DEP0028173DA - Reinigung von Heizgasen und Herstellung von Reinigungsmitteln hierfür - Google Patents
Reinigung von Heizgasen und Herstellung von Reinigungsmitteln hierfürInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Entfernung von Schwefelverbindungen, insbesondere organischen Schwefelverbindungen, z.B. Schwefelkohlenstoff, aus Heizgasen, z.B. Kohlengas, Generatorgas, Wasser- und Naturgas, karburiertem Wassergas bzw. Kaltluftgas, Koksofengas, den gasförmigen Produkten aus dem Cracken von Oelen u.dgl.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Heizgase dadurch von den darin enthaltenen Schwefelverbindungen, insbesondere organischen Schwefelverbindungen, gereinigt, daß die Gas in Abwesenheit von Wasserdampf bei einer Temperatur zwischen etwa 100°C und etwa 850°C mit Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten von Alkalimetallen oder Erdalkalimetallen oder Mischungen solcher Stoffe, die von porösen oder zelligen Trägerstoffen getragen werden und innig auf und innerhalb derselben ver-
teilt sind, in Kontakt gebracht werden.
Als solche Trägerstoffe, welche genügende mechanische Festigkeit besitzen sollten, um sie ohne unangemessenes bzw. übermäßiges Zerbröckeln handhaben zu lassen, können z.B. Bimsstein, Koks oder andere poröse und genügen widerstandsfähige Materialien verwendet werden.
Reinigungsmittel zur Durchführung es erfindungsgemäßen Verfahrens können z.B. in der Weise hergestellt werden, daß poröse oder zellige Trägerstoffe der vorerwähnten Art mit einer Lösung oder Suspension von Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten oder mehrerer solcher Stoffe behandelt und hierauf getrocknet werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können solche Reinigungsmittel auch in der Weise hergestellt werden, daß Oxyde, Hydroxyde oder Karbonate von Alkalimetallen oder Erdalkalimetallen oder Mischungen solcher innig mit einer beim Erhitzen blähenden Kohle, vorzugsweise stark blähenden Kohle, gemischt werden und die Mischung, gegebenenfalls mit einem Zusatz von anderem kohlenstoffhaltigen Material, z.B. Koksstaub und Pech, bis zur Bildung einer hochporösen Masse erhitzt wird.
Im allgemeinen wird Kohle mit einem hohen Agglutinier- bzw. Haftwert, z.B. einem Agglutinierwert, welcher zwischen 1 : 30 und 1 : 40 liegt, vorgezogen und diese kann mit dem Oxyd, Hydroxyd oder Karbonat oder einem Material, welches solche Oxyde, Hydroxyde oder Karbonate umfaßt, zweckmäßig z.B. in dem Verhältnis von 1 Gewichtsteil Oxyd, Hydroxyd oder Karbonat auf 10 Gewichtsteile Kohle gemischt werden, und zwar
dadurch, daß man sie getrennt voneinander oder zusammen mahlt und die Mischung erhitzt. Die Mischung kann vor dem Erhitzen auch brikettiert oder granuliert werden.
Wegen ihrer Wohlfeilheit werden Kalkstein oder Kreide, Kalk oder ein hydratisierter Kalk als Ausgangsstoffe für das Oxyd, Hydroxyd oder Karbonat vorgezogen.
Ausführungsbeispiel.
Hydratisierter Kalk wird mit einer stark blähenden Kohle gemischt, nachdem beide auf einen feinen Aufteilungsgrad zerkleinert worden sind. Die Mischung wird dann auf eine Temperatur von annähernd 800°C unter solchen Bedingungen erhitzt, daß das Schwellen bzw. Blähen nicht unangemessen eingeschränkt ist. Es wird ein zelliger Koks erzeugt, welcher Calciumoxyd in sehr aktiver Form enthält und einen sehr großen Oberflächeninhalt besitzt, dieses Erzeugnis wird gebrochen und nach dem Sortieren in einer Reaktionskammer angeordnet, durch welche das Gas, welches zum Zwecke der Entfernung von Schwefelverbindungen behandelt werden soll, geführt wird.
Die Geschwindigkeit und Wirksamkeit der Entfernung der Schwefelverbindungen werden durch die Temperatur, auf welcher das Reinigungsmaterial gehalten wird, und durch die Kontaktzeit des Gases mit dem Reinigungsmaterial beeinflußt. Das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren kann auf Heizgase in jeder gewünschten Stufe ihrer Erzeugung oder Reinigung oder auch unmittelbar vor ihrer Verwendung angewandt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch Regeneration vermittels einer Behandlung mit Dampf und Kohlendioxyd kontinuierlich gestaltet werden.
Die gemäß nachstehenden Anspruch 2 - 5 hergestellten Reinigungsmittel sollen nur für das in nachstehendem Anspruch 1 unter Schutz gestellte Verfahren verwendet werden.
Claims (5)
1.) Verfahren zur Reinigung von Heizgasen durch Entfernung darin enthaltener Schwefelverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase in Abwesenheit von Wasserdampf bei einer Temperatur zwischen etwa 100°C und etwa 850°C mit Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten von Alkalimetallen oder Erdalkalimetallen oder Mischungen solcher Stoffe, die von porösen oder zelligen Trägerstoffen wie z.B. Bimsstein, Koks o.dgl. getragen werden und innig auf und innerhalb derselben verteilt sind, in Kontakt gebracht werden.
2.) Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln für die Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Oxyde, Hydroxyde oder Karbonate von Alkalimetallen oder Erdalkalimetallen oder Mischungen solcher innig mit einer beim Erhitzen blähenden, vorzugsweise stark blähenden Kohle gemischt werden und die Mischung, gegebenenfalls mit einem Zusatz von Koksstaub und Pech, bis zur Bildung einer hochporösen Masse erhitzt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erhitzen blähende Kohle verwendet wird, welche einen hohen Agglutinier- bzw. Haftwert, z.B. einen solchen zwischen 1 : 30 und 1 : 40 aufweist.
4.) Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Gewichtsteil Oxyd, Hydroxyd und/oder Karbonat 10 Gewichtsteile Kohle verwendet werden.
5.) Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln für die Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass poröse oder zellige Trägerstoffe mit einer Lösung oder Suspension von Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten von Alkalimetallen oder Erdalkalimetallen oder mehrerer solcher Stoffe behandelt und hierauf getrocknet werden.
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