DE460697C - Herstellung hochaktiver Kohle - Google Patents

Herstellung hochaktiver Kohle

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DE460697C
DE460697C DEC39807D DEC0039807D DE460697C DE 460697 C DE460697 C DE 460697C DE C39807 D DEC39807 D DE C39807D DE C0039807 D DEC0039807 D DE C0039807D DE 460697 C DE460697 C DE 460697C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/318Preparation characterised by the starting materials

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Herstellung hochaktiver Kohle. Die Erfindung betrifft die Herstellung hochaktiver Kohle aus organischen Chloriden unter Anwendung von erhitzten Metallen. Als Ausgangsmaterial können alle organischen Chloride, die mit Metallen bei höheren Temperaturen in Reaktion treten, verwendet werden, wie z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Trichloräthylen, chlorierte Naphthaline u. dgl. und deren Mischungen. Die organischen Chloride können in gasförmigem, flüssigem oder festern Zustand zur Anwendung gelangen.
  • Als Metalle kommen in Frage z.B. Zinkstaub, Altiminiumpulver, Eisenpulver, Magnesiumpulver u. dgl. sowie Mischungen dieser. Bei Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff und Zinkstaub entsteht nach folgender Gleicliung -CCI, + 2 Zn # 2 ZnCI, + C Zinkchlorid und Kohlenstoff, der hochaktiv ist und sich für Entfärbungen, Desodorisierungen, Adsorptionen von Gasen und Dämpfen und katalytische Reaktionen vorzüglich eignet. Das gebildete Zinkchlorid geht zum Teil in Nebel über und kann in einer Vorlage aufgefangen werden.
  • Man kann auf den Tetrachlorkohlenstoff erhitzten Zinkstaub in flüssiger oder gasförmiger Form einwirken lassen. Auch kann der Zinkstaub zur Beschleunigung der Reaktion mit Katalysatoren versetzt werden. Man kann ihn aber auch mit Stoffen vermischen, die die Reaktionsgeschwindigkeit herabsetzen, wie z. B. Kieselgur. Zweckmäßigerweise wird der Zinkstaub während der Reaktion in Bewegung gehalten.
  • Das entstehende Reaktionsgemisch wird mit Wasser geschlämmt, gegebenenfalls mit Säure versetztem Wasser extrahiert und ausgewaschen. Die erhaltene hochaktive Kohle liegt in feinster Verteilung vor.
  • Die übergehenden Chlorzinkdämpfe werden entweder in einer Vorlage aufgefangen oder auf kohlenstoffhaltige Substanzen oder Kohle jeder Art behufs Aktivierung einwirken gelassen. Werden dem Zinkstaub (Beispiel 2) kohlenstoffhaltige Substanzen bei zweckentsprechender Temperatur beigemischt, dann werden diese durch das in statti nascendi auftretende Chlorzink stark aktiviert.
  • Beispiel i.
  • 35 kg Zinkstaub werden auf etwa 2oo' erhitzt und hierauf mit 5o kg Tetrachlorkohlenstoffdanipf in Berührung gebracht. Die Reaktion tritt sofort ein, und es entsteht eine schwarze Reaktionsmasse, bestehend aus Zinkchlorid und Kohlenstoff. Diese Masse wird zuerst mit Wasser geschlämmt, hierauf mit mit Säure versetztem Wasser extrahiert und ausgewaschen. Die gebildeten Chlorzinkdämpfe werden in einer Vorlage aufgefangen. Beispiel 2.
  • 35kg Zinkstaub und 3ok- Sägemehl wer-t> den auf :2oo' erhitzt und hierauf allmählich 5okg Tetrachlorkohlenstoffdampf eingeleitet, Die auftretende Reaktion ist stark exotherm und bewirkt ein lebhaftes Aufglühen der ganzen Masse. Das Glühen-wird noch während der Dauer einer Stunde weiter unterhalten. Hieräuf wird die Masse mit Wasser, gegebenenfalls mit Säure versetztem Wasser extrahiert und ausgQwaschen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren -zur. Herstellung hochaktiver Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß organische Chloride in gasföfriiigem, flüssigern oder festem Zustande auf Metalle bei höheren Temperaturen einwirken gelassen werden und das entstehende Reaktionsprodukt mit Wasser oder mit Säure versetztem Wasser behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Metallen Stoffe einverleibt werden, die die Reaktion beschleunigen. - 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Metallen Stoffe beigemengt werden, die die Reaktionsgeschwindigkeit herabsetzen. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall in feinster Verteilung mit Dämpfen oder Gasen oder mit feinst verteilten Flüssigkeitsnebeln organischer Chloride in einen erhitzten Raum eingeblasen wird. 5. Verfahren. nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in das Reaktioiis'gefäß glei#fizeitig kohlenstoffhaltige Substanzen oder Kohle jeder Art eingebracht werden und gegebenenfalls das Glühen der Reaktionsmasse fortgesetzt wird. 6. Verf ahren nach Anspruch _i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß -das gebildete flüchtige Metallchlorid in einem Nebenraum auf kohlenstoffhaltige Substanzen oder Kohle jeder Art unter Erhitzen einwirken gelassen wird.
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