden sind.
5.) Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Abwesenheit von Wasser oder zumindestens wesentlicher Mengen an solchem gearbeitet wird.

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