DEP0031372DA - Zerlegbarer Fachwerk-Dachbinder - Google Patents
Zerlegbarer Fachwerk-DachbinderInfo
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Description
Bei den seither bekannten Dachkonstruktionen war es meist üblich, die einzelnen Stäbe der Fachwerksysteme ch einer vorherigen Konstruktionszeichnung entsprechend den jeweiligen Erfordernissen anzuordnen und nachher zu berechnen. Bei der Erfindung hingegen wird der umgekehrte Weg beschritten. Der Ausgangspunkt für die Anordnung der Zug- und Druckglieder ist die Momentenfläche und der Cremonaplan. Der Zuggurt wird demzufolge so angeordnet, dass die einzelnen Zugglieder des Untergurtes jeweils wie die Begrenzungslinien der Momentenfläche verlaufen. Hierdurch wird erreicht, dass bei gleichmässig verteilter Dachlast ausser den Gurtstäben nur die lotrechten Druckstäbe Spannungen erhalten, während alle Diagonalstäbe Nullstäbe werden. Auf dieser Tatsache beruht insbesondere die grosse Materialersparnis dieser Konstruktion.
Abb. 1 der Zeichnung zeigt den idealen, statischen Aufbau eines Dachbinders nach der Erfindung und die hierzu gehörige Systemskizze mit Cremonaplan. Die weiteren Abbildungen zeigen Knotenpunkt-Ausbildungen verschiedener Ausführungsformen und zwar:
Abb. 2 einen Obergurtknoten in Ansicht und Untersicht,
Abb. 3 den gleichen Knoten schaubildlich sowie eine Einzelheit im grösseren Masstab,
Abb. 4 die Ausbildung eines Obergurt-Knotenpunktes im Grundriss und Aufriss, sowie schaubildlich,
Abb. 5 den entsprechenden Untergurtknoten in Grund- und Aufriss und isometrischer Darstellung,
Abb. 6 den Anschluss des Untergurtes an den Obergurt.
Die Obergurtstäbe des Dachbinders nach der Erfindung werden aus Holz gefertigt, während der Untergurt, der bei dieser Konstruktion nur Zugspannungen aufzunehmen hat, aus Rundstahl gefertigt ist. Die kreuzweise verspannten Diagonalen bestehen als Spanndrähte ebenfalls aus Rundstahl. Sie werden bei der Berechnung mit einseitigem Lastfall als Zugstäbe eingesetzt, während sie beim entgegengesetzten einseitigen Lastfall als schlaffe Stäbe wirken und die auftretenden Zugspannungen jeweils von der zweiten Diagonale der Gegenrichtung aufgenommen werden. Die senkrechten Stäbe werden im Fall I (Abb. 2) aus Stahlrohren ausgebildet, im Fall II (Abb. 4) aus Vierkanthölzern.
Für die beiden Ausführungsarten sind die Knotenpunkte verschieden ausgebildet, für den Fall I nach Abb. 2 und 3, für den Fall II nach Abb. 4 und 5.
Die Knotenpunktausbildung des Obergurtes für Fall I erfolgt so, dass auf einem lotrechten Stahlrohrstab in der Schräglage der Dachneigung ein Stahlschuh angeschweisst wird, der als Auflager für den Obergurt dient und durch eine Schraube b, die durch die mittlere, wenig belastete Zone des Obergurtes gesteckt ist, den Stahlschuh mit dem Obergurt verbindet.
Der Untergurt ist mit seinen Enden am Auflagerpunkt A und B durch den Obergurt hindurchgesteckt und an seinem Ende jeweils mit einem Gewinde versehen, sodass er von beiden Seiten aus nachgespannt werden kann. Abb. 6
Die Diagonalstäbe sind nach Abb. 3 und 5 nachspannbar angeordnet. Im Fall I werden sie mittels in den Schuh eingehängter Gewindenippel gehalten und können durch Drehung des Nippels gespannt oder entspannt werden (gem. Abb. 3). Im Fall II werden die Diagonalen gemäss Abb. 4 am Obergurtknoten angeschweisst, während sie mit ihrem unteren Ende in den Gewindenippeln c am Untergurtknoten stecken und hier gespannt oder entspannt werden können.
Die Obergurtknotenausbildung im Falle II erfolgt so, dass der senkrechte Druckstab, der aus Holz besteht, in der Mitte aufgeschlitzt ist und in den Schlitz ein Knotenblech d gesteckt wird, wobei dann der Druckstab sowie das Knotenblech d mit einer Schraube e mit dem zweiteiligen Obergurt fest verbunden wird (Abb. 4).
Die Untergurtknotenausbildung im Falle II erfolgt so, dass ein Knotenblech f schellenartig um ein Rundeisen g gelegt wird, das Blech mit seinen beiden zusammengedrückten Lappen in einen Schlitz in der Mitte des Fussendes des hölzernen Druckstabes eingelassen, und das Knotenblech durch eine durchgesteckte Schraube h mit dem Druckstab verbunden wird.
Während beispielsweise bei den seither angewandten Nagelbindern fast immer verschiedenartiges Absacken einzelner Binder zu verzeichnen ist, was deren Verwendung bei grösseren Spannweiten unzweckmäßig machte, hat der Erfindungsgegenstand den Vorzug, dass ein solches Absacken durch Nachspannung des Untergurtes ausgeglichen werden kann. Ausserdem ermöglicht die Nachspannbarkeit der Diagonalen, dass Unebenheiten des Obergurtes durch Anziehen oder Nachlassen der Nippel auf einfache Weise ausgeschaltet werden können. Die Binderkonstruktion ist zerlegbar, leicht transportabel und wird an Ort und Stelle montiert.
Claims (5)
1.) Zerlegbarer Fachwerk-Dachbinder, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Untergurtstäbe in Richtung der Begrenzungslinie der Momentenfläche verlaufen und der Untergurt nachspannbar ausgebildet ist (Abb. 1), dass ausserdem die Diagonalstäbe als Seilstäbe ausgebildet sind, diese kreuzweise angeordnet und ebenfalls nachspannbar sind.
2.) Dachbinder ch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Obergurtstäbe aus Holz, die Untergurt- und die Diagonalstäbe aus Rundstahl und die lotrechten Stäbe wahlweise aus Holz oder Stahlrohren bestehen.
3.) Obergurtknoten eines Dachbinders nach Anspruch 2 mit lotrechten Stäben aus Stahlrohr, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem lotrechten Stahlrohrstab ein Stahlschuh (a) als Auflager für den Obergurt angeschweisst und durch einen Gewindebolzen (b) mit diesem verbunden ist und dass die Diagonalstäbe mittels in den Schuh (a) eingehängter Gewindenippel (c) spannbar befestigt ist.
4.) Obergurtknoten eines Dachbinders nach Anspruch 2 mit zweiteiligem Obergurt und lotrechten Stäben aus Holz, dadurch gekennzeichnet, dass ein Knotenblech (d) in einen Schlitz am oberen Ende des lotrechten Holzstabes eingesteckt und mit diesem sowie mit den Obergurtteilen durch einen Gewindebolzen (e) verbunden ist.
5.) Untergurtknoten eines Dachbinders nach Anspruch 2 mit lotrechten Stäben aus Holz, dadurch gekennzeichnet, in einen Schlitz am unteren Ende des lotrechten Holzstabes eingesteckt und dass im Knotenblech (f) je eine Öse (k) zur Aufnahme eines Gewindenippels (c) für die Diagonalstäbe vorgesehen ist.
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